"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
"Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
"nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen.
"nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
"Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
Vorgestellt werden Südtiroler Persönlichkeiten, Veranstaltungen und Phänomene, aber auch politische und rechtliche Entscheidungen aus der Region sowie Resonanzen aus der Bevölkerung.
Die "50. Tage der deutschsprachigen Literatur" finden vom 25. bis zum 28. Juni 2026 in Klagenfurt statt. 3sat überträgt den Lesewettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 live.
14 Autorinnen und Autoren stellen sich mit bisher unveröffentlichten Texten der Jury. Am Sonntag, 28. Juni, werden der 50. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie vier weitere Preise vergeben. Peter Fässlacher und Cécile Schortmann führen
durch die Livesendungen.
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste.
Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst + Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.
Mit den Pflanzen im Garten geht auch gleichzeitig das Herz auf. Zuschauer erhalten hier nützliche Infos und Tipps rund um Bepflanzung, Pflege und Gestaltung ihrer Gärten oder Balkone.
Die Sohlen der Sandalen sind aus alten Autoreifen. Die Kleidung, wie die ihrer Vorfahren: üppige Faltenröcke und bunte Blusen. So rennt Lorena Ramirez von Marathon zu Ultramarathon.
Sie trainiert nicht und siegt trotzdem. Mit jedem Sieg eröffnet Maria ihrem Volk, ihren Frauen neue Möglichkeiten. Lorena ist Tarahumara, eine Superheldin in Sandalen. Sie stammt von einem indigenen Volk, einst so groß wie das der Azteken.
Das Volk wurde von den spanischen Conquistadores getötet und vertrieben. "Raramuri" nennen sie sich - "jene, die weit laufen". Ihre Laufkunst und Ausdauer gelten als legendär. Für die Männer der Tarahumara gehörte es zur Jagd, die Tiere "per pedes" die Berge hinauf zu hetzen, bis die Tiere erschöpft zusammenbrachen. In die "Sierra Madre" hatte sich das Volk vor den Spaniern zurückgezogen. Zerklüftetes Land, bergig und trocken, Canyons, viermal so groß wie der Grand Canyon in den USA. Irgendwann fingen die Dörfer an, untereinander eigene Wettbewerbe auszurichten. Völlig unbemerkt vom Rest der Welt. Nun durchbrechen die Tarahumara die Unsichtbarkeit. Sie nehmen an großen Marathons und Ultramarathons teil. Und der Star unter ihnen ist nicht etwa ein Mann, sondern eine Frau, María Lorena Ramírez.
Lorena Ramirez eröffnet nicht nur ihrer Familie, sondern auch den Frauen ihrer Gemeinde neue Chancen. Mit ihren Preisgeldern entsteht ein kleiner Wohlstand, landesweit erntet das indigene Volk mehr und mehr Anerkennung. Maria ist schüchtern, sie redet nicht viel und inspiriert trotzdem die jungen Mädchen im Dorf dazu, von mehr zu träumen.
Mexiko ist ein Land mit einer beeindruckenden Vielfalt an Kultur, Geschichte, mit abwechslungsreicher Küche, prächtiger Architektur und natürlich Traumstränden.
Doch es gibt auch eine andere Seite, und genau die zeigt Sara Nuru, ehemaliges Model und heutige Sozialunternehmerin.
Ausgerechnet im ländlichen und katholischen Mexiko gehören die "Menschen mit dem dritten Geschlecht", wie sie sich selbst nennen, ganz selbstverständlich dazu. Juchitán de Zaragoza, nicht weit vom Pazifik gelegen, ist die Stadt der Muxes. Muxes sind Männer, die sich als Frauen fühlen und kleiden. Sie tragen meist indigen-traditionelle Gewänder und gehören in Juchitán de Zaragoza seit jeher zum Stadtbild.
Sara verbringt in der Stadt einige Tage mit der Muxe Estrella. Sie ist eine Berühmtheit im Ort, weil sie den jährlichen Schönheitswettbewerb der Muxes, ein gesellschaftlicher Höhepunkt für die ganze Stadt, schon mehrfach gewonnen hat. Die Vorbereitungen für dieses große Fest sind in vollem Gang. Estrella lässt Sara teilhaben an diesem bunten, heiteren und weltweit wohl einzigartigen Event, bei dem sonst die Einheimischen unter sich bleiben.
Aber die Welt ist für die Muxes nicht so heil, wie es scheint. Viele von ihnen fühlen sich nur so lange toleriert und geachtet, wie sie sich in typisch weibliche Rollenbilder fügen, sich um den Rest der Familie, die Kinder und den Haushalt kümmern. In berührenden Gesprächen erfährt Sara erschütternde Details aus dem Leben von Estrella und anderer Muxes.
Weiter geht es nach Santa María Tlahuitoltepec, kurz "Tlahui" genannt. Die entlegene Bergstadt liegt auf 2300 Metern Höhe im Hochtal des Gebirgszuges Sierra Madre del Sur. Die Einwohnerinnen und Einwohner sind durch die Musik eng miteinander verbunden, denn jede und jeder dort spielt von klein auf ein Instrument. Sara besucht eine Musikschule für Frauen und lernt viel über die Bedeutung, die Musik für die überwiegend indigene Bevölkerung hat.
Außerdem trifft sie Trompeter Andres und seine Band bei der Probe für ein Konzert am Abend. Ganz nebenbei kosten alle das Nationalgetränk Pulque auf Andres Farm: ein alkoholischer Agavendrink, selbst gekeltert von den Musikern.
Sara Nuru gewann mit 19 Jahren als erste Person of Color die Show "Germany's Next Topmodel" und reist seitdem als Model führender Modemarken um die Welt. Gemeinsam mit ihrer Schwester gründete sie das Social Business "nuruCoffee", das Kaffeebäuerinnen in Äthiopien beim Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und mit Mikrokrediten unterstützt. Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist Sara Nuru als Botschafterin unterwegs. Ihr Interesse gilt vor allem der indigenen Bevölkerung weltweit. Saras empathische Art und ihr echtes Interesse öffnen das Herz der Menschen, die sehr intime und ungewöhnliche Einblicke in ihr Leben geben. In ein Leben in einem Land, das so schön und vielfältig ist und zugleich so tiefe Wunden hat.
In dieser Folge taucht Sara Nuru in Mexiko in einen ebenso verschlossenen wie geheimnisvollen Kosmos ein, in die Welt des "Lucha Libre", der mexikanischen Variante des Wrestlings.
Denn in Mexiko City hat dieser bunte Showkampf eine ganz andere Bedeutung als in den USA. "Lucha Libre" ist eine Lebensform, ist vor allem in den benachteiligten sozialen Schichten Kult und verheißt die Chance auf Aufstieg und Anerkennung.
Dafür müssen die Kämpfer, Männer wie Frauen, nicht nur täglich hart trainieren: Sie müssen sich auch einem strengen Ehren- und Regelkodex unterwerfen, der bis in ihr Leben außerhalb des Kampfrings reicht.
Der ehrgeizige Luchador Alan führt Sara ein in diese aus europäischer Sicht fremdartige Welt. Der Schaukampf in Fantasiemasken, bei dem man nie durchschaut, was Show ist und was nicht, ist in Mexiko traditionsreich und ein soziales Phänomen, das viele Menschen vor einem Leben auf der Straße bewahrt. Alan nimmt Sara mit zum Training, steigt mit ihr in den Ring und zeigt ihr die große Lucha-Libre-Arena. Am Tag seines Kampfs ist Sara an seiner Seite.
Nicht weniger bunt und kraftvoll sind die Murales, Mexikos berühmte Wandgemälde. Die Kunstwerke auf großen Häuserfronten, Dächern und offiziellen Gebäuden spiegeln die Geschichte Mexikos wider und weisen plakativ auf die Missstände im Land hin.
Sara trifft Maria, eine der bekanntesten Wandmalerinnen des Landes. Gemeinsam seilen sie sich von einem Silo ab, um in 25 Metern Höhe an einem riesigen Wandbild zum Weltfrauentag zu arbeiten. Kunst mit sehr ernstem und tragischem Hintergrund: In keinem anderen Land der Welt gibt es mehr Morde an Frauen als in Mexiko, Tag für Tag. Die gigantischen Gemälde prangern die unhaltbaren Zustände und den immer noch überall lebendigen Machismo an.
Die Frauen wehren sich und verschaffen sich auch auf der Straße Gehör: Sara und Maria laufen in Mexiko City mit auf der größten Demonstration Mittelamerikas für Frauenrechte und gegen Gewalt.
Die Anwältin Eva Schatz kämpft mit Leib und Seele für die Rechte ihrer Mandanten. Kein Wunder, dass ihre beste Freundin Sissi bei ihrer Scheidung auf Evas Qualitäten vertraut.
Dass man auch ohne Liebe glücklich sein kann, ist die feste Überzeugung der Juristin. Doch ihre neue Bekanntschaft Hanno würde ganz gut ins Konzept der lebensfrohen Singlefrau passen: gut aussehend, sinnlich - und ungebunden. So tritt Hanno zumindest auf.
Eva kommen jedoch schon bald Zweifel, ob ihr Schwarm wirklich mit offenen Karten spielt. Doch um ihre privaten Turbulenzen zu sortieren, bleibt zu wenig Zeit - zumal sich Eva um ihren Vater kümmern muss. Ihre ganze Energie will sie außerdem für eine verzweifelte Mandantin einsetzen: Die Altenpflegerin Christina droht nach dem Tod ihrer Ehefrau das Sorgerecht für die achtjährige Marie zu verlieren. Als Eva für Maria und Christina in den Ring zieht, ahnt die Anwältin nicht, mit wem sie es auf der Gegenseite zu tun bekommt.
Mit Christine Urspruch, Wolfram Grandezka, Jochen Busse, Karmela Shako, Tatja Seibt, Lola Höller, Edgar Emil Garde
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Das Silicon Valley steht für Freiheit und Fortschritt. Doch es gibt dort auch eine dunkle Seite. Ein Film über autoritäres und antidemokratisches Denken in der Tech-Branche.
Milliardäre wie Elon Musk und Peter Thiel propagieren "Disruption" und zielen dabei unter anderem auf den Abbau demokratischer Institutionen ab. Doch welchen Ideen und Vordenkern folgen sie dabei? Und was verbindet sie mit Donald Trump?
Laut dem Literaturwissenschaftler und Stanford-Professor Adrian Daub ist dieses Denken mit faschistischen Ideen kompatibel. Der Kult um Gründer und deren Genialität führe nämlich dazu, dass sich eine zunehmend autoritäre Kultur durchsetze, die die Demokratie als lästiges Hindernis betrachtet. Mit Trump hat die Tech-Elite einen Verbündeten im Weißen Haus gefunden, der ihnen direkten Zugang zur Macht ermöglicht.
Die Programmiererin Aya Jaff, die selbst im Silicon Valley gearbeitet hat, bezeichnet dieses Machtgefüge als "Broligarchie": eine kleine, abgeschottete Gruppe, die Kapital, Technologie und politischen Einfluss eng verknüpft. Der Historiker Volker Weiß beleuchtet das apokalyptische und messianische Weltbild einer Tech-Elite, die sich als Retterin vor dem Untergang sieht.
Die Dokumentation "Rechtsruck im Silicon Valley" zeichnet eine politische Kulturgeschichte der Gegenwart und stellt die zentrale Frage: Wie viel Demokratie bleibt, wenn wir den Fortschrittsversprechen der Tech-Branche blind folgen?
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Mit Jonas Kaufmann
Programm:
- Giuseppe Verdi: "La forza del destino: Ouvertüre"
- Francesco Cilèa: "L'Arlesiana", "È la solita storia",
Arie des Frederico
- Umberto Giordano: "Fedora", "Amor ti vieta", Arie des Loris
Ottorino Respighi: "Fontane di Roma", Werkeinführung
- Ruggero Leoncavallo: "Pagliacci", "Si, può?", Prolog des Tonio
und "Recitar ... Vesti la giubba", Arie des Canio
- Ottorino Respighi: "Pini di Roma"
Viva Italia! In ihrem Saisonabschlusskonzert verwandeln die Berliner Philharmoniker und dem Dirigenten Kirill Petrenko die Waldbühne in ein Stück Italien.
Stargast Jonas Kaufmann, der sich mit seinem warmen, kraftvollen Tenor an die Weltspitze sang, interpretiert einige der schönsten Arien aus italienischen Opern und lässt unter dem nächtlichen Berliner Sternenhimmel vom Süden träumen.
Mit Ottorino Respighis klangprächtigen Tondichtungen "Fontane di Roma" und "Pini di Roma" vollzieht sich eine musikalische Wanderung durch die Ewige Stadt - von den lebhaften Pinien der Villa Borghese bis zum glitzernden Wasser des Trevi-Brunnens.
Der 17-jährige Jakob, der als Aushilfskraft in einem Schlachthof arbeitet, kämpft mit einer lähmenden Angststörung.
Als er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennenlernt, beginnt für ihn eine transpersonale Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele.
Mit Simon Früwirth, Paul Emile Forman, Josef Hader, Wolfgang Hübsch, Anton Noori
Am 23. Juni 2026 wird im Münchner Cuvilliéstheater der "Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke" verliehen. - 3sat zeigt die Zusammenfassung der Preisverleihung.
Mit der verliehenen Auszeichnung werden Filmkünstler gewürdigt, die sich mit ihren Werken für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen. 2026 feiert die Auszeichnung, die oft im Vorfeld des "Filmfest München" verliehen wird, ihr 25-jähriges Jubiläum.
In diesem Magazin werden Themen mit kulturellem und gesellschaftspolitischem Hintergrund behandelt. Dabei kommen weder Literatur noch Film, Theater, Kunst oder Musik zu kurz.
Die Anwältin Eva Schatz kämpft mit Leib und Seele für die Rechte ihrer Mandanten. Kein Wunder, dass ihre beste Freundin Sissi bei ihrer Scheidung auf Evas Qualitäten vertraut.
Dass man auch ohne Liebe glücklich sein kann, ist die feste Überzeugung der Juristin. Doch ihre neue Bekanntschaft Hanno würde ganz gut ins Konzept der lebensfrohen Singlefrau passen: gut aussehend, sinnlich - und ungebunden. So tritt Hanno zumindest auf.
Eva kommen jedoch schon bald Zweifel, ob ihr Schwarm wirklich mit offenen Karten spielt. Doch um ihre privaten Turbulenzen zu sortieren, bleibt zu wenig Zeit - zumal sich Eva um ihren Vater kümmern muss. Ihre ganze Energie will sie außerdem für eine verzweifelte Mandantin einsetzen: Die Altenpflegerin Christina droht nach dem Tod ihrer Ehefrau das Sorgerecht für die achtjährige Marie zu verlieren. Als Eva für Maria und Christina in den Ring zieht, ahnt die Anwältin nicht, mit wem sie es auf der Gegenseite zu tun bekommt.
Die Sohlen der Sandalen sind aus alten Autoreifen. Die Kleidung, wie die ihrer Vorfahren: üppige Faltenröcke und bunte Blusen. So rennt Lorena Ramirez von Marathon zu Ultramarathon.
Sie trainiert nicht und siegt trotzdem. Mit jedem Sieg eröffnet Maria ihrem Volk, ihren Frauen neue Möglichkeiten. Lorena ist Tarahumara, eine Superheldin in Sandalen. Sie stammt von einem indigenen Volk, einst so groß wie das der Azteken.
Das Volk wurde von den spanischen Conquistadores getötet und vertrieben. "Raramuri" nennen sie sich - "jene, die weit laufen". Ihre Laufkunst und Ausdauer gelten als legendär. Für die Männer der Tarahumara gehörte es zur Jagd, die Tiere "per pedes" die Berge hinauf zu hetzen, bis die Tiere erschöpft zusammenbrachen. In die "Sierra Madre" hatte sich das Volk vor den Spaniern zurückgezogen. Zerklüftetes Land, bergig und trocken, Canyons, viermal so groß wie der Grand Canyon in den USA. Irgendwann fingen die Dörfer an, untereinander eigene Wettbewerbe auszurichten. Völlig unbemerkt vom Rest der Welt. Nun durchbrechen die Tarahumara die Unsichtbarkeit. Sie nehmen an großen Marathons und Ultramarathons teil. Und der Star unter ihnen ist nicht etwa ein Mann, sondern eine Frau, María Lorena Ramírez.
Lorena Ramirez eröffnet nicht nur ihrer Familie, sondern auch den Frauen ihrer Gemeinde neue Chancen. Mit ihren Preisgeldern entsteht ein kleiner Wohlstand, landesweit erntet das indigene Volk mehr und mehr Anerkennung. Maria ist schüchtern, sie redet nicht viel und inspiriert trotzdem die jungen Mädchen im Dorf dazu, von mehr zu träumen.
Mexiko ist ein Land mit einer beeindruckenden Vielfalt an Kultur, Geschichte, mit abwechslungsreicher Küche, prächtiger Architektur und natürlich Traumstränden.
Doch es gibt auch eine andere Seite, und genau die zeigt Sara Nuru, ehemaliges Model und heutige Sozialunternehmerin.
Ausgerechnet im ländlichen und katholischen Mexiko gehören die "Menschen mit dem dritten Geschlecht", wie sie sich selbst nennen, ganz selbstverständlich dazu. Juchitán de Zaragoza, nicht weit vom Pazifik gelegen, ist die Stadt der Muxes. Muxes sind Männer, die sich als Frauen fühlen und kleiden. Sie tragen meist indigen-traditionelle Gewänder und gehören in Juchitán de Zaragoza seit jeher zum Stadtbild.
Sara verbringt in der Stadt einige Tage mit der Muxe Estrella. Sie ist eine Berühmtheit im Ort, weil sie den jährlichen Schönheitswettbewerb der Muxes, ein gesellschaftlicher Höhepunkt für die ganze Stadt, schon mehrfach gewonnen hat. Die Vorbereitungen für dieses große Fest sind in vollem Gang. Estrella lässt Sara teilhaben an diesem bunten, heiteren und weltweit wohl einzigartigen Event, bei dem sonst die Einheimischen unter sich bleiben.
Aber die Welt ist für die Muxes nicht so heil, wie es scheint. Viele von ihnen fühlen sich nur so lange toleriert und geachtet, wie sie sich in typisch weibliche Rollenbilder fügen, sich um den Rest der Familie, die Kinder und den Haushalt kümmern. In berührenden Gesprächen erfährt Sara erschütternde Details aus dem Leben von Estrella und anderer Muxes.
Weiter geht es nach Santa María Tlahuitoltepec, kurz "Tlahui" genannt. Die entlegene Bergstadt liegt auf 2300 Metern Höhe im Hochtal des Gebirgszuges Sierra Madre del Sur. Die Einwohnerinnen und Einwohner sind durch die Musik eng miteinander verbunden, denn jede und jeder dort spielt von klein auf ein Instrument. Sara besucht eine Musikschule für Frauen und lernt viel über die Bedeutung, die Musik für die überwiegend indigene Bevölkerung hat.
Außerdem trifft sie Trompeter Andres und seine Band bei der Probe für ein Konzert am Abend. Ganz nebenbei kosten alle das Nationalgetränk Pulque auf Andres Farm: ein alkoholischer Agavendrink, selbst gekeltert von den Musikern.
Sara Nuru gewann mit 19 Jahren als erste Person of Color die Show "Germany's Next Topmodel" und reist seitdem als Model führender Modemarken um die Welt. Gemeinsam mit ihrer Schwester gründete sie das Social Business "nuruCoffee", das Kaffeebäuerinnen in Äthiopien beim Verkauf von fair gehandeltem Kaffee und mit Mikrokrediten unterstützt. Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist Sara Nuru als Botschafterin unterwegs. Ihr Interesse gilt vor allem der indigenen Bevölkerung weltweit. Saras empathische Art und ihr echtes Interesse öffnen das Herz der Menschen, die sehr intime und ungewöhnliche Einblicke in ihr Leben geben. In ein Leben in einem Land, das so schön und vielfältig ist und zugleich so tiefe Wunden hat.
In dieser Folge taucht Sara Nuru in Mexiko in einen ebenso verschlossenen wie geheimnisvollen Kosmos ein, in die Welt des "Lucha Libre", der mexikanischen Variante des Wrestlings.
Denn in Mexiko City hat dieser bunte Showkampf eine ganz andere Bedeutung als in den USA. "Lucha Libre" ist eine Lebensform, ist vor allem in den benachteiligten sozialen Schichten Kult und verheißt die Chance auf Aufstieg und Anerkennung.
Dafür müssen die Kämpfer, Männer wie Frauen, nicht nur täglich hart trainieren: Sie müssen sich auch einem strengen Ehren- und Regelkodex unterwerfen, der bis in ihr Leben außerhalb des Kampfrings reicht.
Der ehrgeizige Luchador Alan führt Sara ein in diese aus europäischer Sicht fremdartige Welt. Der Schaukampf in Fantasiemasken, bei dem man nie durchschaut, was Show ist und was nicht, ist in Mexiko traditionsreich und ein soziales Phänomen, das viele Menschen vor einem Leben auf der Straße bewahrt. Alan nimmt Sara mit zum Training, steigt mit ihr in den Ring und zeigt ihr die große Lucha-Libre-Arena. Am Tag seines Kampfs ist Sara an seiner Seite.
Nicht weniger bunt und kraftvoll sind die Murales, Mexikos berühmte Wandgemälde. Die Kunstwerke auf großen Häuserfronten, Dächern und offiziellen Gebäuden spiegeln die Geschichte Mexikos wider und weisen plakativ auf die Missstände im Land hin.
Sara trifft Maria, eine der bekanntesten Wandmalerinnen des Landes. Gemeinsam seilen sie sich von einem Silo ab, um in 25 Metern Höhe an einem riesigen Wandbild zum Weltfrauentag zu arbeiten. Kunst mit sehr ernstem und tragischem Hintergrund: In keinem anderen Land der Welt gibt es mehr Morde an Frauen als in Mexiko, Tag für Tag. Die gigantischen Gemälde prangern die unhaltbaren Zustände und den immer noch überall lebendigen Machismo an.
Die Frauen wehren sich und verschaffen sich auch auf der Straße Gehör: Sara und Maria laufen in Mexiko City mit auf der größten Demonstration Mittelamerikas für Frauenrechte und gegen Gewalt.
Die "Erlebnisreise" beginnt im belgischen Dinant und führt über Namur und Lüttich ins niederländische Roermond, nach 's-Hertogenbosch und nach Rotterdam, wo die Maas in die Nordsee mündet.
Es ist eine abwechslungsreiche Tour zu Schlössern, einer Tropfsteinhöhle in Dinant und nach Namur, in die Stadt der Schnecken, die dort auch traditionell auf der Speisekarte stehen. Weiter geht es nach Lüttich zu Waffelbäckern und in eine Mikrobrauerei im alten Gemäuer.
Im holländischen Teil geht es durch das Wassersportrevier rund um Roermond mit Segelschule und Elektroboot-Verleih in die gemütliche Altstadt von 's-Hertogenbosch und schließlich ins "Manhattan" Hollands - nach Rotterdam mit seiner spektakulären Hochhausarchitektur.