Auf 2208 Metern entspringt der wasserreichste Strom der Schweiz: die Rhône. Von der Zunge des Rhonegletschers fließt sie 264 Kilometer durch das Land, bevor sie im Mittelmeer mündet.
Eingebettet in eine atemberaubende Landschaft schlängelt sie sich durch Wallis und ist geprägt von den Menschen an ihren Ufern. Wo sie frei fließen darf, besticht die Rhône mit ihrer wilden Schönheit und einer überraschend reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt.
Filmemacherin Anja Glücklich entdeckt Natur und Menschen im Rhonetal. Sie begleitet den Gletscherkundler David Volken auf den Rhonegletscher in der spektakulären Bergwelt des Gotthardmassivs. Die "Faszination Eis" ist in der Eisgrotte im Herzen des Gletschers zu erleben. Doch der Gletscher ist durch den Klimawandel in Gefahr. Er schmilzt mehrere Zentimeter pro Tag.
Die Dokumentation von Anja Glücklich erklärt auch die Bedeutung der Wälder zum Schutz vor Hochwasser und Erosion und beschreibt die Merkmale eines natürlichen Flussbetts und dessen Sinn für den Fischbestand.
Im Naturschutzgebiet Pfynwald kann der einst eingedämmte Fluss wieder frei fließen und sich in all seiner Pracht entfalten. Der Biologe Pierre-Alain Oggier stellt verschiedene Lebensräume mit einer beeindruckenden Biodiversität vor, die dort wieder entstanden ist. René Schnyder sorgt mit seinen Schwarznasenschafen für den Erhalt der Almwiesen auf der Bachalpe.
Hannelore Tsokhim-Bumann verköstigt die Gäste ihres historischen Wirtshause im verwinkelten Bergweiler Albinen nach alter Selbstversorgertradition. Was früher selbstverständlich war, trifft heute den Nerv der Zeit. Die umweltschonende und nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft wirkt über den Wasserkreislauf bis zur Rhône.
Die Natur durch Nachhaltigkeit für die kommenden Generationen zu bewahren, das ist auch im Sinne der Winzerin Caroline Frey. Alle Naturliebhaber im Tal sind sich einig: Das traumhafte Rhonetal ist schützenswert!
Bleibt zu hoffen, dass es sich in Zukunft mit einem freifließenden Fluss und mehr Biodiversität zeigen darf. Ganz im Sinne des Dichters Rainer-Maria Rilke, der das breite Tal mit den Anhöhen so liebte und für den die Rhône immer einer der wunderbarsten Ströme war.
Dem Fluss Ticino verdankt die Sonnenstube der Schweiz ihren Namen. 91 Kilometer fließt er von der schroffen Bergwelt des Bedrettotals bis zur Magadino-Ebene mit mediterranem Klima.
Dabei überwindet der Ticino, auf Deutsch Tessin, 2000 Höhenmeter, durchquert Gletscher, Schluchten, Täler und das größte Feuchtwassergebiet der Schweiz. Eine beeindruckende Reise von nach Harz duftenden Bergwäldern bis zu den Palmen am Lago Maggiore.
Wie der Rhein und die Rhône entspringt auch der Ticino im Gotthardmassiv. Und zwar am Nufenenpass, dem mit 2478 Metern höchsten innerschweizerischen Alpenübergang. Etwas unterhalb der Passhöhe liegt das Quellgebiet des Stroms. Das schroffe Terrain ist eines der Lieblingsmotive des Naturfotografen Werner Morelli. Die Ursprünglichkeit des Ortes hat für ihn etwas Magisches. Dort bekommt er auch regelmäßig Steinböcke vor die Kamera.
Vom Nufenenpass fließt der Ticino noch als schmaler Wildbach in das Bedrettotal. Das idyllische, fast menschenleere Tal versinkt fast zu drei Vierteln des Jahres in tiefem Schnee.
Das Dorf All'Acqua ist mit 1600 Metern die höchstgelegene Ortschaft. Dort betreibt Werner Morelli mit seiner Familie den gleichnamigen Gasthof. Er ist über die Grenzen des Bedrettotals hinaus bekannt für seine hervorragende Küche. Tochter Martina kocht regional und saisonal und findet viele ihrer Zutaten direkt vor der Haustür am Flusslauf des Ticino. Ihre Spezialität ist Tessiner Risotto mit Heidelbeeren.
Nur ein paar Kilometer talabwärts liegt das Mineralienmuseum Cioss Prato. Dort haben die Strahler Gilberto Leonardi und sein Sohn Marco ihre spektakulärsten Fundstücke ausgestellt. Seit mehr als 20 Jahren betreiben sie ein privates Bergwerk an einem der Hänge des Bedrettotals. Der Stollen reicht rund 80 Meter in den Hang hinein. Dort graben die Leonardis nach Kristallen. Das Funkeln an den Wänden verheißt noch viele weitere Funde.
Hinter Airolo fließt der Ticino rund 80 Kilometer durch die Leventina, die Rivera und die Magadino-Ebene. Dabei durchquert er die spektakuläre Piottino-Schlucht, den Ort Giornico mit seinen hübschen Steinhäusern sowie die Tessiner Hauptstadt Bellinzona mit ihren berühmten Burgen.
Auf seiner Reise entlang des Flusses erzählt der Film weitere spannende Geschichten: von Canyoning-Profis, die sich an Seil und Haken in tiefe Schluchten stürzen, von Naturschützern, die sich um das Wohl von Wölfen kümmern, und von dem einzigen Reisanbauer in der Schweiz.
In der "Bolle di Magadino", dem größten Feuchtwassergebiet der Schweiz, mündet der Ticino schließlich in den Lago Maggiore.
Dieser Fluss ist ein Mythos, ein Gigant - und vielen ist er heilig. Der Brahmaputra legt von seiner Quelle am Dach der Welt bis zur Mündung im Indischen Ozean 3100 Kilometer zurück.
Er ernährt Millionen von Menschen in China, Indien und Bangladesch und erschafft riesige Gebiete voll faszinierender Biodiversität. Brahmaputra, Sohn des Schöpfers, ist nur einer seiner Namen. Im Oberlauf, im Tibetischen Hochland, heißt er "Yarlung Tsangpo".
Nicht der heilige Berg Tibets, der Kailash, ist sein Ursprung, sondern der Angsi-Gletscher rund 250 Kilometer südöstlich des Kailash. Ohne ihn könnten die unsichtbaren Blauschafe des Himalajas, die scheuen Wildesel, die pfeilschnellen Tibetantilopen oder die zotteligen Wild-Yaks nicht existieren. Sie wiederum sind Lebensgrundlage für die am höchsten lebenden Nomaden der Erde.
Weit im Osten macht der Fluss eine große Schleife, dreht nach Süden ab und durchschneidet den Himalaja. Dies ist die tiefste Schlucht der Erde - bis zu 3000 Meter in den Fels geschnitten. Die große Schlucht führt den Fluss in eine neue Dimension: in das feuchtmilde Tiefland von Bengalen, eines der regenreichsten und fruchtbarsten Gebiete Asiens.
Der Brahmaputra ist ein Verwandlungskünstler: Als unscheinbarer Abfluss dem Angsi-Gletschers entsprungen, hat er sich im Tibetischen Hochland zum reißenden Gebirgsfluss entwickelt.
Die große Schlucht verbindet China mit Indien, in ihr wird eisiges Gletscherwasser in ein mildes Land voller Artenreichtum transportiert. In diesem Abschnitt passiert der mächtige Fluss die geheimnisvollen Bergwälder der Roten Pandas und der Goral-Ziegen.
Danach gibt es nur noch Ebene: Sand und Schlick, über Jahrmillionen abgetragen von den höchsten Gipfeln der Welt.
Assam ist ein fruchtbares Tal auf einer Länge von fast 1000 Kilometern. Stellenweise ist der Fluss nun zehn Kilometer breit. Auch der Mensch hat in diese Landschaft eingegriffen: Die mächtigen Teebäume sind vielerorts riesigen Plantagen mit Teesträuchern gewichen. Gruppen von Goldlanguren und Bärenmakaken beobachten misstrauisch die Arbeiter auf den Plantagen. Manchmal zeigt sich auch der Nebelparder, eine der seltensten Raubkatzen der Welt. In den Auen und im Grasland des Brahmaputra-Tals leben Elefanten und Nashörner sowie die letzten 200 Zwergwildschweine.
In der Tiefebene von Assam umfasst der Brahmaputra ein Land von stiller Schönheit und schier unerschöpflichem Reichtum: Indiens magischen Kaziranga-Nationalpark.
Die Natur dort erinnert in ihrer Ursprünglichkeit an längst vergangene Zeiten. Es ist eine Welt, die den Intervallen des Monsuns unterworfen ist. In den trockenen Perioden bildet der Fluss Inseln, in den Regenzeiten verschwinden ganze Regionen im Wasser.
Bangladesch ist ein Land, das ganz auf Sand gebaut ist. Sand, den der Brahmaputra, der dort "Jamuna" heißt, aus dem Himalaja gebracht hat. Fließend ist der Übergang zwischen Land und Wasser: Mehr als 100 Kilometer dringt das Salzwasser bei Flut ins Schwemmland vor.
Im Schlick aus dem Himalaja jagen sich Krokodile und Bindenwarane, während Winkerkrabben wertvolle Nährstoffe aus dem Sand sieben. Das gigantische Mündungsdelta des Brahmaputra sucht weltweit seinesgleichen: Der große Fluss aus dem Himalaja hat sich längst mit dem Ganges und dem Meghna vereint und entlädt die nährstoffreichen Gaben vom Dach der Welt in die Tiefen des Indischen Ozeans. Lebensspender auch hier, mehr als 3000 Kilometer von seinem Ursprung entfernt.
Der Sambesi ist der viertlängste Fluss in Afrika: Auf einer Länge von fast 2600 Kilometern durchfließt er sechs afrikanische Staaten. Der Film dokumentiert die vielen Gesichter des Sambesi.
Als Lebensader der imposanten Ökosysteme des Kontinents ist der Fluss für Menschen, Tiere und Vegetation unverzichtbar. An seinen Ufern blüht und gedeiht Leben, Tierherden ziehen zu Tausenden in das Überschwemmungsgebiet, um dort ihre Jungen aufzuziehen.
Auf seinem Weg durch eine zerklüftete Felslandschaft wird der Sambesi zu einem reißenden Wildwasserstrom, bevor er dann mehr als 100 Meter in die Tiefe stürzt: als größter Wasserfall der Erde - den Viktoriafällen im Grenzgebiet zwischen Simbabwe und Sambia. In Mosambik verläuft der Fluss in einem riesigen Delta und vereinigt sich dort mit dem Indischen Ozean.
Michael Schlambergers mehrfach ausgezeichnete "Universum"-Dokumentation "Sambesi - Der donnernde Fluss" ist ein beeindruckendes filmisches Porträt des viertlängsten Flusses in Afrika, der die prächtigsten Ökosysteme des afrikanischen Kontinents verbindet und einen Blick auf alle klassischen Tierarten Afrikas erlaubt.
Mehr als vier Jahre drehten die Filmemacher Beverly und Dereck Joubert, um eines der größten Naturwunder der Erde in seiner umfassenden Schönheit zu porträtieren.
Der Okawango im Süden Afrikas ist ein besonderer Fluss: Er entspringt in den Bergen von Angola, doch sein Wasser strömt nicht etwa in Richtung Atlantikküste, sondern in die Gegenrichtung, landeinwärts nach Botswana.
Nach einer Reise von rund 1500 Kilometern endet der Okawango in der Kalahari-Wüste, wo sein Wasser verdunstet und versickert.
Der erste Teil der Reihe begleitet die Löwin Fakeetsa im oberen Teil des Deltas, dem sogenannten Panhandle, und dokumentiert ihren Überlebenskampf dort. Sie wird bei einer Büffeljagd schwer verwundet und von ihrem Rudel zurückgelassen. Doch anstatt aufzugeben und zu sterben, überlebt die Löwin. Nun muss sie lernen, mit einem kaputten Bein klarzukommen, damit sie sich und ihre Jungen versorgen kann. Die Landschaft ist von großen Sümpfen und hohem Gras geprägt, ein Vorteil für Fakeetsa, die nun darauf angewiesen ist, sich so nah wie möglich an ihre Beute anzuschleichen, um sie zu erlegen.
Die Sümpfe werden auch von anderen Bewohnern des Okawangos genutzt. Raubwelse liegen für viele Monate in tiefem Ruhezustand und warten darauf, dass es endlich regnet. Wenn der Regen schließlich kommt, strömen sie in die Flüsse und starten eine regelrechte Fressorgie. Sie treiben kleinere Fische in die Enge, auch Störche und Reiher profitieren davon, ebenso die Krokodile. Sie sind allerdings nicht hinter den kleinen Fischen her, sondern hinter den Welsen selbst.
Das Naturspektakel des Okawango-Flusses wird erst durch einen besonderen Nährstoffkreislauf ermöglicht. Entscheidend dabei sind Afrikas Landschaftsarchitekten Nummer eins, die Elefanten. Sie waten durch das Wasser, reißen Pflanzen los und wirbeln Schlamm auf. Dabei werden wichtige Nährstoffe freigesetzt, die von kleinen Fischen und Krabben aufgenommen werden, die wiederum von größeren Räubern gefressen werden. Eine Nahrungskette, die deutlich macht, dass alles Leben im Okawango miteinander verbunden ist.
Nicht nur Afrikas Riesen sind im Okawango beheimatet. Auch kleine Blaustirn-Blatthühnchen, die auf schwimmenden Seerosenblättern laufen können, fühlen sich dort wohl. Ein Hahn hütet seine Küken, die jederzeit in Gefahr sind, von Krokodilen gefressen zu werden. Sobald er eine Bedrohung bemerkt, ruft er die Kleinen zu sich, klemmt sie unter seine Flügel und schleppt sie schnell in Sicherheit.
Der Okawango nimmt im Herzen des Flussdeltas eine neue Form an. Dort im Kalaharibecken fächert er sich immer weiter auf und umspült Tausende von Inseln.
Ihre Baumeister leben tief unter der Erde. Termiten errichten ihre Burgen und sorgen dafür, dass sich um sie herum Inseln formen. Die Könige des Landes sind die Löwen. Der Film begleitet zwei Löwenbrüder, die dort ihr riesiges Revier haben.
Die einzigartigen Insellandschaften sind auch Zuflucht für zahlreiche andere Bewohner des Okawangos. Dort leben Tiere als Nachbarn, die sonst eher einen Bogen umeinander machen würden. Ein Hyänen-Clan teilt sich seine Erdhöhle mit einer Warzenschwein-Familie. Die Schweine wären eine leckere Mahlzeit für die Hyänen, doch in diesem Fall scheinen die Familien lieber friedlich miteinander leben zu wollen. Tagsüber suchen die Schweine Futter und die Hyänen bewachen den Bau, nachts ist dann Schichtwechsel.
Eine Gruppe junger Löwen hat ein Flusspferd umzingelt, das zum Grasen an Land gegangen ist. Doch für die Großkatzen ist der Koloss keinesfalls leichte Beute. Nachdem sich die Kontrahenten etwas hin- und hergescheucht haben, verschwindet das Flusspferd im Wasser und lässt die "Jäger" ratlos zurück.
Stark gefährdet sind die Wildhunde. Das Okawangodelta ist eines ihrer letzten Rückzugsgebiete. Die Kamera ist hautnah dabei, wenn sie versuchen, ein Gnu zu reißen. Das schaffen sie nur, wenn sie ein Tier von der Herde trennen. Aber das ist ganz schön kraftraubend.
Büffel sind wahre Löwenkiller. Und ausgerechnet die hat ein Löwenrudel ins Visier genommen. Nur mit perfekt abgestimmter Taktik und guter Zusammenarbeit können sie Beute machen. Doch jetzt will einer der Löwenbrüder zeigen, wie gut er klettern kann. Ein unsanfter Absturz lässt ihn körperlich unverletzt, aber mit verletztem Stolz zurück. Am Ende kommt er gerade noch rechtzeitig, um mit seinem Bruder gemeinsam einen Büffel zu erlegen.
Am Ende seiner Reise verliert der Okawango sein Wasser an die Wüste. Die Hitze der Sonne lässt den Fluss in der Kalahari versickern. Alles, was zurückbleibt, ist eine riesige Salzpfanne.
Dennoch gibt es dort Leben. Der Film begleitet die Leopardin Moporoto. Sie hat sich entschieden, in dieser unwirtlichen Gegend zu leben und ihre Jungen großzuziehen. Dafür verwendet sie einen speziellen Trick.
Gut getarnt wartet sie im Baum sitzend auf Beutetiere, die heruntergefallene Blüten des Leberwurstbaumes fressen wollen. Passen sie einmal nicht auf, stürzt sich die Leopardin herab.
Auch nomadische Löwen leben dort. Es sind Einzelgänger, die sich kein eigenes Revier erobern konnten und jetzt am Rande des Okawangos nach geschwächten Tieren Ausschau halten.
Nicht weit entfernt kämpfen zwei Giraffenbullen miteinander. Stirbt einer der beiden, locken seine Überreste die Fleischfresser der Gegend an. Aber jedes gefundene Fressen ist in dieser feindlichen Umwelt umkämpft.
In der Trockenzeit wird es noch heißer, die Landschaft verändert sich noch drastischer. Der Okawango trocknet an seinem südlichen Ende vollkommen aus, und selbst die Leopardin Moporoto muss ihren Baum verlassen und neue Überlebensstrategien anwenden. Die Tiere kämpfen jetzt um jeden Tropfen Wasser. Raubwelse versuchen, den Fluss wieder hinaufzuschwimmen. Jene, die es nicht schaffen, vergraben sich im Schlamm und suchen so Schutz vor der unerbittlichen Sonne.
Elefanten benötigen täglich 200 Liter Wasser. Das gibt es aber zu dieser Zeit kaum noch am Ende des Okawangos. Die Tiere müssen weiterziehen - immer auf der Suche nach dem überlebenswichtigen Nass. Es ist die größte Elefantenwanderung der Welt.
Wenn es endlich wieder regnet, sorgen die Niederschläge dafür, dass die gesamte Salzpfanne von Wasser bedeckt wird. Nun kommen auch die großen Herden der Pflanzenfresser, wie etwa Zebras. Sie wollen nicht nur trinken und überlebenswichtige Salze aufnehmen, sondern auch einen Partner zur Paarung finden.
Wasser ist die treibende Kraft am Okawango und beeinflusst alle Tiere entlang des Flusses. Der Kampf ums Überleben wird von den preisgekrönten Naturfilmern Dereck und Beverly Joubert eindrucksvoll in Szene gesetzt und zeigt ein einzigartiges Naturwunder, wie es noch nie zuvor zu sehen war.
Als glücklich verheiratetes Paar und Herausgeber eines erfolgreichen Reisemagazins sind Claudia und Michael das perfekte Team. Doch dann bemerkt Claudia, dass ihr Mann sie betrügt.
Zur selben Zeit stirbt ihre Mutter, mit der sie gern mehr Zeit verbracht hätte. Claudias Leben gerät ins Wanken. Spontan lässt sie alle Termine platzen, um ihren Vater zu begleiten - einen Flussschiffer, der die Asche seiner Frau über dem Rhein verstreuen will.
Die letzte Fahrt mit dem alten Schiff, auf dem sie ihre Kindheit verbrachte, wird für Claudia zu einer Reise voll unerwarteter Entdeckungen.
In dem liebenswürdigen Familienfilm "Die letzte Fahrt" finden Julia Jäger und Thomas Sarbacher als gestresstes Ehepaar während einer ungeplanten Schiffsreise wieder zueinander.
Mit Julia Jäger, Thomas Sarbacher, Heinz Baumann, Sammy Scheuritzel, Sönke Möhring
Der Rhein gehört weltweit zu den verkehrsreichsten Wasserstraßen. Sechs Millionen Menschen leben direkt an dieser Lebensader Europas. Aber nur die wenigsten kennen das Ursprungsgebiet.
In Graubünden, wo die beiden Quellen des Vorder- und des Hinterrheins hoch oben in den Alpen liegen, ist der Rhein noch jung und wild. - Die Reise entlang des Rheins beginnt am Hinterrhein mit traumhaften Landschaftsbildern und spektakulären Aufnahmen wilder Tiere.
Es ist Anfang Oktober. Der erste Schnee fällt am Rheinwaldhorn. Der Bach gurgelt gleichmäßig und schlängelt sich wenige Meter entfernt an der Zapporthütte vorbei. Es ist einer von zahlreichen Quellbächen des Hinterrheins.
Daniela Zwyer, die Hüttenwartin der Zapporthütte, ist müde von einer langen Saison. Für sie ist das Quellgebiet ein Kraftort. Ein letztes Mal macht sie einen Rundgang um die Hütte, schließt alle Fensterläden. Die Zapporthütte liegt am Osthang des Rheinwaldhorns auf 2276 Metern. In den letzten Monaten waren über tausend Menschen dort oben zu Besuch. Viele von ihnen aus Deutschland. Sie wollten sehen, woher der Rhein kommt.
Die Hütte ist nur durch einen vierstündigen Fußmarsch erreichbar. Wer den Aufstieg wagt, kommt vorher an der Gemeinde Rheinwald vorbei. Dort wird an einem Revitalisierungsprojekt gearbeitet. Mehrere Hektare Wald werden gerodet, um dem Rhein wieder die wilde, ursprüngliche Form zurückzugeben, die er bis vor 60 Jahren hatte.
Seit jeher ist das Leben am Rhein für die Menschen in den Bergregionen mit Herausforderungen verbunden. Und seit jeher wissen diese Menschen, dass ein Leben nur als Miteinander mit der Natur möglich ist.
Mirco Scherrer ist Forstwart und Ranger. Er lebt von und mit der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt am Hinterrhein. Scherrer nimmt an einem besonderen Naturschauspiel teil: Es ist Brunftzeit der Rothirsche. Ohrenbetäubend ist ihr Röhren in der Brunftzeit. Durch die beeindruckende Schlucht der Via Mala geht die Reise weiter nach Thusis, wo der Jäger Martin Simeon den Fellmarkt besucht. Geduldig versuchen er und seine Frau Alice, Abnehmer für ihre Fuchsfelle und für das aufwendig hergestellte Murmeltieröl zu finden.
In Graubünden, wo die beiden Quellen des Vorder- und des Hinterrheins hoch oben in den Alpen liegen, ist der Rhein noch jung und wild. Diese Etappe startet am Oberalppass am Lai da Tuma.
Der Lai de Tuma oder Tomasee gilt als eigentlicher Quellsee des Vorderrheins. Tatsächlich entspringt der Rhein dort oben aus Dutzenden kleinen Bächen, bevor er sich sammelt und als wilder, junger Fluss durch die bündnerische Surselva fließt.
Früh am Morgen ist der Landwirt Marcus Berther aus Segnas mit seinen Schafen unterwegs. Für 500 Tiere ist heute ein besonderer Tag: Alpaufzug. Fünf Stunden rennen, springen und klettern die Schafe drauflos, bis sie endlich auf der Alp Cavreina ankommen.
Nur wenige Kilometer entfernt lebt Sandro Cavegn. Auch seine Existenz ist unmittelbar mit der Natur am Rhein verbunden: Während der Sommermonate bietet er für Einheimische und für Touristen Kurse im Goldwaschen an. Auch wenn an einem Tag nur kleinste Mengen Gold gefunden werden, so sind die Faszination und die Hoffnung auf den bedeutenden Fund bei Alt und Jung groß.
Zwischen Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, und Reichenau, dem Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein, befindet sich die Ruinaulta. So heißt die Rheinschlucht, die seit 2008 zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Durch imposante Felsformationen schlängelt sich der Vorderrhein und lädt zum Kajakfahren und Verweilen am Ufer ein. Für Francesca von Tscharner ist der Rheinzusammenfluss ein Kraftort. Obwohl sie direkt am Rhein aufgewachsen ist und heute noch dort wohnt, wagt sie sich zum ersten Mal in einem Kajak auf das wilde Wasser.
Der Rhein gehört weltweit zu den verkehrsreichsten Wasserstraßen. Sechs Millionen Menschen leben direkt an dieser Lebensader Europas. Aber nur die wenigsten kennen das Ursprungsgebiet. Die zweiteilige Dokumentation stellt es vor.
In Mitteleuropa ist der Inn der längste Nebenfluss der Donau. Er durchfließt auf 520 Kilometern Länge drei Länder: Schweiz, Österreich und Deutschland. Dabei zeigt er viele Gesichter.
Mal ist er ein glasklarer Gletscherbach, dann ein tosender Wasserfall, der turmhoch zu Tal stürzt. Dann bildet er wieder eine idyllische Seenkette, die von zahlreichen Dreitausendern gesäumt wird.
Der Fluss hat im Laufe der Jahrtausende die Landschaft verändert. Er hat Felsschluchten, Sandinseln, Flussschlingen, Feuchtgebiete und Auwälder geschaffen. Ehe er in Passau in die Donau mündet, macht er viele Verwandlungen durch: Aus dem ungestümen, wilden Gebirgsbach wird über viele Flusskilometer ein gezähmter, industriell genutzter Fluss, der schließlich wieder zurück zur Natur findet, um artenreichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bieten. Am Inn liegen Naturparadiese und Kulturregionen. Der Fluss wurde reguliert, sein Flusslauf hat sich verändert, und an seinen Ufern wurden Kraftwerke gebaut, die Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt nehmen.
Wilde Natur und moderne Zivilisation, romantische Auen und hektische Großstädte - die Donau ist ein Fluss der Kontraste. Sie durchquert zehn Länder Europas.
Die Donau ist das internationalste Flusssystem der Welt. Sie bestimmt das Landschaftsbild und das Leben der Menschen und der Tiere. Berühmte Kulturlandschaften wie die Wachau werden von ihr ebenso geprägt wie große Städte - Wien, Budapest, Bratislava, Belgrad.
Dazwischen aber hat sich der große Strom seine Ursprünglichkeit bewahrt - in großen Naturlandschaften wie den Donauauen, der Puszta oder dem beeindruckenden Delta, das ins Schwarze Meer mündet.
Überschwemmungen im Sommer, Eisstöße im Winter - die Extreme der Jahreszeiten beeinflussen auch den Charakter der Donau, deren Wassermassen aus den Zuflüssen der Alpen gespeist werden.
Sie ist ein Fluss mit vielen Gesichtern, der aufgrund seiner Mächtigkeit Natur und Zivilisation nachhaltig beeinflusst. In den Aulandschaften und im Delta sorgt das Hochwasser für fruchtbares Leben, für Städte und Ansiedlungen ist es eine Bedrohung.
Nur selten noch lebt der Mensch so im Einklang mit dem Wechselspiel des Wassers wie im kroatischen Dorf Cigoc, inmitten eines Auwaldes gelegen. Dort verliert der Fluss seine zerstörerische Kraft, weil er sich ausbreiten kann.
Der Spreewald, im Osten Deutschlands gelegen, ist ein geschütztes Biosphärenreservat und ein in Europa einzigartiges Binnendelta. Der Film stellt die historische Kulturlandschaft vor.
In dem Labyrinth von stillen Wasserläufen und Seen sind manche Ortschaften bis heute nur mit dem Kahn erreichbar. Ein Kahnfahrer stellt mit seinem Holzboot das Flussgebiet vor und treibt durch die "Fließe" genannten Kanäle.
Dabei trifft er auf die dort ansässigen Sorben, eine slawische Minderheit. Sie haben eine lebendige, eigene Kultur mit farbenfrohen Bräuchen und Festen.
Kommissar Krüger ermittelt in zwei Todesfällen in Lübbenau: Der eine Tote scheint im Suff in einem Fließ ertrunken zu sein, der andere ist angeblich an Herzversagen im Hotel gestorben.
Bald stellt sich heraus, dass die Ursache in beiden Fällen Schlangengift war. Die Verhöre führen Krüger tief zurück in die Geschichte Lübbenaus, in alte Familiengeschichten und über die Boden-Verstaatlichung in der DDR zu einem Motiv: Rache für erlittenes Unrecht.
In den Klagen von Alt-Eigentümern auf Rückgabe des verstaatlichten Grund und Bodens findet er diesen vielversprechenden Ermittlungsansatz. Zu DDR-Zeiten hatte man Grund und Boden von Republikflüchtigen enteignet und in Volkseigentum verwandelt. Mit der Wende wurde der Grund und Boden in Privateigentum verdienter Genossen gegeben, und damit wurde altes Unrecht in neues Unrecht verwandelt. In vielen Fällen haben die rechtmäßigen Besitzer die Grundstücke bis heute nicht zurückerhalten.
Die Geheimnisse der Vergangenheit verdichten sich und führen bis in die Gegenwart und zu gegenseitigen Verdächtigungen in der Spreewaldgemeinde. Es gibt Morddrohungen. Kommissar Krüger hat alle Mühe, in den Verstrickungen alter Mythen und Sagen dem Täter auf die Spur zu kommen und den selbst ernannten "Schlangenkönig" zu überführen.
Mit Christian Redl, Muriel Baumeister, Rüdiger Vogler, Maria Mägdefrau, Ludwig Blochberger
Ein Mann wirft sich mit Selbstmordabsicht vor einen Lkw. Bei den Untersuchungen wird festgestellt, dass er ein schweres Verbrechen begangen haben muss. Aber wer und wo ist das Opfer?
Der schwer verletzte Mann liegt im künstlichen Koma und ist nicht vernehmungsfähig. Er war zuletzt als Postbote im unwegsamen Spreewald tätig, war verheiratet und hatte eine Tochter. Die Ermittlungen ergeben, dass er einen Menschen getötet haben muss.
In einer für den "Spreewaldkrimi" typischen Erzählweise wird diesmal nicht der Täter, sondern das Opfer gesucht. In der Hitze des Hochsommers folgen Kommissar Krüger und sein Team dem Weg des Paketboten durch den Spreewald. Sie stoßen dabei auf ein Familiendrama. Billiglöhne im Zustelldienst und der Umstieg von Holz auf Leichtmetall beim Bootsbau sind für die Handlung wichtige Aspekte.
Der Produzent und Mitinitiator der Reihe, Wolfgang Esser, hat für diesen sechsten "Spreewaldkrimi" das Team des ersten Films wieder zusammengebracht: Regisseur Kai Wessel, Kameramann Holly Fink, Cutterin Tina Freitag, Mischmeister Richard Borowski und Komponist Ralf Wienrich - der diesmal das Filmorchester Babelsberg für den zwischen Klassik und Jazz oszillierenden Score engagieren konnte.
"Spreewaldkrimi - Mörderische Hitze", wie alle anderen von Thomas Kirchner geschrieben, erzählt die Geschichte eines sympathischen Außenseiters, der zum Mörder wird. In der Spreewald-Gemeinde findet der eingeheiratete Gottfried Richter trotz aller gutwilligen Bemühungen nicht seinen Platz.
Mit Christian Redl, Thorsten Merten, Roeland Wiesnekker, Christina Große, Cornelia Schmaus
Der Mississippi ist mit mehr als 3800 Kilometern der drittlängste Strom der Erde. Der Film unternimmt eine Zeitreise in die Vergangenheit des Stroms.
Computeranimationen und Spielszenen führen in die Zeiten Marks Twains, des spanischen Konquistadors de Soto oder der frühen französischen Entdecker. Von der geologischen Entstehung bis zu den Millionenstädten, die heute an seinen Ufern liegen, war es ein weiter Weg.
Der Mississippi, auch "Ol' Man River" genannt, ist ein Fluss der Superlative: Sein Einzugsgebiet hat die Größe des indischen Subkontinents, sein Lauf misst mehr als 3800 Kilometer vom Quellgebiet im Itascasee in Minnesota bis zur Mündung in den Golf von Mexiko.
Die Tierwelt, die an den Ufern des Mississippi lebt, ist beeindruckend: Bisons und riesige Alligatoren, im Wasser selbst Fische wie Knochenhecht und Löffelstör, die es bereits seit prähistorischen Zeiten gibt.
Der Hudson River ist rund 500 Kilometer lang und entspringt am Mount Marcy, dem höchsten Berg des Bundesstaats New York. - Eine inspirierende und atemberaubende Reise entlang dieses Flusses.
Der Hudson ist eine der berühmtesten und ökologisch wichtigsten Wasserstraßen Nordamerikas. Er zieht seine Bahnen durch einen der größten Nationalparks der USA, den Adirondacks, bis er schließlich in New York City in den Atlantik mündet.
Die indigenen Stämme nannten den Hudson River "Muhheakantuck" oder "Fluss, der in zwei Richtungen fließt". Ein passender Name für einen Fluss, dessen Ströme sowohl nach Norden als auch nach Süden fließen. Der Hudson ist aber viel mehr als nur ein Fluss - er ist ein Gezeitenmündungsgebiet, in dem der Ozean auf Bergwasser trifft.
Tausende Hektar ungezähmter Lebensraum, Wälder, Sandbänke, Sümpfe, Wasserfälle und Seen bieten unzähligen Tierarten Unterschlupf. Unter teils extremen Wetterbedingungen müssen sich die Tiere den rauen Gegebenheiten anpassen und um ihr Überleben kämpfen.
Einer der Hauptdarsteller des Films ist der Weißkopfseeadler, der zugleich das Wappentier der Vereinigten Staaten darstellt. Aber auch Schwarzbären, Kojoten, Elche, Biber und Füchse zählen zu den Bewohnern des Hudson River und seiner Umgebung. Ihre Geschichten durchlaufen alle vier Jahreszeiten und führen die Zuschauer in unberührte und atemberaubende Gebiete nördlich der Weltmetropole New York.
Über drei Jahre dokumentierte das Filmteam um Regisseur John Dutton die einzigartige Natur und Artenvielfalt entlang des Hudson River.
Nur kurze neun Kilometer lang, aber voller Kontraste - das ist der Miami River. Er entspringt in den Everglades, dem weltberühmten Sumpfgebiet im Süden der USA.
Dort, im engen Schilfdickicht, versteckten sich einst die Seminolen-Indianer und widersetzten sich ihrer Umsiedlung. Wenige Kilometer weiter mündet der Miami River vor der glitzernden Skyline von Miami in den Atlantik.
Schrottreife Frachter erzählen vom Handel mit Entwicklungsländern, Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffe vom nicht immer sauberen Geld des Baubooms. Wolkenkratzer reiht sich an Wolkenkratzer. Dort interessieren sich alle fürs Geld - und nur wenige für die Spuren der jahrtausendealten Geschichte entlang des Miami River.
Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.
Dramatische Felsenschluchten und Wildwasserstromschnellen - das ist der Colorado River, mit 2330 Kilometern der zweitlängste und größte Fluss Nordamerikas.
30 Millionen Menschen im Westen der USA versorgt er mit Wasser und Energie. Zehn Staudämme wurden dafür gebaut - der Hoover-Damm ist der berühmteste. Durch diesen massiven Eingriff erreicht der Fluss nicht mehr seine natürliche Mündung in den Pazifik.
Das Flussdelta im benachbarten Mexiko ist seit 50 Jahren ausgetrocknet. Nach jahrelangen Verhandlungen darf jetzt einmal im Jahr Wasser im ausgetrockneten Flussbett über die Grenze fließen - für die Bewohner der mexikanischen Grenzstadt, die den Namen des Colorado trägt, ein historischer Moment.
Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.
Der Detroit River hoch im Norden der USA prägte die wechselhafte Geschichte der Industriestadt Detroit. Durch den Fluss stieg die Stadt zu einer der reichsten des Landes auf.
Der Detroit River gehört zu den "Great Lakes", den fünf zusammenhängenden Seen im Norden der USA. Durch ihn wuchsen Handel und Autoindustrie und machten Detroit in den 1960er-Jahren zur reichsten Stadt der USA. Der Fluss bildet die Landesgrenze zu Kanada.
Den Detroit River zu überwinden, war einst für viele Sklaven aus den Südstaaten die letzte Hürde auf der Flucht ins freie Nachbarland. In Zeiten der Prohibition blühte der abenteuerliche Schmuggel von Alkohol über den Fluss. Heute ist Detroit geprägt vom Niedergang der Autoindustrie. Doch die wirtschaftlich für tot erklärte Stadt erlebt am Ufer ihres Flusses eine überraschende Wiederbelebung.
Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.
Der Chicago River machte seine Stadt zu einer der führenden Wirtschaftsmetropolen der USA, weil der Mensch den Fluss bezwang und ihn in künstliche Bahnen lenkte.
An seinen Ufern entstanden die ersten Wolkenkratzer der USA. Chicagos Aufstieg zur drittgrößten Stadt der USA verdankt es seinem Fluss - und einem Ingenieurs-Coup. Der Chicago River versorgte die Menschen der nordamerikanischen Metropole mit Trinkwasser.
Er transportierte aber auch die Abwässer der Stadt in den Michigansee - Teil des größten Süßwasserreservoirs der Welt, der fünf Großen Seen im Norden der USA. Ein 1900 gebauter Kanal - gefeiert als Jahrhundertbauwerk - sorgte dafür, dass der Fluss seine Strömungsrichtung änderte und seitdem rückwärts fließt. Die unliebsamen Abwässer der Metropole werden so nicht mehr in den See, sondern gen Süden in den Mississippi geleitet.
Flüsse gaben weltberühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt heute noch die Flüsse, die dort münden. Die oscarnominierte Filmemacherin Katja Esson erzählt in der Reihe "Amerikas Flüsse" ungewöhnliche Flussgeschichten. Mit beeindruckenden Bildern und aus überraschenden Blickwinkeln. Auf ihrer Reise trifft sie bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird.
Flüsse gaben berühmten Städten ihren Namen, doch kaum einer kennt die Flüsse, die dort münden. Katja Esson erzählt ungewöhnliche Flussgeschichten aus überraschenden Perspektiven.
Auf ihrer Reise trifft die Filmemacherin bemerkenswerte Menschen, die mit Charme und großer Offenheit davon erzählen, wie ihr Leben vom Fluss geprägt wird. Diese Folge stellt den "Los Angeles River" vor.
Der "Los Angeles River" ist - von seinen Ursprüngen im "San Fernando Valley" bis zu seiner Mündung in den Pazifischen Ozean - fast ausschließlich in seinem Betonbett kanalisiert. 82 Kilometer lang fließt er durch die Metropolregion Los Angeles. Nachdem Aktivisten jahrelang für einen natürlichen Fluss kämpften, ist die Stadt nun endlich bereit, den Fluss teilweise aus seinem Betonkorsett zu befreien und sein bisher verschmähtes Wasser nicht einfach in den Pazifik ablaufen zu lassen.
Die Metropolregion Los Angeles gehört mit 18 Millionen Menschen zu den größten der Welt. All diese Menschen brauchen Wasser - Wasser, das es in der kalifornischen Wüste eigentlich nicht gibt. Der ursprüngliche "Los Angeles River" entspringt als kleiner Bach im "San Fernando Valley". Da sein Wasser nicht ausreicht, wird seit 200 Jahren mit einem riesigen Aquädukt Wasser aus dem "Owens Valley" in die Region transportiert - 370 Kilometer weit. Ein historischer Kraftakt der Ingenieurskunst.
Kämpfe um Macht und Geld wurden um dieses Wasser geführt, viele Hollywoodfilme erzählen davon. Der "Los Angeles River" verkam zu einem Flutschutz- und Abwasserkanal und fließt auf seiner gesamten Länge in einem berühmt gewordenen Betonbett durch die Metropole.
Flüsse verbinden Menschen. Sie sind Lebensadern, Wirtschaftsförderer, Verkehrsstraßen. Der Mensch bändigte sie über die Jahrhunderte, begradigte, kanalisierte und regulierte das Wasser. Die atemberaubenden Eingriffe in die Natur waren in keinem Land so extrem wie in den USA, lange das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort gibt es die größten Dämme, die tiefsten Schleusen, die längsten Kanäle und Aquädukte. Flüsse fließen rückwärts oder werden durch Computer in ein künstliches Flussbett geleitet.
Der Hudson River ist rund 500 Kilometer lang und entspringt am Mount Marcy, dem höchsten Berg des Bundesstaats New York. - Eine inspirierende und atemberaubende Reise entlang dieses Flusses.
Der Hudson ist eine der berühmtesten und ökologisch wichtigsten Wasserstraßen Nordamerikas. Er zieht seine Bahnen durch einen der größten Nationalparks der USA, den Adirondacks, bis er schließlich in New York City in den Atlantik mündet.
Die indigenen Stämme nannten den Hudson River "Muhheakantuck" oder "Fluss, der in zwei Richtungen fließt". Ein passender Name für einen Fluss, dessen Ströme sowohl nach Norden als auch nach Süden fließen. Der Hudson ist aber viel mehr als nur ein Fluss - er ist ein Gezeitenmündungsgebiet, in dem der Ozean auf Bergwasser trifft.
Tausende Hektar ungezähmter Lebensraum, Wälder, Sandbänke, Sümpfe, Wasserfälle und Seen bieten unzähligen Tierarten Unterschlupf. Unter teils extremen Wetterbedingungen müssen sich die Tiere den rauen Gegebenheiten anpassen und um ihr Überleben kämpfen.
Einer der Hauptdarsteller des Films ist der Weißkopfseeadler, der zugleich das Wappentier der Vereinigten Staaten darstellt. Aber auch Schwarzbären, Kojoten, Elche, Biber und Füchse zählen zu den Bewohnern des Hudson River und seiner Umgebung. Ihre Geschichten durchlaufen alle vier Jahreszeiten und führen die Zuschauer in unberührte und atemberaubende Gebiete nördlich der Weltmetropole New York.
Über drei Jahre dokumentierte das Filmteam um Regisseur John Dutton die einzigartige Natur und Artenvielfalt entlang des Hudson River.
Die "Erlebnisreise" beginnt im belgischen Dinant und führt über Namur und Lüttich ins niederländische Roermond, nach 's-Hertogenbosch und nach Rotterdam, wo die Maas in die Nordsee mündet.
Es ist eine abwechslungsreiche Tour zu Schlössern, einer Tropfsteinhöhle in Dinant und nach Namur, in die Stadt der Schnecken, die dort auch traditionell auf der Speisekarte stehen. Weiter geht es nach Lüttich zu Waffelbäckern und in eine Mikrobrauerei im alten Gemäuer.
Im holländischen Teil geht es durch das Wassersportrevier rund um Roermond mit Segelschule und Elektroboot-Verleih in die gemütliche Altstadt von 's-Hertogenbosch und schließlich ins "Manhattan" Hollands - nach Rotterdam mit seiner spektakulären Hochhausarchitektur.