Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Mit einer gewaltigen Höhe von über 3300 Metern dominiert er Sizilien. Es ist das Porträt eines der faszinierendsten Naturwunder Europas.
Dieser Film dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern von Eruptionen, welche Urkraft in den Tiefen des Ätna schlummert. Wissenschaftler erklären, welche Gefahren von ihm ausgehen. Einheimische zeigen, wie sie es gelernt haben, mit den Gefahren von "Mama Ätna" zu leben.
So liebevoll bezeichnen die Sizilianer den Vulkan, der sie ständig bedroht: "Wie eine brummelige Landmama", die ihre eigene Suppe kocht und "sich ungern in die Karten schauen lässt", fasst Dr. Boris Behncke den Charakter des Ätna zusammen. Er ist Deutscher, arbeitet seit rund 20 Jahren als Vulkanologe im INGV, der staatlichen italienischen Überwachungszentrale in Catania. Er hat unzählige Ausbrüche miterlebt und erzählt in diesem Film vom durchaus tückischen Charakter des Vulkans.
Im März 2017 erlebte er die gefährlichste Situation seiner Laufbahn, als glühende Lavabrocken über einer Eisfläche plötzlich explodierten. Die Bilder der fliehenden Menschen, die in der Nähe waren, gingen durch die Nachrichten in aller Welt. Für Dr. Behncke indirekt auch ein Zeichen dafür, dass "Mama Ätna" ihren Charakter allmählich ändert: vom "gutmütigen" Vulkan zu einem eher explosiven Wesen.
Fast jedes Jahr bricht er, respektive sie, einmal aus. Die Gefahren für die Anwohner halten sich zwar in Grenzen, seit der obere Teil des Ätna zum Nationalpark erklärt wurde, der nicht bebaut werden darf. Reißen jedoch Flanken in tieferen Regionen auf, gibt es fast nichts, was den Lavafluss stoppen kann. Winzerin Chiara Vigo erinnert sich daran, wie sie als Kind miterleben musste, dass ein Ausbruch im Norden bei Randazzo fast alle Weinberge der Familie vernichtete: eine Katastrophe, denn versichern kann man sich am Ätna bis heute nicht dagegen. Dass der Lavastrom einen Rest der Habe übrig ließ und "wie durch ein Wunder" urplötzlich die Richtung änderte, wie Chiara im Film erzählt, wird sie nie vergessen.
Gemeinsam mit ihrem Mann Gianluca baut sie dort heute den "Nerello Mascalese" an, die typische rote Rebsorte der wenigen, etwa 130 Winzer am Ätna. Dass der Vulkan nicht nur nimmt, sondern auch gibt, weiß sie zu schätzen. Der fruchtbare und mineralreiche Vulkanboden ermöglicht den Anbau von Wein, Oliven, Pistazien und vielem, was die sizilianische Küche ausmacht.
Wann aber "Mama Ätna" das nächste Mal ihren Höllenschlund öffnen wird, vermag niemand genau zu sagen. Die Vulkanologen am INGV können zwar jedes Zittern der Gasblasen im Inneren des Berges messen und mit der Häufigkeit der Intervalle auch vage Prognosen treffen, ob ein Ausbruch wahrscheinlich ist. "Aber das Einzige, was wir wirklich mit Sicherheit ausschließen können, ist, dass der Ätna morgen erlischt", konstatiert Dr. Behncke. So beobachtet er weiter jede Regung des Vulkans - nicht nur während seiner Schichtarbeit in der Überwachungsstation in Catania. Für seine Familie und sich hat er eine Wohnung gemietet - mit freiem Blick auf die Hauptkrater des Ätna.
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
"Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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"nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen.
"nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt.
"Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur.
Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
Malerische Seen bestimmen die Schönheit des österreichischen Ausseerlands, in dem Brauchtum, Handwerk und Tradition bis heute fest verankert sind.
Vom Loserplateau aus präsentiert sich das prächtige Seen- und Bergpanorama des "Steirischen Salzkammerguts" vom Altausseer See über den Grundlsee und den Toplitzsee bis zum Kammersee.
Im Frühling sind die Wiesen und Hänge im Ausseerland von duftenden, weiß blühenden Narzissen bedeckt. Viele Freiwillige helfen beim Pflücken der Narzissen für das beliebte Narzissenfest. Erst in der Nacht vor dem Fest werden die Figuren gesteckt. Für eine Figur werden bis zu 30.000 Narzissen benötigt.
Das Ausseerland ist auch für seine Dirndln bekannt. Die Ausseerinnen tragen sie nicht nur an Festtagen, sondern auch im Alltag gern, wie im Film zu sehen ist. Der Film stellt zudem das seltene Handwerk eines Seidendruckers vor. Peter Wach ist schon als Kind unter den Drucktischen durchgelaufen. Jetzt steht er selbst davor und zaubert nach dem Farbauftrag mithilfe von Druckplatten und Modeln aufwendige Muster auf Seidentücher. Die Keramikerin Lisa Zinnebner holt sich die Inspiration für ihre Arbeit gern am Ausseersee. Wasser ist für sie ein wichtiges Element. Es hilft ihr, den Ton formbar zu machen.
Der Grundlsee ist der größte See des Ausseerlandes und der Steiermark. Seit Jahrzehnten wird dort ein Ruderclub betrieben. Das "Steirische Meer", wie der Grundlsee auch genannt wird, eignet sich besonders gut für den Rudersport, weil er nicht so stark vom Wind beeinträchtigt wird. Gastwirt Albrecht Syen lebt schon seit seiner Kindheit am Toplitzsee und lässt sich für die Kamera über die Schulter schauen, wenn er einen Ausseer Saibling zubereitet. Er liebt das Wasser und die Abwechslung zwischen Ruhe und Lebendigkeit, die der See bietet.
Gleich hinter dem Toplitzsee liegt in einem Kessel der Kammersee. An dessen Ende ist ein kleiner Wasserfall zu sehen: Es ist der Traun-Ursprung. Von dort fließt die Traun, die Lebensader des Salzkammerguts, die alles verbindet, bis zur Donau und schließlich ins Schwarze Meer.
Das Schloss Schönbrunn in Wien zählt zu den größten und bekanntesten Barockanlagen der Welt und ist nicht nur ein imposantes Gebäude, sondern auch von ganz besonderen Gärten umgeben.
Die Gärten sind ein wahres Meisterwerk der Landschaftsarchitektur und ein bedeutendes Erbe der österreichischen Geschichte. Sie spiegeln die Macht und den Glanz der Habsburger-Dynastie wider und sind bis heute ein Symbol kaiserlicher Eleganz und barocken Lebensstils.
Doch hinter der grünen Pracht verbirgt sich mehr als nur ein Ort der Erholung: Die Gärten von Schönbrunn erzählen Geschichten von Machtkämpfen, Liebe und Intrigen, aber auch von der komplexen Pflege und Erhaltung eines historischen Kulturerbes.
Programm:
Franz von Suppè, Ouvertüre zur Operette "Leichte Kavallerie"
Arrigo Boito, "Son lo spirito che nega", Arie des Mefistofele
aus der Oper "Mefistofele"
Giacomo Puccini, Intermezzo zum 3. Akt aus der
Oper "Manon Lescaut"
Giuseppe Verdi, "Ehi! paggio!", Arie des Falstaff aus der
Oper "Falstaff"
Peter I. Tschaikowsky, Trepak aus dem Ballett "Der Nussknacker"
Florence Price, "Adoration" (Arrangement: Elaine Fine)
Erich Wolfgang Korngold, "Straussiana"
Richard Wagner, "Abendlich strahlt der Sonne Auge" aus der
Oper "Das Rheingold"
Jules Massenet, "Méditation" aus der Oper "Thaïs"
Solist: Rainer Honeck
Maurice Ravel, "Daphnis et Chloé", Suite Nr. 2
Jerry Bock, "If I Were a Rich Man", Lied des Tevje aus dem
Musical "Fiddler on the Roof"
Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn laden die Wiener Philharmoniker auch 2026 zum traditionellen Open-Air-Konzert ein.
Erstmals dirigiert Lorenzo Viotti das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker. Auf dem Programm stehen bekannte Melodien aus Oper, Operette und Musical. Als Solist ist der walisische Bariton Bryn Terfel zu erleben.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Programms liegt auf bekannten Opern- und Operettenmelodien sowie auf Musical-Hits. Der international gefragte Dirigent Lorenzo Viotti hat sich insbesondere im Opern- und Konzertrepertoire einen Namen gemacht und begeistert durch seine energiegeladene, präzise und zugleich emotional tiefgehende Interpretation. Der walisische Bariton Bryn Terfel zählt zu den herausragenden Sängern seiner Zeit und ist weltweit für seine ausdrucksstarken Opernrollen sowie seine eindrucksvolle Bühnenpräsenz bekannt.
Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als einer der bedeutendsten kulturellen Botschafter Österreichs. Die verbindende Kraft der Musik ist ihnen dabei wichtig - als Zeichen von Hoffnung, Toleranz und Völkerverständigung.
Sie suchen die Liebe, die große G'schicht, das letzte Puzzleteil fürs Glück: Nina Horowitz bringt wieder die charmantesten und authentischsten Singles des Landes vor die Kamera.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Thema der Sendung ist jeweils ein bestimmtes Land. Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorgänge innerhalb dieser Region werden dokumentiert und kritisch beleuchtet.
Immer mehr Menschen in Bayern leben allein, vor allem auch im Alter. Wenn die Generationen nicht in einer Familie zusammenleben können, dann muss man sich dieses Miteinander eben schaffen.
Das dachten sich Menschen aus Bamberg, die zusammen das selbstverwaltete Wohnprojekt Tocklerhof gründeten. Hier leben rund 20 Menschen zusammen, Jung und Alt, in eigenen Wohnungen, für die sie einen Gesellschaftsanteil zahlen und zusätzlich eine monatliche Rate.
Nicht nur das gemeinsame Haus ist hier das Besondere, auch das Zusammenleben. Alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, jeder hilft jedem im alltäglichen Leben. Das schaut sich Max an und fragt sich: Wäre das auch ein Lebensmodell für ihn?
In Augsburg, bei der DJK Göggingen, lernt Max Cricket spielen! Der Verein legt Wert auf Integration. Aus diesem Gedanken heraus entstand im Verein einer der wenigen Cricket-Clubs in Deutschland - und in diesem spielen Männer aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen zusammen. Max trainiert mit und erlebt, wie Sport Menschen verbindet und ein wichtiger Teil der Integration wird.
Und ganz wichtig für das Miteinander: das Ehrenamt. Ohne Freiwillige würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Das gilt ganz besonders für die Feuerwehren. Da es nur noch wenige Berufsfeuerwehren gibt, sind die Freiwilligen Feuerwehren lebenswichtig. In Hofkirchen lernt Max Julian Binder kennen, er ist mit 22 Jahren der jüngste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Bayern. Max erfährt, was junge Menschen zum Ehrenamt motiviert und ist bei einer Übung dabei.
Aktuelle politische, aber auch kuriose Geschehnisse, die sich innerhalb der geographischen Grenzen Deutschlands ereignen, werden thematisiert und kritisch hinterfragt.
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste.
Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst + Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.
Im Piemont ist im Oktober besonders viel los. Auslöser dafür ist die Trüffelmesse der Stadt Alba, der kulinarische Höhepunkt für alle Feinschmecker Italiens.
Die Trüffel nimmt im Piemont, in der Region "am Fuße des Berges", tatsächlich einen enormen Stellenwert ein.
Der Film begleitet Trüffelsucher bei ihrer Arbeit im Wald sowie Trüffelhändler, die ihre Ware sogar mit Edelsteinen vergleichen.
Wind, Wasser, Technik und große Emotionen: Die Bregenzer Festspiele 2026 bringen zu ihrem 80. Geburtstag erstmals Verdis "La traviata" auf die Seebühne.
Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen der größten Seebühne der Welt und begleitet die Entstehung dieses außergewöhnlichen Opernereignisses über ein ganzes Jahr hinweg.
Von den ersten musikalischen Proben über den Bau des spektakulären Bühnenbilds bis hin zu den letzten Vorbereitungen vor der Premiere zeigt der Film, wie aus einer künstlerischen Vision ein außergewöhnliches Opernspektakel entsteht.
Vom Erwachen am Morgen bis zum späten Abend werden Leben, Kultur und Kulinarik einer bestimmten Region vorgestellt. Ein stets präsenter Tisch aus Apfelholz ist das Markenzeichen der Sendung.
Vom Erwachen am Morgen bis zum späten Abend werden Leben, Kultur und Kulinarik einer bestimmten Region vorgestellt. Ein stets präsenter Tisch aus Apfelholz ist das Markenzeichen der Sendung.
Zur Goldenen Hochzeit plant Ulla auf dem Partyschiff "Alte Liebe" die Erneuerung des Eheversprechens. Doch vor allen Gästen gesteht ihr Mann Paul seine Liebe zu ihrer Freundin Rita.
Nach dem Schock folgt die Trennung: Während Ulla einen Seitensprung verzeihen könnte, sieht Paul seine Zukunft mit Rita. Unterstützung erhält die zutiefst verletzte Ulla von ihrem Sohn Tom. Auch Ritas Tochter Henriette hält weiter zu ihr.
Als die Trennung zum Rosenkrieg ausartet, erwacht Ullas Kampfgeist. Sie meldet sich zurück zum Schuldienst und stellt sich der Frage, was schiefgelaufen ist. Um den neuen Lebensabschnitt selbst zu gestalten, setzt Ulla auf ihre Stärke, die sie bislang nie ausschließlich für sich entfaltet hat.
Mit Michaela May, Helmut Zierl, Angela Roy, Ernst Stötzner, Katrin Ingendoh
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Ob Mode, Design oder Popmusik - "Metropolen des Pop: Mailand" zeigt, wie die norditalienische Industriestadt zum Zentrum des guten Geschmacks avancierte.
Mailand wirkt lässig, unaufgeregt. Doch hinter der scheinbaren Mühelosigkeit steckt harte Arbeit. Die Dokumentation erzählt von einer Stadt, die die Kunst perfektioniert hat, Anstrengung unsichtbar zu machen - und gerade dadurch weltweit Trends setzt.
Wenn man an Eleganz, Stil und perfekte Inszenierung denkt, dann denkt man an Mailand. Dort entscheidet sich, was morgen getragen wird, dort entstehen Designikonen, dort wird Popkultur zum Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen. Doch hinter der glamourösen Fassade verbirgt sich eine andere Geschichte: die einer Stadt, die Erfolg nicht dem Zufall überlässt.
"Metropolen des Pop: Mailand" begibt sich auf die Spur eines Prinzips, das die Stadt seit Jahrhunderten prägt. In Mailand gilt Schönheit nicht als Luxus, sondern als Ergebnis von Präzision, Disziplin und harter Arbeit. Modemacherin Gentucca Bini zeigt, wie eng Kreativität und Perfektion zusammengehören. Selbst Arbeitskleidung für Luxushotels wird dort mit derselben Sorgfalt entworfen wie die Kollektionen großer Modemarken.
Dieses Streben nach Perfektion prägt auch das Design. Beim "Salone del Mobile", der größten Möbelmesse der Welt, zeigt sich Jahr für Jahr, wie Mailand Funktion und Ästhetik verbindet. In der "Triennale Milano" bewahrt Kurator Marco Sammicheli Objekte, die Alltagsgegenstände und weltberühmte Designklassiker zugleich sind.
In Italien gibt es für die Mailänder Lebensart ein eigenes Wort: Sprezzatura. Gemeint ist die Kunst, Anstrengung unsichtbar zu machen und Perfektion mühelos erscheinen zu lassen. Genau dieses Prinzip prägt auch die Musik der Stadt. Schon Adriano Celentano verband eingängige Melodien mit gesellschaftlicher Beobachtung. Bis heute erzählen viele der bekanntesten italienischen Popsongs von den Spannungen hinter der glänzenden Oberfläche.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Mit Lilli Paasikivi, Paolo Fantin
Das Trinklied "Libiamo ne' lieti calici" ist wohl eine der bekanntesten Opernmelodien aller Zeiten. Sie wird 2026 zum ersten Mal auf der Seebühne in Bregenz erklingen.
In den 80 Jahren seit der Gründung der Festspiele stand Giuseppe Verdis Opernklassiker "La traviata" bisher noch nie auf dem Spielplan. Das wollte die neue Festspielintendantin Lilli Paaskivi ändern.
Für dieses Jubiläum verlegt der italienische Regisseur Damiano Michieletto die Handlung in die Ära der "Roaring Twenties", inspiriert vom glamourösen Flair von Fitzgeralds "The Great Gatsby". "Die vom Weg Abgekommene" findet sich in einer Welt wieder, in der scheinbar alles erlaubt ist - alles, außer echter Liebe. Zwischen Jazzclubs und dekadenten Festen, Lebenshunger und Zerbrechlichkeit steht Violetta vor einer Entscheidung, die ihr Schicksal für immer besiegeln soll.
Susanne Bartsch verlässt mit 16 die Schweiz und sucht in Londons Clubszene nach einer Sprache für das, was in ihr brodelt: Stil, Rebellion und Selbstbestimmung. Die Suche endet in New York.
Doch die Schweiz bleibt Teil ihrer Identität. 2025 kehrt sie mit einer großen Ausstellung in Zürich nach Hause zurück und schließt den Kreis einer ikonischen Biografie. - Eine filmische Reise zurück an die Orte ihrer Herkunft und ihres Aufbruchs.
Schon früh spürt Susanne Bartsch: Die Schweiz ist zu eng für ihren Geist. Als Jugendliche taucht sie in Londons Untergrund ab, später zieht sie ins legendäre "Chelsea Hotel" nach Manhattan. In Clubs, auf Straßen und in neuen Freundschaften beginnt damals ihre Suche nach Identität - und die Transformation zu dem, was sie später werden wird.
Am Valentinstag 1981 landet Susanne Bartsch in New York - und bleibt. Ihre Partys werden zu einem Zufluchtsort der Queer-Community. Der aufkommenden Aids-Krise entgegnet sie mit einem Zeichen: dem legendären "Love Ball". Mit ihrer Truppe reist sie um die Welt und erschafft Räume für Freiheit und Exzess. Später wird sie Mutter - ein neuer Kontrast in einem Leben voller Brüche.
Nach Jahrzehnten im internationalen Rampenlicht blickt sie heute aus ihrem exzentrischen Alltag auf eine wohlbehütete Kindheit am Rand von Bern zurück und besucht mit ihrer Schwester den Ort ihrer Kindheit - und eine Schweiz, die sie nie ganz losgelassen hat.
Émilie und ihr Mitbewohner Camille haben oft Sex, aber unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Beziehung. Mit Nora beginnt Camille etwas Ernstes, doch Nora sucht die Nähe zu Amber.
Amber ist ein Camgirl und der Grund für Noras Studienabbruch. Die beiden sehen sich ähnlich, weshalb Nora gemobbt wurde. Jedoch heilt ihr Kontakt zueinander Noras Wunden. Gleichzeitig wird es auch zwischen Émilie und Camille nochmals interessant.
Die Pariser Callcenteragentin Émilie begrüßt mit dem jungen Lehrer Camille einen neuen Mitbewohner in ihrem Zuhause. Schnell beginnen die beiden, miteinander zu schlafen, doch der beziehungsscheue Camille macht einen Rückzieher. Émilie, die Gefühle für Camille entwickelt hat, kommt nur schwer mit seiner Zurückweisung klar, zumal er bald eine neue Affäre mit nach Hause bringt. Als das Zusammenleben in der WG zunehmend toxisch wird, zieht Camille aus.
Parallel dazu nimmt die frisch nach Paris gezogene Nora nach mehreren Jahren ihr Jurastudium wieder auf. Als sie sich für eine Party zum Semesterstart scherzhaft eine blonde Perücke zulegt, wird sie von ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen für das Camgirl und den früheren Pornostar Amber Sweet gehalten. Wegen der Verwechslung wird Nora bald gemobbt, und sie bricht schließlich ihr Studium ab.
Sie kehrt in ihr altes Berufsfeld zurück und heuert bei einer kleinen Immobilienagentur an, die provisorisch von Camille verwaltet wird. Der Lehrer befindet sich inzwischen in einer Berufspause, um sich auf eine Zugangsprüfung vorzubereiten.
Nora und Camille beginnen eine Beziehung, doch beim Sex hat Nora Probleme, die nicht nur mit ihrem jüngsten Trauma an der Sorbonne zu tun haben. Nora beginnt, online mit Amber zu chatten. Ihre Unterhaltungen entwickeln für Nora eine therapeutische Wirkung.
Camille ist mittlerweile wieder lose mit Émilie befreundet, doch als zwischen den beiden erneut Gefühle aufkommen, setzt Émilie ihm ein Ultimatum.
In seinem hoffnungsvollen, erotischen Liebesdrama "Wo in Paris die Sonne aufgeht" setzt sich der bekannte französische Regisseur Jacques Audiard ("Emilia Pérez", "The Sisters Brothers", "Ein Prophet") mit dem modernen, digital geprägten Datingverhalten und Liebesleben von heute auseinander.
Für seinen Kinofilm, der 2021 in Cannes seine Premiere feierte, hat Audiard drei Kurzgeschichten des New Yorker Graphic-Novel-Autors Adrian Tomine adaptiert und ihre Handlung nach Paris verlegt. Die Stadt der Liebe wirkt dabei durch die Schwarz-Weiß-Ästhetik von "Wo in Paris die Sonne aufgeht" anonymisiert und grafisch stilisiert. Der Film unterläuft hierdurch üblicherweise mit Paris verbundene Erwartungen und Vorstellungen und betont zugleich seinen eigenen Comic-Ursprung, der sich auch in wiederkehrenden Split-Screen-Montagen manifestiert.
An der Seite der bekannten Darstellerin Noémie Merlant ("Porträt einer jungen Frau in Flammen", "Tár") sowie von Jehnny Beth ("Anatomie eines Falls") und Makita Samba feierte die Schauspielerin Lucie Zhang mit "Wo in Paris die Sonne aufgeht" ihr Kinodebüt. Die BWL-Studentin kam über Instagram zu ihrer Rolle.
Mit Lucie Zhang, Noémie Merlant, Makita Samba, Jehnny Beth
In der Habsburgermonarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit.
Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele.
Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem, wenn auch in bescheidenerem Rahmen, bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen.
Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Gardasee und den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden.
Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs.
Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf.
Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung.
Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu
Ob Fußball, Wintersport oder Fahrradrennen - mit dieser Sendung bleibt der Zuschauer in Sachen Sportereignisse und -ergebnisse immer auf dem neuesten Stand.
Das Schloss Schönbrunn in Wien zählt zu den größten und bekanntesten Barockanlagen der Welt und ist nicht nur ein imposantes Gebäude, sondern auch von ganz besonderen Gärten umgeben.
Die Gärten sind ein wahres Meisterwerk der Landschaftsarchitektur und ein bedeutendes Erbe der österreichischen Geschichte. Sie spiegeln die Macht und den Glanz der Habsburger-Dynastie wider und sind bis heute ein Symbol kaiserlicher Eleganz und barocken Lebensstils.
Doch hinter der grünen Pracht verbirgt sich mehr als nur ein Ort der Erholung: Die Gärten von Schönbrunn erzählen Geschichten von Machtkämpfen, Liebe und Intrigen, aber auch von der komplexen Pflege und Erhaltung eines historischen Kulturerbes.
Vom Erwachen am Morgen bis zum späten Abend werden Leben, Kultur und Kulinarik einer bestimmten Region vorgestellt. Ein stets präsenter Tisch aus Apfelholz ist das Markenzeichen der Sendung.
Vom Erwachen am Morgen bis zum späten Abend werden Leben, Kultur und Kulinarik einer bestimmten Region vorgestellt. Ein stets präsenter Tisch aus Apfelholz ist das Markenzeichen der Sendung.