Andreas Kieling gibt einen persönlichen Einblick in seine "wilde Welt" und stellt erfolgreiche Artenschutzprojekte vor, die Vogelbestände wieder wachsen lassen.
In dieser Folge berichtet Andreas Kieling von wehrhaften Küstenseeschwalben, seltenen Bartgeiern, scheuen Schwarz- und erfolgreichen Weißstörchen, Pinguinen und Albatrossen in der Antarktis sowie Basstölpeln auf Helgoland.
Andreas Kieling dokumentiert für "Terra X: Kielings wilde Welt - Vogelparadiese", ob und wie Natur- und Artenschutzprojekte funktionieren angesichts der globalen Klimakrise. Überflutungen, Dürren und Waldbrände wechseln sich ab und nehmen zu. Natürliche Lebensräume schrumpfen - die Temperatur der Ozeane steigt, Meereis schmilzt. Welche Auswirkungen hat das alles auf unterschiedliche Ökosysteme und deren Tierwelt?
Erzählt im Hier und Jetzt und gespeist aus unzähligen Stunden Aufnahmen aus aller Welt, blickt der Tierfilmer auf persönliche Erlebnisse mit angriffslustigen Küstenseeschwalben auf Island zurück. Wer dort erhobenen Hauptes durch die Landschaft spaziert, bezahlt das möglicherweise mit heftigen Schnabelhieben. Vor allem während der Brut- und Aufzuchtzeit der Jungen ist die kleine Küstenseeschwalbe sehr wehrhaft. Sie gehört zu den Vielfliegern und legt im Laufe eines Jahres bis zu 96.000 Kilometer zurück: auf dem Weg von der Antarktis zu ihren Brutgebieten in der Arktis und wieder zurück. Obwohl oder gerade, weil der kleine Vogel perfekt an seinen kalten Lebensraum angepasst ist, nimmt sein Bestand kontinuierlich ab.
Der Bartgeier gilt als der schönste Geier, wurde aber lange Zeit stark bejagt. Als Langstreckensegler überfliegt er riesige Gebiete auf der Suche nach dem, was andere Fleischfresser liegen lassen: Knochen. Denn die sind seine Leibspeise. Andreas Kieling erinnert sich an seine Begegnung mit dem majestätischen Vogel in Äthiopien und stellt ein erfolgreiches Artenschutzprogramm in den Alpen vor.
Weißstörche und Schwarzstörche könnten unterschiedlicher nicht sein und haben dennoch viel gemeinsam. Andreas Kieling besucht das Storchendorf Rühstädt in Brandenburg, gewährt seltene Einblicke in das (Familien-)Leben der geheimnisvollen Schwarzstörche und berichtet über die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Weißstorch Heinrich und Schwarzstörchin Isis. Der Tierfilmer blickt zurück auf seine abenteuerliche Reise im Südpolarmeer - von den Falklandinseln über Südgeorgien zu den Shetlandinseln. Überall hat er witzige, neugierige, sehr unterschiedliche Pinguine gefilmt. Doch alle eint: Sie nehmen unglaubliche Mühen auf sich, um ihren Nachwuchs großzuziehen.
Andreas Kielings Reise zu den Vogelparadiesen endet bei zärtlichen Meisterfliegern auf den Falklandinseln. Schwarzbrauenalbatrosse bleiben sich ein Leben lang treu. Genau wie Basstölpel, die vor der eindrucksvollen Kulisse Helgolands gezeigt werden.
Ein Pinguin, der nihilistisch in seinen sicheren Tod watschelt, eroberte Anfang 2026 das Internet. Dahinter steckt: ein Dokumentarfilm des legendären Regisseurs Werner Herzog.
Doch wie konnte diese Tierdokumentation zum Social-Media-Hype werden, und stimmt das mit dem nihilistischen Pinguin überhaupt? "Pop Secret Stories" widmet sich der wahnwitzigen Karriere von Werner Herzog und seinem recht speziellen Umgang mit der Wirklichkeit.
Wie konnte Werner Herzog in den USA zum Superstar werden, und warum ist der Pinguin seine finale Rache am deutschen Kino?
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt.
"Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?
Karl Hohenlohe begibt sich auf die Spuren des jüdischen Wiens und besucht anlässlich des 130-jährigen Bestehens das Jüdische Museum Wien.
Kunstvermittlerin Hannah Landsmann führt durch die Ausstellung in der Dorotheergasse, gewährt Eintritt ins Museumsarchiv und gibt Einblicke in die jüdische Kultur. Ein Spaziergang durch die Wiener Innenstadt begibt sich auf die Spuren des mittelalterlichen Wiens.
Eine Station ist der Judenplatz, wo Museumsdirektorin Barbara Staudinger die rund 800-jährige Geschichte des Judentums in der österreichischen Hauptstadt lebendig werden lässt.
"Literaturclub" diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.
In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.
In der Dokumentationsreihe "Im Rausch der Blumen" sind Künstlerinnen und Künstler am Werk, die sich intensiv mit Farben, Textur und der Kunstgeschichte der Blumen beschäftigen.
Diese Folge dreht sich um Sebastian Geiger, der die Zukunft der Floristik in der Nachhaltigkeit sieht. Es ist Pionierarbeit, die er im Vorarlberg in Österreich leistet. Seine Blumen stammen aus der Region und sind unter freiem Himmel gewachsen.
Kein Gift, kein Import - das ist das Motto der "Slow Flower"-Bewegung, einem Trend, der sich als Gegenbewegung zur floralen Massenware versteht. Die zarten Hochzeitsbouquets, die Geiger und sein Team heute zusammenstellen, besitzen eine einzigartige Ästhetik. Sie wirken wilder, weicher, moderner und erinnern an die Blumenstilleben in der barocken Malerei. Hochzeitsfeiern werden durch diese Umsichtigkeit in der Blumenauswahl zu etwas ganz Besonderem.
Florale Kunstvisionen lassen sich zu den unterschiedlichsten Anlässen entdecken - ob auf Bällen und in Schlössern, bei Luxusevents oder auf Hochzeiten.
Ist das Literatur oder kann das weg? Dieser Frage widmet sich das Magazin für Bücherfreunde mit Leidenschaft und stellt außerdem in kreativen, kurzweiligen Beiträgen Neuerscheinungen sowie deren Autoren vor.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Der Film taucht in den Mikrokosmos Bodensee ein. Er erforscht, was die Attraktivität des Sees für die Tierwelt ausmacht, und zeigt das bunte Treiben unter, auf und über Wasser.
Wie ein Magnet zieht der Bodensee Hunderttausende Zugvögel an. Ihre Routen ziehen sich quer durch Europa. Der See ist für sie Zwischenstation, Brut- oder Winterquartier: 300 verschiedene Vogelarten starten und landen dort.
In der Nacht werden andere Bewohner aktiv - etwa der Waschbär, der sich dort angesiedelt hat, oder der Biber. Er ist zurückgekehrt, nachdem er bereits vor 350 Jahren durch die starke Bejagung ausgerottet war. Am Ufer schlängelt sich ein anderes Tier: ein Aal, der den Rhein stromaufwärts geschwommen ist und den Landweg vorzieht, wenn er im Wasser nicht mehr weiterkommt.
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens.
Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben - nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln.
Inmitten von himmlisch schönen Bergeshöhen thront der Piz Beverin über dem Naturpark, dem er seinen Namen verleiht. Zu seinen Füßen erstreckt sich eine Landschaft voller wilder Natur.
Tiefe Schluchten und glasklare Bergseen, artenreiche Trockenwiesen und seltene Moore, majestätische Steinböcke und zurückkehrende Wölfe - der Naturpark im Schweizer Kanton Graubünden ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber.
Vier Täler, drei Schluchten, zwei Sprachen - aber ein Park. Das war die gemeinsame Idee der anliegenden Gemeinden. Der "Capricon", wie der Steinbock auf Rätoromanisch heißt, ist das Wahrzeichen des Parks. In den 1960er-Jahren wurde er erfolgreich wieder ausgesetzt. Jüngst zurück ist auch der Wolf.
Eine Wildnis, die unterschiedlichste Menschen rund um den Beverin begeistert und für Herausforderungen sorgt. Der Zusammenhalt zeigt Erfolg. Ob Landwirte oder Wildhüter, Umweltschützer oder Senner, Handwerker oder Köche, sie alle engagieren sich für den Erhalt der zauberhaft schönen Natur.
Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der abgelegensten und ursprünglichsten Täler der Schweiz. Dort liegt der "Parco Val Calanca", der kleinste Naturpark des Landes.
"Calanca" bedeutet steil, abschüssig. Seinen Namen trägt das wilde und schöne, aber schmale Tal, da es sich tief in die Berge eingeschnitten hat. Kleine Dörfer und Weiler klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen.
Vom Talboden erstreckt sich das Calancatal bis auf eine Höhe von 3200 Metern. Eine majestätische Bergwelt mit kargen Felswänden und schroffen Gebirgskämmen. Mittendrin liegt der herzförmige Lago Calvaresc. Der kleine See ist das Wahrzeichen des Tals und eines der Lieblingsmotive von Mario Theus. Der Naturfilmer liebt die Ruhe und Abgeschiedenheit des Tals. Oft ist er tagelang unterwegs, ohne einen Menschen zu treffen. Eine Kamera hat er immer dabei. Damit filmt er Steinböcke, Gämsen, Hirsche und Bartgeier. Die nahezu unberührte Natur im Calancatal, sagt Theus, biete Wildtieren einen idealen Lebensraum.
Die Angst vor Lawinen und Erdrutschen von den steilen Bergflanken ist im ganzen Calancatal präsent. Immer wieder kam es in schneereichen Wintern zu Unglücken mit Todesfällen. Deswegen werden jetzt alte, instabile Trockenmauern abgetragen und durch moderne Stahlverbauungen ersetzt. Verantwortlich für das Naturgefahren-Management im Naturpark ist Davide Lurati. In kaum einer anderen Gegend in der Schweiz, so der Forstingenieur, seien Lawinenverbauungen und ein intakter Schutzwald so wichtig wie im Calancatal.
Richtig wohl auf den abschüssigen Hängen fühlt sich die Capra Grigia, die für das Tal typische Graue Bergziege. Um ein Haar wäre sie von der Bildfläche verschwunden. 1997 startete die Stiftung "ProSpecieRara" eine Rettungsaktion für die bedrohten Tiere. Heute gibt es im Calancatal wieder einige Hundert der grauen Ziegen. Die von Züchterin Dorothea Rigonalli verbringen den Sommer auf der Alp Stabveder. Dort bleiben sie Tag und Nacht über im Freien. Ihre Milch wird zu einem besonders schmackhaften Käse verarbeitet. Der Raclettekäse der Rigonallis wurde schon zwei Mal als bester Käse Graubündens ausgezeichnet.
Der einzige größere Betrieb im Tal ist der Steinbruch in Arvigo. Seit mehr als 100 Jahren wird dort der begehrte Calanca-Gneis abgebaut. Firmenchef Giovanni Polt führt den Familienbetrieb in dritter Generation. Das Gelände beeindruckt durch seine Steilheit und Höhe. Das macht den Abbau des Natursteins kompliziert.
Kaum eine andere Region der Schweiz kann mit so einer Artenvielfalt aufwarten wie die Jungfrau-Region. Die Landschaft um Eiger, Mönch und Jungfrau ist geprägt von krassen Gegensätzen.
Extrem trocken ist es auf der Walliser, sehr wasserreich hingegen auf der Seite des Berner Oberlandes. Lieber würden die Menschen ein Fass des besten Weines auf den Boden schlagen, als nur einen Tropfen Wasser zu verschenken, heißt es im Wallis.
Seit ein Erdbeben die letzten beiden Quellen versiegen ließ, muss in Ausserberg das Wasser dem Gletscher entzogen werden. Das geschieht über sogenannte Suonen. Wasserrinnen, die größtenteils im 14. Jahrhundert unter immensen Anstrengungen gebaut wurden und sich spektakulär an steilen Felswänden entlangmäandern. Einst waren sie überlebenswichtig für die Bevölkerung.
Auf der anderen Seite des Berner Oberlands gibt es hingegen Wasser im Überfluss: Das Lauterbrunnental ist die feuchteste Gegend der Schweiz. 380 Gewässer zählt das Tal. Klare Bergseen, rauschende Wildbäche - und mittendrin die lebhafte Lütschine. Dazu stürzen 72 Wasserfälle in die Tiefe. Der spektakulärste, der Staubbachfall, hat schon Johann Wolfgang von Goethe inspiriert.
Die Ahnen erlebten diese grandiose Landschaft, die heute zu den bekanntesten Ferienzielen der Schweiz zählt, wohl einzig als bedrohliche unbezähmbare Wildnis. Riesige Berge - 50 davon über 3500 Meter hoch - säumen den majestätischen Aletschgletscher. Heute leben die Menschen von und mit dieser beeindruckenden Natur. Sie wagen das Abenteuer Alpabtrieb, erforschen den Gletscher oder betreiben ein stromfreies Hotel.
Traditionsbewusst züchten sie die urigen Walliser Kampfkühe oder halten auf 3500 Metern auf dem Jungfraujoch die wohl berühmteste Forschungsstation der Welt am Laufen. Mal fördert, mal bedroht die Natur ihre Mission. Das Weltnaturerbe zu erhalten, darum geht es ihnen allen.
Um seinem Bruder Ralf und dessen Freund Charley aus der Patsche zu helfen, verkleidet sich der junge Diplomat Dr. Otto Wilder als Frau.
In der Rolle von Charleys reicher Erbtante aus Brasilien soll er für ein Rendezvous die Anstandsdame zweier attraktiver Schwedinnen mimen. Als dann überraschend die echte Erbtante erscheint, gerät er in Schwierigkeiten. Komödie mit Peter Alexander.
Dr. Otto Wilder ist aus Südamerika nach Wien gekommen, um an der Generalversammlung eines großen Wirtschaftsunternehmens teilzunehmen. Im brasilianischen Generalkonsulat lernt er die Hauptaktionärin Carlotta Ramirez kennen und ist von der schönen jungen Witwe höchst beeindruckt. Am liebsten würde er ihr stundenlang den Hof machen, aber leider hat Carlotta gewisse Verpflichtungen.
So sucht Dr. Wilder stattdessen seinen Bruder Ralf auf, der mit seinem Freund Charley in einer Junggesellenbude lebt. Ralf und Charley ist es gelungen, zwei reizende Mädchen aus Schweden - Britta und Ulla - zu einer kleinen Feier auf dem Dachgarten einzuladen. Doch wegen Ullas strengem Vater wird dringend ein Anstandswauwau benötigt.
Um Ralf und Charley aus der Verlegenheit zu helfen, verkleidet sich Wilder und gibt sich als Charleys Tante aus Brasilien aus. Nicht nur die beiden Mädchen sind entzückt über die Verrücktheiten der fidelen Tante aus Amerika, auch Ullas Vater erliegt bald dem feurigen Charme von Wilder beziehungsweise "Charleys Tante". Doch als die Stimmung immer ausgelassener wird, erscheint plötzlich die echte Tante auf dem Dachgarten - es ist zu Wilders Schreck niemand anderes als Carlotta Ramirez.
Mit Peter Alexander, Maria Sebaldt, Peter Vogel, Alfred Böhm, Fritz Eckhardt
Der Glamour der Modewelt, der Zauber des Moments in Polaroids, Landschaften, die aussehen wie nicht von dieser Welt: Der "Museums-Check" taucht diesmal in die Welt der Fotografie ein.
Markus Brock besucht die drei wichtigsten Foto-Institutionen Berlins: Das Museum für Fotografie, die Helmut Newton Stiftung und C/O Berlin. Zu Gast ist die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau.
"Ich spiele mit Leib und Seele!", sagt sie über sich selbst - und das überträgt sich auf das Publikum. Sie ist eine der beliebtesten Darstellerinnen in Deutschland, vielfach preisgekrönt und vor allem bekannt als Kommissarin Katrin König in "Polizeiruf 110". Geboren in Elmshorn, lebt sie seit vielen Jahren in Berlin. Ihre Karriere begann sie 1998 am Wiener Burgtheater und schaffte mit dem Film "Ende der Saison" (2000) den Durchbruch vor der Kamera. Sie liebt es, starke, eigenwillige Frauen mit Ecken und Kanten zu verkörpern und meint: "Es ist wichtig, dass mehr Frauen ihre Geschichte erzählen und dass auch mehr Frauen in meinem Alter gezeigt werden". Im "Museums-Check" spricht sie mit Markus Brock unter anderem über weibliche Klischees in der Fotografie.
Das Berliner Museum für Fotografie ist seit seiner Eröffnung 2004 zum Publikumsmagneten für Fotoliebhaber aus aller Welt avanciert. Das neoklassizistische Museumsgebäude von 1908/09, einst ein Offizierskasino, beherbergt die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek und die Helmut Newton Stiftung.
Die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek ist eine der bedeutendsten fotografischen Sammlungen in Deutschland und umfasst Werke aus über 150 Jahren Fotogeschichte. Zu sehen sind unter anderem historische Daguerreotypien, Werke bedeutender Pioniere wie Karl Blossfeldt bis hin zu zeitgenössischer Werbe- und Industriefotografie.
Die beiden unteren Etagen des Museums für Fotografie bespielt die Helmut Newton Stiftung. Newton gründete sie 2003, um sein fotografisches Werk zu bewahren, mit Sitz in Berlin als Hommage an seine Geburtsstadt. 1938 hatte er als Jude überstürzt Berlin verlassen und kehrte 65 Jahre später erstmals als weltberühmter Modefotograf zurück. Seit Newtons Tod im Jahr 2004 ist sein Gesamtwerk in der Stiftung in Berlin untergebracht, ergänzt durch die Werke seiner Frau und ebenfalls erfolgreichen Fotografin June Newton, alias Alice Springs. Die Dauerausstellung "Helmut Newton's Private Property" zeigt neben seinen Kameras Newtons eigene Foto- und Kunstsammlung, seine Bibliothek, Ausstellungsplakate und Teile seines Büros in Monte Carlo.
In der Gruppenausstellung "Polaroids" (7.3.-17.8.2025) sind neben den Werken von Helmut Newton zahlreiche Polaroids internationaler Fotografinnen und Fotografen wie Sandi Fellman und Charles Johnstone zu sehen. Polaroids gelten wegen ihrer schnellen Verfügbarkeit als analoge Vorläufer der digitalen Fotografie. Newton nutzte sie bei Mode-Shootings als Ideenskizzen.
Der "Museums-Check" besucht außerdem die 2000 gegründete gemeinnützige Stiftung C/O Berlin, die 2025 ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Das Ausstellungszentrum für Fotografie und visuelle Medien ist seit 2014 im Amerika-Haus beheimatet, dem ehemaligen Kulturzentrum der USA in Charlottenburg. Die Sonderausstellung "A World in Common. Contemporary African Photography" (6.7.2023-14.1.2024) zeigt Werke von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die kulturelle Vielfalt Afrikas in Fotos und Videos abseits gängiger Stereotypen widerspiegeln.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Jesse Juchtzer und Patrick Malarkey vom "Desert Research Institute" in Nevada erforschen und betreiben es schon seit Jahren - nüchtern, geerdet, wissenschaftlich: das Wolkenimpfen.
Für sie ist die Technologie kein Wundermittel, sondern ein Werkzeug unter vielen. Ganz anders Augustus Doricko, CEO und Gründer der Rainmaker Technology Corporation - einer Firma, die mit Drohnen und Radar das Cloud Seeding revolutionieren will.
Unterstützt vom Trump-nahen Tech-Milliardär Peter Thiel, träumt Doricko davon, Wüsten in grüne Landschaften zu verwandeln. Sein Antrieb: eine Mischung aus Wissenschaft und vermeintlichem Gottesauftrag.
Doch nicht alle teilen seinen Optimismus. Umweltorganisationen zweifeln, Politiker fordern Verbote, und eine verheerende Flut in Texas bringt das junge Unternehmen in die Schlagzeilen.
"NZZ Format" fragt: Ist Cloud Seeding die Zukunft der Wasserversorgung? Oder nur ein überschätzter Hype?
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Dieser Kabarettgipfel entführt in die Welt der Wahrscheinlichkeit, des Könnte, Wäre, Hätte. Mit Martina Schwarzmann, Klaus Eckel, Nadja Maleh, Christoph Fritz und Lukas Resetarits.
In der Welt des "Was wäre, wenn ...?" ist Martina Schwarzmann das vorbeigehende Mitglied eines Altherrenstammtischs und singt über die Tücken des ewigen Lebens.
Klaus Eckel stellt sich eine Welt vor, in der Autos nur mehr nüchtern gestartet werden können und Kinderwägen zugleich eine eingebaute Rollatorfunktion aufweisen, ein Komfortangebot für ältere Väter.
Nadja Maleh begibt sich in die utopische Welt der Gleichberechtigung und besingt Frauenbilder in der Werbung - dabei heizt sie nicht nur dem Publikum schön ein!
Um die Traumwelt von Christoph Fritz würden sich manche Therapeuten wohl streiten. Er berichtet von einem Date mit einem Hendl. Ja, pock, pock.
Lukas Resetarits hat, wie so oft, die Lösung parat: Der Menschheit wäre geholfen, wenn alle viel kleiner wären, in etwa auf Höhe einer Barbiepuppe. Da gäbe es schon allerhand Gewand und Ausstattung, und alle würden mit den noch übrigen Ressourcen viel besser auskommen!
Lachen unter freiem Himmel: Seit fünf Jahren sorgt die Satireshow "Die Tafelrunde" open air mit Österreichs besten Kabarettisten und Comedians für beste Unterhaltung.
In spektakulären Locations - von einer Bühne mitten im Wiener Prater über die Wachauarena vor dem Stift Melk bis zur Burg Güssing - geben sich Publikumslieblinge wie Klaus Eckel, Andreas Vitásek, Gery Seidl, Berni Wagner und Lydia Prenner-Kasper ein Stelldichein.
Auch Malarina, Viktor Gernot, Isabell Pannagl und viele weitere Gäste sind mit dabei. Ein Best-of mit Lachgarantie!
Nicolas, ein junger Lebenskünstler, verpflichtet sich, für einige Zeit den jüngeren Mann an der Seite von Erfolgsautorin Karina Norden alias Anna Haslböck zu spielen.
Er verspricht auch, sich in dieser Zeit mit keiner anderen Frau sehen zu lassen. In ihrem jüngsten Werk propagiert die attraktive 48-Jährige eine ganz besondere Verjüngungskur: Sie empfiehlt ihren gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen einen jüngeren Lebenspartner.
Da will sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Die Marketingstrategie, die zunächst ganz einfach und nicht ohne Reiz erscheint, entpuppt sich aber bald als äußerst verzwickt.
In Michael Kreihsls Verfilmung von Elfriede Hammerls Satire "Probieren Sie's mit einem Jüngeren", für die der Regisseur mit dem Erich-Neuberg-Preis 2001 ausgezeichnet wurde, spielt Senta Berger die Hauptrolle. Der "Jüngere" an ihrer Seite ist Ulrich Reinthaller.
Mit Senta Berger, Ulrich Reinthaller, Karlheinz Hackl, Emmy Werner
In einer scheinbar idyllischen amerikanischen Kleinstadt verschwindet ein zwölfjähriger Junge spurlos. Es ist nicht das erste Kind, das dort verschwindet.
Detective Greg Harper leitet die Ermittlungen und steht unter enormem Druck, einen Täter zu präsentieren. Auch privat belasten ihn Probleme.
Nach einem Seitensprung seiner Ehefrau Jackie leiden er und Sohn Connor unter dem angespannten Familienverhältnis.
Als sich im Haus der Harpers dann auch noch eine mysteriöse Präsenz einschleicht und die Familie terrorisiert, droht die Illusion der friedlichen Kleinstadtidylle endgültig zu zerbrechen.
Mit Helen Hunt, Jon Tenney, Owen Teague, Libe Barer, Greg Alan Williams
Die Reihe blickt auf das alltägliche Leben hinter den zahlreichen historischen Mauern der Schweiz und zeigt, wie schwierig es ist, solch ein Gebäude zu unterhalten.
Ein Kunstschloss, drei Kampfschlösser und ein privates Familienschloss: Drei ganz unterschiedliche historische Bauwerke erzählen die Geschichte ihrer Entstehung und jene ihrer heutigen Bewohner.
Seit der weltbekannte Künstler Not Vital das Schloss Tarasp erworben hat, kümmert sich sein Neffe Mario Riatsch um jede Idee seines umtriebigen Onkels rund ums Schloss. In den imposanten Castelli di Bellinzona versucht man, Durchgangstouristen zum Bleiben zu verführen, während nebenan im kleinen Privatschloss Toricella Besitzer Michele Trefogli bemüht ist, das Schloss seiner Familie zu retten.
Seit 2016 besitzt das Schloss Tarasp im Unterengadin den wohl extravagantesten Schlossherren der Schweiz. Der weltberühmte Künstler Not Vital platziert in und ums Schloss Werke von Andy Warhol, Keith Haring und auch seine eigene Kunst. Als Quell von Kreativität fällt ihm immer etwas Neues ein für sein Schloss. Sein Neffe Mario Riatsch, ein bodenständiger Handwerker, arbeitet als Schlosswart und führt jeden Auftrag des Onkels sachgerecht aus.
Die Schlösser von Bellinzona kontrollierten einst die ganze Talebene und schützten Italien vor den raubeinigen Eidgenossen. Innerhalb von 400 Metern Luftlinie befinden sich drei furchteinflößende Festungsanlagen, konzipiert für den Kampf und die Verteidigung. Heute gehören sie zum Weltkulturerbe der UNESCO und bieten Raum für Ideen wie ein schrilles Pop-up-Hotel des Stardesigners Carlo Rampazzi im Turmzimmer des Castelgrande.
Das Schloss Torricella hütet hinter seiner Fassade die Erinnerungen der Familie Trefogli. Michele Trefogli, der Erbe des Schlosses und Urenkel des Erbauers, hat nicht genügend Geld, um das Schloss allein zu unterhalten. Mit Events wie dem Feuerkochen versucht er, Geld zu sammeln, um das Schloss seiner Familie vor dem Zerfall zu retten. Sein großer Traum ist ein eigenes Bed and Breakfast in seinem Schloss.
Ein Gastro-Schloss, eine Geschichtsburg und eine düstere Grafenburg: Drei mittelalterliche Burgen erzählen die Geschichte ihrer Entstehung, ihres Wandels und jene ihrer heutigen Bewohner.
Im Schloss Laufen am Rheinfall sorgt der Schlosswart für eine saubere Kulisse, auf der Habsburg setzt man auf die Geschichtsvermittlung, und auf der Kyburg räumt der Museumsleiter mit gängigen Mythen des Mittelalters auf.
Das Schloss Laufen am einzigartigen Rheinfall: 52 Kubikmeter Wasser stürzen pro Sekunde in die Tiefe. Ein Spektakel für jährlich eineinhalb Millionen Touristen aus der ganzen Welt, aber auch für den Schlosswart Max Maurer. Der ehemalige Rheinschiffmatrose rückt jeglichem Dreck zu Leibe und meistert auch logistische Hürden für das treppengeplagte Personal im Schloss. Auch Jean Pierre Linder ist mit dem Rheinfall verbunden. Er ist im Schloss Laufen aufgewachsen und bereits im Hof Dreirad gefahren, als die ersten Touristen kamen. Er ist zwar inzwischen pensioniert, aber er arbeitet auch heute noch mit Leidenschaft im Souvenirladen.
Im Kanton Zürich residierten auf der respektablen Kyburg einst Grafen, die das Umland und die Menschen darauf verwalteten. Aus dieser Zeit stammt die berühmte "Eiserne Jungfrau" - ein vermeintlich brutales Folterinstrument. Der Museumsleiter Ueli Stauffacher hat allerdings ein anderes Problem: Er braucht dringend eine Lösung für die renovierungsbedürftige Gerichtsstube. Bereits 2019 ist im ersten Burgmuseum der Schweiz eine neue Ausstellung geplant. Nadja Röther, die Schlossgärtnerin, hegt und pflegt in sorgfältiger Handarbeit einen prächtigen Garten aus alten Kräutern und Heilpflanzen.
Die Habsburg in der gleichnamigen Aargauer Gemeinde mutet eher bescheiden an. Doch zu Zeiten des Römischen Reiches war sie Stammburg einer Weltdynastie. Das Fürstengeschlecht der Habsburger richtete dort seinen Stammsitz ein. Heutzutage wandern Schulklassen zur Burg und erfahren, wie hart, kalt, unbarmherzig und unhygienisch das Leben zu Zeiten der Habsburger war.
Die Reihe "Schlösser und Burgen der Schweiz" erzählt nicht nur die Geschichte Europas, sondern auch Geschichten aus der Gegenwart: die Geschichten der Menschen, die hinter den Schlossmauern wohnen, wirken und arbeiten. Denn es ist nicht immer einfach, solch ein Gebäude zu unterhalten.
Auf der Hubschrauber-Basis der Air-Glacier in Sitten stehen Spezialisten-Teams 24 Stunden bereit, um Hilfe bei Bergunfällen zu leisten. Der Film begleitet die Einsätze der Bergretter.
Verletzungen auf den Skipisten, Abstürze, Lawinen, Wetterumstürze - das kann sich im Gebirge sehr schnell ereignen. Auch wenn die Mehrzahl der Einsätze gut ausgeht, kann das Gebirge doch unvorhersehbar und grausam sein und auch die Retter selbst in Gefahr bringen.
Jeder Einsatz birgt Risiken und diejenigen, die schlecht ausgehen, hinterlassen tiefe Spuren in der Erinnerung der Retter. Im Jahr 2001 hat ein solches Drama alle Beteiligten gezeichnet. Es geschah bei Zinal im Val d'Anniviers: Mehrere Dutzend Personen suchten eine junge im Schnee verschüttete Frau, als eine zweite Lawine die Retter überraschte. Zwei Bergretter der Air-Glacier starben. Stéphane Oggier, ein Arzt, der das Drama knapp überlebt hat, ist sich seither bewusster, welchen Gefahren er sich beruflich aussetzt. "Nach diesem Unglück habe ich gelernt, dass ich nicht Hals über Kopf auf einem Lawinenkegel herumsuchen kann". Das Leben als Bergretter kann die Nerven auf eine harte Probe stellen. Trotz schlechter Erfahrungen müssen sie einen kühlen Kopf bewahren, professionell bleiben und das Verhalten der Leute, die sie retten, nicht verurteilen.
Die Schweiz ist ein Land der Seen. Ob Vierwaldstättersee oder Silsersee, die Seen sind Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere. Der Film stellt Menschen vor, die an ihren Ufern leben.
Auf dem Vierwaldstättersee verabschiedet sich Kapitän Kuno Stein von seinem Schiff. Am Walensee wagen sich Höhlentaucher in ein Labyrinth. Und das Strandbad "Bain de Pâquis" am Genfer See hat Geschichte.
Genf, das ist die "kleinste Metropole der Welt", so meinen seine Bewohner liebevoll. Im altehrwürdigen Strandbad "Bain des Pâquis" am Ufer des Sees treffen sich alle: vom Bankier bis zu Vertretern des angrenzenden Rotlichtviertels. Philippe Constantin gehört schon fast zum Inventar des Strandbads und hat jahrelang für den Erhalt dieses historischen Kleinods gekämpft.
Die Seepolizei der Stadt Genf ist an der "Rive Gauche", dem linken Seeufer der Stadt, stationiert. Während der heißen Sommermonate müssen die Beamten auf Badeunfälle vorbereitet sein, denn es sind mehr Menschen als sonst auf und im See unterwegs. Deswegen finden zweimal die Woche Tauchtrainings statt.
Die Ufer des Walensees sind fast das ganze Jahr hindurch geprägt von einem milden Klima. Mit Unterstützung des ehemaligen Höhlentauchers Christian Steiner erkundet ein Taucherteam das Unterwasser-Tunnelsystem hinter den Seerenbachfällen. Ein gefährliches Unterfangen, denn es besteht immer die Gefahr, sich zu verschwimmen oder aufgrund der starken Strömung keine Kraft mehr für den Rückweg zu haben.
Nicht weit von den Seerenbachfällen liegt Quinten. Fast scheint es so, als verstecke sich das kleine Dorf mit seinen knapp 60 Einwohnern vor dem Rest der Schweiz. Mit dem Auto ist Quinten nicht zu erreichen. Nur zu Fuß oder über den See. Der ehemalige Tunnelbauer Hampi Cadonau hat sich mit seinem Weinanbau oberhalb von Quinten ein kleines Paradies geschaffen. Nun möchte die Eigentümerin seines Pachtlandes die Liegenschaft zum Verkauf ausschreiben.
Luzern, die größte Stadt am Vierwaldstättersee, ist ein touristischer Hotspot. Dabei ist das Luzerner Seebecken Ausgangspunkt für Ausflüge mit der legendärsten historischen Dampfschiffflotte der Schweiz. Der Schaufelraddampfer "Stadt Luzern" ist das Flaggschiff. Bald geht der Dampfer für drei Jahre in die Werft und wird überholt. Auch sein Kapitän Kuno Stein geht von Bord und wird pensioniert. Die letzten gemeinsamen Fahrten stehen an.
In aufwendigen Landschaftsbildern erzählt der Film von Menschen, die an Schweizer Traumseen im ständigen Wechsel der vier Jahreszeiten leben.
Für die Menschen sind die Schweizer Traumseen mehr als faszinierende Wasser-Wunderwelten, nämlich Heimat und Lebensgrundlage im Wechsel der Jahreszeiten. Nun ist es Herbst.
Der Herbst taucht den Silsersee in goldenes Licht. Romano Salis ist Wildhüter und kümmert sich um die Forellen des Sees. Am Walensee ist eine Familie mehr auf dem Wasser als daheim. Und Abfalltaucher Matthias Ardizzon sucht im Vierwaldstättersee nach Unrat.
Herbst am Silsersee: Zu dieser Jahreszeit präsentieren sich die Lärchen als ein goldfarbenes Naturspektakel. Romano Salis arbeitet als Wildhüter. Damit im Silsersee wieder mehr Fische leben, helfen Romano und seine Kollegen in ihrer Fischzucht etwas nach.
Mit dem Auto ist Quinten am Walensee nicht zu erreichen. Die Bewohner des Dorfs brauchen ein Boot und verbringen viel Zeit auf dem See. Margrit Bärlocher betreibt ein kleines Lädchen mit regionalen Produkten und hält vier Schafe. Weil es im Sommer in Quinten zu wenig Futter gibt, grasen die Tiere auf einer Alp. Die liegt hoch oben auf der anderen Seite des Walensees. Jetzt im Herbst ist es Zeit für die Rückkehr - und auch das geht nur über den Wasserweg.
Vor einigen Jahren hat Beda Brun del Re Zürich verlassen, um für seine sechsköpfige Familie am Walensee ein Haus zu bauen. Morgens fährt er mit dem Kajak zur Arbeit und seine Frau mit dem Kanu einkaufen. Seitdem die Familie direkt am See lebt, spart sie sich die Ferien und bleibt zu Hause am Walensee.
Unterhalb seiner Wasseroberfläche lässt der Vierwaldstättersee den Betrachter eintauchen in eine kalte, aber magisch anmutende Welt. Tief unten auf dem Grund zeigt sich jedoch bisweilen eine verstörende Unterwasserlandschaft: Müll, Abfall und andere Überbleibsel. Der Abfalltaucher Matthias Ardizzon versucht mit seinem Team, den See wieder sauber zu kriegen.
An den Hängen hoch über dem Genfer See werden seit Generationen Reben kultiviert. Die Weinterrassen des Lavaux im Kanton Waadt mit Blick auf den See und die Alpen zählen zum UNESCO-Welterbe. Der Weinbauer Gilles Wannaz ist sich seiner Verantwortung bewusst und möchte den Genfer See als größten Süßwasserspeicher Westeuropas vor chemischer Verunreinigung bewahren. Statt mit Kunstdünger werden seine Reben mit Kuhmist untergraben. Auf Pestizide wird verzichtet. Das Weingut wird biodynamisch, sprich naturnah und nachhaltig, betrieben.
In aufwendigen Landschaftsbildern erzählt die vierteilige Reihe von Menschen, die an Schweizer Traumseen im ständigen Wechsel der vier Jahreszeiten leben.
Niemand baut mehr Schiffe aus Eichenholz. In Möbelhäusern sucht man Eichenholzmöbel vergebens. Die Eiche scheint ausgedient zu haben. In Wirklichkeit ist sie jedoch der Baum der Zukunft.
Die Geschichte der Eiche reicht bis zu zwölf Millionen Jahre zurück. Der Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse steht symbolisch für Kraft und Ewigkeit - Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz ist sehr stabil, die Rinde rau, dick und furchig.
Zur Pflanzengattung der Eichen gehören circa 400 Arten, von denen die Stieleiche und die Traubeneiche zu den häufigsten in Deutschland zählen. Eichen können ein enormes Alter erreichen. Auch im Hinblick auf die Erdzeitgeschichte liegen Eichen weit vorn: Belegt sind Fossilfunde von mindestens zehn Millionen Jahren.
Die Früchte, die Eicheln, sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig. Für Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen, Rotwild und Wildschweine sind Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sich die Früchte für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen.
Der Film erzählt in drei Kapiteln von den Eichen, die man mit "Natur", "Nutzung" und "Zukunft" betiteln könnte. Der erste Teil beschreibt verschiedene Besonderheiten der Eichen und wie wertvoll die Eichen als Lebensraum für Vögel und Insekten sind. Teil zwei zeigt verschiedene Arten der Nutzung - zum Beispiel durch einen Künstler, der ausschließlich mit Eichenholz arbeitet -, der dritte Teil bringt eine überraschende Wendung, da sich herausgestellt hat, dass die Eiche mit dem Klimawandel besonders gut klarkommen wird. Sie ist schon jetzt dabei, Baumarten wie die Föhre zu verdrängen - und daher eindeutig der Baum der Zukunft. Es ist durchaus denkbar, dass unsere Wälder in Zukunft aus Eichen bestehen.