(1): Chile: Francisco Coloane, Erzähler vom anderen Ende der Welt
(2): Liberia: Die Utopie von der Rückkehr der Sklaven
(3): Nizza: Stéphanies Kohlrouladen
(4): Wien: Ein Weihnachtsbaum schreibt Geschichte
(1): Algier: Auf den Spuren von Don Quijote
(2): Indien: Traditionelle Kampfkunst
(3): Norwegen: Ingvils Kalbfleisch in Zwiebelsauce
(4): Prades: Ein begehrtes Meisterwerk
Die reiche Witwe Madame de La Pommeraye genießt das Leben auf ihrem Landsitz in der Nähe von Paris. An die Liebe glaubt sie nicht, nur an die wahre Freundschaft - eine Überzeugung, die der Marquis des Arcis brechen möchte. Er ist seit mehreren Monaten Gast auf ihrem Landsitz und entschlossen, Madame de La Pommeraye zu erobern. Die unzähligen Schmeicheleien des Marquis lassen die Witwe weich werden. Gewarnt vor den zahllosen Liebschaften, die der Marquis bereits hatte, lässt sie sich trotzdem auf ihn ein. Die Tage auf ihrem Landsitz verlaufen harmonisch. Doch nach und nach verliert der Marquis das Interesse an Madame de La Pommeraye, bis er ihr gesteht, dass er jegliche Leidenschaft für sie verloren hat. Von seiner Untreue verletzt, entschließt sich Madame de La Pommeraye, Rache an ihm zu üben. Sie weiß um die Schwächen des Marquis und stellt ihrem früheren Liebhaber die junge Mademoiselle de Joncquières vor, die als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdient. Es genügt ein Blick in ihr schönes Gesicht und der Marquis macht es sich zum Ziel, das Herz der jungen Mademoiselle zu erobern - ohne Kenntnis ihrer Vergangenheit.
Mit Cécile de France, Edouard Baer, Alice Isaaz, Natalia Dontcheva, Laure Calamy, Manon Kneusé, Arnaud Dupont, Juliette Laurent
Wilde Steppen, gemäßigte Regenwälder, boreale Nadelwälder: In Kanada erstrecken sich von den Ufern des Pazifiks bis zum Sankt-Lorenz-Golf gewaltige Naturlandschaften. Noch ist die Natur dort in Teilen intakt, nun soll sie besser vor menschlichen Eingriffen geschützt werden. Wissenschaftler und Umweltexperten besinnen sich nun auf die Weisheit, das Wissen und die überlieferten Traditionen der First Nations, um neue Ansätze zur Erforschung und Erhaltung dieser Naturlandschaften zu entwickeln. Eine Reise durch die großen Ökosysteme Kanadas mit ihrer weltweit einzigartigen Artenvielfalt.
Wo immer sie auftauchen - Orcas gelten als die Herrscher der Meere. Diese majestätischen Meeressäuger haben die Herzen der Menschen erobert und begeistern durch ihre Intelligenz und komplexen Familienstrukturen. Doch seitdem Schwertwale vor Gibraltar Boote angreifen, fragen sich viele: Bedrohen sie uns oder wollen sie nur spielen? In der aufwendig produzierten Naturdokumentation geht der Meeresbiologe und Tierfilmer Florian Graner dem Geheimnis der Orcas auf den Grund. Was macht die Größten unter den Delfinen so erfolgreich?
Nach Dreharbeiten in zahlreichen fernen Ländern beschließt der kanadische Tierfilmer Harold Arsenault, einen Film in seiner Heimatregion Gaspésie in Quebec zu drehen. Er möchte das Verhalten der dort lebenden Seehunde dokumentieren, indem er inmitten einer Seehundkolonie lebt. An der nordöstlichen Küste der Gaspésie-Halbinsel filmt er die ersten Lebensmonate eines Seehundbabys aus nächster Nähe.
Der Neubeginn in Syrien gestaltet sich schwierig. Ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes kehren viele, die während des Bürgerkriegs nach Deutschland geflohen sind, nach und nach zurück - auch aus Verantwortung gegenüber ihrem Land.
Minnesota, 1987: Autohändler Jerry Lundegaard beauftragt zwei Ganoven mit der Entführung seiner Frau. Das von seinem wohlhabenden Schwiegervater erpresste Lösegeld soll ihn aus einer finanziellen Notlage befreien. Als die Entführer zu Mördern werden, kommt ihnen die Polizistin Marge bald auf die Spur. Die schwarze Komödie war der internationale Durchbruch der Coen-Brüder (1996).
Mit Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi, Peter Stormare, Kristin Rudrüd, Harve Presnell, Tony Denman
Die Brüder Joel und Ethan Coen haben in sehr eigenwilligen Filmen ein ganz eigenes Genre in der Welt des Kinos geschaffen - ein filmisches Universum mit eigener Moral und eigenen Regeln. Ein Ort, der ihrer Heimat Amerika auf beunruhigende Weise ähnelt, es aber doch nicht ist. Es ist eine Welt, die nur mit einem Wort beschrieben werden kann: Coenesque. Die Dokumentation folgt der seltsamen, aber brillanten Reise, die die Coens dorthin geführt hat. Eine faszinierende Geschichte über die Zusammenarbeit zweier Brüder, die manchmal wie eine Person erscheinen.
Vor zwölf Jahren verließ Zina ihr Geburtsland Algerien und machte ihren Kindheitstraum wahr: Sie wurde Fernfahrerin. Nach ihrer Einbürgerung und der Führerscheinprüfung ist sie in ganz Frankreich in ihrem 44-Tonner auf der Straße unterwegs. Als eine der wenigen Frauen in diesem Beruf muss sie sich jeden Tag behaupten. Fern der Heimat, jedoch frei, träumt Zina in der Fahrerkabine ihres Lkw weiter. Wie schafft man es, sich trotz all der Schubladen und Grenzen, die einen prägen, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden?
In "Meine armenischen Gespenster" verbindet Tamara Stepanyan ihre Familiengeschichte mit der des armenischen Kinos. Der Dokumentarfilm basiert auf einem Dialog mit Tamaras Vater Vigen Stepanyan und zeigt, wie sich die armenischen Filmschaffenden ihre schöpferischen und intellektuellen Freiräume bewahrten - trotz Völkermord, Bürgerkrieg, Wirtschaftskrise und Zerfall der Sowjetunion. Der Dokumentarfilm stellt eine international wenig beachtete Filmlandschaft vor und beleuchtet dabei die faszinierende, widerstandsfähige armenische Kultur.
Der französische Journalist Alfred de Montesquiou ist seit Jahren im Nahen Osten als Reporter unterwegs - die Region begeistert ihn. Berufsbedingt hat er vor allem erfahren, welche Kriege und Krisen sich in dieser Region abspielen. Diesmal folgt er auf den Spuren von Marco Polo der alten Seidenstraße und zeigt alles, was diesen Teil der Welt erstrahlen lässt - seine jahrtausendealten Kulturen und Zivilisationen, die den Westen stets bereichert haben.
Im Iran führt die Reise nach Kaswin, eine wichtige Station an der Seidenstraße. Die Stadt mit knapp 400.000 Einwohnern liegt an den Ausläufern des imposanten Elburs-Gebirges und gilt als Tor zum historischen Persien an der Grenze zu den kurdischen und aserbaidschanischen Regionen im Westen und Norden des heutigen Iran. Dann wandelt Alfred in Teheran auf den Spuren der Seidenstraße.
Er sagte, seine Malerei sei "eine Apotheke für die Seele". Mark Rothko (1903-1970), geboren in Dwinsk im Russischen Kaiserreich, dem heutigen Daugavpils in Lettland, wanderte 1913 mit seiner Mutter und Schwester in die USA aus, wo seine jüdische Erziehung fortgesetzt wurde. Er war ein ausgezeichneter Schüler und begann ein Studium an der Yale University, zog es dann allerdings vor, sich der Malerei zu widmen. Eine Italienreise inspirierte ihn, große Farbfelder zu komponieren. Sein Schaffen vereint die untergegangene Welt der osteuropäischen Juden und das moderne Nordamerika. Ein Rückblick auf den Werdegang eines der Meister des abstrakten Expressionismus.
Der französische Journalist Alfred de Montesquiou ist seit Jahren im Nahen Osten als Reporter unterwegs - die Region begeistert ihn. Berufsbedingt hat er vor allem erfahren, welche Kriege und Krisen sich hier abspielen. Diesmal folgt er auf den Spuren von Marco Polo der alten Seidenstraße und zeigt alles, was diesen Teil der Welt erstrahlen lässt - seine jahrtausendealten Kulturen und Zivilisationen, die den Westen stets bereichert haben.
Mit dem Zug geht es weiter durch die Dascht-e Kawir, eine 250.000 Quadratkilometer große Salzwüste, nach Kaschan. Mitten in der Wüste liegt die Oase mit der Stadt Kaschan, deren Fin-Garten ein wunderbares Beispiel für die persische Gartenkunst ist. Der Wassergarten scheint bei 40 Grad Celsius bis heute das Paradies auf Erden. Die Wüstenfahrt geht weiter in Richtung Südosten, wo Alfred de Montesquiou in Chak-Chak auf eine der ungewöhnlichsten Facetten der iranischen Kultur trifft, den Zoroastrismus. Nach Stationen in Yazd und Meybod geht es schließlich nach Isfahan, eine legendäre Stadt, nicht nur damals für die Seidenstraße, sondern auch einige Jahrhunderte später für die Hippies.
Bis heute wird auf der Insel Java WayangKulit, indonesisches Schattentheater, aufgeführt. Nach wie vor erfreuen sich die Jahrhunderte alten Geschichten von Göttern, Kriegern und Prinzessinnen großer Beliebtheit. Die Puppenspieler, sogenannte Dalangs, gelten als Meister ihres Fachs und genießen große gesellschaftliche Anerkennung, zuweilen sogar Prominentenstatus. Ein Grund, warum viele junge Leute diesen Beruf anstreben. "GEO Reportage" hat den Lehrling Ganesh bei der Anfertigung seiner ersten eigenen Schattenpuppen begleitet und den Meister Gondo Suharno bei seinen Aufführungen in der javanischen Provinz beobachtet.