Der Spreewald, eine knappe Autostunde von Berlin entfernt, ist die Heimat der Sorben und Wenden. Die Volksminderheit spricht nicht nur eine eigene Sprache - sie pflegt auch ihr Brauchtum hingebungsvoll. Die Landschaft, in der die Menschen hier leben, ist etwas ganz Besonderes: Unzählige Kanäle und natürliche Wasserarme, sogenannte Fließe, durchziehen die Wälder, manche Orte sind noch immer nur per Kahn erreichbar. Eine entrückte und verwunschene Landschaft, zu jeder Jahreszeit. Ein Kamerateam von "GEO Reportage" hat den Spreewald ein Jahr lang von seiner weniger bekannten Seite porträtiert.
Der Große Sankt Bernhard ist berühmt und berüchtigt. Berühmt für das Hospiz, das seit fast tausend Jahren jedem Schutzsuchenden auf dem Weg über den Pass Gastfreundschaft bietet. Und berüchtigt für die Lawinen, die bereits etliche Menschen das Leben kosteten - es sei denn, sie konnten von den legendären Hospizhunden, den Bernhardinern, rechtzeitig geborgen werden. "GEO Reportage" hat das Hospiz und seine Bewohner ein Jahr lang begleitet.
Über 196 Brücken und durch 55 Tunnel kämpft sich der "Bernina Express" von Chur in der Schweiz bis nach Tirano in Italien. Sein Weg führt ihn durch tiefe Täler, wilde Schluchten und über das ewige Eis der Bündner Alpen. Erst 1890 erschließen die Bahningenieure den Südosten der Schweiz. Ein gewagtes Unternehmen, denn mächtige Naturgewalten machen die Bahnstrecke bis heute zu einem gefährlichen Weg.
Die Dokumentation begleitet den "Bernina Express" über die höchste Bahnstrecke der Alpen
Im Norden Argentiniens überquert der weltberühmte "Tren a las Nubes" - der "Wolkenzug" - schwindelerregende Viadukte und tiefe Täler. Auf Höhen von über 4.000 Metern fährt die einstmals höchste Bahn vorbei an Kakteenwäldern und in die trockenste Wüste der Welt. Eine technische Meisterleistung in den Anden und eine atemberaubende Fahrt durch eine spektakuläre Landschaft.
Auf rund 600 Kilometern durchquert der "Rameswaram Express" die tropische Landschaft Tamil Nadus, dem ehemaligen Madras. Heftige Stürme und Regenschauer machen die Strecke bis heute zu einer Herausforderung für die Indische Bahn. Die Dokumentation begleitet den "Rameswaram Express" über die berühmt-berüchtigte Pamban-Brücke, die erste Brücke über den Indischen Ozean.
1865: Während der französischen Intervention in Mexiko bedrängen mitten in der Wüste drei Cowboys eine entblößte Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt und sie im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren kann. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel, wenngleich aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen.
Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Doch Gegensätze ziehen sich an. Schnell findet der Lebemann und Junggeselle Hogan Gefallen an der so raffinierten wie unkomplizierten Schwester Sara und bedauert, dass sie ihr Leben Gott verschrieben hat - obwohl Hogan eigentlich gern allein ist und es genießt, sich von niemandem etwas vorschreiben zu lassen.
Der Originaltitel "Two Mules for Sister Sara" spielt darauf an, dass Schwester Sara es bei Hogan mit einem sturen Esel zu tun hat. Bei den Laurel Awards 1971 wurde Hauptdarstellerin Shirley MacLaine als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert, Hauptdarsteller Clint Eastwood als bester Schauspieler in einem Actionfilm. Der Film ist inzwischen ein Klassiker, mit Shirley MacLaine und Clint Eastwood in einer so aufregenden wie explosiven Mischung.
Mit Clint Eastwood, Shirley MacLaine, Manolo Fabregas, Alberto Morin, David Estuardo
Die hochzeitsflüchtige Französin Nelly folgt dem New Yorker Industriellen und Aussteiger Martin auf eine einsame Karibikinsel, wo sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Als die emotionsgeladene Robinsonade durch einen innigen Kuss endlich befriedet scheint, taucht plötzlich Nellys angehender Ehemann Vittorio auf, der ihr einstiges Versprechen mit Gewalt einfordern will. Auch Martin ist durch einen Vertrag gezwungen, wieder seinem alten Beruf als Parfümeur nachzugehen. Das Paradies liegt in Trümmern ...
Ein Film, der die Weltfluchtromantik intelligent parodiert und von der ersten Minute an kurzweilig unterhält.
Martin lebt wie Robinson Crusoe auf einer kleinen Karibikinsel, wo er fernab der Zivilisation Gemüse anbaut. Nur ab und an fährt er in die nächste Hafenstadt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und sich ein wenig zu amüsieren. Bei einem solchen Ausflug macht er Bekanntschaft mit Nelly, einer hübschen Französin. Diese hat sich in das ihm benachbarte Hotelzimmer abgeseilt, um den Fängen ihres angehenden Ehemannes Vittorio zu entkommen. Als der wutentbrannte Bräutigam auftaucht und mit Gewalt Nellys Versprechen einzufordern versucht, kann Martin nicht umhin, ihr zu helfen.
Doch Nelly gelingt es tatsächlich, in noch weitaus größere Schwierigkeiten zu geraten, indem sie ihren alten Freund und Nachtclubbesitzer Alex um ein wertvolles Gemälde bringt, das die mittellose Hochzeitsflüchtige in Reisegeld einzulösen gedenkt. Als Martin es trotzdem schafft, Nelly in ein Flugzeug nach Paris zu verfrachten, ist die Erleichterung groß. Aber da irrt er sich, denn Nelly ist ihm unbemerkt auf seine beschauliche Insel gefolgt. Der Aussteiger Martin sieht jedoch nicht ein, sein hart erarbeitetes Paradies mit der aufdringlichen Französin zu teilen, woraufhin sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Nelly wiederum entdeckt, dass auch Martin auf der Flucht ist, und erhofft sich einen gemeinsamen Neustart in unbekannter Ferne.
Jean-Paul Rappeneau inszenierte eine rasante, außergewöhnliche Filmkomödie über die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die weniger auf eine spektakuläre Inszenierung als auf das hervorragende Spiel ihrer beiden Hauptdarsteller setzt. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Venezuela, auf den Bahamas, in New York und Frankreich gedreht.
Mit Yves Montand, Catherine Deneuve, Luigi Vannucchi, Tony Roberts, Dana Wynter, Bobo Lewis
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Geopolitik einordnen und die Welt verstehen: Zusammenhänge der Globalisierung einfach erklärt anhand von Karten. In dieser Folge werden die Konsequenzen von Trumps ökonomischen Weichenstellungen, mit besonderem Fokus auf Minneapolis, veranschaulicht.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Nepal gilt als Wiege des Buddhismus. Hier soll vor rund 2.500 Jahren Prinz Siddharta Gautama geboren worden sein - der Erleuchtete, der Buddha. In der Hauptstadt Kathmandu leben heute überwiegend Hindus. Doch aus den kargen Bergdörfern des Himalayas zieht es zunehmend junge Menschen zu den heiligen Stätten Buddhas - darunter auch immer mehr Mädchen. Sie dürfen inzwischen ein außergewöhnliches, streng buddhistisches Kunsthandwerk ausüben: das "Malen" geweihter Mandala-Bildnisse mit Sand.
Am 14. April 1912 ist die Titanic seit fünf Tagen auf ihrer Jungfernfahrt nach New York unterwegs, mit über 2000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord. Um 23.40 Uhr rammt sie einen Eisberg. Kurz danach bemerkt der Heizer Frederick Barret, dass Wasser in einen der Kesselräume dringt. Noch gilt das Schiff als unsinkbar, doch das Unglück nimmt seinen Lauf ...
Während in den Kesselräumen der Titanic das eindringende Wasser abgepumpt wird, befiehlt Kapitän Smith den Funkern, einen Notruf abzusetzen. Aber auf dem nächstgelegenen Schiff ist der Funker nicht mehr im Dienst. Smith ordnet die Evakuierung an - doch die Rettungsboote reichen nur für die Hälfte der Menschen an Bord.
Der Bug der Titanic sinkt immer schneller, und die Passagiere stürzen sich auf die letzten Plätze in den Rettungsbooten. Doch die 709 Menschen in der Dritten Klasse haben schlechte Karten: Ohne Hilfe irren sie durch das Labyrinth aus Gängen und Treppen. Denjenigen, die das Deck erreichen, versperrt ein verschlossenes Gitter den Weg zu den verbleibenden Rettungsbooten. In diesem Chaos greifen die Offiziere zu extremen Maßnahmen.
Als die letzten Rettungsboote ablegen, bleiben über tausend Menschen auf der Titanic zurück. Sie wissen: In Minuten wird das Schiff sinken. Viele klammern sich am Heck fest, das noch aus dem Wasser ragt. Doch dann bricht der Rumpf in zwei Teile und das Wrack versinkt. Die Geretteten hören Schreie. Sollen sie umkehren, um Überlebende zu bergen - oder sich selbst retten?
Der Thomanerchor Leipzig singt eines der ergreifendsten geistlichen und dramaturgisch effektvollsten Werke der Musikgeschichte: Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion". Als Solisten sind unter anderem Anna Prohaska (Sopran), Andreas Scholl (Altus) und Julian Prégardien (Tenor) zu erleben. Das Gewandhausorchester Leipzig spielt unter der musikalischen Leitung von Thomaskantor Andreas Reize.
Das Meisterwerk von Andrzej Wajda - oscarnominiert als bester fremdsprachiger Film - beleuchtet eines der verdrängten Kapitel des Zweiten Weltkriegs: die Ermordung von rund 22.000 polnischen Offizieren und weiteren Kriegsgefangenen durch die sowjetische Geheimpolizei im Frühjahr 1940. Jahrzehntelang wurde diese Tragödie vertuscht, die Wahrheit durch Propaganda und politische Interessen verwischt. Wajda, dessen Vater selbst in Katyn ermordet wurde, erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Hinterbliebenen - Ehefrauen, Mütter, Schwestern -, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung um Gewissheit ringen. Der Film "Das Massaker von Katyn" verwebt persönliche Schicksale mit der großen historischen Lüge und zeigt, wie die Manipulation von Fakten ganze Generationen prägte.
Im April 2025 erinnerte Polens Ministerpräsident Donald Tusk angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an Katyn als Mahnung vor den Gefahren von Desinformation und staatlicher Gewalt. Wajdas Werk wird so zu einem zeitlosen Appell für Wahrheit und Verantwortung - gestern wie heute. "Das Massaker von Katyn" ist nicht nur ein historisches Drama, sondern eine Warnung vor der Macht der Geschichtsfälschung in einer Welt, in der Faktenverdrehung erneut zur Waffe wird. Ein Film, der die Frage stellt: Wie lange kann eine Gesellschaft mit verdrängter Geschichte leben - und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
Mit Andrzej Chyra, Maja Ostaszewska, Artur Zmijewski, Danuta Stenka, Jan Englert, Magdalena Cielecka
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert "(Fast) die ganze Wahrheit" unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: das unschlagbare Duo Asterix und Obelix.
"Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand und seine Geschichte vor. Die verwendeten Archivaufnahmen werden in kreative grafische Animationen eingebettet und pädagogisch aufbereitet.