Wenn in Estland der Frühling einzieht, erwachen Tausende Amphibien aus der Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgebieten. Viele Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten sorgen alljährlich dafür, dass möglichst viele Tiere die Massenwanderung unbeschadet überstehen. Auch in der Hauptstadt Tallin, wo Kröten und Frösche durch den Autoverkehr bedroht sind.
Auf Kaliforniens Straßen sind sie ein echter Hingucker: Lowrider - tiefer gelegte, alte Straßenkreuzer. Sie können auf drei Rädern fahren und krachend abheben. Am Steuer der kultigen Oldtimer sitzen inzwischen immer mehr Frauen. Dabei ist Lowriding traditionell eigentlich Männersache. Seit den 60er Jahren schrauben Enthusiasten an ihren Chevrolets, Buicks oder Oldsmobiles herum und bauen jede Menge Batterien und Sprungmotoren in den Kofferraum. Von Schmieröl an den Händen lassen sich aber mittlerweile auch Lowrider-Ladies nicht abschrecken. Und selbst das gefährliche und illegale Springen, das spektakuläre "Hoppen", übernehmen sie jetzt - die letzte Männerdomäne.
(1): Jorge Amados Laudatio auf die Arbeiterklasse
(2): Kakao, das schwarze Gold von Bahia
(3): Iracemas pikante Garnelenkrapfen
(4): Der Sklavenaufstand von Salvador de Bahia
Eine Frau, ein Kind - die Todesumstände sind unbekannt. Forscherinnen und Forscher rollen jetzt den archäologischen Cold Case aus einer Schlüsselepoche der Menschheit neu auf. Die Dokumentation erkundet die Wurzeln der menschlichen Psychologie und die Anfänge von Religion und Spiritualität. Archäogenetik und modernste medizinische Forschung fördern spektakuläre Erkenntnisse zutage.
ARTE auf den Spuren der alten Mayas: Im Herzen des guatemaltekischen Dschungels macht ein internationales Wissenschaftlerteam zum ersten Mal Grabungen in Naachtun, das als letzte Stadt des goldenen Zeitalters der Maya-Hochkultur gilt. In wochenlanger Abgeschiedenheit versuchen die Archäologen herauszufinden, warum gerade Naachtun so außerordentlich lange bestand und den Untergang seiner mächtigen Nachbarstädte um fast 200 Jahre überdauerte.
Italien, 1978: Das gesamte Leben im süditalienischen Apulien scheint in der brütenden Hitze des Sommers fast stillzustehen. In einem kleinen Dorf, dessen wenige Häuser wie verloren zwischen endlosen Weizenfeldern liegen, lebt der neunjährige Michele mit seinen Eltern und seiner Schwester Maria. Während die Erwachsenen vergeblich versuchen, der Hitze zu entgehen, durchstöbern Michele und seine Freunde die Gegend nach Abwechslung und Abenteuern.
Auf einem dieser Streifzüge entdeckt der Junge beim Spielen in der Nähe eines verlassenen Gutshauses ein tiefes Loch im Erdboden. Neugierig inspiziert Michele die geheimnisvolle Grube - und macht in der Dunkelheit plötzlich eine gespenstische Gestalt aus. Voller Entsetzen ergreift er die Flucht. Doch die bizarre Begegnung lässt ihm keine Ruhe. Vorsichtig schleicht er sich zu dem Loch zurück und erkennt: Ein Junge wird wie ein Tier in der dunklen Grube gefangen gehalten.
Die Finsternis, die Isolation und die Angst haben den Jungen zermürbt; er kann sich kaum mehr klar ausdrücken und ist überzeugt davon, bereits tot zu sein. Michele, der den verwilderten Filippo fortan mit Nahrung versorgt, traut sich nicht, mit seinen Eltern oder seinen Freunden über seine unheimliche Entdeckung zu sprechen. Schließlich kommt er dahinter, dass Männer aus seinem Dorf, darunter auch sein Vater Pino, hinter der ebenso grausamen wie mysteriösen Tat stecken. Fest entschlossen, dem Jungen zu helfen, startet Michele eine gefährliche Rettungsaktion.
Mit Giuseppe Cristiano, Aitana Sánchez-Gijón, Dino Abbrescia, Giorgio Careccia, Mattia Di Pierro, Adriana Conserva, Fabio Tetta, Giulia Matturo, Stefano Biase
Die Entdeckung 300.000 Jahre alter Homo-sapiens-Fossilien in Marokko stellt die Geschichtsschreibung auf den Kopf. Der Dokumentarfilm begibt sich auf eine wissenschaftliche Abenteuerreise, die die Vorstellung vom Ursprung und Entwicklungsprozess der menschlichen Spezies revolutioniert.
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Das einzigartige Magazin kombiniert wirtschaftliche, politische und historische Gesichtspunkte mit Geografie: Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen werden dabei anhand von geographischen Karten erläutert.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Es gibt ihn noch, den Beruf des Säumers - Menschen, die Lasten auf dem Rücken von Saumtieren durchs Gebirge transportieren. Jahrhundertelang beförderten sie Waren über schwer zugängliche Alpenpässe. In den Seealpen im italienischen Piemont liegt in rund 2.350 Metern Höhe die Schutzhütte Morelli Buzzi. Drei Monate im Jahr muss der Betreiber der Hütte Wanderern Kost und Unterkunft anbieten. Doch Wege und Straßen hier hoch gibt es keine, und den Helikopter kann sich der Hüttenwirt nur einmal in der Saison leisten. Da kommen Luciano Ellena und seine Mulis ins Spiel. Er ist der letzte Säumer im Piemont und versorgt die Hütte in den kommenden drei Monaten mit Lebensmitteln.
Der Dokumentarfilm erzählt von einer außergewöhnlichen archäologischen Ausgrabung in der Nekropole von Sakkara, 35 Kilometer von Kairo entfernt. Im Mittelpunkt steht die Entdeckung eines geheimnisvollen Grabes, das dem Wesir Ouni gehörte. Allerdings findet sich für den Würdenträger, der um 2.200 Jahre vor Christus. lebte, eine weitere Grabstätte - in Abydos, am anderen Ende Ägyptens. Warum?
Der sagenhafte Schatz des Tutanchamun, der über 5.000 Objekte umfasst, darunter 2.000 Schmuck- und Goldschmiedearbeiten, wurde 1922 von dem britischen Archäologen Howard Carter entdeckt. Ein Jahrhundert später gibt der Schatz des Pharaos ein neues Geheimnis preis: verborgene Spuren einer geheimnisvollen Pharaonin. Zudem sollen der britische Archäologe und sein Finanzier Lord Carnarvon einige Grabbeigaben entwendet haben, die heute in alle Welt verstreut sind.
Der Dokumentarfilm interpretiert die Geschichte des Königsgrabs neu - und damit auch ein bedeutendes Kapitel Altägyptens. Die archäologischen Funde, die 2025 im Großen Ägyptischen Museum bei Gizeh zusammengeführt worden sind, rücken die Regentschaft des Tutanchamun in neues Licht.
Ein rastloser Erneuerer: Carl Maria von Weber war geprägt von Neugier, musikalischer Ausdruckskraft und unstillbarer künstlerischer Energie. Sopranistin Regula Mühlemann, Bariton Äneas Humm, Komponist Jörg Widmann, Filmkomponistin Rachel Portman und weitere Stimmen sprechen über einen Künstler, dessen Wirkung weit über den bekannten "Freischütz" hinausreicht.
Mit der Oper "Louise" spannt Gustave Charpentier einen Bogen zwischen sozialen Fragen und idealistischen Bestrebungen, lyrischen Höhenflügen und malerischen Szenen. 1900 feiert er damit einen Sensationserfolg und spricht eine Frage an, die die damalige Gesellschaft bewegt: Sollten Frauen das Recht haben, sich selbst zu verwirklichen? - Eine Inszenierung von Christof Loy und mit Elsa Dreisig als Sopranistin.
Mit Elsa Dreisig, Adam Smith, Nicolas Courjal, Sophie Koch, Marianne Croux, Annick Massis, Grégoire Mour, Carol Garcia, Karolina Bengtsston, Marie-Thérèse Keller, Julie Pasturaud, Marion Vergez-Pascal, Marion Lebègue, Jennifer Courcier, Celèste Pinel, Frédéric Caton, Filipp Varik, Alexander de Jong
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.