Wir scheinen so zerstritten zu sein wie nie. Im Internet, in den Medien, bei der Familienfeier: Man könnte den Eindruck bekommen, dass Wir alle gar nichts mehr gemeinsam haben. Und der Ton wird auch immer rauer. Wie kommen Wir wieder zusammen? Was, wenn die Antwort ganz überraschend wäre? Wir müssen mehr streiten!
Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?
* Windschutzscheibe
Wie wird eine Windschutzscheibe hergestellt? Und wofür sind die schwarzen Punkte am Rand eigentlich da? André besucht eine Fabrik und findet dort die Antwort: Aus zwei Scheiben und einer Folie in der Mitte wird ein Verbund-Sicherheitsglas, das auch bei einem Unfall nicht zersplittern kann. André bekommt einen Hammer und darf die neu hergestellte Windschutzscheibe selbst einmal testen.
* Charlie und Lola: Alles mitnehmen
Charlies kleine Schwester Lola übernachtet heute bei ihrer besten Freundin Lotta. Dafür muss sie packen - sehr viel sogar. Denn die beiden wollen Aschenputtel und "Patentantenfee" spielen. Und dafür braucht Lola "absolut sehr unbedingt" ganz viel Spielzeug und Kleidung. Doch dann der große Schreck, als sie bei Lotta ist - wo ist der Koffer?
* Parkpieper
Beim Ein- und Ausparken hat Christoph einen wichtigen Helfer: den Parkpieper in seinem Auto. Je näher er an einen Gegenstand heranfährt, desto schneller piept die Einparkhilfe. Was diese Funktion des Bordcomputers mit einem Echo und Schallwellen zu tun hat, erfährt Christoph inmitten von ganz vielen Kissen in einem Forschungszentrum.
* Shaun das Schaf: Bitzer gibt Gas
Leider verliert Bitzer das Kart-Rennen gegen Hündin Lexie. Shaun trainiert seinen Freund zum Sieg. Doch nur wer fair ist, gewinnt!
Alle Beiträge sind mit Gebärdenbegleitung und Untertitel versehen. Sendeformat und Themenwahl orientieren sich außerdem an den Bedürfnissen hörgeschädigter Zuschauer.
"Die Ratgeber" klären, worauf man beim Kauf von gebrauchten E-Bikes unbedingt achten sollte.
Weitere Themen:
- In Nidda ist Reporter Jens Kölker auf der Suche nach dem perfekten Kaffee
- Serie, Teil 2: vorgestellt wird Jaquie. Sie ist vom Hamburger Kiez ins Waldecker Land in eine WG gezogen - mit ihren Eltern. Ob das funktioniert?
- Check: Smartphone-Neuheiten
- Und: wie sinnvoll sind natürliche Desinfektionsmittel wirklich?
Was genau ist ein Haubarg? Das wussten die Bauherren auch nicht, als der erste Besichtigungstermin anstand. Traditionell wurde in diesen riesigen Bauernhäusern auf der Halbinsel Eiderstedt auf dem Dachboden Heu gelagert. Das Paar aus Franken in Bayern verguckt sich sofort in den 600 Quadratmeter großen Haubarg in der Nähe von Tönning. Einsam liegt er auf einem sturmflutsicheren Hügel.
Die Bauherren brechen in Nordbayern ihre Zelte komplett ab, verkaufen ihre Fahrschule und stürzen sich in den Umbau des 200 Jahre alten Bauernhauses. In ihrem Traumhaus wollen sie alt werden. Das Paar zieht für die Zeit der Renovierung mit seinen drei Hunden in einen Wohnwagen direkt neben den Haubarg. Am Bau sein, direkt Entscheidungen treffen, das war ihnen wichtig.
Doch der Umbau dauert viel länger als geplant. Zuerst ein großer Ölschaden, dann Materialmangel und lange Lieferzeiten. Damit hatten sie nicht gerechnet. Aus dem geplanten Jahr Bauzeit werden mehr als zwei. Sie fragen sich: "Haben wir uns übernommen, war das das Richtige?"
Doch mit jeder Woche Umbau kommen sie ihrem Traumhaus einen kleinen Schritt näher. Das Holzständerwerk soll sichtbar bleiben, viele Balken müssen deshalb abgeschliffen werden. Aus der historischen Feuerstelle machen sie eine Bar mit einem großen Weinkühlschrank. Und der Hingucker soll ein schwebender Küchenblock sein. Ein langer Weg für die Bauherren zu ihrem Traumhaus.
Im hohen Norden ist immer etwas los. Die Moderatoren besuchen interessante Persönlichkeiten, stellen Verbraucher-Vergleichstests vor und liefern Neuigkeiten aus der Region.
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
In kurzweiligen Beiträgen erfahren die Zuschauer hier alles Wissenswerte über das Bundesland im hohen Norden. Themen aus Politik, Kultur, Sport und Heimatkunde werden behandelt.
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
Wöchentlich wechselnde Moderatoren präsentieren alles Wissenswerte aus Niedersachsens Städten und Gemeinden zu den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur.
Im Norden gibt es über 50.000 Bauernhöfe und mindestens genauso viele Geschichten. Die NDR Reportagereihe "Hofgeschichten" begleitet ganz verschiedene Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg in ihrem spannenden Alltag.
Mit 100 Jahre alten Reiseführern auf Spurensuche im Norden
45'
In der ersten Staffel von "Meyer-Burckhardts Zeitreisen" war Hubertus Meyer-Burckhardt mit einem Baedeker Reiseführer von 1914 unterwegs. Das hat ihm Lust auf mehr gemacht. Und so ist er nun erneut unterwegs durch den Norden, diesmal jedoch mit einer Vielzahl historischer Reiseführer, von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik. Außerdem hat Hubertus Meyer-Burckhardt zahlreiche historische Filme gesichtet. Und aus all diesen Zeitdokumenten hat er die verblüffendsten Details und spannendsten Geschichten herausgesucht, deren Spuren bis ins Heute reichen.
Historische Entdeckungen in Hamburg
In Hamburg lässt sich Hubertus Meyer-Burckhardt zunächst bei den Nachfahren von Theodor Eggers in die hohe Kunst des "Flirtens mit Schirm" einführen. Ein aufwendiger und witziger Film von 1928 mit dem Titel "Hamburg Hat's Eilig" lässt den Moderator in die Welt des ÖPNV vor fast 100 Jahren eintauchen.
Begleitet vom atmosphärischen Kommentar eines historischen Reiseführers durchschreitet Hubertus Meyer-Burckhardt den Alten Elbtunnel. Im Curio-Haus geht er auf Spurensuche nach den exzessiven Künstlerfesten der 1920er-Jahre, an denen Persönlichkeiten wie Gustaf Gründgens und Klaus Mann maßgeblich beteiligt waren.
Fahrradtourismus um 1900
Auf dem Wilseder Berg klärt Hubertus Meyer-Burckhardt ein Rätsel: Wer hat um 1900 hier bereits Fahrradwege angelegt? Dazu erfährt er erstaunliche Dinge über die Frühzeit des Fahrradtourismus.
Tinder am Eichenstamm
In der Holsteinischen Schweiz erwartet ihn die Bräutigamseiche. Ein Baum mit eigener Postleitzahl, seit über 100 Jahren können Heiratswillige dorthin schreiben, um ihren Herzenspartner kennenzulernen. Tinder im Wald! In Preetz geht der Moderator auf Suche nach den Spuren der einstmaligen Schusterstadt und findet den letzten Holzschuhmacher von Preetz.
Auf den Spuren von Nosferatu in Wismar
"Nosferatu", der Horrorfilmklassiker von 1922, führt Hubertus Meyer-Burckhardt nach Wismar. Die Folge: sein erstes Interview mit einem Vampir! Und schließlich lässt er sich in Waren an der Müritz in die hohe Kunst der Tierpräparation einweihen.
Verlassene Kinos, einst glanzvolle, jetzt verfallene Kurorte, Dörfer im Dornröschenschlaf: In Rumänien ist das kulturelle Erbe vielerorts dem Untergang geweiht. Der Fotograf und Urban Explorer Alex Iacob begibt sich auf eine Reise durch ein Land voller verborgener Geschichten. Für seinen Blog Reptilianul dokumentiert er Orte, die einst Zentren des Lebens waren: das kaiserliche Thermalbad von Baile Herculane , das verlassene Dorf Gherdeal in Siebenbürgen oder das Art-déco-Kino Marconi in Bukarest, das eine neue Chance bekommt.
Mit seiner Kamera und unerschütterlicher Neugier trotzt Alex dem Verfall und der Gleichgültigkeit, die viele dieser Orte bedroht. Seine Bilder sind stille Anklagen - und zugleich Liebeserklärungen an das, was bleibt. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die nicht aufgeben: die Architektin Oana Chirila, die das Herkulesbad retten will, und den Aktivisten Edmond Niculusca, der sich für den Erhalt des Kinos Marconi einsetzt.
Der Film zeigt ein Rumänien jenseits der Klischees - zwischen Erinnerung und Aufbruch, Schönheit und Zerstörung. Ein eindringliches Porträt einer Generation, die um ihr kulturelles Gedächtnis kämpft.
Auf dieser Halbinsel gibt es keine halben Sachen: Mexikos Baja California ragt über 1200 Kilometer in den Pazifik, ist damit eine der längsten der Erde. Hier gibt es die größten Kakteen der Welt, bis zu 20 Meter hoch. Und wohl nirgendwo sonst tummeln sich so viele Wale vor den Küsten. "mareTV" erkundet den südlichen Teil der riesigen Halbinsel, Baja California Sur.
Am Strand von Todos Santos betätigen sich Francesca Dvorak und ihre Tochter Angie als "Geburtshelferinnen" für Meeresschildkröten. In einer Art Gewächshaus direkt am Pazifik reifen Tausende Schildkröteneier bei Idealtemperatur im künstlich erwärmten Sand heran. Im mexikanischen Winter ist es hier nämlich ein paar Grad zu kalt. Da Meeresschildkröten aber durch ihren angeborenen "Kompass" die Eier immer am selben Ort ablegen, sorgen Francesca und ihre Teamkollegen mithilfe des selbst konstruierten Strand-Treibhauses dafür, dass die Schildkrötenbabys nicht mit Missbildungen zur Welt kommen oder gar nicht erst schlüpfen.
Die Meeresbiologin Abril Villalobos hat sich auf den größten Fisch der Weltmeere spezialisiert, den Walhai. Ihre Faszination für die bis zu 14 Meter langen und 20 Tonnen schweren Planktonfresser teilt sie auch mit Besuchern. "mareTV" ist mit an Bord, als eine Familie aus New York City unter Wasser das erste Mal auf einen riesigen Walhai trifft - und diese Begegnung wohl nicht so schnell vergessen wird.
Der Straßenkünstler Elti Alejandro malt sogenannte Murales: Wandbilder mit Meeresmotiven, die zum Markenzeichen des Küstenstädtchens La Paz geworden sind. Er verziert ganze Häuserzeilen, sogar die Tanks des städtischen Wasserversorgers, und macht in der Bucht El Pulguero ein altes Haus "unsichtbar". Durch Eltis Kunst passt sich das Gebäude perfekt an Strand und Meereshorizont an.
In der Heimwerkstatt von Rosa Amelia Gerardo entstehen Walhaie und Wale als Piñatas, liebevoll gestaltete Hohlfiguren aus Pappmaché, mit Süßigkeiten gefüllt. Die Attraktion für den nächsten Kindergeburtstag in der Nachbarschaft!
Schlepper bugsieren Dickschiffe an ihren Liegeplatz. Bullige Bagger schöpfen Schlick aus dem Seekanal. Riesenrohre schwimmen, ein Holzhafen brummt, Windkraftindustrie sorgt für volle Auftragsbücher. Fähren fahren im Stundentakt. Dabei ist der Rostocker Seehafen recht jung. Erst in den 1960er-Jahren ausgebaggert, aufgeschüttet und in Betrieb genommen. Er war das "Tor zur Welt" für die kleine DDR. Lebensnerv der Republik und Lebensort für tausende Rostocker. Das ist bis heute so.
Altes Handwerk mit Zukunft - Die Seilmacher von Rostock
30'
Altes Handwerk mit vollen Auftragsbüchern: Die Seilmacher am Rostocker Hafen fertigen Fischernetze und Stahlseile an. Stefan Lehmann ist Chef von acht Mitarbeitenden in der 80-Meter-Halle auf dem Rostocker Hafengelände. Auf seinem Bildschirm hat der Diplomingenieur die nächste Zeichnung fertig. Komplizierte Linien und Zahlen sind darauf zu sehen. Ein Schleppnetz soll daraus werden, aber nicht irgendeins. Genau 35 Meter lang, 1,20 Meter hoch - nach DIN-Maß.
Im landwirtschaftlichen Familienbetrieb von Klaas Meier läuft die Maisernte auf Hochtouren, während die Biogasanlage Probleme bereitet: Störungen, ein geplatztes Rohr, Wasser in der Anlage - jede Stunde Stillstand kostet den Hof viel Geld. Viele der komplexen Aufgaben, die früher sein Vater verantwortet hat, sind für Klaas jetzt "learning by doing": Fehler beheben, improvisieren, weitermachen. Nachts kontrolliert der junge Landwirt, ob die Biogasanlage läuft, tagsüber schiebt er mit seinen Angestellten den Mais, bis das Silo für 2025 endlich geschlossen ist.
Chips und Schokolade schmecken abends auf der Couch einfach besser als Gurkensticks und ungesalzene Erdnüsse, oder? Vor allem wenn das Programm von Werbung unterbrochen wird, die Pudding, Eis und Tiefkühltorte zeigt. Essen ist emotional. Und die Werbung nutzt das.
Ständig gibt es aus der Umgebung Anregungen dazu, so zu essen, dass es nicht gesund für uns ist. Mit Reizen, die wissenschaftliche Mechanismen nutzen. Bei fettigen und süßen Speisen setzt zum Beispiel das Sättigungsgefühl aus. Kein Wunder also, dass der Nachtisch nach dem Essen immer noch reinpasst. Und manchmal reicht es schon, nur ein zischendes Geräusch zu hören und schon wächst die Lust auf einen gekühlten Softdrink.
Ralph Caspers erklärt in dieser Sendung, wie die Umgebung, aber auch die eigenen Sinne beim Essen beeinflussen. Manchmal tricksen sie einen aus, aber sie können auch dabei helfen, besonders viel Genuss beim Essen zu erleben.
Welche Tricks man kennen sollte, um gute Entscheidungen beim Essen zu treffen und wie man lernen kann, selbstbestimmt statt beeinflusst zu essen - das zeigt "Quarks".
Sassnitz im Wandel - Zwischen Hafenromantik und Segel-Hightech
45'
Karbon versus Holzmast. Tragfläche versus Leinentuch: Sassnitz auf Rügen im Ausnahmezustand. Die Formel 1 des Segelsports macht im Stadthafen fest. SailGP, zum ersten Mal überhaupt in Deutschland - im August 2025. F50-Katamarane neben Fischkuttern, 100 km/h Highspeed neben gemütlichen Dieselmotoren. 20.000 Besucher an einem Wochenende. Fisch können sie gut in Sassnitz, aber können sie auch Grand Prix?
Im hohen Norden ist immer etwas los. Die Moderatoren besuchen interessante Persönlichkeiten, stellen Verbraucher-Vergleichstests vor und liefern Neuigkeiten aus der Region.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Die Dokumentation anlässlich des 60. Geburtstages des Entertainers (2024) ist eine filmische Reise in den beruflichen und persönlichen Kosmos von Hans-Peter Kerkeling, zu Freunden und Feinden und zu den wichtigsten Stationen seines Lebens und seiner Karriere: vom Ruhrgebiet über Amsterdam bis zum Jakobsweg. Der Film ist auch eine unterhaltsame Tour durch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, in der Hape Kerkeling wie kaum ein anderer Fernsehgeschichte geschrieben und sich dabei immer wieder neu erfunden hat.
Karikaturist, Satiriker, Schauspieler und Regisseur: Mit seinen Werken hat Loriot, bürgerlich: Bernhard-Viktor "Vicco" Christoph-Carl von Bülow (1923 - 2011), die deutschsprachige Kultur des 20. Jahrhunderts geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Seine Texte, Bilder und Sketche sind zeitlos und spiegeln in beispielloser Schärfe die jeweilige Ära wider, in der sie entstanden. Mit seinen Figuren, skurriler Situationskomik und unnachahmlichem Wortwitz schrieb Loriot Fernsehgeschichte , die in jedem deutschen Wohnzimmer zu Hause waren, fast ein ganzes Jahrhundert lang.
Diese Dokumentation ist mehr als nur die ultimative Werkschau, sie zeigt auf, wie allgegenwärtig und relevant Loriots Werk auch heute noch ist. Das Who-is-Who der deutschen Comedyszene führt durch eine unterhaltsame Chronik deutscher Zeitgeschichte und kultisch-verehrter Pointen, von denen viele längst in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen sind.
Dieter Hallervorden: eine der letzten Ikonen der deutschen Showkultur und unglaubliche 90 Jahre alt. Ein Leben zwischen Lachsalven und Tränen, zwischen Skandal und Applaus. Der Mann hinter "Nonstop Nonsens", hinter "Didi - Der Doppelgänger", hinter "Honig im Kopf" - und hinter einem Lebenswerk, das Millionen Menschen zum Lachen bringt. Er ist zugleich einer der streitbarsten, unbequemsten und widersprüchlichsten Künstler Deutschlands. Ein Publikumsliebling, der immer wieder aneckt. Der Provokateur, der nicht müde wird, sich gegen die Erwartungen der Zuschauer, gegen Vorurteile und - vielleicht am meisten - gegen sich selbst zu stemmen.
Mit 90 Jahren steht er noch immer auf der Bühne. Führt drei eigene Theater. Produziert Songs. Fliegt waghalsige Loopings über seiner Heimatstadt. Und sorgt weiterhin für Schlagzeilen, unter anderem als er Bundeskanzler Friedrich Merz wegen übler Nachrede verklagte. Denn Hallervorden lässt bis heute nichts einfach so stehen - weder in der Politik noch im Leben.
Der Film öffnet Türen, die bisher verschlossen waren: seine Künstlergarderobe, sein Berliner Zuhause, seine legendäre Privatinsel in der Bretagne. Er begleitet Hallervorden bei Proben, auf Reisen, vor Auftritten und fängt Momente ein, in denen selbst einer wie er nicht mehr ausweichen kann. Zum ersten Mal kommt in diesem Porträt seine Familie ausführlich zu Wort - direkt, ehrlich, zutiefst persönlich. Nathalie Hallervorden, die gemeinsame Tochter mit Rotraud Schindler, und sein deutlich jüngerer Sohn Johannes bringen den Zuschauer*innen den Familienvater Hallervorden näher, dessen Werte und Überzeugungen nicht immer mit denen ihrer eigenen Generation kompatibel sind.
Dazu kommen enge langjährige und prominente Weggefährten, Vertraute, Beobachter und seine Ehefrau Christiane, die Dieter Hallervorden so gut kennt wie kaum jemand sonst. Menschen, die mit ihm gearbeitet, gestritten, gelacht und gelitten haben. Sie zeichnen das Bild eines Mannes, der seit über sieben Jahrzehnten kämpft - gegen alle, die ihm nichts zutrauten, ihn für talentfrei hielten, ihn ablehnten. Gegen die, die ihn bis heute missverstehen, verurteilen oder auf seine Didi-Rolle reduzieren.
Der Film zeigt Hallervorden an den großen Wendepunkten seines bewegten Lebens: von der Kindheit in Dessau über die dramatische Flucht aus der DDR, samt dem nie ausgeführten Plan, den SED-Regimeführer Walter Ulbricht zu ermorden. Und über den Aufstieg mit "Nonstop Nonsens", die Kinojahre mit Didi als Slapstick-Actionheld der 1980er-Jahre, die Skandale, die Rückzüge, die Comebacks bis zum späten Triumph als Charakterdarsteller in "Sein letztes Rennen" und "Honig im Kopf" und darüber hinaus. Denn der Mann, der nie zur Ruhe kam, führt bis heute drei Theater, produziert, spielt mehrere Rollen gleichzeitig und sorgt regelmäßig für Diskussionen, ob mit provokanten Bühnenstücken, politischen Songs oder aktuellen Eklats.
Wer verstehen will, warum jemand, der einst ein Attentat auf das DDR-Regime plante, auch mit 90 noch politisch aneckt und seine Meinung lautstark ohne Rücksicht auf Verluste kundtut, bekommt hier Antworten: Warum er bis heute gegen jede Vernunft das altbewährte immer wieder umschmeißt - und sich neu erfindet. Warum er den Applaus braucht - und doch vor ihm flüchtet. Warum er bis heute lieber aneckt als leise zu werden.
Der Film gräbt tief in den Archiven: 70 Jahre deutsche Showgeschichte werden lebendig. Private Aufnahmen und TV-Schätze, die seit Jahrzehnten niemand mehr gesehen hat. Sketche, Songs, Filme, Interviews, die ganze Generationen geprägt haben. Aber kein kein nostalgischer Rückblick, sondern ein Film über Kämpfe. Damals wie heute. Über einen Mann, der bis heute nicht aufhört, sich zu reiben - an der Welt, an der Gesellschaft, an sich selbst. Ein Film, der erklärt, warum Dieter Hallervorden zu dem wurde, was er ist - und warum er bis heute so geliebt und doch gemieden wird.
Helga Feddersen (1930 - 1990) ist als Ulknudel der Nation im kollektiven Gedächtnis der deutschen TV-Nation der 1970er- und 1980er-Jahre verankert. Doch Helga Feddersen war viel mehr als das. Sie drehte mit Rainer Werner Fassbinder, schrieb Fernsehspiele und war eine grandiose Schauspielerin.
Der Film zeigt in teilweise selten gezeigtem Archivmaterial die unbekannte Seite der Schauspielerin und Autorin Helga Feddersen, die sich nach einer Krebsoperation neu erfunden und mit ihrem Schicksal arrangiert hatte, ohne dabei ihren Humor und ihre Lebenslust zu verlieren.
Ihre Karriere als Schauspielerin begann in den 1950er-Jahren, endete aufgrund ihrer Krankheit zunächst aber schnell wieder. Langsam arbeitete sie sich erst als Souffleuse, später als Autorin und schließlich als Fernsehstar wieder nach oben. Das Publikum liebte sie für ihre nahbare und authentische Art. Privat lebte Helga Feddersen zurückgezogen mit ihrem 23 Jahre älteren Mann. Als er starb, widmete sie sich mit ihrem neuen Lebensgefährten ihrem eigenen Theater in Hamburg, das sie aufgrund des wiederkehrenden Krebsleidens schließen musste. Schon von der Krankheit gezeichnet, scheute sie sich nicht vor öffentlichen Auftritten, bis sie 1990 dem Krebs erlag.
Ihre extrovertierten Auftritte standen im Gegensatz zu ihrem scheuen, warmherzigen und demütigen Charakter. Helga Feddersen wollte für ihr Publikum da sein, um es zu unterhalten. Der Ulk war dabei so etwas wie ihr Schicksal.
Zahlreiche Archivstücke und ausgewählte Interviews mit Freunden, Kolleginnen und Kollegen und Bewunderern wie Dieter Hallervorden, Karl Dall, Frank Zander und anderen zeichnen die Ausnahme-Karriere der unkonventionellen Künstlerin nach. Neben den gerne wiedergesehenen Highlights ihres komödiantischen Schaffens fokussiert sich der Film auf ihre weniger bekannte Arbeit im Fernsehen und auf der Bühne, die einen neuen Blick auf die Ikone deutscher Fernsehunterhaltung ermöglicht.
Kurz vor ihrem Tod 1990 besuchte sie der Dokumentarfilmer Richard Leacock, mit dem sie befreundet war. Seine Aufnahmen zeigen eine dankbare Frau, die ihr Schicksal mutig akzeptiert. Der Film ist dem wahren Wesen einer Künstlerin auf der Spur, die das Leben liebte und ihr Sterben öffentlich machte.
Zu Wort kommen:
- Dieter Hallervorden: "Neben ihr verblasste alles, was vielleicht an Frauen sonst noch da war. Sie hat eine Vorreiterrolle gehabt!"
- Karl Dall: "Helga hatte den Mut, sich über sich selber lustig zu machen!"
- Frank Zander: "Sie hatte unheimlichen Dampf und war für mich die beste Partnerin, die ich mir vorstellen konnte!"
Außerdem erzählen Christine Zierl, Jürgen Worlitz, Wolfgang Ebeling, Ole von Beust, Sven Regener und Rudolf Körösi über ihre Begegnungen mit Helga Feddersen.
Sie sind Bestatter und Schauspieler - das agile Ehepaar Uta und Dirk Zotner betreibt in Anklam ein Beerdigungsinstitut und "Unser kleines Lachtheater". Der Film begleitet die nebenberuflichen Theatermacher bei der Vorbereitung zur Premiere der Komödie "Na sowas!" aber auch bei der routinierten Arbeit an den Verstorbenen, bei der Planung der letzten Abschiednahme und der Trauerfeier. Nur auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination.
Wöchentlich wechselnde Moderatoren präsentieren alles Wissenswerte aus Niedersachsens Städten und Gemeinden zu den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur.
Im hohen Norden ist immer etwas los. Die Moderatoren besuchen interessante Persönlichkeiten, stellen Verbraucher-Vergleichstests vor und liefern Neuigkeiten aus der Region.
In kurzweiligen Beiträgen erfahren die Zuschauer hier alles Wissenswerte über das Bundesland im hohen Norden. Themen aus Politik, Kultur, Sport und Heimatkunde werden behandelt.
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.