Die menschliche Wohlfühltemperatur liegt um die 20 Grad Celsius - egal, ob unser natürlicher Lebensraum, in dem wir leben, kalt ist oder eher warm. Dabei hilft Hightech im Alltag. Wir drehen die Heizung auf, wenn es zu kalt ist, und die Klimaanlage, wenn uns zu warm ist. Wir haben Kühlschränke, um unsere Nahrungsmittel haltbar zu machen. Ohne diesen Kasten würde unsere Ernährung heute anders aussehen. Statt saftigem Steak gäbe es Dörrfleisch. Wir würden eher Espresso statt Latte macchiato trinken, weil die Milch ständig sauer wäre, und Speiseeis wäre Luxus. Und im Auto würden wir ohne Klimaanlage immer noch schwitzen ohne Ende. Einen kühlen Kopf im Pkw zu bewahren - das war bis in die 1980er-Jahre nicht einfach. Die Klimaanlage gehörte noch nicht zur Serienausstattung, nur sieben Prozent der Neuwagen hatten eine. Der Einbau kostete 3000 bis 4000 D-Mark. Das war vielen zu teuer - obwohl die Kältedusche schon damals in Amerika von Experten empfohlen wurde. Heute haben 97 Prozent der zugelassenen Neuwagen in Deutschland eine Klimaanlage. Was viele nicht wissen: Ihr Kühlkreislauf ist pflegebedürftig und sollte alle zwei Jahre gewartet werden. Warm und kalt - ein unerschöpfliches Gebiet für Forscher, denen von Wasser sparen beim Duschen bis zu Wärmespeichern zum Heizen immer wieder Neues einfällt.
Was waren Verbrecher doch früher Dilettanten! Sie überfielen Banken und liefen mit gerade mal so viel heraus, wie sie tragen konnten. Heutzutage geht es beim Crypto-Crime um Milliarden. Die Krypto-Verbrecher unserer Zeit können unglaubliche Summen erbeuten. Und die Ermittler kommen dem kaum hinterher. Eine Wissenschaftlerin, ein YouTuber, der Chef der Cybercrime-Unit des BKA und ein Anwalt erzählen fünf der spektakulärsten Cyber-Kriminalfälle. In Südafrika gründen zwei junge Männer eine Handelsplattform für Kryptowährungen. Sie sammeln in nur zwei Jahren sagenhafte 3,6 Milliarden Euro ein und verschwinden mit dem Geld. In Deutschland bauen drei junge Männer den zweitgrößten illegalen Handelsplatz des Darknets auf: Wallstreet Market. Dann schließen sie die Plattform plötzlich und verschwinden - mit Bitcoins im Wert von Hunderten Millionen. Doch sie werden gefasst. Einer der spektakulärsten Fälle aller Zeiten: die sogenannte Krypto-Queen Dr. Ruja Ignatova. 2017 verschwindet sie spurlos und mit ihr unglaubliche fünf Milliarden Euro. Bis heute ist diese riesige Summe nicht wieder aufgetaucht. Eine Theorie in diesem Fall: Die Krypto-Queen wurde ermordet. In Düsseldorf legen Cyber-Erpresser die Uniklinik lahm - mit tödlichen Folgen. Und in Island stehlen drei Männer in einem Riesen-Coup Computer, die Bitcoin schürfen können. Die Diebe überfallen also keine Bank, sondern sie stehlen gleich die Gelddruckmaschine.
Eine Berlinerin dealt jahrelang mit Luxushandtaschen von Hermès & Co. Die wohlhabenden Käuferinnen vertrauen der charismatischen Frau. Bis herauskommt: Etliche der Modelle sind Fälschungen. Die Masche der attraktiven It-Bag-Dealerin: Sie gehört selbst zur Hautevolee Berlins, geht in Luxusboutiquen ein und aus und umschmeichelt vermögende Taschenliebhaberinnen mit Komplimenten. Deshalb vertrauen ihr die Käuferinnen - ein Fehler. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die getäuschten Käuferinnen berichten von hohen fünfstelligen Beträgen, die sie verloren haben. Denn Handtaschenmodelle wie Hermès Birkin oder Kelly werden selbst auf dem Secondhandmarkt noch hoch gehandelt, kosten auch hier nicht selten über 8000 und bis zu 50.000 Euro - oder gar mehr. Der Grund: Sogar für Betuchte ist es schwierig, eine solche Tasche direkt bei Hermès zu bekommen, denn die Lieferzeiten sind lang, und oft bekommen Kunden nicht einmal ihr Wunschmodell. Echte Fans und Sammler sind deshalb empfänglich für günstige Angebote ohne Wartezeit. Beste Voraussetzungen für das lukrative Geschäft von Fälschern und Betrügern. Das Risiko, auf sogenannte Superfakes hereinzufallen, ist deshalb groß. Doch noch schwerer als der finanzielle Verlust wiegt für die Betroffenen die menschliche Enttäuschung. Denn auch der enge freundschaftliche Kontakt, den die Taschenhändlerin bewusst mit ihnen pflegte, war nicht echt.
Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft
Crypto-Pleite, "WeCrashed" und der Fall Wirecard
D 2023
45'
Eine Handtasche klauen kann jeder, für einen Wirtschaftscoup braucht es mehr: Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Die "White Collar"-Täter, Hochstapler mit dem weißen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche einfach nur genial. Selbst absolute Finanzprofis werden zuweilen geblendet. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Sam Bankman-Fried gilt als "König der Krypto-Welt", sein Unternehmen FTX zählt zu den größten Krypto-Börsen der Welt. Dann bricht alles zusammen, und der Unternehmer muss sich wegen Geldwäsche und Finanzmanipulationen vor Gericht verantworten. Einst war der Unternehmer Adam Neumann 14 Milliarden Dollar schwer. Er hat den Büroraum-Riesen WeWork geschaffen. Doch sein ausschweifender Lebensstil bringt den Manager zu Fall; ein geplanter Börsengang muss abgesagt werden. Jan Marsalek gilt als Mastermind des Wirecard-Skandals. Während sich seine ehemaligen Vorstandskollegen vor Gericht verantworten müssen, ist Marsalek auf der Flucht. Hat er frühzeitig Millionen zur Seite geschafft für ein Leben nach dem Wirecard-Zusammenbruch? Die zweiteilige Dokumentation "Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft" beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre. Drei Experten entlarven die Strategien der Hochstapler.
Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft
Blut, Wind und das große Geld
D 2023
43'
In der Wirtschaft zählen nicht nur Zahlen. Zuweilen entscheidet der schöne Schein über Erfolg oder Pleite. Immer wieder in den Schlagzeilen: glamouröse Hochstapler und ihre Geschichten. Sie wickeln Investoren um den Finger, blenden mit Charme und Eloquenz. Am Anfang steht oft eine scheinbar geniale Geschäftsidee - in vielen verschiedenen Branchen: Co-Working, Kryptowährungen, Finanzdienstleistungen. Am Ende verlieren Investoren und Kunden ihr Geld. Um in modernen Zeiten mit seinem Unternehmen durchzustarten, braucht es Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Auch wenn die Geschichte dünn ist: Häufig gelingt es den Talenten, das Narrativ vom Erfolg über Monate und Jahre durchzuhalten. Die "White Collar"-Täter, Hochstapler mit dem weißen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche gar nicht justiziabel. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Selbst gestandene Finanzprofis, Wirtschaftskapitäne und Staatsunternehmen stecken Millionen in Start-ups, die sich nach Jahren als großer Bluff erweisen. Erst im Nachhinein sind alle schlauer - doch das Geld ist meist weg. Mit einer faszinierenden Geschäftsidee gewinnt die junge Elizabeth Holmes das Vertrauen der Anleger. Anhand eines Bluttropfens will sie Hunderte Krankheiten erkennen - von Krebs bis HIV. Nach Jahren entpuppt sich alles als Schwindel. Hendrik Holt macht als "Windkraft-Wunderkind" Karriere. Er verkauft internationalen Energieunternehmen riesige Windparks. Doch die gibt es nur auf dem Papier. Die Greensill Bank in Bremen lockt mit Traumzinsen. 40 Städte und Gemeinden investieren Steuergelder. Dann stellt sich heraus: Das Mutterhaus Greensill Capital braucht Geld für immer riskanter werdende Lieferkettenfinanzierungen. Das Geschäftsmodell fällt wie ein Kartenhaus zusammen - und die Steuergelder sind weg. Drei Experten und Expertinnen analysieren die Tricks der Hochstapler: Die Finanzmarkt-Kennerin Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York, einen Katzensprung von der Wall Street entfernt. Die Kriminalpsychologin Kerry Daynes aus Großbritannien kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie besucht Täter in ihren Zellen, schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Professor Uwe Kanning lehrt und forscht an der Universität Osnabrück. Sein Spezialgebiet ist die Wirtschaftspsychologie. Die zweiteilige Dokumentation "Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft" beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre.
Thomas Middelhoff, Gilbert Chikli und Florian Homm verstehen es, Charme und Selbstbewusstsein einzusetzen, um das Vertrauen von Investoren, Unternehmen und der Öffentlichkeit zu gewinnen. Sie haben Charisma, Überzeugungskraft und das perfekte Sozialverhalten. Sie präsentieren goldene Zahlen, eine glorreiche Zukunft und eine überzeugende Geschichte. Blender in der Wirtschaft sind häufig sehr schwer zu durchschauen. Wie können wir uns besser wappnen? Eloquent, charismatisch, stets lächelnd - so schafft es Thomas Middelhoff an die Spitze des Medienriesen Bertelsmann und des Handelskonzerns KarstadtQuelle. Dann der tiefe Fall: "Big T." muss wegen Untreue und Steuerhinterziehung für drei Jahre ins Gefängnis, verliert Job und Familie, Ansehen und Besitz. Der Franzose Gilbert Chikli ist ein Meister des Betrugs. Mit Dreistigkeit, Schauspieltalent und einer Silikonmaske gelingt es ihm, in fremde Rollen zu schlüpfen und Millionenbeträge zu ergaunern. Denn er weiß genau, wie er das Vertrauen seiner Opfer gewinnt und ihren Respekt vor Autoritäten nutzt. Florian Homm hat schon viel mitgemacht in seinem Leben: Basketball-Junioren-Nationalspieler, Finanzmanager, Multimillionär, Großaktionär von Borussia Dortmund, Bordellbesitzer, vom FBI gesuchter Verbrecher und neuerdings Chef des "Homm Investment Club". Der Hedgefonds-Manager und Gründer der "Capital Management Holding" mit Sitz auf den Cayman Islands soll seine Kunden um 200 Millionen Dollar geprellt haben. Doch seit Jahren entzieht sich Homm der Justiz - und begeistert nun als Investment-Guru junge Investoren. Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der "smarten Verführer": Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die "red flags", bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei "smarten Verführern" unser Verstand aus? Eitelkeit, Größenwahn, Gier nach Geld - die Fortsetzung der Doku-Reihe "Die smarten Verführer" taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Lars Windhorst setzt auf Wunderkind-Image und Charisma. Ralf Dümmel und Georg Kofler nutzen ihre TV-Prominenz. Viele Anleger lassen sich locken - die Folge: Millionenbeträge sind weg. Blender in der Wirtschaft sind häufig schwer zu durchschauen. Viele von ihnen haben Ausstrahlung, Überzeugungskraft und gute Manieren. Ihre Tricks verbergen sie hinter Zahlenkolonnen und einer überzeugenden Geschichte. Warum erliegen wir so oft dem schönen Schein? Lars Windhorst gilt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. Selbst von Insolvenzen und einem Flugzeugabsturz lässt er sich nicht bremsen. Seit Jahren eilt der Finanzinvestor von einem Deal zum nächsten: Millionen für den Fußballklub Hertha BSC oder die maroden Flensburger Werften FSG und Nobiskrug, die angeschlagene italienische Dessous-Firma "La Perla" oder das Ihme-Zentrum in Hannover - Windhorst mischt überall mit. Er ist das Stehaufmännchen der Branche, ein Millionenjongleur mit zweifelhaftem Ruf. Seine Geschäftspartner, Anleger und Angestellten verlieren häufig viel Geld oder ihre Jobs. Dennoch macht Windhorst weiter. Wie funktioniert das "System Windhorst"? Gute drei Jahre ist es her, dass die beiden TV-Stars Ralf Dümmel und Georg Kofler gemeinsam die Glocke der Frankfurter Börse läuten. Die beiden Unternehmer strahlen in die Kameras, fallen sich in die Arme und schwärmen von der großen Erfolgsgeschichte ihrer "Social Chain AG". Tausende Anleger lassen sich von den Versprechen und dem scheinbar jungen Geschäftsmodell locken. Sie sehen die beiden Manager in der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" und denken: Wer gut einschätzen kann, ob ein Start-up Erfolg hat, der ist selbst ein brillanter Unternehmer. Doch die "Social Chain AG" scheitert, und die Aktien - im November 2021 noch mit 54 Euro bewertet - sind nur noch wenige Cent wert. Viele Privatanleger fühlen sich aufs Kreuz gelegt. Was ist schiefgelaufen? Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der "smarten Verführer": Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die "red flags", bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei "smarten Verführern" unser Verstand aus? Eitelkeit, Größenwahn, Gier nach Geld - die Fortsetzung der Doku-Reihe "Die smarten Verführer" taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Die Globalisierung wandelt sich - durch Krisen, Kampf um Rohstoffe, Klimawandel und Digitalisierung. Wie sieht es aus, das New Global Game? Eine Spurensuche in sieben Regionen der Welt. An kaum einem anderen Alltagsgegenstand ist die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit so gut zu beobachten wie am Smartphone. Entworfen wird es in den USA, die Rohstoffe kommen aus aller Welt, zusammengebaut wird es in Asien. Niemand kommt ohne den anderen aus. Als Anfang 2007 Apple-Boss Steve Jobs in Kalifornien das iPhone präsentiert, ahnt kaum jemand, wie sehr Smartphones die Welt verändern werden. Heute trägt bald jeder Mensch sein digitales Leben und seinen Weltzugang in der Hosentasche. Smartphones scheinen die Welt zusammenrücken zu lassen, alle können fast alles überall mit ein paar Klicks erfahren. Länder und Firmen kooperieren erfolgreich, um Smartphones überhaupt produzieren zu können, von den Rohstoffen bis zum Hightechchip. Die Lieferkette für die Smartphone-Produktion ist so global wie die Kommunikation, die auf ihnen läuft. Alles greift ineinander, wie einst in der Utopie vom friedlichen globalen Dorf am Anfang des Internetzeitaltes erträumt: "Die Grenzen zwischen den Ländern würden verschwinden, die Kluft zwischen Arm und Reich würde sich verringern - aber all das passierte nicht", sagt Mark Liu, als CEO des global wichtigsten Hardware-Herstellers TSMC in Taiwan viele Jahre einer der einflussreichsten Manager der Welt. Stattdessen steigen die geopolitischen Spannungen zwischen den Supermächten USA und China und beeinflussen zunehmend auch den Welthandel. Das Denken in Blöcken und Einflusssphären kehrt zurück. Mit Corona, dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt um Taiwan wird die globale Produktion nicht allein zur Suche nach den besten und günstigsten Produktionsbedingungen, sie wird auch zur Frage des besten Risikomanagements und des erbitterten Wettbewerbs um die globale Führungsrolle. Sind die Globalisierung und die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt also grundlegend in der Krise? Im Konflikt der Supermächte USA und China gerät Europa stark unter Druck, fällt inzwischen sogar in Schlüsselsektoren wie der Automobilproduktion zurück. Andere Regionen holen auf, erschließen sich durch die Produktion und Nutzung neuer Technologien neue Zugänge zum Weltmarkt und Teilhabe an der Globalisierung als Wohlstandsmaschine. Im New Global Game geht es nun vermehrt um Software, Hardware, Rohstoffe, Zugänge zu Hightech, aber auch um eine Erneuerung von Gesellschaften und Demokratien im digitalen Zeitalter - und um junge Generationen als wichtigste Ressource. "Fünf Milliarden Menschen auf der Welt sind Millenials, Generation Z und Generation Alpha", sagt Parag Khanna, Globalisierungsforscher in Singapur, "und sie sehen Smartphones, Nachhaltigkeit und freie Mobilität als Menschenrecht. Erfolgreiche Gesellschaften der Zukunft werden jene sein, die diesen Generationen Perspektiven bieten." Filmautor Kersten Schüßler reist auf der Spur der Smartphone-Produktion durch sieben Weltregionen, trifft auf neue Chancen, neue Konflikte und vor allem: neue Perspektiven auf die Globalisierung. Während im alten Europa die Entwicklung immer komplizierter scheint, werden in anderen Erdteilen völlig andere Möglichkeiten gesehen. So verteilen sich im New Global Game die Rollen von Gewinnern und Verlierern neu. Wer nicht mitspielt, verliert auf jeden Fall.
El Dorado - die Stadt aus Gold. Seit Jahrhunderten lockt sie Eroberer und Entdecker nach Mittel- und Südamerika - ohne Erfolg. Forschende versuchen bis heute, den Mythos zu entschlüsseln. Der französische Entdecker Thierry Jamin ist fest davon überzeugt, die legendäre Stadt im Dschungel von Peru entdeckt zu haben. Doch ein mysteriöses Artefakt aus Kolumbien führt den Archäologen Juan Pablo Quintero auf eine ganz andere Spur. Der Mythos von El Dorado beginnt mit der brutalen Eroberung Südamerikas durch die spanischen Konquistadoren. Seit dem 17. Jahrhundert jagen sie dem Traum einer Stadt aus purem Gold nach - um jeden Preis. Liegen soll die Goldstadt irgendwo in den undurchdringlichen Regenwäldern Südamerikas. Um die Ursprünge der Legende von El Dorado zu enträtseln, suchen Historikerinnen und Historiker bis heute nach Spuren in den kaum erforschten Gebieten der Region. Der französische Entdecker Thierry Jamin vermutet die Stadt etwa im heutigen Peru. Seit 1998 sucht er im peruanischen Dschungel nach dem letzten Zufluchtsort einer der wohl reichsten Zivilisationen Amerikas, den Inka. Ihre Schätze brachten sie angeblich an ihrem heiligsten Ort in Sicherheit: Paititi. Ist es der Ursprung der Legende von El Dorado? Und steckt hinter dem Mythos wirklich eine Stadt aus purem Gold? Überall in Südamerika entdecken Archäologinnen und Archäologen Goldartefakte. Könnten diese Funde zum sagenumwobenen Goldreich führen - oder erzählen sie eine ganz andere Geschichte? Einige der wertvollsten Artefakte befinden sich im Goldmuseum der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Von dort folgt der Archäologe Juan Pablo Quintero einer Spur ins kolumbianische Hochland, zum Stamm der Muisca. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Es ist die bekannteste Monstergeschichte der Welt: Frankenstein. In ihr erschafft ein Medizinstudent einen künstlichen Menschen und überschreitet damit die Grenze zwischen Leben und Tod. Mary Shelleys Roman ist weit mehr als eine Gruselgeschichte. Es ist die Suche Victor Frankensteins nach dem Prinzip des Lebens. Und eine Frage, die im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, Robotertechnologie und Organtransplantationen aktueller denn je scheint. David Peter-Gumbel ist überzeugter Kryoniker. Er möchte sich nach seinem Tod einfrieren lassen. Was in Deutschland verboten ist, ist in den USA bereits Realität. Eingefrorene Körper warten dort in Stickstofftanks auf ihre Wiederauferstehung. Doch ist die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod realistisch - oder reine Fantasie? In Japan werden Menschen nicht künstlich am Leben erhalten, sondern von Grund auf neu konstruiert. Der Wissenschaftler Hiroshi Ishiguro entwirft Androiden, menschenähnliche Roboter. Sein neuestes Modell: ERICA. Sie sieht nicht nur aus wie eine junge Frau, sondern kann mithilfe künstlicher Intelligenz sogar mit ihren Erbauern kommunizieren. Aber darf der Mensch alles, was er kann? Welche Grenzen hat die Wissenschaft - und welche Grenzen sollte sie haben? Frankensteins Schöpfung geriet letztendlich außer Kontrolle und wirft somit die Frage nach Moral und Ethik in der Wissenschaft auf. Ein Blick in die Geschichte jedenfalls zeigt, medizinischer Fortschritt hat fast so viel Schlechtes wie Gutes gebracht. Influencerin Beyza Mokka etwa führt heute ein fast normales Leben. Das ist nicht selbstverständlich. Infolge einer schweren Erkrankung verlor sie beide Arme und Beine, heute trägt sie futuristische Prothesen und nennt sich selbst "Robo-Girl". Können also fluide Grenzen zwischen Wissenschaft und Natur eine Bereicherung für den Menschen sein? Oder ist Mary Shelleys Frankenstein eine ernst zu nehmende Warnung, in der die Technologie das menschliche Leben immer weiter verdrängt? Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Drachen - faszinierende, gefährliche und geheimnisvolle Kreaturen, deren Legenden von Amerika über Europa bis nach Asien reichen. Doch was steckt hinter dem Mythos vom schuppigen Ungeheuer? Seit der Antike werden Drachen von Gelehrten skizziert, bis in die Neuzeit reicht der Glaube an ihre Existenz. Egal, ob mit Flügeln oder Feuer speiend, als Schöpfer oder Zerstörer - der Drache zählt zu den ältesten Mythen der Menschheit. Viele Menschen in Ostasien glauben bis heute an Drachen. Auch der Priester Tatsuya Kanda ist davon überzeugt, dass in einer Höhle in der Nähe des Muro-Ryuketsu-Schreins in Japan solch ein Wesen lebt. Um die Gemeinde vor Naturkatastrophen zu schützen, ehrt er die Wettergottheit mit täglichen Gebeten. Ganz anders der Drache in der westlichen Welt: Seit Jahrhunderten fürchten sich Menschen hier vor den Feuer speienden Monstern, die angeblich ganze Städte niederbrennen können. Doch existiert ein solches Wesen in der Realität? Laut Naturwissenschaftler Martin Moder sind alle notwendigen Komponenten in der Natur vorhanden. Als "Draco" werden drachenähnliche Wesen bereits in antiken Enzyklopädien als Teil der irdischen Flora und Fauna aufgeführt. Auch in der Prager Wunderkammer, einem frühneuzeitlichen Kuriositätenkabinett, ist heute eine rund 400 Jahre alte Drachenmumie zu finden. Worum handelt es sich bei dem Tierpräparat wirklich? Reena Poeschel, Mitglied des Kryptozoologie-Netzwerks, untersucht alte Sagen, Legenden und angebliche Sichtungen von Drachen. Ihrer Meinung nach steckt in jeder Drachengeschichte ein bisschen Wahrheit. Auch in den Alpen, wo es seit über 150 Jahren immer wieder Berichte über den sogenannten Tatzelwurm gibt. Gemeinsam mit dem Reptilienexperten Ivan Plasinger sucht sie dort nach einer geheimnisvollen Echse. Die "Legende vom Lindwurm" ist in Klagenfurt am Wörthersee ein bedeutender Teil der örtlichen Geschichte. Laut der Geologin Dr. Claudia Dojen ist ein vermeintlicher Schädelknochen des sagenumwobenen Drachen ein perfekter Hinweis auf den Ursprung der Erzählungen. Ihre Theorie: Fossilien sind der eigentliche Auslöser für den Glauben an die monströsen Riesenechsen. Könnte es sich am Ende also um eine einfache Verwechslung handeln? Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Eine blutdürstige Gestalt, kreidebleich, mit langen Zähnen - der Vampir. Ob Ausgeburt des Teufels oder unsterbliches Idol: Sein Mythos reicht weit in unsere Geschichte zurück. Seit Jahrhunderten kursieren Berichte über Untote, die nachts aus ihren Gräbern aufsteigen und die Lebenden heimsuchen. Die Angst vor ihnen ist uralt, der Glaube an sie auch heute noch gegenwärtig. Was steckt wirklich hinter dem Mythos Vampir? Bram Stokers "Dracula" wird zum Synonym für die Gestalt des Vampirs schlechthin - bis heute prägt er das populäre Bild, das seither etliche Filme und Romane dominiert. Doch warum wird gerade der Vampir zu einer der beliebtesten Horrorgestalten? Der Gruselromanautor Jacques Sirgent sucht die Antwort auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Dieser bietet Raum für zahlreiche Legenden, die seinen Glauben an Vampire und Untote bestärken. Wie weit die Angst vor den Untoten ging, weiß Archäologe Daniel Nösler. Er untersucht Gräber mit auffällig bestatteten Skeletten und findet weltweit Hinweise darauf, dass Tote daran gehindert werden sollten, aus ihren Gräbern zu steigen. Bei diesen Toten handelt es sich oft um Verbrecher. Warum sind besonders Hingerichtete betroffen? Ein wichtiges Motiv eines jeden Vampirs ist sein unstillbarer Durst nach Blut, um ewig zu leben und jung zu bleiben. Schon im Mittelalter tauchen Gerüchte auf, nach denen Blut eine verjüngende Wirkung haben soll. Eine Idee, die auch die heutige Forschung beschäftigt. Wissenschaftler an der Stanford University scheinen diese Annahme zu bestätigen. Geht damit der Traum nach ewiger Jugend in Erfüllung? In Südosteuropa fürchtet man Vampire als Dämonen. 2004 gräbt ein Rumäne den Leichnam seines Bruders aus, um dessen Herz herauszuschneiden, zu verbrennen und die Asche zu trinken - ein uralter Brauch zum Schutz vor Vampiren. Die Angst vor ihnen verbreitet sich im 18. Jahrhundert in ganz Westeuropa. Die Vampirkrankheit befällt die Menschen. Gerichtsmedizinerin Silke Grabherr hat eine Theorie, was es damit auf sich hat. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten betrachtet der Film den Mythos der Vampire und erforscht den noch heute lebendigen Glauben an sie. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Vor über 200 Jahren gründet Adam Weishaupt den Geheimbund der Illuminaten. Seitdem gelten sie als mysteriöse Weltverschwörer. Wer waren die Illuminaten wirklich? Und gibt es sie noch heute? 1776 versammeln sich die ersten Mitglieder des Geheimordens im bayerischen Ingolstadt. Der bislang noch unbekannte Männerbund hat große Ziele. Ihr Gedankengut ist revolutionär und zugleich strengstens verboten. Ein Mythos, der die Forschung bis heute fasziniert. Sie nennen sich die "Erleuchteten" und wollen einen Staat ohne Feudalismus: Die Illuminaten gelten als erster Geheimbund der Neuzeit. Ihre politischen Interessen und Ziele entsprechen der Aufklärung: Die Vormachtstellung der Kirche und des Adels ist ihnen ein Dorn im Auge. Doch gerade mal zehn Jahre nach ihrer Gründung werden die Illuminaten bereits in Bayern verboten, und sie müssen fliehen. Konnte der Orden im Verborgenen weiter bestehen bleiben? Seine geheimen Symbole begegnen uns noch heute immer wieder: vermeintlich in Tätowierungen und Handzeichen von Popstars wie Jay-Z oder Lady Gaga. Aber auch die Ein-Dollar-Note oder die Stadtarchitektur von Karlsruhe scheinen die Handschrift des Geheimordens zu tragen. Wie kann das sein? Auf YouTube lassen sich allerlei skurrile Theorien dazu finden. Wie einfach es sein kann, diesen Glauben zu schenken, weiß Gerald B. Er war selbst einst Mitglied der Verschwörungsszene. Aber warum neigt der Mensch zu solchem Aberglauben? Ein Experiment zeigt, wie schnell er das Schicksal im Zufall sieht und anfängt, Muster zu erkennen. Lässt sich die angebliche Existenz der Illuminaten sogar wissenschaftlich widerlegen? Eine lang verschwunden geglaubte Dokumentensammlung, die sogenannte Schwedenkiste, befindet sich heute im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Liefert sie den Beweis für ein Ende der Illuminaten im späten 18. Jahrhundert? Mithilfe von Experten und Experimenten geht der Film dem Mythos der Illuminaten auf den Grund. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Megalith-Bauwerke faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden und stellen eines der rätselhaftesten Relikte der Vorzeit dar. Doch was verbirgt sich hinter den steinzeitlichen Anlagen? Von Grabanlagen über Sonnenkalender bis hin zu religiösen Stätten - die Bedeutung der Steinmonumente variiert je nach Zeit und Ort. Dabei verraten sie der Wissenschaft viel über die verschollenen Kulturen, die sie einst erschufen. Ein Team von Archäologen unter der Führung von Nick Card hat eine fast 5000 Jahre alte Siedlung auf den schottischen Orkney-Inseln ausgegraben. Besonders beeindruckend an dem Dorf "Skara Brae" sind moderne Einrichtungsgegenstände wie Betten, Regale und Kommoden. Könnten unsere Vorfahren zivilisierter gewesen sein als bisher angenommen? Die wohl bekannteste Megalithanlage der Welt, Stonehenge, könnte diese These untermauern. Es stellt sich jedoch immer noch die Frage, wie die tonnenschweren Deckenplatten auf die bis zu acht Meter hohen Steinblöcke gehoben wurden. Susan Greaney hat sich intensiv mit dem Bau beschäftigt und ist sich sicher: Die gesamte Anlage ist ein eindrucksvolles Beispiel für handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Die Präzision der Megalithen ist beeindruckend, auch für den Astroarchäologen Hugh Newman. In der Nähe von Stonehenge vermisst er einen Steinkreis und vermutet, dass die Anlage dort auf Basis eines steinzeitlichen Standardmaßes errichtet wurde. In Pömmelte in Sachsen-Anhalt könnte die Entdeckung einiger Skelette Hinweise auf eine ganz andere Funktion der steinzeitlichen Bauwerke liefern. Jörg Orschiedt und Franziska Knoll untersuchen Überreste von Frauen und Kindern, die womöglich ermordet wurden. Könnten die Verletzungen der Toten auf einen Opferkult hinweisen? Jedenfalls scheinen Tempelanlagen auf Malta und Gozo die Vermutung zu bestätigen, dass in der Jungsteinzeit bereits ein religiöses Verständnis vorhanden war. Bis heute wurden dort zahlreiche Figuren einer Art Muttergöttin gefunden, die dort verehrt worden sein könnten. Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Sie sollen zaubern und auf Besen fliegen können. Einige von ihnen würden sogar mit dem Teufel im Bunde stehen, so der Aberglaube. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter dem Glauben an Hexen? Uralte Geschichten und archäologische Funde erzählen von geheimnisvollen Frauen und ihren magischen Praktiken. Tatsächlich prägt die Angst vor den Hexen die Geschichte. Doch was hat es mit ihrer mysteriösen Macht auf sich? Eine der bekanntesten Hexen ist wohl die Grimm'sche Märchenhexe. Die Erzählforscherin Dr. Kathrin Pöge-Alder sucht in der GRIMMWELT Kassel nach dem Ursprung der Märchenfigur, die durch Geschichten wie "Hänsel und Gretel" weltberühmt geworden ist. In Illustrationen entdeckt die Wissenschaftlerin Hinweise auf den Ursprung der Hexenfigur in der Mythologie antiker Zivilisationen. In diesem Bereich setzt auch der Magieforscher und Theologe Prof. Marco Frenschkowski an. In griechischen und römischen Sagen begegnen die Helden immer wieder magischen Frauen - mal sind sie verführerisch schön, mal abscheuliche Monster. Ist das der Ursprung des Hexenmythos? Ende der 90er-Jahre machen Archäologen in Rom einen erstaunlichen Fund: Fluchtafeln und Puppen, die in der Antike womöglich für Schadenszauber genutzt werden. Magie ist damals Teil des Alltags, doch mit der Christianisierung gerät die Zauberei mehr und mehr in Verruf. Im Mittelalter festigt sich dann der Glaube, Hexen seien mit dem Teufel im Bunde. Die Angst vor ihnen führt im Europa der frühen Neuzeit schließlich zur Hexenverfolgung. In Überlingen in Baden-Württemberg findet Prof. Johannes Dillinger Akten aus dem 17. Jahrhundert, die den Hexenwahn bezeugen. Keine 40 Kilometer entfernt entdecken die Archäologen um Dr. Jürgen Hald einen Hinrichtungsplatz und Brandgruben. Wurden hier vermeintliche Hexen hingerichtet? Einer der Gründe für den Hexenglauben: mysteriöse Todes- und Krankheitsfälle im Wirkungskreis angeblicher Zauberinnen. In einem Experiment will Dr. Christoph Benke herausfinden, inwiefern diese Ereignisse mit psychologischen Mechanismen zusammenhängen könnten. Liefern am Ende doch wissenschaftlich nachvollziehbare Vorgänge die Erklärung für den uralten Glauben an Hexen und Zauberei? Seit Jahrtausenden ziehen uns die großen Mythen der Menschheit in ihren Bann. Unerklärliche Phänomene, sagenumwobene Orte und übermenschliche Helden geben Rätsel auf und befeuern die Fantasie. Doch was, wenn die Legenden mehr sind als reine Fiktion?
Werwölfe, Horrorwesen aus Wolf und Mensch. Gibt es sie tatsächlich? Wissenschaftler entdecken, woher der Glaube an den Mythos kommt, erforschen neue Begegnungen und eine uralte Mordserie. Gerichtsakten und Zeichnungen aus dem 18. Jahrhundert beschreiben einen Fall, der noch immer unglaublich klingt. Drei Jahre lang zieht ein unbekanntes Wesen mordend durchs ländliche Frankreich. Die Bestie tötet wie ein Tier, verhält sich aber wie ein Mensch. Ein Werwolf? Die Menschen damals glaubten an ein übernatürliches Wesen, ihre Beobachtungen verstören noch heute: Die Bestie sucht ihre Opfer gezielt aus. Manche der Toten sind nackt. Einigen fehlt der Kopf. Der Film zeigt die historischen Hintergründe und begleitet einen Historiker in Frankreich bei der Suche nach Antworten. Ein Biotechniker prüft in einem Experiment, ob die Wucht der Attacken Rückschlüsse auf den Angreifer zulässt. Auch in Deutschland, im ostwestfälischen Lemgo, untersucht ein Historiker den Fall eines verurteilten Werwolfs und zeigt, wie allgegenwärtig die Zwitterwesen für die Menschen der frühen Neuzeit waren. In der Nähe von Köln geht er den Spuren des mutmaßlichen Serienmörders Peter Stubbe nach, der einst als Werwolf hingerichtet worden sein soll. Welches Verbrechen hat der Mann wirklich begangen? Von der Zeit der Hexenverbrennung schlägt der Film einen Bogen in die Moderne und zeichnet nach, wie Werwölfe zu Horrorfiguren der Popkultur wurden. Interviews mit aktuellen Augenzeugen und Werwolf-Experten zeigen, dass es heute noch Menschen gibt, die sich sicher sind: Es gibt Werwölfe.
Fehlurteile und ihre Opfer - Wo die Justiz versagt
D 2021
45'
Fehlurteile können Leben zerstören. Und doch passieren sie immer wieder. Eine Dokumentation über sieben Menschen, die zu Unrecht hinter Gittern saßen. Ob falsche Aussagen, fehlerhafte Gutachten oder einseitige Ermittlungen: Gründe für Fehlurteile sind vielseitig. Selbst nach dem Freispruch sorgen hohe bürokratische Hürden und niedrige Abfindungen dafür, dass Justizopfer nur schwer wieder zurück ins Leben finden. Die Dokumentation von Nera Smiljanic und Christoph Brügmann beschäftigt sich mit sieben deutschen Justizskandalen und wie diese zustande gekommen sind. Sie zeigt den beschwerlichen Kampf um Recht und Freiheit und verdeutlicht potenzielle Probleme im deutschen Rechtssystem, die von Expertinnen und Experten fachlich eingeordnet und analysiert werden.
Ein Mord ohne Hinweis auf den Täter. Ermittler ohne eine heiße Spur. Angehörige, die vielleicht nie erfahren, was passiert ist. Sven Voss geht mit Ermittlern solchen Cold Cases nach. Jeder unaufgeklärte Fall bedeutet: Der Mörder lebt vermutlich noch mitten unter uns. Doch Mord verjährt nicht - und so können die Täter auch nach Jahrzehnten noch überführt werden. Es sind Morde - brutale Taten, die über viele Jahre hinweg nicht aufgeklärt werden konnten. Sven Voss geht mit forensischen Experten der Frage nach: Wie können Täter mit dieser Schuld leben - wie schaffen es Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben, ein normales Leben zu führen? Kann eine Soko "Altfälle" einen Mord auch nach Jahrzehnten aufklären? Welche Rolle spielt Kommissar Zufall? Im Fall der ermordeten Stephanie aus Weimar ist es eine falsche DNA-Spur, die zur Gründung einer neuen Sonderkommission führt. Unaufgeklärte Morde an Kindern sollen nochmals untersucht und aufgeklärt werden. Die Ermittler finden Parallelen in den Taten und können einen Verdächtigen nach mehr als 20 Jahren verhaften. Dass Täter nach so langer Zeit überführt werden können, ist auch den Fortschritten in der Kriminaltechnik zu verdanken. Als die Polizei nach Jahren den Täter im Mordfall Stephanie verhaftet, versucht dieser, die Tötung der Zehnjährigen als Unfall darzustellen - damit wäre er straffrei ausgegangen. Doch die Kommissare können ihm die Tat als Mord nachweisen - und Mord verjährt nicht. In Deutschland sind circa 3000 Kapitalverbrechen nicht aufgeklärt. Auch der Vater von Melanie aus Wiesbaden hofft, dass der Mörder seiner Tochter gefunden wird. 1999 kehrt die damals 13-Jährige von einem abendlichen Einkauf nicht zurück. Eine groß angelegte Suchaktion verläuft ergebnislos - fast zehn Jahre später finden Waldarbeiter ihre Leiche. Die Cold-Case-Unit Hessen rollt ihren Fall neu auf - aber auch Zeugenaufrufe in der Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" bringen keine verwertbaren neuen Spuren. Melanies Mörder lebt immer noch unbehelligt unter uns. Ist es ein Nachbar, ein Freund oder ein Fremder? Die Dokumentation befasst sich auch mit den seelischen Folgen für die Angehörigen. Sie müssen nicht nur den Verlust eines geliebten Menschen verkraften, sondern auch mit der quälenden Ungewissheit leben. Und für die Ermittler bedeutet ein Cold Case, dass ein Mörder ungestraft davonzukommen scheint. In der True-Crime-Dokumentation "Mörderische Wahrheit - Wenn Täter unerkannt bleiben" beleuchtet Sven Voss die Aufklärung von wahren Verbrechen. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh vertieft die kriminalpsychologischen Aspekte und die Auswirkungen auf die Angehörigen. Aber es sind vor allem die Ermittler, die Anwälte und Angehörigen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind.
Dezember 2020. 50 Jahre nach den Verbrechen des Zodiac-Killers knackt ein IT-Experte eine der chiffrierten Botschaften des Mörders. Ist einer der größten Cold Cases der USA nun gelöst? Diese Nachricht sorgt weltweit für Aufsehen - auch jenseits des Atlantiks, wo sich Fayçal Ziraoui, Absolvent einer Eliteuni, während der COVID-Pandemie im Lockdown langweilt. Als er erfährt, dass noch zwei weitere Codes zu knacken sind, ist sein Ehrgeiz geweckt. Der mathematikbegeisterte Franzose taucht ein in die Geschichte und die Abgründe eines der bekanntesten Kriminalfälle der USA. Dazu schließt er sich der riesigen Online-Community der "Sleuths" an, in der sich unzählige Amateurermittler einen regelrechten Wettlauf um die Aufklärung der Identität des Zodiac-Killers liefern. Jener Mann, der Ende der 1960er-Jahre die Bevölkerung San Franciscos in Angst und Schrecken versetzte, bis er eines Tages spurlos verschwand. Er soll für fünf Tote, zwei Schwerverletzte und unter anderem Bombendrohungen gegen Schulkinder verantwortlich sein. Dazu führte er ein makabres Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und der Presse, die er mit zahlreichen Briefen und chiffrierten Texten bombardierte. Als Fayçal Ziraoui erfährt, dass auch das FBI noch immer in dem Fall ermittelt, versucht er auf eigene Faust, die letzten Codes zu entschlüsseln - einer davon soll den Namen des Verbrechers enthalten. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
Die Entschlüsselung der Codes des Zodiac-Killers ist für Fayçal Ziraoui anfangs nur ein spannendes Puzzle. Doch der ungelöste Fall des Serienkillers zieht ihn immer mehr in den Bann. Er setzt alles daran, eine lange, noch nicht entschlüsselte Botschaft zu entziffern. Und er kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachricht des Serienmörders Koordinaten beinhaltet. Ein schrecklicher Verdacht kommt auf: Führt der Text zu einer bislang unentdeckten Bombe? Ein Blick zurück: 1970 droht der Zodiac-Killer mit einem Bombenanschlag auf einen Schulbus. Dazu kommt es zwar nicht, aber laut Fayçal Ziraoui verweisen die Koordinaten auf eine Stelle in der Nähe einer Schule am Lake Tahoe. An jenem See ist 1970 die Krankenschwester Donna Lass spurlos verschwunden. Dazu wird der Name des Sees auf einer Postkarte des Zodiac-Killers erwähnt. Nach der Entzifferung des ersten Geheimtextes macht sich Fayçal Ziraoui an die Lösung des letzten Codes. Der sogenannte Code "Z 13" besteht aus nur 13 Symbolen und könnte die Identität des Mörders aufdecken - der Heilige Gral der Zodiac-Suche. Und tatsächlich stößt Fayçal Ziraoui auf einen Namen. Er ist von seinem Ergebnis überzeugt, doch als er es im Internet mit der Community der Zodiac-Jäger teilt, schlagen ihm Skepsis und Ablehnung entgegen. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
Fayçal Ziraoui ist überzeugt, den Zodiac-Killer enttarnt zu haben. Der Serienmörder versetzte San Francisco zwischen Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er in Angst und Schrecken. Der Absolvent der Pariser Eliteuni glaubt, zwei entscheidende Codes sowie eine Postkarte des Killers geknackt zu haben. Um Beweise vor Ort zu finden, begibt er sich auf Spurensuche in die kalifornische Sierra Nevada zu einem Ort, der sich "Loch zur Hölle" nennt. Fayçal Ziraoui will den Hinterbliebenen der Opfer des Zodiac-Killers unbedingt Antworten zu ihren immer noch offenen Fragen geben. Dafür schreckt er selbst vor der gefährlichen Wildnis nicht zurück. Rund um die Berge "Round Top" und "Little Round Top" schlägt er sich durch die wilde Landschaft und muss sich mit wilden Tieren wie Schwarzbären und Klapperschlangen auseinandersetzen. Auf Satellitenbildern meint er, auf der Spitze eines der Berge das unvergleichliche Zeichen des Zodiac-Killers gesehen zu haben. Wird es ihm gelingen, ein vor 50 Jahren verschwundenes Mädchen dort zu finden? Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
In der kalifornischen Sierra Nevada findet Fayçal Ziraoui eine Steinformation, die wie ein Fadenkreuz aussieht - das Zeichen des Zodiac-Killers. Er vermutet dort das Grab von Donna Lass. Die junge Frau war 1970 verschwunden und gilt als mutmaßliches Opfer des Zodiac-Killers. Doch zu Ziraouis Enttäuschung nimmt die kalifornische Polizei keine neuen Ermittlungen auf. Und nicht nur das: Nun gerät Ziraoui selbst unter Verdacht. Die Amateurermittlerszene reagiert gereizt auf seine Enthüllungen. Während Ziraoui von seiner Deutung der verschlüsselten Botschaften überzeugt ist, bemühen sich führende Zodiac-Amateurermittler, seine Darstellung zu entkräften. Allerdings haben sie selbst viel zu verlieren, sollte er recht haben. Denn die Szene rund um den Zodiac-Killer ist längst zu einem einträglichen Geschäft geworden. Doch Ziraouis Vermutungen bestätigen sich: Monate nach dessen Besuch bei der Polizei stellt sich anhand einer DNA-Analyse heraus, dass ein 1986 in der Sierra Nevada gefundener Schädel tatsächlich der von Donna Lass ist. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
938 Frauen wurden 2023 Opfer von vollendeten oder versuchten Tötungsdelikten. Meistens sind Männer die Täter. Und sehr oft verbindet Täter und Opfer eine persönliche Geschichte. Patriarchale Strukturen, übersteigertes Besitzdenken, die sogenannte Familienehre - fast immer spielt einer dieser Gründe eine Rolle, wenn Frauen von ihnen nahestehenden Menschen angegriffen werden. Die Männer fühlen sich im Moment der Tat im Recht. In München wurde eine Frau vier Jahre lang von ihrem Ex-Freund und späteren Mörder verfolgt, bedrängt und bedroht. Mehrfach erstattete sie Anzeige, verteilte sogar Zettel mit Hilferufen in ihrem Umfeld. Doch im August 2016 starb die 45-Jährige durch zahlreiche Messerstiche im Treppenaufgang ihres Wohnhauses. Carina überlebte die Trennung von ihrem deutlich älteren Freund nur wenige Tage. Mit 15 lernte sie ihn kennen; ein Jahr lang war das Paar glücklich. "Dann wurde er immer eifersüchtiger und kontrollbesessen. Die Trennung fiel Carina nicht leicht, aber danach fühlte sie sich befreit.", erzählt Carinas beste Freundin. Mit einem Trick lockte der Ex-Freund Carina in den Wald, erdrosselte sie und versuchte, ihre Leiche zu verbrennen. Saadiya wurde Opfer eines sogenannten Ehrenmordes. Die junge Mutter wurde von ihrem Ehemann verdächtigt, eine Affäre zu haben. Er tötete nicht nur den vermeintlichen Nebenbuhler, sondern verletzte auch seine Frau mit zahlreichen Messerstichen so schwer, dass sie starb. Die damals achtjährige Tochter musste die Tat mit ansehen. Später stellte sich heraus, dass Saadiya ihre angebliche Affäre nur flüchtig kannte. Der Täter sowie vier seiner Brüder und Cousins wurden verurteilt, teils zu lebenslanger Haft. So wie diese drei sind allein im Jahr 2023 360 Frauen in Deutschland Opfer eines Femizids geworden. Das heißt, fast jeden Tag des Jahres kam es zur gezielten Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts und patriarchaler Denkmuster der Täter, und das in jeder Alters- und Gesellschaftsschicht. "Was die Täter eint, ist ihre Erfahrung, dass Gewalt als probates Mittel zur Konfliktlösung taugt. Was sie selber als Kind erfahren haben, leben sie als Erwachsene aus.", so Prof. Dr. Deborah Felicitas Hellmann, Professorin für Psychologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen.
Maria (28), Levke (8) und Emilie (17) - drei Entführungsfälle in Deutschland und Dänemark, die für die Ermittler zur Nervenprobe werden und tragisch enden. Die 28-jährige Maria war auf Mallorca feiern und ist anschließend verschwunden. In Cuxhaven ist die achtjährige Levke wie vom Erdboden verschluckt. Und in Dänemark ist die 17-jährige Emilie nach einem Partyabend allein unterwegs und verschwindet. Die Kommissare Canedo, Bettels und Isager-Nielsen blicken auf diese drei spektakulären Fälle und die anschließenden Ermittlungen zurück. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.
Sprechen sich Täter ab, um gemeinsam einen Mord zu begehen, entsteht ein Geflecht aus Akteuren, Motiven und Absprachen. Um dies zu durchdringen, braucht es die Erfahrung der Ermittler. In Osnabrück wird Marcus K. mitten am Tag in seiner Wohnung erschossen. Schnell gerät seine Freundin ins Visier der Polizei, doch es fehlen Beweise. Erst die Aussage eines Zeugen bringt die Wende. Bei ihm soll die Frau ihre Pläne ausgeplaudert haben. In einem zweiten Fall sieht sich die Polizei Mönchengladbach mit einem perfiden Mordplan konfrontiert. Drei Männer stehen im Verdacht, die 89-jährige Gertrud K. getötet zu haben, um an ihr Vermögen zu gelangen. In den Vernehmungen beschuldigen sie sich allerdings gegenseitig. Und von der Leiche fehlt zunächst jede Spur. In Braunschweig wird Zofia S. in ihrem Büro erschossen. Die Ermittlungen führen Polizeihauptkommissar Holger Kunkel tief ins Schmugglermilieu. Er ist sich sicher: Die Frau wurde Opfer eines professionellen Auftragsmordes. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
In den frühen 1980er-Jahren brodelt es auf dem Sunset Strip in Los Angeles - und plötzlich ist sie da: eine bunte, laute und überdrehte Bewegung, die die Rockmusik verändert - Hair Metal. Die Musik katapultiert sich in die Charts - und in die Herzen von vielen. Mit einem Mix aus Hardrock-Riffs, eingängigen Melodien und einem typischen Style schaffen es Bands wie Mötley Crüe und Quiet Riot ganz nach oben. Ihr Markenzeichen: Sex, Drugs & Rock 'n' Roll. Mit Hair Metal entsteht in den 1980er-Jahren eine neue, wilde Musikbewegung an der US-Westküste. Es ist mehr als nur ein Musikstil - es ist ein Lebensgefühl. Die Haare werden voluminöser, die Gitarrensoli länger und die Videos opulenter. MTV wird zur Startrampe. Es ist die Zeit der Power-Balladen, die charakteristisch für diesen Musikstil sind. Rockklubs wie "Whiskey a Go Go" und "The Roxy" am Sunset Strip in Los Angeles werden zum Epizentrum des Hair Metal. Die heutigen Bands lassen die Rockszene der 1980er-Jahre neu aufleben: mit lauter Musik, extremer Kleidung und einem Übermaß an Sex, Drogen und Alkohol. Was ist Hair Metal? Jede Menge Haarspray, hautenge Hosen und Rockballaden für die Ewigkeit. Die Musik feiert große Erfolge, sorgt aber auch für jede Menge Skandale und Exzesse.
Die 1980er-Jahre gelten als das lauteste Jahrzehnt der Rockmusik und Höhepunkt des Hair Metal. Die Stadien werden immer größer, aber auch die Skandale und Exzesse. Los Angeles ist Anziehungspunkt für alle, die ganz nach oben wollen. Hair-Metal-Bands dominieren MTV und verkaufen Millionen Alben - doch die schillernde Fassade aus Ruhm und Erfolg bekommt Risse: Für viele ist es ein Kampf gegen sich selbst. Axl Rose gerät auf der Bühne außer Kontrolle, Vince Neil verursacht einen tödlichen Autounfall - Schlagzeilen, die den Mythos um die Rockstars weiter befeuern. Hotelzimmer werden verwüstet, Bühnenkämpfe gehören zum Alltag, und der Alkohol fließt in Strömen. Jeder Exzess verstärkt das Image - sind sie auch der Anfang vom Ende? Was ist Hair Metal? Jede Menge Haarspray, hautenge Hosen und Rockballaden für die Ewigkeit. Die Musik feiert große Erfolge, sorgt aber auch für jede Menge Skandale und Exzesse.
Ende der 1980er-Jahre haben die bekannten Hair-Metal-Bands alles: millionenschwere Plattenverträge und Videos in Dauerschleife auf MTV. Ein scheinbar endloser Triumphzug. Gefühlt taucht jede Woche eine neue Band auf, die groß rauskommen will. Der einst rebellische Touch wirkt kommerziell und austauschbar. Die Skandale überlagern jetzt auch die Musik. Alles wird exzessiver: Abstürze und Krisen dominieren die Schlagzeilen. Dann kommt der Herbst 1991 - und mit ihm die Grunge-Band Nirvana, "Smells Like Teen Spirit". Plötzlich wirken die Musiker mit ihren toupierten Haaren und hautengen Hosen wie Relikte aus einer vergangenen Zeit. Die Jugend will keine oberflächlichen Partys mehr, sondern echte Gefühle. Auch die auffälligen Outfits und das Make-up sind nicht mehr angesagt. Die einst gefeierten Hair-Metal-Bands entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist, und auch MTV interessiert sich nicht mehr für sie. Die Musiker kämpfen mit den Spätfolgen ihrer Dauerexzesse: Sucht, Depression und das Verblassen ihrer Karriere. Performer wie Steven Adler, Ex-Drummer von Guns N' Roses, sprechen offen über ihre Süchte, Abstürze und die Zeit nach dem Hair-Metal-Hype. Was ist Hair Metal? Jede Menge Haarspray, hautenge Hosen und Rockballaden für die Ewigkeit. Die Musik feiert große Erfolge, sorgt aber auch für jede Menge Skandale und Exzesse.
K-Pop, kurz für "Korean Pop" - der Popstil aus Südkorea hat mit eingängigen Songs und einzigartigen Choreos den internationalen Musikmarkt im Sturm erobert. Bands wie BTS oder Blackpink sind die großen Stars im K-Pop-Geschäft. Viele junge Koreaner träumen auch von so einer Karriere, doch der Weg über Castings und Traineeprogramme ist beschwerlich. Worin liegt das Geheimnis des Erfolges von K-Pop? Die südkoreanische Gesellschaft ist geprägt von persönlichem Ehrgeiz und unbedingtem Erfolgswillen. K-Pop-Idol zu werden, verspricht sozialen Aufstieg und Ruhm. Davon träumt auch der 18-jährige Schüler Yechan, der mit seiner Band Trendz durchstarten will. Wie er streben Kinder und Jugendliche eine Künstlerkarriere im K-Pop-Geschäft an. Talentagenturen nehmen sie schon sehr früh unter Vertrag. Jugendliche wie Yechan erhalten eine schulische Ausbildung sowie Tanz- und Gesangsunterricht. Der Weg zum Erfolg ist hart und entbehrungsreich. Was macht diesen Popstil rund um die Welt so erfolgreich? Ein Geheimnis sind die individuellen Choreografien, typisch für jede einzelne K-Pop-Band. Auf TikTok imitieren Fans nahezu identisch die Choreos ihrer Idole und verbreiten so weltweit ihre Songs. Das Phänomen nennt sich "Cover Dance". Die Mitglieder der Bands passen häufig ihr Aussehen aneinander an, es soll eine in sich homogen wirkende Gruppe entstehen. Nicht selten helfen sie dafür auch mit Schönheitsoperationen nach. Die fünf Jungs der Boyband VANNER sind seit 2019 auf Erfolgskurs, doch erst die Teilnahme an der TV-Show "Peak Time" 2023 verhilft ihnen zu einem Dreijahresvertrag mit dem Top-Musiklabel Klap. Sie erlauben exklusive Einblicke in ihren Band- und Touralltag. Was vielen anfangs wohl kaum bewusst ist: Der Erfolg setzt eine jahrelange und harte Ausbildung voraus, in der die angehenden Stars auf Freizeit und Privatleben verzichten müssen. Die Dokumentation zeigt, was hinter dem Erfolg der K-Pop-Stars steckt und wie perfekt produzierte Songs und Choreografien den Unterschied machen. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Der Erfolg ist exakt geplant, scheitern ist nicht vorgesehen.
Die Backstreet Boys und *NSYNC erobern in den 90ern die Herzen von Millionen. Bis heute prägen Boybands die Popkultur, wie One Direction oder BTS zeigen. Und der Hype nimmt nicht ab. Welttourneen, Award Shows, eine riesige Fangemeinde. Paparazzi lauern überall. Für die Künstler ist es ein enormer Druck, ständig erfolgreiche Hits und Alben zu produzieren. Exklusive Interviews mit Bandmitgliedern und Archivmaterial beleuchten das Pop-Phänomen. Die Backstreet Boys, eine der erfolgreichsten Boygroups aller Zeiten. 130 Millionen verkaufte Platten, zudem Touren durch nahezu alle Länder der Welt. Allein der Song "I Want It That Way" erreicht 1999 in 25 Ländern auf drei Kontinenten die Chartspitze. Klassiker wie "Everybody" oder "Quit Playing Games " machen die Band berühmt. Aber wie entsteht eine Boygroup? Was macht eine erfolgreiche Boyband aus? In der Dokumentation geben Wegbegleiter, Musikproduzenten und Bandmitglieder exklusive Einblicke in die Popwelt und räumen mit Gerüchten und Mythen auf. Doch den Grundstein für das Boyband-Phänomen haben ganz andere gelegt: Den Anfang machten Gruppen wie The Beatles, The Jackson 5 und The Osmonds in den 1960er-Jahren. "Beatlemania" geht in die Geschichte ein, die Beatles gelten als Wegbereiter: eingängige Melodien und Gesang, Tanzeinlagen und eine enge Verbindung zu ihren jungen Fans. Dabei sprechen sie ihre meist weiblichen Teenagerfans mit Songs wie "All You Need is Love" und "I Want To Hold Your Hand" direkt an. Die Jackson-5-Brüder werden mit ihrem Song "I Want You Back" berühmt. Die zweite Welle in den 1980er-Jahren lässt sich davon inspirieren. Musikmanager entwickeln das Konzept weiter und machen New Kids on the Block ("Step By Step") und Take That ("Back for Good") in den 1980er-Jahren weltberühmt. Die Boygroup *NSYNC ("Bye Bye Bye") erreicht in den späten 1990ern und frühen 2000er-Jahren weltweiten Erfolg. Sie liefert sich mit den Backstreet Boys eine Rivalität um die beliebteste Boyband, befeuert von Medienberichten und Fanspekulationen. Wie beeinflussen Boybands die Jugend- und Fankultur? Das Management hat die Oberhand: über Songs, Choreografien, Image, Termine - bis zu strengen Regeln zum Privatleben. Beziehungsstatus und sexuelle Orientierung spielen eine Rolle. Es folgen Bandpausen, Trennungen, Alkohol- und Drogenexzesse, aber auch Comebacks. Warum sind Boybands auch heute noch so populär? One Direction ("What Makes You Beautiful"), die Jonas Brothers ("Sucker") und das K-Pop-Phänomen BTS ("Dynamite") sind die populären Beispiele der dritten Boygroup-Welle der 2000er und 2010er. Wie beeinflussen soziale Netzwerke den Erfolg von Boybands? Welche Faktoren nutzen Boygroups bis heute? Es bleibt vor allem ein Gefühl: Nostalgie.
Mel B, Mel C, Emma, Victoria und Geri: Die fünf Sängerinnen der Spice Girls kommen aus einfachen Verhältnissen. Mit ihrem ersten Song "Wannabe" werden sie praktisch über Nacht zu Weltstars. In den 90ern, der Blütezeit von Boygroups wie Take That oder Backstreet Boys, gibt es kaum Girlgroups. Eine unglaubliche Marktlücke, bis die Spice Girls die Bühne betreten. Mit "Girl Power" werden sie zum Vorbild einer ganzen Generation junger Frauen. Die erste Folge der dreiteiligen Doku-Reihe beleuchtet die Entstehung der inzwischen legendären Girlgroup. Woher kommen Mel B, Mel C, Geri, Victoria und Emma, und wie haben die jungen Sängerinnen überhaupt zusammengefunden? In den 1990er-Jahren werden viele Pop-Bands sorgfältig gecastet. Junge Nachwuchs-Performer, die berühmt werden wollen und sich von den Musikbossen formen lassen. Das Prinzip ist einfach: Für jeden Fan-Geschmack soll etwas dabei sein. Auch bei den Spice Girls ist das der Fall. 1994 werden die jungen Sängerinnen gecastet. Nach der Zusammenstellung ziehen die Bandmitglieder auf Wunsch ihrer Manager in eine WG. Dort leben und proben sie und bereiten sich auf erste Auftritte vor Songschreibern und Musikproduzenten vor. Den jungen Frauen dauert der Prozess aber zu lang: Kurzerhand feuern sie ihren Manager und unterzeichnen einen Vertrag mit Talentscout Simon Fuller. Aus Victoria Beckham, Melanie Brown, Melanie Chisholm, Emma Bunton und Geri Halliwell werden Posh, Scary, Sporty, Baby und Ginger Spice. 1997 veröffentlichen sie ihre Single "Wannabe" und werden praktisch über Nacht berühmt. Im Fokus ihrer Musik: die Selbstbestimmtheit und Selbstliebe der Frau. Besonders bei der weiblichen Zielgruppe kommt das gut an. In der dreiteiligen Doku-Serie kommen ehemalige Manager, Angestellte, Freunde und Journalisten zu Wort, die über den Aufstieg und die vielen Stolpersteine in der Karriere der Spice Girls berichten.