Ende des Zweiten Weltkriegs treffen alliierte Piloten während ihrer Einsätze auf seltsame Lichterscheinungen: Leuchtende Kugeln scheinen ihren Maschinen zu folgen und mit ihnen zu spielen. Die militärische Führung will nicht ausschließen, dass es sich bei dem Phänomen, das auch an anderen Orten beobachtet wird, um eine bislang unbekannte Waffe der Nazis handelt. Die Piloten geben dem unbekannten "Gegner" den Spitznamen "Foo Fighter". Sichtungen unidentifizierter Flugobjekte gab es schon lange, bevor in den 1950er-Jahren der Begriff Ufo dafür geprägt wird. Der sogenannte Roswell-Zwischenfall ist 1947 der Startschuss für eine wahre Ufo-Hysterie - vor allem in den USA. Zeitungen berichten immer wieder von "fliegenden Untertassen" und vermeintlichen Kontakten mit Außerirdischen. Der Wissenschaftler David J. Hall und die "Ufologin" Anna Whitty gehen den bekanntesten dieser Begegnungen nach, von den Foo Fightern des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart: Was ist passiert? Welche Belege gibt es - und wie stichhaltig sind sie?
Bei Foo Fighters denken die meisten wohl zunächst an die gleichnamige Band. Aber es war auch der Name, den alliierte Piloten unidentifizierten Flugobjekten im Zweiten Weltkrieg gaben. Diese Ufos - wie wir sie heute nennen - treten in unterschiedlichsten Formen auf: als unbekannte Fluggeräte, rätselhafte Leuchtkörper oder grelle Lichterscheinungen. Doch sind sie wirklich Belege für außerirdische Besuche auf unserem Planeten? In diesem Teil ihrer Untersuchung gehen David J. Hall und Anny Whitty auf Spurensuche. Welche natürlichen Phänomene könnten die Beobachtungen erklären? Welche Rolle spielen geheime Militärprojekte zur Entwicklung neuer Waffentechnologien? Und gibt es vielleicht sogar direkte Zusammenhänge zwischen dem Kalten Krieg und der Ufo-Hysterie der 1940er- und 1950er-Jahre?
Das Format bietet Einblicke in die Welt der Muslime in Deutschland. Von konservativ bis liberal, von politisch über kulturell bis religiös oder theologisch sind alle Lebenseinstellungen zu finden.
Manche zählen Panzer, andere stehlen Baupläne von Atombomben - alles streng gehütete Geheimnisse des Gegners. Wer sie lüften will, riskiert sein Leben im Informationskrieg verfeindeter Blöcke. Grenzgänger an geheimen Fronten leben gefährlich. Und die Supermächte des Kalten Krieges mobilisieren Heere von Undercoveragenten oder Schlachtfeldspähern. Selbst die alliierten Militärverbindungsmissionen in Deutschland agieren als verdeckte Frontbeobachter. Das Leben im Bann des nuklearen Overkills steigert das Bedürfnis nach Gewissheiten. Vor allem in der Frage, wie eine drohende Apokalypse zu vermeiden ist. Sichere Kenntnisse über Absichten und Potenziale des Gegners werden quasi überlebenswichtig. Das Wissen, wie viele Interkontinentalraketen mit welcher Reichweite irgendwo aus Feuerstellungen drohen, ist Milliarden wert. Eine Information, die zur Frage der nationalen Sicherheit wird. Aufklärungs- und Spionageapparate sollen dafür sorgen, dass die Verantwortlichen über Krieg und Frieden ruhig schlafen können. Denn wer seinen Gegner und dessen Mittel kennt, kann das Gleichgewicht des Schreckens immer neu austarieren. So jedenfalls lautet die Theorie. Ob Waffenspäher, Spione, Verräter aus Überzeugung oder Geldgierige: Alle agieren am Ende als Zuträger im Dienst höchster Stäbe. Ob in Washington oder Moskau. Viele haben ihr Leben riskiert, nicht wenige haben es verloren. Aber war ein solch hoher Preis es wirklich wert? Was haben Spione dazu beigetragen, den Kalten Krieg am Ende kalt zu halten?
Ab 1958 wachsen die Spannungen um Berlin. Moskau droht mit Krieg, Washington mit Vergeltung. Die Aufrüstung in der DDR verschärft den Informationshunger der westlichen Geheimdienste. Grenzgänger an geheimen Fronten leben gefährlich. Und die Supermächte des Kalten Krieges mobilisieren Heere von Undercoveragenten oder Schlachtfeldspähern. Selbst die alliierten Militärverbindungsmissionen in Deutschland agieren als verdeckte Frontbeobachter. Nirgendwo kommen die westlichen Dienste dichter an die Sowjetarmee heran als in der DDR. Vorrangige Ziele: Raketen, Nukleardepots und Flugplätze in der DDR. Und KGB und Stasi schicken ihre Spitzel mit dem gleichen Auftrag nach Westen. Die Folge: ein erbitterter Spionagekrieg. Auch der Bundesnachrichtendienst ist mit Agenten in der DDR aktiv. Mit dem Mauerbau hat er sein Netz von DDR-"Standortüberwachern" verloren und muss in der Folge auf "Reise-Quellen" setzen. Die BND-Gelegenheitsspione sind den hoch spezialisierten Spähern der Militärverbindungsmissionen jedoch deutlich unterlegen. Nur ein Beispiel: Systematisch und über Jahrzehnte hinweg observieren die MVMs Fahrzeugkolonnen des Gegners und notieren Nummern. Es geht um Anzahl und Typ von Fahrzeugen und Waffen. Aber entscheidend sind die Kennziffern, die jedes einzelne Fahrzeug einer bestimmten Einheit zuordnen. Denn diese Nummern sind der Schlüssel, um die "Order of Battle" der Sowjetarmee aufzudecken, ihre Kampfaufstellung in einem möglichen Ernstfall.
Der Einmarsch der Sowjets in Afghanistan Ende 1979 ruft die CIA auf den Plan. Verdeckt rüsten die USA die Mudschahedin auf. Moskaus Feldzug scheitert. Doch der KGB revanchiert sich. Grenzgänger an geheimen Fronten leben gefährlich. Und die Supermächte des Kalten Krieges mobilisieren Heere von Undercoveragenten oder Schlachtfeldspähern. Selbst die alliierten Militärverbindungsmissionen in Deutschland agieren als verdeckte Frontbeobachter. Mit Beginn der 80er-Jahre erfährt die Sowjetarmee eine durchgängige Modernisierung. Die Erneuerung der Panzerarmeen ist in vollem Gang und kann von Militäraufklärern in der DDR hautnah miterlebt werden. Im Zentrum des Interesses: die T-80-Panzer oder Kampfhelikopter vom Typ Mi-28. Doch nicht nur Waffenspäher im Gelände kommen damals kaum noch aus den Stiefeln. Auch Topagenten in Führungsstäben oder Geheimdienst-Residenturen sind gefordert. Etwa, als der Kalte Krieg im Herbst 1983 abermals auf eine gefährliche Krise zutreibt. Die NATO übt neue Verfahren der nuklearen Freigabe im Rahmen des Stabsmanövers "Able Archer". Das löst in Moskau angeblich ernste Befürchtungen aus, die Übung könne in Wirklichkeit Auftakt eines bevorstehenden nuklearen NATO-Erstschlags sein. Moskaus Geheimdienste stehen unter Hochspannung. Erst ein Doppelagent trägt dazu bei, gefährliche Missverständnisse auszuräumen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg liefern sich Ost und West einen Wettlauf um die Nukleartechnik. Welche geheimen Pläne verfolgt die DDR in der Atomforschung - und welche Folgen hat sie bis heute? 30 Jahre nach dem Ende der DDR erzählt ZDFinfo die wahre Geschichte der Kernforschung im Osten. Es geht um Bomben und billigen Strom: In der DDR wird das erste deutsche Kernkraftwerk eröffnet. Und der ostdeutsche Staat liefert Uran für sowjetische Atomwaffen. Die ZDFinfo-Dokumentation unternimmt eine Zeitreise in die Ära des Wettrüstens und die Anfänge der Atomenergie. In Deutschland startet der Wettlauf um das erste Kernkraftwerk. Für Ost und West soll es der Aufbruch in ein neues Zeitalter sein, und für die DDR soll es die Lösung ihres Energieproblems darstellen. Strom lieferte bis dahin nur die heimische Braunkohle. Und das nicht gerade energieeffizient. Schon 1946 wird unter dem Tarnnamen Wismut, die Bezeichnung eines chemischen Elements, in Thüringen Uran abgebaut. Streng geheim und unter brachialen Bedingungen arbeiten bis zu 40.000 Bergarbeiter für die Atomwaffen der Sowjetunion. So ist die DDR lange Jahre der viertgrößte Uran-Produzent der Welt. Ohne das Uran aus Thüringen hätte es die Atommacht UdSSR nicht gegeben. Im Wettlauf mit dem sogenannten Klassenfeind BRD gelingt der DDR 1967 der erhoffte Vorsprung: In Rheinsberg geht das erste Kernkraftwerk auf deutschem Boden in Betrieb. Wenige Monate später zieht Westdeutschland in Bayern nach. Die DDR feiert ihren Erfolg. Gewaltige Werke sollen entstehen, 20 sind geplant. Die Geschichte der Kernkraft ist vor allem auch eine Geschichte der Spionage und Geheimhaltung. Militärpläne für Atomschläge auf deutschem Boden sind Top Secret. Atomphysiker Klaus Fuchs spioniert für die Sowjetunion. Heinz Barwich, Direktor des Rossendorfer Zentralinstituts für Kernforschung bei Dresden, dagegen wechselt mithilfe der CIA auf die andere Seite und setzt sich in den Westen ab. Ihre Geschichten sind bis heute geheimnisumwittert. Jahrelang gilt Atomkraft als risikolos und wird als sozialistische Energieschöpfung gefeiert. Doch hinter den Kulissen: schwerwiegende Mängel, Brände, marode Werke. Der Umgang mit Atommüll bleibt ein Staatsgeheimnis. Morsleben wird zur gefährlichsten Atommüll-Deponie auf dem Gebiet der DDR. Radioaktive Abfälle werden ohne jede Verpackung einfach abgeschüttet. Gefahren für die Umwelt? Oder gar Gesundheit? Offiziell kein Problem. Jegliche Kritik wird im Keim erstickt. Unter dem Dach der evangelischen Kirche entsteht in den 80ern eine unabhängige Friedensbewegung. Auch die wird unterdrückt. Repressionen und sogar Mordversuche an Kritikern folgen. Sicherheitsmängel werden dokumentiert, aber streng geheim gehalten. Sogar ein beinahe Super-GAU in Greifswald wird verschwiegen: Im Kernkraftwerk Lubmin, knapp 220 Kilometer zur deutschen Grenze, löst ein Elektriker durch Schlamperei fast eine Kernschmelze aus. In der Öffentlichkeit: kein Wort davon. Bis zur Wende hält die Stasi alles geheim. 1986 dann die Katastrophe - Tschernobyl. Doch auch davon bekommt die DDR-Bevölkerung kaum etwas mit. Plötzlich gibt es Lebensmittel zu kaufen, die der Westen nicht mehr abnehmen wollte. Doch die Meldung über die Reaktorkatastrophe - in der DDR-Berichterstattung nur eine Randnotiz. Erst mit der Wende wird das Ausmaß der zahlreichen Mängel und Vorfälle bekannt und gelangt an die Öffentlichkeit. Von der großen Atomvision bis zur Wende - Autor Matthias Hoferichter erzählt mit Zeitzeugen und an den Schauplätzen von damals die Dimensionen der Kernkraft in der DDR und die Herausforderungen, vor denen wir heute noch stehen.
Der geheime Krieg im All Wettrüsten der Supermächte
GB 2019
45'
Satelliten sind für den Alltag ebenso unverzichtbar wie für die moderne Kriegsführung. Viele Staaten entwickeln daher Waffen, um feindliche Satelliten im Ernstfall ausschalten zu können. Für die Entwicklung der ultimativen Weltraumwaffe kommen mehrere Ansätze infrage. Der Film beleuchtet unterschiedliche Technologien - von Satelliten mit Roboterarmen über Antisatellitenraketen bis hin zu Laserwaffen. Wie realistisch ist ein Krieg im Weltall?
Europas Sicherheit hängt von der Stärke der NATO ab. Die Zukunft des Militärbündnisses aber ist alles andere als sicher. Die ZDF-Korrespondenten aus Washington und Brüssel werfen einen Blick in den Maschinenraum der NATO und zeigen, welche Herausforderungen von innen und außen das Militärbündnis bewältigen muss. An Rumäniens Grenze zur Ukraine begleitet ZDF-Brüssel-Korrespondent Florian Neuhann eine junge französische Panzerkommandeurin bei einer NATO-Übung. Allein das Training zeigt, wie hart das Geschäft der Abschreckung ist, wenn Equipment, wie die Panzer, aus den 1980er-Jahren stammt und viel zu oft repariert werden muss. Hinter den Kulissen der größten Cyberübung der NATO erklärt der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur die Lage im Cyberkrieg: "Wir werden permanent aus Russland angegriffen." In Texas begleitet USA-Korrespondent Elmar Theveßen junge deutsche Piloten bei der Ausbildung auf der "Sheppard Air Force Base", wo sie mit anderen NATO-Staaten für künftige Einsätze in Eurofightern, Tornados, F16- und F35-Kampfjets trainieren. Gemeinsames Training zeigt das Zusammengehörigkeitsgefühl der NATO, aber auch die Schwierigkeiten mit längst veralteten Waffensystemen. Im Kosovo begleiten die Korrespondenten die KFOR, den aktuell einzigen NATO-Einsatz auf europäischem Boden. Ein Einsatz, der zeigt, wie umstritten die Rolle der NATO ist. Im albanisch geprägten Süden des Landes begrüßen die Menschen die Truppen, im serbisch dominierten Norden werden sie gehasst. Die "Clear Space Force Station" in Alaska ist Teil des großen Frühwarnsystems der USA und der NATO, mit dem sie jede Bedrohung durch Atomwaffen frühzeitig erkennen wollen. Dort schieben amerikanische Soldaten rund um die Uhr Wache, auch, um den Verbündeten jederzeit den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig aber wächst die Kritik in den USA an den Bündnispartnern in Europa, die aus Sicht Amerikas zu wenig zur gemeinsamen Verteidigung beitragen. Sollte Donald Trump erneut zum US-Präsidenten gewählt werden, könnte er die Struktur der NATO grundlegend verändern. Er droht mit dem Ausstieg aus der Allianz, will so massive Umschichtungen erzwingen. Über Monate hinweg blicken beide Korrespondenten in den Maschinenraum der NATO. Hinter den Kulissen begleiten sie unter anderen den neuen deutschen NATO-Botschafter, Géza Andreas von Geyr, der im Sommer 2023 direkt aus Moskau nach Brüssel wechselte. Die Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität mit Russland schätzt er außerordentlich pessimistisch ein: "Ich wünschte, dass es irgendwo ein Licht am Ende eines Tunnels gäbe. Aber ich sehe im Moment nicht einmal mehr den Tunnel, an dessen Ende irgendwo ein Licht sein könnte." "auslandsjournal - die doku: Wächter des Westens. Kann die NATO uns noch schützen?" blickt auf das Selbstverständnis der NATO, die Rolle in aktuellen Konflikten, aber eben auch auf Alternativen. Was unternimmt die Europäische Union, was kann sie unternehmen, um die eigene Sicherheit zu garantieren? Die Korrespondenten begleiten den obersten EU-Militär, den österreichischen General Robert Brieger, unter anderem bei der allerersten Militärübung, die die EU jemals veranstaltet. Er kämpft um Ressourcen für eine neue Eingreiftruppe und hadert mit EU-Regierungen, die versprochene Mittel nicht bereitstellen: "Wir brauchen Geld und politischen Willen! Es geht um die Sicherheit Europas, seiner Bürger und der künftigen Generationen - und das kostet viel Geld", sagt Brieger. Die Dokumentation blickt auf die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft der NATO. Beim "Allied Command Transformation" in Norfolk, Virginia, arbeiten Experten aus allen NATO-Ländern unter der Führung eines französischen und eines deutschen Generals an Konzepten für die Aufstellung des Bündnisses in den kommenden Jahrzehnten. Es geht hier auch um autonome Waffensysteme, künstliche Intelligenz, Interoperabilität der nationalen Streitkräfte und die Vernetzung der Kampffähigkeit über alle Waffengattungen hinweg. Zum 75. Geburtstag des Bündnisses muss sich die NATO neu erfinden.
Japans Gefängnisse: ein unnachgiebiges System aus Vorschriften und Verboten. Auch Deutsche sitzen dort ihre Strafe ab und müssen sich den strikten Regeln unterwerfen. Meist haben sie versucht, Drogen zu schmuggeln, und erhielten die Standardstrafe für diese Vergehen: acht Jahre. Im Männergefängnis Fuchu und im Knast für Frauen in Tochigi leben sie nun einen eng begrenzten, immer von Strafen und Isolierung bedrohten Alltag. Eintönige Arbeit, kaum Heizung, kaum Kontakte. Nur unter strengen Auflagen durfte das ZDF-Team in den beiden Gefängnissen, in denen auch Ausländer ihre Strafe absitzen, filmen. Und dennoch gibt der Film einen tiefen Einblick in den japanischen Strafvollzug, der in seinen Ursprüngen nach preußischem Vorbild gestaltet ist. Marschieren im Gleichschritt, reden nur mit Erlaubnis, nicht aus dem Fenster schauen, das sind nur einige Regeln, an die sich Gefangene zu halten haben. Tun sie es nicht, droht Einzelhaft, und das bedeutet: den ganzen Tag in nur einer Sitzposition verharren, nicht reden, nicht bewegen. Japans Strafvollzug setzt ganz und gar auf Disziplin, will durch Gehorsam und Arbeit die Straftäterinnen und Straftäter wieder zu respektablen Mitgliedern der Gesellschaft machen. Resozialisierung findet manchmal auf skurrilem Wege statt: So ist die vorherrschende Farbe im Frauengefängnis rosa, vom Zellentrakt über Handtücher und Schuhe bis hin zu den Gittern der Unterkünfte. Ein Albtraum in Pink - das und der ewige Drill führt manche Gefangenen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Die Reportage-Reihe "Deutsche im Knast" gewährt packende Einblicke in das Leben deutscher Häftlinge im Ausland - ein intensiver Blick auf ihren Alltag hinter Gittern und die Herausforderungen fern der Heimat.
Hinter Gittern in Paraguay: Enge, schlechtes Essen, ein undurchsichtiges Justizsystem. Auch deutsche Staatsbürger kämpfen mit den Verhältnissen und der allgegenwärtigen Korruption. Yves S. und Remy N. kämpfen täglich für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse. Während Yves immer knapp bei Kasse ist und sich nur eine Zelle mit vier Mann "leisten" kann, hat Remy das System im Griff. Als Boss einer Zellengang betreibt er lukrative Geschäfte. Yves S. sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, man wirft ihm vor, an der Ermordung eines Deutschen beteiligt gewesen zu sein. Er streitet alles ab und verzweifelt an dem Justizsystem, das ihn seit mittlerweile drei Jahren in Untersuchungshaft hält. Mithilfe eines illegalen Handys studiert er online Jura, um sich für seinen Prozess zu wappnen. Remy hingegen fühlt sich in seinem Knast wohl, er hat dank seiner Einkünfte ein Leben fast wie in Freiheit: jederzeit Besuch von Frau und kleinem Sohn, Internet, gutes Essen, alle Bediensteten des Gefängnisses respektieren ihn als Anführer seines Zellentraktes. "Nur verreisen kann ich nicht, aber das mache ich nach meiner Entlassung", sagt er. Paraguays Gefängnisse machen immer wieder Schlagzeilen: Rivalisierende Gangs tragen ihre Kriege aus, es kommt zu Übergriffen und sogar Geiselnahmen des Gefängnispersonals. Resozialisierungsmaßnahmen finden oft nur durch kirchliche Träger statt. Ehemalige Häftlinge kümmern sich vor allem um die Ärmsten der Armen, die sich kein eigenes Essen leisten können und die wegen der grassierenden Drogenprobleme medizinische Versorgung brauchen, aber sich nichts leisten können. Die Reportage-Reihe "Deutsche im Knast" gewährt packende Einblicke in das Leben deutscher Häftlinge im Ausland - ein intensiver Blick auf ihren Alltag hinter Gittern und die Herausforderungen fern der Heimat.
Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Das lockt Menschen an, die vom schnellen Geld durch Drogenschmuggel träumen. Diese Träume füllen Kolumbiens Gefängnisse mit Ausländern. Drogenhandel ist das Hauptverbrechen, weswegen Ausländer in Kolumbien verurteilt werden. Josef aus Wien wollte das Land mit zwei Kilogramm Kokain verlassen und hat dafür fünfeinhalb Jahre Haft bekommen. Sein Zellenblock beherbergt nur ausländische Schmuggler. Europäer werden häufig, wenn auch nicht immer, von kolumbianischen Häftlingen getrennt - zu ihrem eigenen Schutz. Denn die Knäste Kolumbiens sind lebensgefährlich. Das südamerikanische Land verzeichnet jedes Jahr neue Rekordzahlen bei der Kokainproduktion. Um den Kampf gegen Drogen nicht zu verlieren, reagiert das Land mit immer mehr Verhaftungen und langen Haftstrafen. Dadurch sind die Gefängnisse zu 28 Prozent überbelegt. Rund 22.000 Strafgefangene zu viel für die Kapazitäten der Haftanstalten. Die Gefängnisse sind überfüllt von Insassen, die Teil des Drogenkartells sind und ihr Geschäft vom Knast aus weiterführen. Dabei kommt es oft zu tödlichen Reibereien zwischen Insassen rivalisierender Banden. Wenn JVA-Beamte gegen Erpressung, Drogenhandel und Korruption im Gefängnis vorgehen, werden sie damit selbst zum Ziel. In diesem Jahr gab es etwa 390 Drohungen gegen INPEC-Beamte, doch bei Drohungen bleibt es nicht. Kartelle engagieren Auftragsmörder, die gezielt Beamte ausschalten. Die Gewalt, insbesondere gegen Beamte, war in den letzten Jahren so hoch, dass Kolumbien mehrmals den Gefängnisnotstand ausrufen musste. Das Land droht im Kampf gegen Drogen die Kontrolle über seine Gefängnisse zu verlieren.
Italiens Gefängnisse - kein Hauch von Dolce Vita! Verfallene, überfüllte Anstalten, in denen Häftlinge oft unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen - und das im Herzen Europas. Rund 61.000 Häftlinge drängen sich in Italiens Gefängnissen, obwohl nur Platz für 51.000 ist - eine Belegungsrate von 120 Prozent, teils sogar 200 Prozent. Schimmel, katastrophale Hygiene und Gewalt prägen den Alltag. Italiens Strafvollzug zählt zu den härtesten Europas. Die Doku ermöglicht Einblicke in zwei unterschiedliche italienische Gefängnisse, enthüllt dabei tiefgreifende Missstände im italienischen Strafvollzug, wo Überbelegung, Geld- und Personalmangel zu katastrophalen Zuständen führen. Während der deutsche Häftling Norbert im EU-finanzierten Mustergefängnis in Mailand vergleichsweise privilegiert lebt, zeigt das Hochsicherheitsgefängnis Secondigliano in Neapel eine andere Realität. Gefangene nähen dort Polizeiuniformen. Doch die Personalnot ist überall spürbar. Schockierende Videoaufnahmen belegen Gewalt durch Aufseher während des Corona-Lockdowns, die das erschütternde Bild abrunden. Die dreiteilige Reportage-Reihe "Deutsche im Knast" gewährt packende Einblicke in das Leben deutscher Häftlinge im Ausland - ein intensiver Blick auf ihren Alltag hinter Gittern und die Herausforderungen fern der Heimat.
Wenn Eltern im Knast sitzen, beginnt ein Kampf um die Zeit mit den eigenen Kindern. Besuchsmöglichkeiten sind rar, Familien zerbrechen, und bei manchen reißt der Kontakt vollständig ab. Rund 100.000 Kinder in Deutschland haben laut Schätzungen ein Elternteil in Haft. Zudem leben deutschlandweit etwa 150 Kinder mit ihren Müttern im Gefängnis. Der Alltag im Knast ist hart - was bleibt, ist der Traum von einem normalen Familienleben in Freiheit. "Am Tag der Verhaftung habe ich erfahren, dass ich schwanger bin", erzählt Romina M. Die 30-Jährige sitzt wegen Betrugs im Frauenvollzug der JVA Vechta in Niedersachsen - zusammen mit ihrem jüngsten Sohn. Sie ist eine von rund 2600 inhaftierten Frauen in den deutschen Justizvollzugsanstalten. Zwar sind das nur rund sechs Prozent aller Inhaftierten, jedoch ist die Anzahl der Frauen in deutschen Gefängnissen seit 1992 um rund 65 Prozent gestiegen. Und viele davon sind Mütter. Bis zum Schulalter der Kinder ist es in manchen Fällen möglich, dass Kinder mit ihren Eltern im Gefängnis leben. Romina verbrachte bereits die Schwangerschaft hinter Gittern, von ihren drei weiteren Kindern ist sie seit ihrer Verhaftung getrennt. Ihr zweijähriger Sohn ist in Haft geboren, seit seiner Geburt verbringt er den Alltag mit Romina im Knast. Zuerst im geschlossenen, jetzt im offenen Vollzug der Mutter-Kind-Abteilung der JVA für Frauen in Vechta. Bei Häftling Nico S. ist die Sehnsucht nach seiner Familie groß. Er sitzt wegen Betrugs in der JVA Meppen in Niedersachsen ein, seine elf Monate alte Tochter sieht er deswegen nur selten: Es bleiben nur einige Stunden Besuchszeit im Monat oder die speziellen Familientage. Wie viel Kontakt Gefangene zu ihren Kindern haben dürfen, ist in den Justizvollzugsanstalten unterschiedlich geregelt. Mancherorts können Eltern ihre Kinder wöchentlich bis zu vier Stunden im Gefängnis sehen. In anderen Anstalten ist lediglich eine Stunde pro Monat erlaubt. ZDFinfo trifft inhaftierte Mütter und Väter und zeigt ihren Alltag hinter Gittern - mit und ohne die Kinder. Mörder, Betrüger und Kleinkriminelle: Rund 44.000 Männer und Frauen sitzen hierzulande hinter Gittern. Wie sieht der Alltag in deutschen Gefängnissen aus?
Jung, weiblich, straffällig - was bedeutet die Haft für junge Frauen? Die Doku begleitet sie im Jugendvollzug - zwischen Alltag und dem Wunsch nach Veränderung. Nur rund vier Prozent der Inhaftierten im Jugendstrafvollzug sind weiblich. Die Doku zeigt den Alltag der 16- bis 21-Jährigen zwischen Schule, Kontrollen und Zukunftsplänen - und gibt seltene Einblicke in das Innenleben des weiblichen Jugendstrafvollzugs. In der JVA Zweibrücken und der JVA für Frauen in Berlin-Lichtenberg leben junge Frauen zwischen 16 und 21 Jahren, die zum Teil schwere Straftaten begangen haben. Die Dokumentation begleitet sie durch einen Alltag, der wenig mit ihrem Leben draußen gemein hat - geprägt von festen Abläufen, klaren Regeln und Kontrolle. Samira sitzt in der JVA für Frauen Berlin-Lichtenberg. Am Anfang wollte sie nur raus. "Die ersten Monate waren sehr, sehr schwer. Ich hab lange gebraucht, um mich hier einzugewöhnen." Der Verlust der Freiheit traf sie hart - besonders der Kontakt zu ihrer Familie und ihrem Freund fehlt ihr. Ohne Handy und Social Media sind Telefonate aus dem Haftraum ihr einziger Kontakt nach draußen. In der JVA Zweibrücken geben sich die Zwillingsschwestern Anna und Emmi gegenseitig Halt. Anna wurde zuerst inhaftiert, fast zwei Jahre später folgte Emmi. Draußen fehlte beiden jede Struktur: "Ich bin morgens erst nach Hause gekommen und hab dann bis 16.00 Uhr geschlafen. Hab Scheiße gebaut", sagt Emmi. Jetzt arbeiten sie regelmäßig, erleben erstmals einen geregelten Alltag - mit festen Zeiten, Aufgaben und klaren Grenzen. Neben den jungen Frauen kommen die Justizvollzugsbeamtinnen Renate Render und Sabine Eckert zu Wort. Sie sprechen über Nähe und Distanz und das tägliche Ringen um Struktur, Sicherheit und Erziehung. Denn Streit, Drogenspürhunde und Suchterkrankungen gehören ebenso zum Gefängnisalltag wie Kochabende, Sport und erste Liebesgeschichten. "Knast in Deutschland" zeigt das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Entwicklung, zwischen Abschottung und Zusammenhalt - und lässt diejenigen zu Wort kommen, die meist nur eine Randnotiz in den Strafvollzugsstatistiken sind und oft übersehen werden.
Wenn Frauen in Haft kommen, verlieren sie oft mehr als ihre Freiheit. Der Kontakt zur Familie bricht ab. Doch in der JVA Frankfurt III gibt es für einige eine Chance auf einen Neuanfang. Nur etwa sechs Prozent der Inhaftierten in Deutschland sind Frauen. Viele sind suchtkrank oder traumatisiert. Die JVA Frankfurt III ist eine der größten Frauenhaftanstalten des Landes und bietet alle Haftarten, von kurzen Strafen bis zur lebenslangen Haft. "Wir kommen mit allen Straftaten in Kontakt", sagt Justizvollzugsbeamtin Reetz. Doch hinter jeder Strafakte steckt eine individuelle Geschichte. Lisa M. zum Beispiel. Die 33-Jährige ist drogenabhängig und sitzt unter anderem wegen Betrugs und Diebstahl in Haft. Ihre drei Töchter sieht sie seit Jahren nicht. Im Gefängnis macht sie eine Ausbildung in der Systemgastronomie - eine Chance für einen Neustart. Doch der Alltag bleibt hart: Haftraumkontrollen, feste Abläufe, die Trennung von der Familie. Regine S. kennt dieses Leben. Die 49-Jährige ist ebenfalls drogenabhängig, zum zweiten Mal in der JVA inhaftiert und mittlerweile clean: "Ich hoffe, dass mir die Leute draußen noch mal eine Chance geben." Für Mütter, die ihre Kinder mit in den Vollzug bringen, gibt es in Frankfurt ein Mutter-Kind-Heim. Im geschlossenen Bereich können Kinder bis zu drei Jahren mit ihren Müttern zusammenleben. Auch Katarina A. lebt dort mit ihrem Baby. Ihr Kind kam während ihrer Haft per Kaiserschnitt zur Welt. "Mein Mann durfte nicht bei der Geburt dabei sein, stattdessen waren Justizbeamte im Raum", erzählt sie. Während ihr Neugeborenes mit ihr in Haft ist, wachsen ihre älteren Kinder beim Vater auf. "Mein großer Sohn weiß, wo ich bin. Der Kleine denkt, ich bin in einer Therapieeinrichtung." Neben dem Alltag der Inhaftierten beleuchtet die Dokumentation auch die Arbeit der Justizvollzugsbeamten und Sozialarbeiter. In Frankfurt kümmern sich rund 170 Mitarbeitende um die Inhaftierten. Sozialarbeiterin Marjorie Schol arbeitet mit Frauen, die schwere Gewaltverbrechen begangen haben. "Es ist wichtig, die Frauen in ihren Geschichten ernst zu nehmen - aber auch ihre Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren." Die Dokumentation zeigt die Herausforderungen, Ängste und Hoffnungen der Frauen hinter Gittern. Ein Blick auf ein Leben, das für viele nicht vor, sondern erst in der Haft wirklich beginnt.
Leben hinter Stacheldraht. Manch ein Gefangener in den deutschen Justizvollzugsanstalten ist öfter und dadurch längere Zeit im Gefängnis als in Freiheit. In Deutschland sitzen rund 44.000 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte im Knast. Rund jeder dritte Straftäter ist nicht zum ersten Mal im Gefängnis. Wie ergeht es den Dauer-Inhaftierten? Und warum fällt ihnen der Sprung in ein straffreies Leben so schwer? JVA Saarbrücken, größte Haftanstalt für männliche Gefangene im kleinen Saarland. Dort sind 140 U-Häftlinge, Schwerverbrecher und Langzeithäftlinge. Es ist eine JVA, die wie ein autarkes Dorf funktioniert - mit medizinischer Abteilung, Bäckerei, Metzgerei und Großküche. Außerdem gibt es eine Holzwerkstatt und eine Druckerei, die eine eigene Haftzeitung herausgibt. Sebastian R. war sein halbes Leben im Gefängnis. Der 43-Jährige verbrachte insgesamt 23 Jahren hinter Gittern - in sieben unterschiedlichen Haftanstalten. Derzeit ist er in der JVA Saarbrücken untergebracht. Er hat zwei Herzinfarkte im Knast überlebt und versucht gerade, eine Ausbildung zum Maler zu absolvieren. Er ist regelmäßig in medizinischer Behandlung und hofft jetzt, dass er endlich mal neue Zähne bekommt, nachdem er durch seine lange Drogensucht nur noch wenige Zähne im Mund hat. Mit ihm sitzt dort auch der Gefangene mit der vermutlich längsten Haftzeit in Deutschland: Seit über 50 Jahren ist der verurteilte Mörder bereits im Knast. JVA Meppen: Walter A. ist seit 2015 in der Sicherungsverwahrung, eine Art Rentner-WG für schwere Straftäter, die nach der Haftverbüßung zu gefährlich sind für die Allgemeinheit. Statt in Haftzellen wohnen sie in circa 20-Quadratmeter-Apartments. Der größte Teil der Verwahrten sind Sexualstraftäter. In der JVA Meppen in Niedersachsen sind die zehn Männer in der Sicherungsverwahrung alle schon seit mehreren Jahren dort: eine kleine Senioren-WG der Schwerstkriminellen, wo die Insassen Kuchen backen und ihre Orchideen pflegen. ZDFinfo begleitet die Langzeit-Inhaftierten in ihrem Knast-Alltag und spricht mit ihnen über das Leben in Haft, Reue und den Wunsch nach einem Leben in Freiheit. Mörder, Betrüger und Kleinkriminelle: Rund 44.000 Männer und Frauen sitzen hierzulande hinter Gittern. Wie sieht der Alltag in deutschen Gefängnissen aus?
Manche Experten sehen im Koreakrieg das wichtigste weltpolitische Ereignis nach dem Zweiten Weltkrieg. Niemals wirklich beendet, beeinflusst dieser noch heute internationale Beziehungen. Erst vor Kurzem fanden Historiker in Archiven in Russland, den USA, China und Südkorea Farbfilme und Hunderte Fotos, die helfen, diesen Konflikt besser zu verstehen. Einen Konflikt, der fast in Vergessenheit geraten war - trotz Millionen Toter und Vertriebener. 2018 jährte sich im zweigeteilten Korea zum 65. Mal das Ende des Koreakrieges. Der Jahrestag und die aktuelle politische Brisanz des Themas haben den Autor John Maggio veranlasst, den Film "Pulverfass Korea" zu produzieren. Er geht von der These aus, der Koreakrieg von 1950 bis 1953 habe niemals Frieden zwischen Nord und Süd schließen können, sodass dieser Konflikt bis heute die Spannungen zwischen Nord und Süd begründe. Die Dokumentation beleuchtet die Geschichte Koreas und die entscheidenden Wendepunkte aus einem neuen Blickwinkel. Um die Gegenwart des geteilten Landes zu verstehen, muss man in seine Vergangenheit eintauchen, in die Zeit unter japanischer Herrschaft und als Spielball der Supermächte im Kalten Krieg.
Seit drei Generationen regiert die Kim-Dynastie Nordkorea mit eiserner Faust. Es ist eine Familiendiktatur im Deckmantel eines kommunistischen Systems. Wie kann das funktionieren? Propaganda, Einschüchterung und Überwachung bilden die inneren Säulen der nordkoreanischen Gesellschaft. Es sind streng geheime Strukturen, in die kaum jemand Einblick bekommt. Denn nach außen ist das Land hermetisch abgeschlossen. Die Kim-Dynastie beginnt mit Kim Il Sung, dem Großvater des heutigen Herrschers Kim Jong Un. Der Regimegründer von 1948 bleibt bis 1994 an der Macht. Dank eines weltweit einzigartigen Personenkultes schafft er ein Regime nach seinen Vorstellungen. Nach seinem Tod wird er zum ewigen Präsidenten ernannt und regiert damit das Land offiziell immer noch. Sein Sohn Kim Jong Il führt die Amtsgeschäfte bis zu seinem Tod im Jahr 2011. Sollte der amtierende Präsident Kim Jong Un sterben, gelten seine Schwester Kim Yo Jong oder seine Tochter Kim Ju Ae als wahrscheinliche Nachfolgerinnen. Es ist eine Familienangelegenheit. Die Regierung Nordkoreas übt totale Kontrolle über das Land und seine Bevölkerung aus und nutzt dafür alle Instrumente von Repressionen, Todesurteilen, Zwangslagern bis hin zu einem umfassenden Überwachungssystem. Von der Geburt bis zum Tod schuldet jede Nordkoreanerin und jeder Nordkoreaner der Familie Kim absolute Loyalität. Das bedeutet unter anderem: Jeder ist dafür verantwortlich, seine Nächsten im Auge zu behalten, die Nachbarn auszuspionieren. Sogar Ehepartner können sich gegenseitig vor dem Ministerium für Volkssicherheit anklagen. Das Regime hat sich von sowjetischen Methoden inspirieren lassen und diese auf die Spitze getrieben, sodass niemand mehr vergisst, auf offiziellen Fotos zu lächeln. Auch wenn Kim Jong Un mittlerweile Modernisierung vor allem in der Hauptstadt Pjöngjang zulässt, gilt die Unterdrückung in Nordkorea doch als beispiellos. Durch die konsequente Abschottung des Landes geraten Einzelheiten nur selten an die Öffentlichkeit. In der ZDFinfo-Doku erzählen unter anderem Geflüchtete vom Leben in einem Regime, bei dem alles auf den ewigen Machterhalt der Kim-Dynastie ausgerichtet ist. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt?
Nordkorea: geographisch ein Zwerg, geopolitisch aber ein wichtiger Stratege. Wie schafft es die Kim-Dynastie, nie aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit zu verschwinden? Geschützt durch das eigene Atomprogramm und die Unterstützung des chinesischen Nachbarn gelingt es der nordkoreanischen Diktatur, die Drohkulisse gegenüber Südkorea, aber auch gegenüber der Supermacht USA aufrechtzuerhalten. Es scheint ein Paradox: Nordkorea ist eines der kleinsten Länder der Welt, sein Bruttoinlandsprodukt eines der niedrigsten der Welt. Das Land ist abgeschottet, die Bevölkerung bitterarm. Und trotzdem drängt Nordkorea seit 1948 auf die internationale Bühne, ist immer wieder Gesprächs- und Konfliktthema. Zentraler Bestandteil der nordkoreanischen Strategie ist das Atomprogramm. Der Beschaffung der Bombe widmet das Regime seit Jahrzehnten mehr und mehr seiner Ressourcen. 2006 zündet Nordkorea zum ersten Mal eine Atombombe und signalisiert damit der Welt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Die Kim-Dynastie hat militärische Macht und gleichzeitig starke Partner. Denn China betrachtet das Land als militärische Pufferzone und hält es in starker wirtschaftlicher Abhängigkeit. Mit diesen Sicherheiten im Hintergrund provoziert Nordkorea die Welt und schreckt dabei auch vor den Vereinigten Staaten nicht zurück. Was steckt dahinter? Wie gelingt es der Kim-Dynastie immer wieder, die Mächtigen an der Nase herumzuführen? Mithilfe führender Experten, einschließlich ehemaliger Beamter des Pjöngjang-Regimes, analysiert die ZDFinfo-Dokumentation die außenpolitischen Strategien der nordkoreanischen Regierung. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt?
Nordkorea schickt Truppen in den Ukrainekrieg und tritt international immer selbstbewusster auf. Das Kim-Regime nutzt neue globale Allianzen für das eigene Image. Seit Jahrzehnten wird der Kollaps Nordkoreas vorhergesagt - doch das Gegenteil passiert: Die Kim-Dynastie scheint stärker denn je. Propaganda, militärisches Muskelspiel und das Atomprogramm sichern Kims Macht nach innen und außen. Die Dokumentation "Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie" zeichnet nach, wie Nordkorea von einer kleinen isolierten Erbdiktatur zu einem der wenigen Länder werden konnte, das die USA mit transkontinentalen Atomwaffen erreichen könnte. Erstmals entsendet das Regime Tausende Soldaten an der Seite Russlands in den Ukrainekrieg - ein vielbeachteter Schritt, der dem Land Kampferfahrung, Devisen und Zugang zu neuer Militärtechnologie verschafft. Neue Archive, exklusive Analysen internationaler Nordkorea-Experten und Einblicke in die aufwendig inszenierten Trauer- und Heldenkulte zeigen, wie es dem System zu gelingen scheint, durch neue internationale Stärke das Ansehen im eigenen Land zu stärken. So zeigt sich, warum Kim Jong Un in einer so günstigen strategischen Position scheint wie nie zuvor - und weshalb die Welt seine Rolle nicht unterschätzen sollte. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen im eigenen Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Nordkoreas Kim-Dynastie stilisiert sich seit jeher mit Mythen und Propaganda zu Göttern. Doch etwas scheint sich zu wandeln: Bereiten sich die Kims schon auf den nächsten Machtwechsel vor? Seit Kurzem zeigt sich Nordkorea von einer ungewohnten Seite: Luxusresorts, ein Marathon in der Hauptstadt, eine fast nahbar wirkende Diktatorenfamilie. Vollzieht das Land, das bislang eher durch Abschottung und Repressionen bekannt ist, einen Imagewandel? Die neue Folge der Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" blickt in das Landesinnere und zeigt zwei ganz unterschiedliche Seiten des aktuellen Nordkorea. Auf der einen Seite präsentiert sich das Land weltoffen bei sportlichen Events mit internationalen Teilnehmern, die vorher sorgfältig ausgewählt und eingeladen wurden. Über die Landesgrenzen hinaus verbreiten sich Bilder einer offenbar blühenden Wirtschaft: Onlineshopping in Pjöngjang, traumhafte Badestrände mit moderner Urlaubsinfrastruktur und sogar Streamingdienste für die wohlhabenden und regimetreuen Nordkoreaner. Das staatliche Fernsehen zeigt fröhliche Einheimische, die sich am Badeort Wonsan eine Auszeit gönnen nach ihrer harten Arbeit für ihr Vaterland. Einst völlig abgeschottet, sollen mittlerweile rund 80 Prozent der Nordkoreaner ein Handy besitzen - allerdings nur mit zugelassenen nordkoreanischen Apps. Kim Jong Un scheint ganz offensichtlich einen Imagewechsel anzustreben. Immer häufiger tritt der nordkoreanische Anführer mit seiner Tochter Kim Ju Ae in die Öffentlichkeit. Ein Hinweis auf eine mögliche Thronfolge oder eine Taktik, um nahbarer und menschlicher zu erscheinen? Auf der anderen Seite jedoch greift das Regime nach wie vor weiter hart durch: Archivaufnahmen und Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen öffentliche Prozesse gegen Schüler, die beim Konsum südkoreanischer Popkultur erwischt worden sind. Internationale Experten betonen: Ein Imagewandel nach außen bedeutet noch keineswegs eine Aufgabe von Überwachung, Bestrafung und Zensur. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Diktator Kim Jong-un vollendet den Weg Nordkoreas zur Atommacht. Welche Gefahr geht von dem totalitären Regime im fernen Osten aus? Und wie ist der Aufstieg des einst isolierten Landes gelungen? Weil sich Nordkorea abschottet, beobachten Analysten aktuelle Entwicklungen mit Satellitenbildern. Sie zeigen, dass der Staat aufrüstet. Aber zu welchem Preis? Geflüchtete berichten exklusiv vom Elend der Menschen und Verfolgung. Wohin führt Kim Jong-un sein Land? Im Sommer 2025 ist im nordkoreanischen Staatsfernsehen zu sehen, wie Kim Jong-un weint. Der Diktator empfängt Särge mit toten Soldaten. Die Gefallenen haben an der Seite Russlands im Ukrainekrieg gekämpft. Kim gibt öffentlich zu, dass er sich in einen Krieg in Europa einmischt und Russland unterstützt. Der Lohn für Nordkoreas militärische Hilfe: Hunderte Millionen US-Dollar, die der Diktator in die eigene Aufrüstung steckt. Internationale Beobachter sind alarmiert. Wie gefährlich wird Kims Regime für die Welt? Was hat der junge Diktator mit seinen neuen Waffen vor? Die "ZDFzeit"-Doku "Nordkoreas Geheimnisse" zeichnet den Weg Nordkoreas nach, von einem isolierten Land mit einem verlachten Staatschef hin zu einer bedrohlichen Diktatur, die die Nähe zu Russland und China sucht. Die Hilfe Nordkoreas für den russischen Diktator Putin markiert einen Wendepunkt in der Aufmerksamkeit für das Land in Ostasien, das zunehmend einen Platz unter den Großmächten auf der Welt für sich beansprucht. Der ehemalige deutsche Botschafter Thomas Schäfer erzählt, wie er vor gut zehn Jahren optimistisch auf den neuen Staatschef Kim Jong-un schaute. Die Modernisierung des Landes erweckte den Anschein, dass es auch militärisch und geopolitisch gemäßigter zugehen könnte. Doch diese Hoffnungen fallen bald in sich zusammen, als Kim mögliche Konkurrenten um die Macht aus dem Weg räumt und 2017 mit einem enormen Nukleartest den Weg Nordkoreas zur Atommacht vollendet. Insider der immer wiederkehrenden Verhandlungen mit Nordkorea, wie der US-Sicherheitsexperte Sydney Seiler oder der südkoreanische Gesandte Moon Seong-mook, liefern Einblicke, wie sie von Nordkoreas Verhalten enttäuscht werden. Und wie auch die ungewöhnliche Rhetorik von Donald Trump und dessen historischer Besuch auf nordkoreanischem Boden keine Ergebnisse zeitigt. Weil sich das Land abschottet, nutzen Analysten hochauflösende Satellitenbilder und entdecken darauf neue Hangars für Drohnen oder die Einweihung von U-Booten, die atomar bestückte Raketen abschießen können. Doch sie sehen auch, wie Dinge schiefgehen, eine Fregatte beim Stapellauf ins Wasser kippt. Die wahre Einsatzfähigkeit des massiv aufgerüsteten Militärs Nordkorea bleibt unklar. Erstmals erzählen in der ZDF-Doku Geflüchtete über ihr Schicksal. Sie zeigen, dass das Land seine eigene Bevölkerung ausbeutet. Kim Min-hee, aufgewachsen in der Hauptstadt Pjöngjang, wird ins europäische Malta geschickt, um dort in einer Textilfabrik unter Zwang zu arbeiten. In Nordkorea selbst schuften die Menschen in Lagern - teils 20 Stunden am Tag in Minen oder auf Feldern. Viele sterben an Hunger und Überlastung. Der Film hinterfragt, ob die Atommacht Nordkorea wirklich die militärischen Fähigkeiten hat, die Weltordnung zu verändern, und macht darauf aufmerksam, dass Kim Jong-un sehr viel unternimmt, um nicht länger unterschätzt zu werden.
Vier Nordkoreanern gelingt die Flucht. Sie berichten exklusiv, wie sie unter der Diktatur gelitten haben. Die Analyse von Satellitenbildern unterstreicht ihre bewegenden Erinnerungen. Die offiziellen Bilder zeigen Nordkorea im Aufschwung. Die Aussagen der Flüchtlinge und die Satellitenaufnahmen zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild: Luxus für eine Minderheit und harter Alltag für die Mehrheit. Wie ist das Leben in Nordkorea wirklich? In der Hauptstadt Pjöngjang zeigt sich Nordkorea von seiner besten Seite. Als Schülerin nimmt Na Min-hee an zahlreichen Massenveranstaltungen teil, für die sie Gesänge und Choreografien einüben muss. Die Bevölkerung der Hauptstadt genießt Privilegien, muss sich diese aber über bedingungslosen Gehorsam verdienen. Auf Satellitenbildern ist erkennbar, wie Staatschef Kim Jong-un die Stadt modernisiert. Kwon Hyo-jin lernt die Realität Nordkoreas am eigenen Leib kennen: Erst nimmt er als Panzerfahrer an Aufmärschen in der Hauptstadt teil. Dann fällt er in Ungnade und landet in einem Straflager. Vermutlich mehr als 100.000 Menschen leben in solchen Lagern und leisten schwere Zwangsarbeit. Es ist unter anderem ihre Arbeit, die der Elite im Land ein Leben im Luxus ermöglicht. Bilder-Analyst Martyn Williams sieht auf Satellitenbildern, wie luxuriös die Kim-Familie residiert. Die restliche Bevölkerung dagegen muss ums Überleben kämpfen. Als in den 1990er-Jahren Hunderttausende an Hunger sterben, entsteht ein flächendeckendes Schwarzmarktsystem. Seon-ju berichtet, wie sie selbst zur Schmugglerin von Waren aus China wird. Allen Protagonisten des Films ist die Flucht vor 2019 gelungen. Sie berichten in der ZDFinfo-Doku frei über ihr Leben in Nordkorea. Menschenrechtsaktivisten ergänzen, was sie durch die Befragung von vielen anderen Nordkorea-Flüchtlingen über das Leben im Land herausgefunden haben. Der Film vereint die persönlichen Schicksale derer, die Kims Hölle entkamen, mit den nüchternen Analysen der Experten und mit Satellitenbildern, um das wahre Gesicht Nordkoreas zu zeigen.
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Am 8. März 2014 verschwindet der Malaysia-Airlines-Flug 370 nach dem Start spurlos vom Radar. An Bord sind 239 Menschen. Der Vorfall ist bis heute das größte Rätsel der zivilen Luftfahrt. Bis zum plötzlichen Verschwinden von MH370 handelt es sich um einen Routineflug von Kuala Lumpur nach Peking. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Für die Angehörigen ist diese Ungewissheit schwer zu ertragen. Keiner kann ihnen sagen, ob die Passagiere noch leben. In den Stunden nach Abbruch des Funkkontakts versucht das Krisenmanagement der Airline erfolglos, die verschollene Maschine zu orten oder herauszufinden, was an Bord passiert ist. Auch die Ermittler der Flugsicherung rätseln, wie ein Flugzeug verschwinden kann, ohne dass Pilot oder Crew einen Notruf absetzen oder einen Zwischenfall melden. Derweil stürzt sich die Presse auf die Familien, die in Peking vergeblich auf die Ankunft ihrer Verwandten warten. Einer von ihnen ist Ghyslain Wattrelos, dessen Frau zusammen mit zwei ihrer drei Kinder an Bord war. Für den Franzosen beginnt wie für die übrigen Angehörigen der 239 Vermissten das qualvolle Warten auf Antworten. Er hofft, die Maschine habe lediglich notlanden müssen. Doch je mehr Zeit ohne ein Lebenszeichen vergeht, desto wahrscheinlicher wird eine Tragödie. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Auch Tage nach dem Verschwinden von MH370 herrscht weiter Ungewissheit über das Schicksal der Passagiere. Bei Angehörigen wächst die Verzweiflung, die Verantwortlichen wirken überfordert. Immer neue Theorien tauchen auf. Als Satellitenfotos angeblich Trümmer im Meer zeigen, scheint ein Absturz bewiesen. Doch die Suche vor Ort bleibt erfolglos. Kurz darauf wird publik, dass zwei Iraner mit falschen Pässen an Bord waren. Haben sie das Flugzeug entführt? Sofort stürzt sich die Presse auf die Terrorismus-Hypothese. Doch als Interpol die Identität der zwei Männer klären kann, ist auch diese Theorie widerlegt. In der Zwischenzeit melden sich Augenzeugen, die gesehen haben wollen, wie ein brennendes Flugzeug als Feuerball ins Meer stürzte. Doch auch in diesem Fall finden die Suchteams vor Ort keinerlei Hinweise oder Wrackteile. Für die Angehörigen wie Grace Nathan, deren Mutter an Bord war, gleichen diese widersprüchlichen Informationen einer emotionalen Achterbahnfahrt, zumal die internationalen Medien inzwischen rund um die Uhr live über jede neue Entwicklung berichten. Ein Artikel des "Wall Street Journal" gibt der verwirrenden Geschichte schließlich eine neue Wendung. Demnach soll die Maschine laut US-Ermittlern noch stundenlang nach Abbruch des Funkverkehrs weitergeflogen sein - allerdings in eine völlig andere Richtung. GPS-Daten der Airline bestätigen die Meldung. Hat die Maschine absichtlich umgedreht und einen neuen Kurs eingeschlagen? Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Bevor MH370 vom Radar verschwunden ist, hat die Maschine noch mehrere Wendemanöver durchgeführt. Schnell nehmen die Ermittler den Flugkapitän ins Visier - und finden belastende Indizien. Kapitän Zaharie Ahmad Shah besaß einen Flugsimulator, mit dem er zu Hause eine ähnliche Route übte. Zudem hatte er angeblich Eheprobleme und war depressiv. Doch Verwandte und langjährige Weggefährten des erfahrenen Piloten halten einen Suizid per Absturz für absurd. Derweil schockt Malaysia Airlines die Angehörigen zwei Wochen nach dem Verschwinden von MH370 mit der Erklärung, die Maschine sei westlich von Australien im südlichen Indischen Ozean abgestürzt und alle Passagiere seien tot. Zu dieser Annahme gelangen die Verantwortlichen mithilfe neuer Satellitendaten. Demnach sandte die vermisste Maschine mehrere Stunden lang nach Abbruch des Funkkontakts weiter ein elektronisches Signal an einen Satelliten, wodurch sich eine wahrscheinliche Flugroute berechnen ließ. Sofort werden Bergungsteams in das neue, erneut riesige Suchgebiet geschickt, um die Blackbox des Fliegers aufzuspüren. Mit ihren Daten könnte endlich die Wahrheit über Flug 370 aufgedeckt werden. Doch die Zeit drängt - denn die Batterien der Blackbox halten nur noch wenige Tage. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Die Suche nach MH370 im Indischen Ozean bleibt erfolglos. Ohne Beweis für einen Absturz klammern sich die Angehörigen an die Hoffnung - bis 2015 auf La Réunion das erste Wrackteil gefunden wird. Im Laufe der folgenden Monate werden in Afrika weitere Trümmer entdeckt. Teilweise beteiligen sich die Hinterbliebenen selbst an der Suche. Hilfe erhalten sie von einem australischen Abenteurer. Doch einige sind misstrauisch - was will der mysteriöse Fremde wirklich? Derweil bestätigt ein Team internationaler Experten durch eine Untersuchung im Labor, dass die gefundenen Wrackteile tatsächlich von der verschollenen Maschine stammen und monatelang im Wasser trieben. Hinweise auf eine mögliche Absturzursache geben die Funde allerdings nicht. Für die Angehörigen ist diese Ungewissheit frustrierend. Eine von ihnen, die Amerikanerin Sarah Bajc, übernimmt eine Führungsrolle unter den Hinterbliebenen und sorgt für mediale Präsenz. Zudem organisiert sie einen Spendenaufruf im Internet. Mit dem gesammelten Geld sollen Whistleblower, die aus Angst vor Konsequenzen noch schweigen, ermutigt werden, sich mit entscheidenden Hinweisen zu melden. Denn noch immer vermuten viele, dass die Behörden ihnen etwas verheimlichen. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Knapp drei Jahre nach dem Verschwinden von MH370 wird die Suche Anfang 2017 ergebnislos eingestellt. Ein Jahr später legen die Ermittler ihren mit Spannung erwarteten Abschlussbericht vor. Doch in dem Bericht finden sich keinerlei neue Erkenntnisse. Eine Beteiligung Dritter wird nicht ausgeschlossen. Einige Angehörige wie Ghyslain Wattrelos geben sich damit nicht zufrieden. Er ermittelt auf eigene Faust und stößt auf eine merkwürdige Fracht an Bord. Zusammen mit der Journalistin Florence de Changy befasst sich der Franzose, der durch MH370 seine Frau und zwei Kinder verlor, mit einer Ladung, die unter mysteriösen Umständen ohne Sicherheitskontrolle an Bord des Fliegers gelangt sein soll. Laut offiziellen Angaben handelte es sich dabei um elektronische Artikel. War diese Fracht vielleicht so wertvoll, dass eine ausländische Macht das Flugzeug abfing, damit sie Peking nie erreicht? Derweil erzählen an der Suche Beteiligte wie Peter Foley, ehemaliger Chef-Ermittler der australischen Flugsicherheitsbehörde, von den widrigen Umständen auf hoher See für die Teams im Indischen Ozean. Er erklärt, warum die Beschaffenheit des Meeresbodens im mutmaßlichen Absturzgebiet die Suche so erschwert hat. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
2022 kehrt der Abenteurer Blaine Gibson nach Madagaskar zurück und entdeckt ein Wrackteil, das seltsame Schäden aufweist und wertvolle Hinweise auf die letzten Minuten von MH370 geben könnte. Im Laufe der Jahre werden über 30 Wrackteile gefunden. Mit ihrer Hilfe wollen Experten rekonstruieren, was mit dem Flugzeug passiert ist. Auch für die Angehörigen ist das eine wichtige Frage. Mussten die Passagiere vor dem wahrscheinlichen Absturz leiden? Auch acht Jahre nach ihrem Verschwinden bleibt Malaysia-Airlines-Flug 370 verschollen. Die Trümmer, die man entlang der Ostküste Afrikas in Ländern wie Tansania und auf Inseln wie Mauritius fand, scheinen lediglich zu belegen, dass die Maschine irgendwo im südlichen Indischen Ozean ins Meer gestürzt ist. Das widerspricht der Theorie, das Flugzeug sei bereits kurz nach dem Start über dem Südchinesischen Meer abgeschossen worden. Auch die Fracht an Bord wird von den Ermittlern als unverdächtig eingestuft. So müssen die Angehörigen wie Ghyslain Wattrelos und Grace Nathan lernen, mit dem Verschwinden von geliebten Menschen zu leben. Im Abschluss der Reihe erzählen sie, wie sie mit dem tragischen Verlust umgehen, den sie durch das bis heute größte Rätsel in der Geschichte der Luftfahrt erlitten haben. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte voller Lügen. Um die Welt zu täuschen, zu manipulieren. Das hat nirgendwo größere Tradition als in der Politik. Und bei manchen scheint es, als wüssten sie selbst oft nicht mehr, was Wahrheit und was Lüge ist. Einer darf da nicht fehlen: Donald Trump. Der steht unter Rekord-Verdacht. Kein US-Präsident vor ihm hatte je ein so gespanntes Verhältnis zu den Medien. Mehr als 1000 falsche oder irreführende Behauptungen in den ersten acht Monaten seiner Amtszeit attestierte ihm die "Washington Post". Ein Blick auf die Geschichte zeigt: Falsche Informationen gehören seit jeher zum Politikbetrieb dazu. Die Dokumentation "Die sieben großen Lügen der Geschichte" schaut auf besonders spektakuläre Fälle. Sieben Fälle, in denen Lügen Geschichte machten: wie sich die früheren Päpste mittels Fälschung ihre Macht sicherten, wie die Verlierer des Ersten Weltkrieges ihre Niederlage in einen Sieg ummünzten und wie eine Lüge zum Kriegsauslöser wurde. Denn die Lüge ist schon lange ein erprobtes Mittel im Kampf um Macht.
Die Idee, Menschen zu beeinflussen, sie zu lenken und zu manipulieren, gibt es schon lange. "Terra X History" blickt zurück auf die Geschichte der Propaganda. Symbole und Schlagworte, Lügen und Desinformation können zu Mitteln der Propaganda werden - und zu Waffen der Politik. Die Methoden von Manipulation und Täuschung sind dabei stets eng verflochten mit der Entwicklung der Medien. Schon Martin Luther machte Stimmung mit kruden Karikaturen über Papst und Kurie, die er auf Flugblättern unters Volk bringen ließ. Das Prinzip hat sich im Lauf der Jahrhunderte kaum verändert: eingängige Botschaften, die sich im Kopf des Publikums verankern. Von der Selbstdarstellung des genialen PR-Strategen Napoleon über die hasserfüllte Hetze der Nationalsozialisten bis hin zum Kalten Krieg, der in Propagandabotschaften befeuert wurde. Die Reichweite der Propaganda wuchs stetig, bis sie im Social-Media-Zeitalter förmlich alle Grenzen sprengte. Das zeigt auch der Wahlkampf in den USA: Er ist geprägt von Botschaften, die im Netz viral gehen. Ob sie wahr sind oder propagandistische Verzerrungen verbreiten, ist dagegen zweitrangig. Zahlreiche Medienstrategen und Politiker setzen auf "gefühlte Wahrheiten" und hoffen, dass ihre Propaganda sich mit Erfolgen an der Wahlurne auszahlt. Die Gefahren für eine offene Gesellschaft sind absehbar. In einem Streifzug durch die Geschichte der Propaganda blickt "Terra X History" zurück auf besonders wirkungsvolle Strategien und Fälle, ordnet sie historisch ein und geht der Frage nach, vor welchen Herausforderungen wir derzeit stehen.
Deutsche Verschwörungsmythen: Reichsbürger und Querdenker
D 2023
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Verschwörungsmythen finden auch in Deutschland Anhänger. Sie sehen die Coronapandemie und andere Krisen als Beleg, dass dunkle Mächte im Hintergrund böse Pläne schmieden. Viele Menschen suchen simple Erklärungen für komplexe Probleme: In Verschwörungsmythen glauben sie, schlüssige Antworten zu finden. Die Versatzstücke dieser Mythen ähneln sich weltweit. Doch es gibt auch rein deutsche Phänomene: zum Beispiel die "Reichsbürger". Die Coronapandemie mobilisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Kritiker gegen die Regierungsmaßnahmen. Sie trafen sich zu großen Demonstrationen, bei denen die Vielfalt der Teilnehmer überrascht: Neben sogenannten Querdenkern, die auf ihre individuellen Rechte pochen, finden sich Rechtsextreme und sogenannte Reichsbürger ebenso wie Esoteriker, Linke, Libertäre und Althippies. Viele Menschen suchen angesichts zahlreicher Krisen nach Orientierung. Scheinbar einfache Antworten auf vielschichtige Fragen vermitteln das Gefühl, dass man die Welt durchschaue und dadurch wieder Kontrolle über sein Leben gewinnen könne. Verschwörungstheorien sind ein weltweites Phänomen. Sie erklären scheinbar die Welt und bedienen sich seit Jahrzehnten ähnlicher kruder Elemente und Motive: geheime Bünde, im Hintergrund agierende böse Mächte, konspirierende Superreiche, weltweit agierende Konzerne, Strippenzieher aus der Hochfinanz. Dabei greifen Verschwörungsideologen oft auch auf antisemitische Stereotype zurück. In Deutschland sind zudem antiamerikanische Ressentiments prägend für viele Narrative. Der Film lässt einige Vertreter solcher Verschwörungsmythen zu Wort kommen, zeichnet Traditionslinien in diesem Denken nach. Experten beschreiben und analysieren die Denkmuster verschiedener Gruppen. Vor allem aber zeigt die Dokumentation, welche Phänomene besonders in Deutschland eine Rolle spielen. Die Gedankenwelt der "Reichsbürger" ist ein spezifisch deutsches Phänomen. Sie sehen den deutschen Staat als illegitim an und verleumden ihn als Statthalter fremder Interessen. Gleichzeitig träumen sie sich in ein vermeintliches Ideal des untergegangenen Deutschen Reiches zurück.