Die Welt des Allerkleinsten ist die Welt der Quanten. Die heutige Technik ist ohne unser Wissen darüber nicht denkbar. In der Zukunft könnte sie unser aller Leben sogar revolutionieren. Dieses Jahr feiern wir 100 Jahre Quantenphysik. Harald Lesch erforscht ihre damalige und jetzige Bedeutung. Mit dem Nobelpreisträger Ferenc Krausz erkundet er, wohin uns die Quantenforschung noch führen wird - jenseits unserer Vorstellungskraft. Anfang der 1920er-Jahre stießen sehr junge und begabte Physiker zu den bekannten Professoren dieser Zeit. Viele berühmte Wissenschaftler - wie Niels Bohr und Albert Einstein - hatten sich bereits mit der rätselhaften Welt der Quanten befasst. Sie scheiterten aber daran, den Durchbruch mithilfe der bis dahin bekannten Gesetze der Physik zu erzielen. Im Juli 1925 veröffentlichte der junge Werner Heisenberg schließlich seine Quantentheorie. Er zeigte, dass Objekte der atomaren Welt eine "Doppelnatur" haben: Mal verhalten sie sich als Teilchen, mal wie eine Welle. Dazwischen gibt es einen Zustand der "Unschärfe", in dem sie beides sein können - es sind Quanten. Das sprengt unsere Alltagserfahrung und Vorstellungskraft. Nur mittels rein abstrakter Mathematik lassen sich die seltsamen Phänomene im Allerkleinsten erklären. Dank dieses Wissens konnte man Lasertechnologie, Mikrochips und auch Smartphones entwickeln. Am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching trifft Harald Lesch den Nobelpreisträger Ferenc Krausz. 2023 wurde er mit dem Preis für Physik ausgezeichnet. Er und sein Team nutzen eine spezielle Lasertechnologie, um hochpräzise Blutanalysen zu entwickeln, die Krankheiten möglichst früh erkennen sollen. Das Ziel ist, möglichst die komplette molekulare Zusammensetzung einer Blutprobe erfassen zu können. So will man viel früher und viel genauer Hinweise auf krankhafte Veränderungen finden. Wie weit ist diese Forschung bereits? Und was hat die seltsame Welt der Quanten damit zu tun? Mithilfe der Quantenphysik forscht man auch an der Herstellung neuer Materialien, die immer kleinere und leistungsstärkere Rechner ermöglichen: Quantencomputer. Sie übertreffen die Leistung selbst der stärksten herkömmlichen Superrechner um ein Millionenfaches. Das birgt auch Gefahren. Was, wenn die Superrechner zum Knacken von Passwörtern eingesetzt werden? In Sekundenbruchteilen ließen sich selbst die sichersten Passwörter entschlüsseln. Kein Computer wäre mehr vor einem Angriff sicher. Und dann? Harald Lesch zeigt, dass die Welt der Quanten nicht nur etwas für Spezialistinnen und Spezialisten ist. Selbst wenn wir sie nicht komplett verstehen, spüren wir ihre Wirkung. Damit wir auch in Zukunft die technischen Entwicklungen kritisch begleiten können, müssen wir in der Lage sein, Chancen und Risiken einzuschätzen. Wir sind auf dem Weg in neue Sphären, die nicht nur die Medizin und Kommunikation revolutionieren, sondern auch in viele weitere Bereiche unseres Lebens eingreifen werden.
Sie sind jung, mutig und haben mit ihren Geschäftsideen früh den Durchbruch geschafft. Leo, Moritz und Jerome sind erfolgreiche Unternehmer und genießen ein Leben im Luxus. Leo Eberlin entwirft Diamantschmuck, seit sie 24 ist. Moritz Schirdewahn ist als Internetstar "HeyMoritz" berühmt geworden und vertreibt dazu eine eigene Kaugummimarke. Jerome Böker handelt mit Luxussportwagen, die bis zu einer Million Euro kosten. Leo Eberlin (37) kommt mit 17 Jahren aus Köln nach Berlin. Sie schlägt sich mit Aushilfsarbeiten durch, holt ihr Abitur nach und jobbt bei einem Juwelier. Da beginnt ihr Traum: Sie macht sich selbstständig mit dem Schmucklabel "Leo Mathild". Mit 24 Jahren verkauft sie in einem kleinen Ladenlokal auf 60 Quadratmetern ihre ersten, selbst designten Stücke. Heute residiert sie mit ihrem Ehemann, dem Diamantenhändler Steven Neuman, in bester Lage am Kurfürstendamm auf 400 Quadratmetern Bürofläche und verkauft Schmuck über zwei Onlineshops. "Was von außen aussieht wie ein Erfolg über Nacht, hat tatsächlich acht Jahre gedauert", erzählt sie. Heute reist das Paar um die Welt, um die besten Diamanten zu ergattern, und wohnt in einer eigenen, herrschaftlichen Beletage im Grunewald, die mehrere Millionen gekostet hat. "HeyMoritz" (23) hat im Alter von zehn Jahren seine ersten Videos bei YouTube hochgeladen. "Die haben mal zehn, mal hundert Leute angeklickt", erinnert er sich. Dann kommt ihm die Idee, sein Leben in täglichen Videos zu dokumentieren, und schnell kommt auch der Erfolg. Heute folgen ihm allein bei YouTube zwei Millionen Fans, und die Videos werden immer aufwendiger. Bis zu 60.000 Euro kosten seine Filme in der Produktion. Neben dem YouTube-Geschäft hat er eine eigene Kaugummimarke gegründet, 30 Mitarbeiter beschäftigt er in Berlin mit Design und Vertrieb. Trotzdem erscheint jeden Freitag ein neues Video von ihm. Am liebsten tritt er gerade in Challenges gegen seinen Freund und YouTuber "Lewinray" an. "Lewin und ich, wir sind vor der Kamera wie Zwölfjährige", sagt Moritz, und da ist was dran. Moritz wohnt allein auf 100 Quadratmetern in bester Lage von Köln, und er lässt seine Familie an seinem Wohlstand teilhaben. Zum 80. Geburtstag schenkt er seiner Oma Moni ein Auto. Jerome Böker (32) hat schon immer ein Faible für Motoren. Als kleiner Junge fährt er Motocrossrennen und hilft seinem Vater in einer Lkw-Werkstatt. Mit 18 Jahren kauft er einen defekten Pick-up für 3000 Euro. Zusammen mit seinem Vater restauriert er das Fahrzeug und verkauft es nach ein paar Monaten für 6000 Euro weiter. "Ich habe das Geld mal eben verdoppelt, und dann habe ich ein bisschen Blut geleckt, und dann ging das weiter", erinnert sich Jerome. Er lernt schnell, dass mit Autos gut Geld zu verdienen ist. Neben dem Studium restauriert er weiter amerikanische Oldtimer. Aber er begreift auch, dass er mit dieser zeitaufwendigen Arbeit nicht reich werden kann. Doch Jerome will reich und unabhängig sein, und Autos sind seine Leidenschaft. Mit 100.000 Euro Eigenkapital beginnt er, mit gebrauchten Porsches zu handeln. In einer schmucklosen Halle gründet er mit 24 Jahren "JB-Motors" und steckt die ersten Gewinne sofort in den Ankauf neuer Fahrzeuge. Der Laden läuft, und jedes Jahr verdoppelt sich sein Umsatz. Seit beide 16 waren, ist seine Freundin und heutige Ehefrau Tamie an seiner Seite, die die Buchhaltung macht. Heute stehen Lamborghinis, Ferraris, McLarens und Porsches in seinem neu gebauten, zwei Millionen teuren Showroom, und seine Kunden kommen aus ganz Europa, um bei ihm einzukaufen oder ihm ihre Autos zu verkaufen. Die "ZDF.reportage" begleitet die jungen Geschäftsleute in ihrem Alltag, erzählt ihren Werdegang und gibt Einblicke ins Privatleben der Vermögenden.
Wenn es zum Ernstfall kommt, sind die Panzergrenadiere der Bundeswehr mit dem Schützenpanzer Puma an vorderster Front. Der Kampfpanzer Leopard kämpft aus größerer Distanz. Der Panzer: Die Bundeswehr plant weiter mit dem schweren Gefährt. Sie hat mit dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard zwei hochmoderne Modelle. Die richtige Ausbildung in Technik und Taktik verlangt den Soldaten alles ab. Panzer findet man in bewaffneten Konflikten rund um die Welt an vorderster Front. Bei der Bundeswehr gibt es den Schützenpanzer Puma mit seiner Kampftruppe im Gepäck, die jederzeit außerhalb des Panzers in den Kampf eingreifen kann, und den Kampfpanzer Leopard, der einzeln, zu viert als Zug oder im Verbund mit dem Schützenpanzer kämpfen kann. In der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es in der Folge "Panzerfahrer im Gelände" um Panzer, die Soldaten darin und um die Ausbildung. Der Alltag der Panzergrenadiere ist hart. Die Soldatinnen und Soldaten üben fast ausschließlich draußen im Feld - bei jedem Wetter. Das geht teils mehrere Tage und auch die Nacht hindurch. Im Gelände müssen sie sich schnell bewegen und perfekt zusammenarbeiten. Sie tragen schwere Ausrüstung und müssen mit hoher Geschwindigkeit durch Wälder, Schützengräben oder Straßenschluchten. Jeder Schritt muss sitzen, damit im Ernstfall alles klappt. Bevor es aber ins Feld geht, lernen die Soldaten unterschiedliche Situationen erst einmal am Simulator. Der Raum ist gestaltet wie das Innere des Panzers. Die Soldaten reagieren auf Situationen am Bildschirm. Dort erscheinen Feinde, Hindernisse oder schwieriges Gelände. Die Panzergrenadiere reagieren darauf, als wären sie wirklich im Einsatz. Besonders eindrucksvoll ist der Leopard-Kampfpanzer. Hier wird mit großem Kaliber geschossen - kilometerweit. In der Gefechtsübung müssen die Soldaten mit Nebelwerfern und taktischen Manövern richtig reagieren. Um, wenn es hart auf hart kommt, für den anderen alles zu geben, ist den Soldaten die Kameradschaft besonders wichtig. Sie vertrauen einander und halten zusammen - im Training wie im Privatleben. Es wird klar: Der Dienst am Panzer ist anspruchsvoll, aber auch geprägt von großem Teamgeist, Verantwortung und einem starken Gefühl von Zusammenhalt. Heute wie in Zukunft.
Die deutsche Marine verteidigt vor allem die Ostsee. Dafür gelten bei der Bundeswehr die höchsten Ausbildungsstandards. Die größte Herausforderung hierbei ist das Gefechtstraining. Jeder hat eine genaue Aufgabe an Bord einer Fregatte. Bei einer Gefechtsübung wird für die äußere und innere Sicherheit gesorgt. Im U-Boot dagegen fehlt jeder Luxus. Dort leisten die Soldaten auf engstem Raum, ohne Sonnenlicht und unter Wasser ihren Dienst. Die Marine und die Ostsee - ein Herz und eine Seele. Seit der Wikingerzeit ist die Ostsee ein wild umkämpftes Gebiet um Handelswege, Rohstoffe und nicht zuletzt militärische Macht. Die deutsche Ostsee zu verteidigen - zu Wasser, unter Wasser, in der Luft und an den Küsten -, ist seit jeher Aufgabe der deutschen Marine. In dieser Folge der zweiteiligen Serie "Einsatzbereit - Ausbildung bei der Bundeswehr" geht es um die Marine und deren aufwendige und höchst komplexe Ausbildung. Der Film begleitet junge Frauen und Männer auf der Fregatte "Sachsen-Anhalt" bei ihrem Werdegang von einer einfachen Schiffsbesatzung zu einer Kriegsschiffbesatzung. Das heißt: hartes Gefechtstraining auf deutschen Gewässern - bis hin zum Einsatz für die Vereinten Nationen an der Küste vor dem Libanon. Hanna ist Fregattenkapitänin, aber auch Mutter von zwei kleinen Töchtern. Lange Auslandseinsätze und ständige Bereitschaft muss sie trotzdem meistern. Ihr Beruf ist ihr wichtig. Dasselbe gilt für Koch Jimmy. Mit frischen Brötchen an Bord die Mannschaft bei Laune zu halten, ist nicht sein einziger Job. Bei einem Gefecht ist er zusätzlich Sanitäter. Der Traum, U-Boot-Kommandant zu werden, kann bei der Marine Wirklichkeit werden. Aber nur wenige schaffen die harte Ausbildung. Das fängt für Oberleutnant zur See, Jonas, schon beim Schwimmtraining in Uniform an. Eine Stufe höher gibt es dann das Training am Simulator. Aber keiner der Soldatinnen und Soldaten kann sich zu dem Zeitpunkt vorstellen, wie es wirklich ist, in einem engen U-Boot mit minimaler Ausstattung und ohne eigenes Bett wochenlang in der Dunkelheit der Tiefsee zu operieren. Und das möglichst lautlos. Der Film zeigt den harten Alltag der deutschen Marine an Bord.
Clans in Berlin sind oft eine abgeschottete Gemeinschaft und verüben immer wieder spektakuläre Straftaten. Es ist eine Parallelgesellschaft, in der eigene Regeln und Gesetze herrschen. Getragen von patriarchalen Strukturen, sind einige dieser Großfamilien mafiaähnlich organsiert: Ihr kriminelles Repertoire reicht vom Drogen- und Waffenhandel über Geldwäsche bis hin zum Auftragsmord. Doch wie sieht das Leben innerhalb der Clans wirklich aus, auch fernab der Kriminalität? "Blutsbande - Clans in Berlin" gewährt exklusive Einblicke in eine verborgene Welt: Ein Familienoberhaupt, einer der KaDeWe-Räuber und ein Vermittler, der die Deals einfädelt, zeigen ihren Alltag. Auch völlig unbescholtene Familienmitglieder kommen zu Wort. Was bedeutet es für junge Menschen, in einer solchen Familie aufzuwachsen, nicht selten hin- und hergerissen zwischen eigener Persönlichkeit und familiärer Beistandspflicht? Für manche ist der Nachname sogar so etwas wie ein Fluch, der das ganze Leben bestimmt. Ein Filmteam hat die Arbeit der Ermittler einer Sondereinheit monatelang begleitet. Die dreiteilige Doku wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Jedes fünfte Verbrechen im Bereich der Organisierten Kriminalität in Berlin geht auf das Konto von Clanfamilien. Die Fahnder erhöhen den Druck - ZDFinfo hat Ermittlerteams exklusiv begleitet. Adham Charaby ist der Kopf einer sogenannten Intelligence Unit beim LKA. Mit seinem Team analysiert er die komplizierten Familiengeflechte und stellt Verbindungen zwischen verschiedenen Straftaten her. Die Erkenntnisse münden in Großrazzien gegen die Clanszene. Der Kampf gegen kriminelle Großfamilien ist für die Ermittler extrem schwer zu führen. Da sind zum einen Regelungslücken im Strafgesetzbuch, aber es gibt auch ganz praktische Probleme: Einen verdeckten Ermittler kann man eben nicht in eine Familie einschleusen. Nur selten haben die Ermittler das Glück, dass Insider auspacken. So geschehen nach dem berühmt gewordenen Raubüberfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. Exklusiv spricht einer der Täter erstmals über den spektakulären Coup, bei dem er und seine Familie in nicht einmal eineinhalb Minuten Schmuck im Wert von über 800.000 Euro erbeuteten. Eine Haftstrafe hat er verbüßt, doch jetzt droht neuer Ärger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in zwei Verfahren gegen ihn. Sein Anwalt Burkhard Benecken ist ein bekannter Strafverteidiger, der sich selbst "Clan-Anwalt" nennt. Er ist sehr nah dran an einer Szene, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Treffen in konspirativen Wohnungen, Bargeldtransfer für Kautionszahlungen: Sein Alltag unterscheidet sich stark von dem anderer Anwälte. Die Ursache für die Straffälligkeit seiner Mandanten sieht Benecke in rechtlichen Regelungen, die es ihnen verbieten, in Deutschland zu arbeiten. Mittlerweile operieren die kriminellen Clanfamilien nicht mehr nur im Bereich von Raub, Drogenhandel und Schutzgelderpressung. Dazugekommen sind zum Teil komplexe Wirtschaftsstraftaten, zum Beispiel im Gebrauchtwagenhandel. Undercover nähern sich Reporter diesem Phänomen. Nach einer Razzia verfolgen die Ermittler zudem eine neue Spur. "Blutsbande - Clans in Berlin" wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Arabische Großfamilien sind für viele ein Mysterium. Doch wie sieht ihr Alltag wirklich aus? Einblicke in eine Welt im Spannungsfeld zwischen Tradition und dem Wunsch nach Individualität. Die Familienmitglieder in diesem Film sind stolz auf ihren Nachnamen, der für manche aber auch zum Fluch geworden ist. Denn sie leiden unter den Straftaten ihrer Verwandten, fühlen sich in Sippenhaft genommen - auch für jene, die sie gar nicht kennen. So ergeht es auch Hassan Chahrour. Er gehört zu einer in Polizeikreisen bekannten Großfamilie, die manche einen Clan nennen. Hassan fühlt sich diskriminiert, von Polizei und Staatsschutz zu Unrecht in den Fokus genommen. Dabei ist er auf der Suche nach seiner eigenen Rolle in der Familie, emanzipiert sich von althergebrachten Regeln, was manchmal gar nicht so leicht ist. Eine Situation, die viele Teenager aus Großfamilien kennen. Abschottung und die Fokussierung auf die eigene Familie können zum Problem werden, wenn sich der Kontakt zur Außenwelt auf Behördengänge und Schulbesuch der Kinder reduziert. Die Konsequenzen daraus erlebt die Lehrerin einer Berliner Grundschule beinahe täglich. Die Kinder seien kaum zu bändigen, normale pädagogische Maßnahmen zeigten keine Wirkung. Hinzu kommt, dass viele Lehrer Angst vor den Clanfamilien haben. Diese Episode gibt Einblick in das alltägliche Leben sogenannter Großfamilien. Ein Oberhaupt, das Geld unter anderem damit verdient, Schulden einzutreiben, demonstriert sein Werteverständnis und macht klar: Seine Söhne dürften von seinen Geschäften nichts erfahren. Hassan Chahrour träumt unterdessen von einer Karriere als Schauspieler. Bisher hat er als Kleinstdarsteller in Serien mitgewirkt, nun produziert ein Familienangehöriger einen Film. Hassan spielt darin ein Clanmitglied, das die Ehre seiner Familie verteidigt. "Blutsbande - Clans in Berlin" wirft einen Blick hinter die Kulissen einer echten Parallelgesellschaft, die mit kriminellen Aktivitäten immer wieder von sich reden macht. Aber zeigen die Schlagzeilen das ganze Bild? Die Doku-Reihe beleuchtet Herkunft, Zusammenhalt und Einstellungen der Clans in Berlin.
Fußball im Stadion: Emotion und Spannung pur. Tausende vereint in Jubel, Wut und Enttäuschung. Wer sammelt sich dort friedlich, und wo überschreitet die Leidenschaft Grenzen? Im Fußballstadion treffen sie alle aufeinander: Akademiker und Arbeitslose, frenetische Ultras und Familien mit Kindern. Gleichzeitig ist das Stadion allzu oft Ort von Grenzüberschreitungen, verbotener Pyrotechnik und Gewalt. Die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochsicherheitsspielen sind nirgendwo sonst so hoch wie beim Fußball. Die Autoren Mario Kottkamp, Kristian Sommer und Kameramann Joscha Lienen sind langjährige Kenner der Fußballszene und bei Fans und in den Vereinen bestens vernetzt. Sie schauen mit exzellenten Zugängen in den Kosmos der Fußballfans, Ultras und der Szenerie dahinter: Was treibt sie an? Was lieben sie? Was hassen sie? Die Dokumentation ist nah dran an den Emotionen rund um die Spiele und zeigt die Menschen dahinter. Fanforscher, Experten und Verantwortliche ordnen ein, historische Archive zeigen die Entwicklung von Fanszenen, Ultras und Hooligans über die vergangenen Jahrzehnte: Wie hat sich das "Phänomen Ultras" in den letzten Jahren verändert? Was sind Unterschiede zwischen Ultras und Hooligans? Wie sind diese Fangruppen organisiert? Und wie sicher ist das Stadionerlebnis Fußball heute noch? Die Dokumentation "Inside Fankurve" lässt diejenigen zu Wort kommen, über die oft aus der Ferne geurteilt wird - ein Blick in eine Szene, bei der das Herz für den Fußball am lautesten schlägt.
Fußball - das ist Adrenalin, Emotion und für viele Fans ihr allerliebstes Hobby. Doch immer häufiger gerät der Sport unter Druck von Extremen, vor allem aus dem rechten Spektrum. Immer offener wird in den deutschen Fußballstadien radikale Gesinnung zur Schau gestellt: in Ost und West, von der Bundesliga bis zur Kreisliga. Wie sehr wird der Sport bewusst für radikale Meinungsmache von rechts missbraucht? Der deutsche Fußball feiert ungebremst Erfolge in Sachen Ticketverkäufe, Einschaltquoten und TV-Deals. Auch die unteren Ligen haben ihre feste Anhängerschaft und treue Fans. Die Schattenseite: Es mehren sich negative Schlagzeilen von den Rängen. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, die mit dem Sport wenig zu tun haben. Mehr als in anderen Sportarten scheinen im Fußball gesellschaftspolitische Dynamiken sichtbar zu werden. Ex-Neonazi Philip Schlaffer war 20 Jahre lang in der rechtsextremen Szene aktiv, angefangen als Hooligan in den Fußballstadien. Der Insider gibt Einblicke in die Verbindung zwischen Fußball und Rechtsextremismus, in die verführerischen Mechanismen und in das Vorgehen der neuen rechten Strömungen. Mitten im Ruhrgebiet begleitet das Filmteam einen Kreisliga-Verein, der sich offen gegen Rechtsextremismus positioniert. Die Amateurkicker vom SK Bochum um Trainer Bastian Böcker haben Schlagzeilen gemacht, als sie Ende 2024 bei einem Spiel nicht angetreten sind, weil der gegnerische Verein offenbar rechtsradikale Gesinnung zuließ. Ein Vorfall, der Folgen hatte. Auch im Osten Deutschlands spüren die Amateurvereine den zunehmenden Druck. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Maja Wallstein ist Extremismus-Expertin und gleichzeitig als Schiedsrichterin im Fußball aktiv. Sie gibt Einblicke in ihre Arbeit, in der sie einen deutlichen Rechtsruck wahrnimmt. Dass vermehrt gerade Amateurvereine ins Visier der Rechten geraten, bestätigt auch die Kriminologin Dr. Thaya Vester von der Universität Tübingen. Denn diese stehen weniger im Fokus als Profiligen und haben keine ausreichenden Kapazitäten, Vorfälle aufzuarbeiten. Am Beispiel des Chemnitzer Fußballklubs zeigt die Dokumentation "Inside Fankurve", wie aus tief verankertem rechtem Gedankengut in Teilen der Anhängerschaft physische Gewalt werden kann: Bei der sogenannten Hetzjagd von 2018, die weltweit für Schlagzeilen sorgte, organisierten mehrere hundert rechte CFC-Fans die offene Jagd gegen ausländisch aussehende Passanten in der Stadt. Und auch heute noch kämpft der Verein gegen rechtsextreme Tendenzen in den eigenen Reihen. Beim Heimspiel des CFC gegen den linksorientierten Klub Carl Zeiss Jena in der Regionalliga Nordost gibt es ein Polizeiaufgebot wie bei einem Bundesligaspiel. Am Rande des Spiels gibt Felix Müller vom Bündnis "CFC-Fans gegen Rassismus" einen Einblick in die heutige Situation in Chemnitz. Der Traditionsverein Schalke 04 spielt mittlerweile in der 2. Bundesliga. Der Verein hat den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in seine Satzung aufgenommen. Seit 2020 gibt es bei jedem Heimspiel die "#STEHTAUF-Anlaufstelle" für Extremismus jeglicher Art. Für ZDFinfo darf erstmals ein Kamerateam die sensible Arbeit vor Ort bei einem Heimspiel begleiten. Expertinnen und Experten ordnen die Entwicklungen ein und zeigen auf, welch entscheidende Rolle der Fußball als Brennglas der Gesellschaft spielt. Ein Phänomen, das nicht neu ist, sondern eine Historie hat, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus zurückreicht. Für die ZDFinfo-Dokumentation "Inside Fankurve - radikal und extrem" hat das Team von Dezember 2024 bis August 2025 in ganz Deutschland von den unteren Amateurligen bis hoch in den deutschen Profifußball gefilmt. Der Film zeigt auf, wie sehr der deutsche Fußball aktuell mehr und mehr unter Druck von Rechtsextremen gerät und wie der Kampf dagegen die Vereine oft an ihre Grenzen bringt.
Abhängig auf Rezept: Besonders unter Jugendlichen wächst das Interesse an starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln wie Tilidin und Xanax - auch auf dem Land. Mit tödlichen Nebenwirkungen. Schätzungsweise 2,9 Millionen Menschen in Deutschland haben einen problematischen Medikamentenkonsum. Brian ist abhängig von Tilidin, Xanax und Valium. Er steht kurz vor dem Entzug. In der Musik des Rap-Stars T-Low ("Sehnsucht") sind Drogen ein fester Bestandteil. Provinz im Rausch: Die Pfalz im Südwesten von Deutschland ist geprägt von malerischen Wäldern, Weinbergen und Schlössern. Doch auch dort ist auffallend, dass Medikamente wie Tilidin, Codein oder Xanax unter jungen Menschen immer mehr zur Szenedroge werden. Der Soundtrack dazu kommt von Rappern wie Capital Bra ("Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen") oder T-Low mit seinen "Benzo Diaries". Der Film trifft Brian (24) aus Pirmasens, für den ein Leben ohne starke Medikamente nicht mehr möglich ist. Nach Jahren in der Abhängigkeit will er endlich den Entzug schaffen. Mit 15 stößt Brian bei Instagram auf "Lean" - ein süßes lilafarbenes Getränk, gemischt aus Limonade, codeinhaltigem Hustensaft und einem Beruhigungsmittel. Fertig ist das Szenegetränk des Deutschraps, mit dem auch T-Low (23) immer wieder in seinen Musikvideos und bei Instagram posiert, wo ihm rund 230.000 Menschen folgen. "Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass es hundertprozentig Kids da draußen gibt, die bestimmt wegen mir heutzutage Suchtprobleme haben", gibt T-Low im Interview offen zu. Seine eigene Sucht ist ein fester Bestandteil seiner Songs. 2,3 Millionen Menschen hören ihm auf dem größten Musikstreaminganbieter Deutschlands regelmäßig zu. Seit 1996 haben sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Opioide, also für starke Schmerzmittel, in Deutschland mehr als verdreifacht. In manchen Praxen ist "der Hausarzt eher Dealer als Arzt", kritisiert Suchtexperte und Psychiater Dominikus Bönsch - und das nicht nur in den Großstädten. Der Zugang zu Medikamenten auf dem Land ist gut, und wer kein Rezept hat, sucht Kontakte vor Ort oder geht zum Dealer im Netz. "Immer mehr Leute [suchen] Oxycodon, Lean oder Xanax", berichtet Telegram-Dealer "X". Dass der illegale Markt für Medikamente boomt, merkt auch Christine Straß beim Zoll am Frankfurter Flughafen. 2023 hat sie fast eine halbe Million Opioid-Tabletten aus dem Verkehr gezogen. Tendenz: extrem stark steigend. Die ZDFinfo-Doku "Drogen-Land - Provinz im Rausch - Pillen in der Westpfalz" nimmt den Medikamentenmissbrauch in der Pfalz und in Deutschland unter die Lupe.
Die deutsch-tschechische Grenzregion ist geprägt von malerischer Natur und gleichzeitig überschwemmt von Crystal Meth, einer der gefährlichsten Drogen der Welt. 6,5 Tonnen Crystal werden jährlich in Tschechien hergestellt, auch für den deutschen Markt. Bettina aus Franken ist seit 30 Jahren süchtig. Sie kommt von der Droge nicht mehr weg. Christian aus Sachsen hat alles verloren - seine Wohnung, Arbeit und Freiheit. Das sächsische Vogtland und Oberfranken sind geprägt von malerischen Landschaften, Wäldern und Schlössern. Doch die beiden Regionen haben auch eine andere Gemeinsamkeit: wachsende Probleme mit der Droge Crystal Meth. In Nürnberg und Chemnitz ist Meth inzwischen die mit Abstand am meisten nachgewiesene Droge im Abwasser. Crystal macht extrem schnell abhängig, das macht diese Droge so gefährlich. Den meisten Abhängigen sieht man ihren Konsum nicht an. Drogen wie Crystal Meth werden gerade auf dem Land auffällig oft im Verborgenen und im Privaten konsumiert. Es kann jeden in der Region treffen - die Akademikerin, die alleinerziehende Mutter, den Lkw-Fahrer. Auch wenn es auf dem Land den Anschein macht, als sei alles ruhig und langsam, steigen auch dort die Lebenskosten, Zweitjobs müssen angenommen werden, der Druck wächst. Die meisten Userinnen und User konsumieren die Droge nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch bei der Arbeit. Man denke, alle wollen nur feiern, sagt Bettina, aber das sei nicht der Fall. Auch Christian, den die Autoren im sächsischen Auerbach treffen, hat ständig bei der Arbeit konsumiert: Man muss ja Leistung zeigen, der Chef will etwas sehen. Doch das ging nicht lange gut, Christian hat alles verloren. Zehn Jahre Gefängnis hat er hinter sich, genauso wie Benjamin aus Meerane, der schon früh mit der Droge in Kontakt kam. Im Knast, sagen beide, komme man sogar noch leichter an Drogen als draußen. Ein Teufelskreis. Alexander Schmidtgall, seit 25 Jahren in Oberfranken als Strafverteidiger tätig, hat fast nur noch mit Crystal-Meth-Fällen zu tun. Im Unterschied zu den Städten sei das Drogenproblem in der Grenzregion weitaus schlimmer und problematischer als anderswo. Er hat seine eigene Meinung über die Jahre entwickelt, wie die Polizei und die Politik damit umgehen. Wie die Konsumentinnen und Konsumenten behandelt werden, denen man die Freiheit und die Existenz raubt, statt ihnen zu helfen. Die Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der großen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu. Die Folge "Crystal Meth an der tschechischen Grenze" nimmt den Drogenkonsum in den ostdeutschen Provinzen unter die Lupe.
Mindestens vier Millionen Deutsche kiffen regelmäßig. Cannabis ist damit Deutschlands beliebteste illegale Droge. Welche Gefahren gehen von THC, dem Wirkstoff von Cannabis, aus? Warum Kriminelle vor allem auf dem flachen Land Cannabis anbauen und damit handeln, zeigt sich an Deutschlands Küste: Nordwestdeutschland gilt mittlerweile als der Hotspot des Drogenhandels in Deutschland. Das importierte Gras kommt vor allem über die großen Häfen Hamburg und Bremerhaven oder über die grüne Grenze aus den Niederlanden. Auf dem Land - fernab der Polizei - blühen auch illegale Plantagen. Die Dokumentation begleitet den Rauschgiftfahnder Jan Happersberger unter anderem bei einem Einsatz gegen Dealer im Raum Cuxhaven. Einer von ihnen ist der Drogenschmuggler "OD", der regelmäßig Cannabis über die Grenze aus den Niederlanden transportiert. Er bringt jeden Monat circa zwei Kilogramm der illegalen Droge nach Deutschland. Der Film zeigt eine illegale Plantage auf dem Land. Der Besitzer gibt bereitwillig Auskunft über Anbaumethoden und Profitmöglichkeiten. Außerdem erklärt der Drogendealer Mike, wie er im Internet sein Gras verkauft. Die Doku gibt aber auch Einblick in das legale Geschäft mit Cannabisprodukten: André Heinz betreibt einen Laden, in dem er CBD-Gras verkauft. Das hat nur wenig THC-Gehalt. THC ist der Inhaltstoff, der für die berauschende Wirkung verantwortlich ist. Die Rechtslage ist trotzdem unklar, und er muss eine Razzia fürchten. Dirk Heitepriem wiederum ist der Vizepräsident von Aurora Europe, einem Produzenten von medizinischem Cannabis in Deutschland. Er beklagt sich über die strengen Auflagen, die er erfüllen muss. Rentabel sei das Geschäft für seine Firma nicht. Der Film zeichnet ein Bild des Cannabishandels und Cannabiskonsums in Nordwestdeutschland und erklärt, warum die Droge bei Konsumenten in Deutschland so populär ist. Auch wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich die Probleme verändern, wenn die geplante Legalisierung umgesetzt wird. Die Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der großen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu.
Rund eine Milliarde Ecstasy-Pillen und mehrere Hundert Tonnen Speed werden jedes Jahr in den Niederlanden hergestellt - oft in abgelegenen Ställen und Scheunen auf dem Land. Ein Großteil der illegalen Ware geht direkt über die Grenze nach Deutschland. Und nicht nur in die Klubs. Von der Schülerin bis zum Krankenpfleger: Chemische Aufputschdrogen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der Film begleitet einen bewaffneten Hobby-Drogenkurier bei seiner Tour. Eigentlich verachtet er chemische Rauschmittel. Auch eine typische unscheinbare Userin wie die Kleinstadt-Beamtin, die mit ihrem Mann ihren nächsten Ecstasy-Trip plant, kommt zu Wort. Der Film nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine atmosphärisch dichte Reise in die nordrhein-westfälische Provinz und blickt dabei hinter die Fassade der scheinbar heilen Welt auf dem Land. Warum nehmen gerade dort so viele Menschen chemische Drogen? Welche Folgen hat das für sie persönlich? Und wie verändert dieser Drogenkonsum das Leben auf dem Land? Die Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der großen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu. Die Folge "Ecstasy am Niederrhein" nimmt den Drogenkonsum in der westdeutschen Provinz unter die Lupe.
Drogen vom Kiosk: ein bisschen Gas in den Ballon, ein kurzer Rausch, vollkommen legal. Mit fatalen Folgen. Junge Erwachsene geraten in die Sucht, schwere Nervenschäden sind die Folgen. Erste Zahlen zeigen: Der Trend steigt. Paul (19) konsumiert regelmäßig Lachgas. Wenn andere morgens Kaffee trinken, braucht er einen Ballon. Alan hat den Absprung geschafft, doch das Gefühl in seinen Füßen ist noch immer nicht zurück. Die fünfte Folge der ZDFinfo-Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" taucht in die Konsumszene des Ruhrgebiets ein, wo der Lachgas-Trend aus den Niederlanden zuerst Fuß fasste. Hier zeigt sich, wie aus Partyspaß bittere Realität wird: Paul und Jake, zwei junge Männer aus Unna, die heute in Dortmund leben, nehmen beide bis heute regelmäßig Lachgas und erzählen von ihrem Weg zum Konsum und dem großen Abhängigkeitspotenzial. Alan aus Dortmund spürt bis heute seine Füße nicht mehr, nachdem er mit Freunden regelmäßig mehrere Kanister Lachgas in einer Nacht inhalierte. Auch in der Popkultur hat die Droge Spuren hinterlassen. Rapper wie Mufasa069 warnen vor den verhängnisvollen Konsequenzen. Der Offenbacher veröffentlichte noch vor wenigen Jahren Songs, in denen Lachgas gefeiert wurde. Heute sieht er es als seine Aufgabe, Jugendliche vor den Gefahren zu warnen. Gemeinsam mit Weggefährten spricht er offen über die Schäden im eigenen Umfeld. Doch nicht nur die Betroffenen und Künstler stehen im Fokus. Ärztinnen und Ärzte wie vom Klinikum Dortmund berichten aus ihrem Klinikalltag, in dem sie mit den Folgen des Lachgaskonsums konfrontiert sind: von Erfrierungen über psychische Abhängigkeiten bis zu dauerhaften Lähmungen. Ihre Einschätzung: Die Risiken sind massiv unterschätzt, auch gibt es bis heute kaum belastbare Zahlen zum Konsum und den Folgen. Parallel blickt die Doku hinter die Kulissen einer gigantischen Industrie. Unternehmen wie "Exotic Whip" oder "FastGas" werben mit EU-Qualität - doch wo genau kommt das Gas her? Ein Geflecht aus undurchsichtigen Firmennetzen im In- und Ausland profitiert vom ungebremsten Verkauf, während die User mit den Folgen allein gelassen werden. "Drogen-Land - Provinz im Rausch: Lachgas im Ruhrgebiet" blickt in eine Welt zwischen Partyspaß, Abhängigkeit und knallhartem Geschäft - und zeigt, warum bunte Flaschen aus dem Kiosk brandgefährlich sind.
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Durch eine Informantin erfährt er von Roberto Suarez, dem angeblich größten Drogenbaron der Welt. Wer ist dieser "König des Kokains", den bislang niemand in der Drogenbekämpfungsbehörde auf dem Schirm hatte? Und was plant er gemeinsam mit dem einflussreichen Klaus Altmann, der seine wahre Identität als ehemaliger NS-Kriegsverbrecher lange Zeit verheimlichen kann? Gelingt es Levine, Suarez und seinen Clan in eine Falle zu locken? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den "König des Kokains", scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum "Kokainputsch" und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten "Novios de la Muerte" - die "Verlobten des Todes" - verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Burger King verspricht leckere Burger vom offenen Feuer, angeblich auch vegan. Sebastian Lege deckt die Tricks von Burger King auf. Die Geschichte von einem Konzern voller Skandale. Berichte über Hygienemängel und miese Arbeitsbedingungen verhageln das Image des Burgergiganten. Gleichzeitig wirbt die Kette damit, keine Konservierungsstoffe einzusetzen. Kann das sein? Produktentwickler Sebastian Lege deckt auf und baut die "Chili Cheese Sauce" nach. Burger King ist eine der größten Fast-Food-Ketten der Welt. In knapp 18.000 Restaurants in 88 Ländern stehen Burger, Pommes und Shakes des selbst ernannten Buletten-Königs auf der Speisekarte. Über offener Flamme gegrillt, versprechen Whopper und Co. Burger-Feeling made in USA. Dabei war das Konzept des Giganten von Anfang an nichts Neues. Denn als Burger King seine erste Filiale eröffnete, war ein anderer längst da: McDonald's. Den entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz soll eine Grillmaschine bringen: der "Insta-Broiler". Produktentwickler Sebastian Lege sieht sich die berühmte Grillmaschine von Burger King genauer an. Wie viel hat der "Insta-Broiler" noch mit klassischem Grillen zu tun? Burger King behauptet, in sämtlichen Produkten auf Konservierungsmittel zu verzichten. Ein Langzeitexperiment soll Klarheit schaffen. Auch die "Chili Cheese Sauce" will angeblich ohne Konservierungsstoffe auskommen. Produktentwickler Sebastian Lege zeigt, wie tief der Burger-Riese dafür in die Trickkiste der Lebensmittelindustrie greift. "Bigger. Better. Burger King.", so lautete einst der Slogan der Fast-Food-Kette. Bietet Burger King wirklich die größeren Portionen? Das finden die Reporter Lilly Temme und Florian Reza in Deutschland und in den USA heraus. Immer wieder gerät Burger King mit Skandalen um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen. Was ist dran? Ein leitender Mitarbeiter gewährt einen Blick hinter die Kulissen und erklärt, was wirklich schiefläuft. Die Zukunft von Burger King ist vegan - zumindest scheint der Konzern hier besser aufgestellt zu sein als die Konkurrenz. Aber wie gut ist das vegane Angebot des Fleischspezialisten wirklich? Die "Food Stories" mit Sebastian Lege erzählen "Die Wahrheit über Burger King" und zeigen Aufstieg und Fall von einer der größten Fast-Food-Ketten der Welt.
Knoppers, Toffifee und nimm2 gehören alle zu einem deutschen Milliardenkonzern: Storck. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bonbonmanufaktur ein Süßigkeitengigant wurde. Storck macht viel Umsatz mit etablierten und bekannten Marken. Aber auch günstige Eigenmarken werden von dem Unternehmen produziert. Sebastian Lege zeigt, was in den Produkten steckt. Storck zählt zu den dominierenden Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie. Aus einer kleinen Bonbonmanufaktur, gegründet 1903 im nordrhein-westfälischen Werther, entsteht innerhalb von Jahrzehnten ein internationaler Konzern mit Milliardenumsatz und 22 Standorten weltweit. Der frühe Erfolg basiert auf einer einfachen, aber damals innovativen Idee: einzeln verpackte Karamellbonbons. Der Ein-Pfennig-Riese legte den Grundstein für den Aufstieg des Unternehmens. Aus diesen wurden später die Riesen, die auch heute noch als reine Karamellversion oder mit Schokolade erfolgreich sind. Das Sortiment erweitert sich stetig, neben Knoppers, Toffifee, Merci und nimm2 stammen auch die bekannten Marken Werther's Original, Mamba und Dickmann's aus der Produktfamilie von Storck. Emotionale Werbung und verheißungsvolle Werbeversprechen bilden einen großen Teil des Erfolgs von Storck: Knoppers ist das "kleine Frühstück für zwischendurch", bei dem die meisten wohl den Werbeslogan "Morgens um halb zehn in Deutschland" im Kopf haben. Die Werbung verspricht ein gesundes Frühstück für die perfekte Pause. Doch wie viel gesunde Haselnüsse und Milch stecken wirklich in der Haselnussschnitte? nimm2 und die bekannten Lachgummis suggerieren gesundes Naschen durch zugesetzte Vitamine und Fruchtsaft. In den 1960er-Jahren war dies eine Neuheit und Besonderheit. Doch steckt dahinter mehr als ein reiner Marketingtrick? Toffifee steht für gemeinsamen Genuss der ganzen Familie. Mit Toffifee hat Storck ein Produkt im Sortiment, das nur schwer nachzumachen ist und deswegen wenig direkte Konkurrenz erfährt. Ein zentraler Erfolgsfaktor von Storck ist die enge Zusammenarbeit mit dem Discounter Aldi. Über die Tochterfirma WIHA produziert Storck seit Jahren zahlreiche Eigenmarken und No-Name-Produkte. Diese langfristige Partnerschaft sichert hohe Produktionsmengen, niedrige Kosten und wirtschaftliche Stabilität. Mit der Marke Moser-Roth bedient Storck zudem das Discounter-Premiumsegment bei Schokoladen. Ein Chocolatier nimmt die Discounter-Schokolade unter die Lupe und macht den Direktvergleich mit teurer Markenschokolade.
Wurst und Schinken seit 1834 - und heute Marktführer für pflanzlichen Fleischersatz: Produktentwickler Sebastian Lege deckt die Tricks von Rügenwalder Mühle auf. Rügenwalder Mühle ist ein norddeutsches Familienunternehmen - und dennoch in jedem Supermarktregal zu finden. Unterscheiden sich die Produkte überhaupt von der Massenware einer skandalreichen Branche - und wie gut ist das vegetarische und vegane Sortiment wirklich? Rügenwalder Teewurst hat die Marke mit der Mühle groß gemacht. Welches Geheimnis steckt hinter diesem Erfolgsprodukt - geniales Handwerk oder geschicktes Marketing? Die "besseresser" Lilly Temme und Florian Reza lüften die Tricks der Herstellung, und ein Metzgermeister zeigt, wie der beliebte Schinken Spicker handwerklich hergestellt wird. Kann Rügenwalder Mühle trotz seines Aufstiegs zum industriellen Großhersteller noch die Qualität abliefern, die der gute Ruf des Familienunternehmens verspricht? Als eines der ersten Unternehmen der Fleischindustrie hat Rügenwalder Mühle 2014 den Schritt in den Markt pflanzlicher Ersatzprodukte gewagt - mit umwerfendem Erfolg. Heute macht das Unternehmen mehr Umsatz mit seiner vegetarischen und veganen Sparte als mit Fleisch. Der einstige Teewurst-Spezialist ist zum Branchenprimus im umkämpften Markt der pflanzlichen Ersatzprodukte geworden. Klassische Wurstspezialitäten scheinen nach und nach aus dem Sortiment zu verschwinden. Produktentwickler Sebastian Lege will wissen, was in der veganen Wurst drinsteckt - und vor allem, warum sie so teuer ist. Können die aufwendig produzierten Ersatzprodukte geschmacklich mit Fleisch mithalten? Ein Blindtest mit Urlaubern auf der Insel Rügen gibt aufschlussreiche Eindrücke über die Qualität der Ersatzwürste. Abschließend klären Verbraucherschützer, Mediziner und Agrarwissenschaftler die Frage: Wie nachhaltig ist die "neue Pflanzlichkeit" von Rügenwalder Mühle wirklich? Was bringt die Ersatzwurst für Gesundheit, Tierschutz und Klima?
Müller gehört zu den 20 größten Molkereien der Welt. Wie wurde aus einer kleinen Dorfmolkerei ein internationaler Lebensmittelgigant? Und zu welchem Preis? Milch, Käse, Molkenpulver: Dahinter steckt die Unternehmensgruppe Theo Müller. Mehrere Millionen Liter Milch verarbeitet der Konzern täglich und macht damit Milliardenumsätze. Anhand von vier Produkten entschlüsselt der Film das Erfolgsgeheimnis von Müller. 1896 als kleine Dorfmolkerei in Aretsried gestartet, ist die Unternehmensgruppe Theo Müller heute ein Big Player auf dem internationalen Milchmarkt: mit 32.300 Beschäftigten, 17 Produktionsstandorten und einem Umsatz von mehr als 8,8 Milliarden Euro in 2022. Das Familienunternehmen steuert nahezu die gesamte Wertschöpfungskette aus eigener Hand - von der Verpackungsherstellung über die Lebensmittelproduktion bis hin zum Transport. Müller verarbeitet täglich nach eigenen Angaben rund 4.660.000 Kilogramm Rohmilch. Die Milcherzeugnisse, Fisch & Feinkost, Dressings und Soßen exportiert die Unternehmensgruppe heute in über 70 Länder - eine Erfolgsgeschichte "made in Germany". Doch die Unternehmensgruppe steht seit Jahren immer wieder in der Kritik. Der Vorwurf: Steuerflucht, Milchpreisdumping und Verbrauchertäuschung. Viele Produkte des Molkereiriesen sind im Alltag von Verbrauchern allgegenwärtig: als Käse auf der Pizza, Milch für den Kaffee, Snacksoße für den Burger oder Molkenpulver in Säuglingsnahrung. Wie gut die Produkte sind und welche Tricks dahinterstecken, zeigt Produktentwickler Sebastian Lege. Cashcow des Konzerns: die Müllermilch. Sie kam 1983 auf den Markt und war das erste haltbare Milchmischgetränk mit Geschmack. Noch heute steht die Müllermilch als Synonym für die Marke Müller. Ein Jahr später brachte das Unternehmen den Joghurt mit der Ecke heraus. Damals eine echte Innovation, wird der Knickbecher heute von Umweltorganisationen für den zusätzlichen Verpackungsmüll kritisiert. Produktentwickler Sebastian Lege lüftet außerdem das Geheimnis von Froop - einer Fruchtzubereitung, die als cremiger Joghurt mit feinem Fruchtpüree vermarktet wird. Und millionenfach verkauft: der Müller Milchreis. Seit Neuestem auch vegan. Schreibt das Unternehmen seine Geschichte neu?
"Captain Iglo" gilt als Werbeikone. Dank ihm ist Iglo zur beliebtesten Marke im Tiefkühlfach geworden. Sebastian Lege zeigt, mit welchen Tricks Iglo unser Vertrauen gewonnen hat. Kaum eine Marke steht so sehr für Tiefkühlgerichte wie Iglo. So gut wie jeder kennt die Fischstäbchen, den Spinat mit dem Blubb und das Schlemmerfilet. Sebastian Lege, Florian Reza und Lilly Temme lüften das Geheimnis von Iglos Erfolg. Die Geschichte von Iglo beginnt mit der Erfindung der Tiefkühlkost. 1912 reist der Entdecker und Geschäftsmann Clarence Birdseye in die nordamerikanische Arktis. Dort beobachtet er die Inuit, wie sie Fisch an der eiskalten Luft einfrieren. Das inspiriert ihn: Er erfindet den ersten Schockfroster. Damit friert er die ersten Lebensmittel so ein, dass sie nach dem Auftauen wieder fast genauso schmecken wie vorher. Die Tiefkühlindustrie ist geboren. Eines der ersten Tiefkühlprodukte: Fischstäbchen. Der Konzern Unilever steigt ein und übernimmt die Idee für Europa. Seit 1961 gibt es die berühmten Iglo-Fischstäbchen zu kaufen. Bis heute ist Iglo die beliebteste Marke für Tiefkühlfisch in Deutschland. Sind die Produkte wirklich so besonders? Produktentwickler Sebastian Lege zeigt, ob es Unterschiede zur Konkurrenz gibt und wie sie sich im Geschmackstest schlagen. Mit überraschendem Ergebnis. Eine frühe Erfolgsstrategie von Iglo: Es richtet seine Produkte an Kindern und Müttern aus. Das Unternehmen schafft es, eigentlich unbeliebte Lebensmittel wie Fisch selbst an die Kleinsten zu verkaufen. 1961 gelingt Iglo der nächste Coup: der Rahmspinat "mit dem Blubb". Vorher bitterer Spinat wird zum gesunden und leckeren Gemüse. Sebastian Lege zeigt, was eigentlich im Rahmspinat mit dem Klecks steckt. Denn Sahne allein sorgt nicht dafür, das beliebteste Tiefkühlgemüse Deutschlands zu werden. In den 1990er-Jahren stößt das Unternehmen auf neue Probleme. Die Kabeljau-Fischerei im Atlantik hat die Fischbestände an den Rand des Aussterbens gebracht. Ein neuer Fisch muss in die Panade. Der Alaska-Seelachs bildet seitdem die Basis für viele Iglo-Produkte. Mit dem neuen Fisch kommt auch ein neues Versprechen: Nachhaltig soll die Fischerei sein. Dafür gründet Unilever gemeinsam mit dem MSC eine neue Organisation: den Marine Stewardship Council . Das MSC-Siegel soll dafür sorgen, dass die Meere geschont werden. Die "besseresser" Lilly Temme und Florian Reza nehmen das Siegel unter die Lupe und finden heraus, was es wirklich bringt. In den frühen 2000ern geht es für Iglo turbulent weiter. Unilever trennt sich von der Marke, es folgen mehrere Verkäufe an andere Unternehmen. Mit den neuen Inhabern kommen auch neue Produkte: Unter dem Label "Green Cuisine" will Iglo mit vegetarischen und veganen Fertiggerichten neue Zielgruppen anlocken. Sebastian Lege vergleicht die neuen Produkte mit der bestehenden Konkurrenz. Dabei fällt auf: Vegetarische Iglo-Fertiggerichte sind oft nicht ganz ausgereift. Ein Grund dafür ist die komplizierte Entwicklung von neuen Fleisch- und Fischersatzprodukten. In Berlin zeigt Experte Adam Erdös, wie Fleischersatz entwickelt wird und warum das so schwierig ist.
Subway hat das Fast-Food-Prinzip revolutioniert: mit individuell belegten Sandwiches und angeblich immer frischen Zutaten. Produktentwickler Sebastian Lege deckt die Tricks von Subway auf. Einst die größte Fast-Food-Kette der Welt, prägen Subway seit 2015 Konflikte, Pleiten und Skandale. Die Sandwiches sind längst nicht so gesund, wie die Werbung verspricht. Die Reporter Lilly Temme und Florian Reza testen das Angebot in Deutschland und in den USA. Subway war lange Zeit der unterschätzte Riese der Fast-Food-Ketten. Aus einem kleinen Sandwichgeschäft in Bridgeport, Connecticut, hat Gründer Fred DeLuca das zeitweise größte Food-Franchise der Welt geschaffen. Mit dem Claim "Eat fresh" eroberte Subway die Innenstädte auf dem gesamten Globus. Gesundes Fast Food war in den frühen Neunzigern die perfekte Nische, um schnell erfolgreich zu werden. Chicken Teriyaki ist das mit Abstand beliebteste Subway-Sandwich in Deutschland. Ist das magere Fast Food wirklich so gesund und frisch, wie es aussieht? Produktentwickler Sebastian Lege baut das Chicken-Teriyaki-Sandwich von Subway nach - und muss dafür tief in die Trickkiste der Lebensmittelindustrie greifen. Die Reporter Lilly Temme und Florian Reza nehmen das Angebot von Subway in Deutschland und in den USA unter die Lupe. Sie finden heraus: Qualität und Preis unterscheiden sich von Filiale zu Filiale. Obwohl ein genauer Leitfaden dafür sorgen soll, dass immer die gleiche Menge Zutaten auf den Sandwiches landet. Subways Franchisesystem ist auf aggressive Expansion ausgelegt. Mit weitreichenden Folgen: Heute schließen Tausende Filialen pro Jahr. Wie kommt das? Und wie geht es den Betreibern? Ein ehemaliger Franchisenehmer berichtet. Subway steckt in der Krise. Lange Wartezeiten, fehlende Zutaten und falsche Bestellungen stehen an der Tagesordnung. In Deutschland gibt es rund 700 Subway-Restaurants mit circa 7000 Angestellten. Sie sind häufig allein oder zu zweit hinter der Theke. Wie wirkt sich das auf die Arbeit aus? Eine Insiderin packt aus.
Haribo ist ein deutsches Familienunternehmen mit weltweitem Erfolg. Die Süßigkeiten werden in über 100 Ländern verkauft. Zu welchem Preis? Die Wahrheit über Haribo mit Sebastian Lege. "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso." Den Werbejingle kennt fast jeder. Nicht so bekannt sind die Entscheider hinter der Marke. Wie tickt das Familienunternehmen, und wie gut sind Gummibären, Lakritzschnecken und Co. wirklich? Haribo, benannt nach seinem Gründer Hans Riegel aus Bonn, ist ein Familienunternehmen in dritter Generation. Der Goldbär hat Haribo zum Weltmarktführer gemacht. Heute erwirtschaftet der Konzern schätzungsweise drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Über 1000 Produkte führt Haribo in seinem Sortiment. Der Goldbär ist das Aushängeschild des Unternehmens. Scheint ihr Schatz in Gefahr zu sein, geht Haribo sofort in die Offensive. Hinter dem süßen Goldbären-Image verbirgt sich ein Süßwarenkonzern, der seine Markenrechte unerbittlich verteidigt. "Vor allem Qualität" - diesen Leitsatz verfolgt Haribo seit Jahrzehnten. Aber: Wie gut sind die Rohstoffe, die Haribo verwendet, wirklich? Produktentwickler Sebastian Lege klärt auf. Das goldene Image von Haribo schien jahrelang unantastbar. Die Fassade bröckelt: Diskussionen um Inhaltsstoffe wie Carnauba-Wachs, das unter harten Arbeitsbedingungen in Brasilien gewonnen wird, kratzen am Image des Konzerns. Auch in Deutschland ist das Leben für die Mitarbeiter von Haribo nicht immer süß. Im November 2020 verkündet Haribo die Schließung des Werks in Wilkau-Haßlau. Haribo nennt mangelnde Rentabilität als Grund. Das Werk erfülle nicht die Anforderungen, um zu gewährleisten, dass Haribo auch in Zukunft Nummer eins bleibe. 150 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen und protestieren. Bis in den Bundestag schafft es das Thema und wirft kein gutes Licht auf den Konzern. Wie weit geht das Unternehmen für den Profit? Nach Jahrzehnten des Goldbären-Siegeszuges wirft "besseresser: Die Wahrheit über Haribo" einen Blick hinter die Fassade - in eine Welt aus Konkurrenzkämpfen und Rohstoffskandalen. Welche Geheimnisse verbirgt das Süßwarenreich?
Aus einer kleinen Apotheke in North Carolina wird der größte Lebensmittelkonzern der Welt. Sebastian Lege lüftet das Geheimnis von Pepsi. PepsiCo stellt nicht nur Cola her. Mittlerweile gehört das Unternehmen zu den größten Snackherstellern der Welt. Sebastian Lege zeigt, was in Lay's, Doritos und Co. steckt und mit welchen Methoden es PepsiCo an die Spitze geschafft hat. Los geht die Pepsi-Geschichte 1893 in North Carolina. Der Apotheker Caleb Bradham mischt aus Zucker, Zitronenöl, Cola-Nüssen und einigen anderen Zutaten seine erste Limonade. "Brad's Drink" soll die Verdauung fördern und enthält dafür das Enzym Pepsin. Einige Jahre später ändert Bradham den Namen seiner Limo: Die Pepsi-Cola ist geboren. Mit seinem neuen Getränk expandiert Bradham. Großes Vorbild ist von Anfang an Coca-Cola. Schon 1908 lässt er an 250 Standorten abfüllen. Zunächst mit durchwachsenem Erfolg. 1939 gelingt dann der Durchbruch - dank geschickten Marketings: "Twice as much for a nickel" ist der neue Claim. Er verkauft die Pepsi-Cola zum halben Preis der Coca-Cola. Damit beginnt die Aufholjagd. Pepsi investiert in den folgenden Jahren intensiv in Marketing und wird belohnt. In öffentlichen Geschmackstests entscheiden sich die Testpersonen immer wieder für Pepsi. Seitdem hat sich die Rezeptur der Pepsi aber häufig verändert. Ein Geschmackstest zeigt, welche Cola heute besser ankommt. 1961 fusioniert Pepsi mit Frito-Lay. Die heutige PepsiCo entsteht. Und damit ein Riese im Lebensmittelgeschäft. Die Basis sind vor allem salzige Snacks wie die berühmten Doritos. Aus einem einfachen Maissnack hat sich ein breites Sortiment an Tortilla-Chips entwickelt. Produktentwickler Sebastian Lege entschlüsselt die Rezeptur der Maissnacks. In den frühen 2000ern zeichnet sich ein neuer Konkurrenzkampf mit dem Erzrivalen Coca-Cola ab. Beide wollen im wachsenden Markt der Energydrinks mitmischen. Sie liefern sich einen Wettbewerb um "Rockstar Energy". PepsiCo kauft Rockstar auf und rührt kräftig die Werbetrommel. "Party like a Rockstar" lautet der Werbeslogan. Energydrink gegen Kaffee - was hält länger wach? Ein Experiment liefert die Antwort.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Josef Stalin gehörte zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte, seine Gewaltherrschaft forderte Millionen Opfer. Doch wie wurde aus dem jungen Revolutionär ein gefürchteter Diktator? "ZDF-History" zeigt den Aufstieg von Josef Stalin zur absoluten Macht: vom Revolutionär zum Tyrannen, vom Gejagten zum Jäger. Kaum eine Familie in der Sowjetunion blieb von Stalins Terror verschont. Trotzdem verehren ihn viele Russen bis heute. In der Dokumentation berichten Weggefährten und Zeitzeugen von Stalins wachsendem Verfolgungswahn und vom alltäglichen Wahnsinn seiner Terrorherrschaft. Zu Stalins Werkzeugen der Macht gehörten Säuberungen, Deportationen und das Straflagersystem Gulag, in dem Millionen umkamen. Heute jedoch sieht jeder zweite Russe Stalins Herrschaft positiv: Er habe Russland zur Weltmacht geführt.
Als Kreml-Chef rechnete er mit Stalin ab. Als Gegenspieler John F. Kennedys brachte er die Welt an den Rand des Abgrunds. Geheime Tonbandaufnahmen zeigen, was Chruschtschow wirklich dachte. Nach Stalins Tod stand er im Zentrum der Macht: ein scheinbar offener Staats- und Parteichef mit einem Plan für die Zukunft. Chruschtschows erklärtes Ziel war es, dem Westen auf Augenhöhe zu begegnen. Doch warum riskierte er einen Atomkrieg mit den USA? Seine verbalen Ausbrüche sind legendär: Chruschtschow war unberechenbar, aufbrausend und provokant. Nicht von ungefähr nannte ihn die internationale Presse "Hurricane Nikita". Unvergessen ist sein Auftritt bei den Vereinten Nationen in New York, bei dem er angeblich mit seinem Schuh auf das Rednerpult geschlagen haben soll. Dabei galt Chruschtschow zu Beginn seiner Herrschaft als weltoffen und konziliant. Der einstige Handlanger Stalins forderte einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz und prangerte die Verbrechen seines Vorgängers an. Gegenüber dem Westen prägte er einen neuen Begriff: die friedliche Koexistenz. "Er wollte in Frieden mit dem Westen leben. Er glaubte allerdings auch, dass wir, wenn wir unser System reformieren würden, bald ganz vorne lägen", berichtet sein Sohn Sergej Chruschtschow. Auf dem Höhepunkt der politischen Annäherung tourte der Kreml-Chef mit Ehefrau und Sohn sogar durch die USA und machte Bekanntschaft mit Schauspielern in Hollywood und Mickey Mouse in Disneyland. Was so hoffnungsvoll begann, mündete in eine große Enttäuschung Chruschtschows. 1961 versuchten die USA durch eine CIA-gestützte Invasion in der Schweinebucht, den Sturz Castros auf Kuba herbeizuführen - zu Beginn der Ära Kennedy. Das Kräftemessen ging weiter: "Als mein Vater den US-Präsidenten 1961 in Wien traf, hieß es, es gäbe ein Gleichgewicht der Mächte. Doch die Amerikaner hatten Hunderte von Interkontinentalraketen und Tausende strategische Bomber", sagt Sergej Chruschtschow. Dem wollte der Kreml-Chef durch die Stationierung von Atomraketen auf Kuba etwas entgegensetzen. Der Mann, der den Kalten Krieg beenden wollte, trug maßgeblich dazu bei, eine seiner gefährlichsten Krisen auszulösen. Die Dokumentation zeigt, was Nikita Chruschtschow antrieb, wie die Katastrophe eines Atomkrieges verhindert werden konnte und woran der rote Zar im Kreml letztlich scheiterte.
Die Romanows schreiben Geschichte. Mit Strategie und Härte hieven sie das russische Reich auf die Bühne der Weltpolitik. Bis der Erste Weltkrieg dem Zarenreich ein blutiges Ende bereitet. Zar Peter der Große und später Katharina die Große erobern im 17. und 18. Jahrhundert mit einer gewaltigen Armee auch Teile des europäischen Südens: die Krim und den Kaukasus. Spätere Nachfolger verteidigen das Reich der Romanows gegen Napoleon. Die mächtigen Romanows führen das Zarenreich in den Kreis der europäischen Großmächte. Nikolaus II. jedoch verliert Thron und Leben als Folge zweier Kriege 1905 und 1917. Die Romanows säen die Träume von "Neurussland", auf die sich Putin berufen wird. Die Zaren sind fasziniert vom Westen und wollen mit militärischer Macht im Konzert der Mächte mitspielen. Obwohl Russland im 19. Jahrhundert zeitweise über die größte Armee der Welt verfügt, muss es jedoch schmerzhafte und unerwartete Niederlagen hinnehmen. Als Zar Nikolaus II. Proteste blutig unterdrücken lässt, setzt er damit seinen Thron aufs Spiel. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.
Aus dem russischen Bürgerkrieg entsteht eine neue Macht: die Sowjetunion. Lenin, Stalin und ihre Nachfolger schweißen das Land mit militärischer Macht gegen alle Widerstände zusammen. Die Rote Armee, die Leo Trotzki aus revolutionären Garden und den Resten der zaristischen Armee 1918 bildet, wird zum Schwert Russlands. Sie gewinnt den Bürgerkrieg, erobert abgefallene Gebiete zurück und verteidigt das Land gegen Hitlers Vernichtungswahn. Nach 1945 wird die Rote Armee zum Synonym für die Unterdrückung der kommunistischen Satellitenstaaten. Die Sowjetunion verbindet von 1917 bis 1991 imperiale Großmachtpolitik mit ideologischem Anspruch, nach innen wie nach außen. Das kostet Millionen Ukrainern, Balten, Georgiern, Tschetschenen, aber auch Russen das Leben. Am Ende besiegeln die Niederlage im Afghanistankrieg und die Kosten des Wettrüstens mit den USA das Schicksal der Sowjetunion - ausgerechnet in dem Moment, in dem sich das Reich vorsichtig demokratisiert. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.
Putin will Russland mit militärischer Gewalt zurück zu imperialer Größe führen. Seine Kriege in Tschetschenien und Georgien sind nur Vorspiele. Sein Ziel: verlorene Territorien zurückholen. Zur Jahrtausendwende übernimmt Putin das Ruder im Kreml. Die russischen Streitkräfte liegen am Boden. Der ehemalige KGB-Offizier will das ändern. Er modernisiert die Waffentechnik und setzt auf neue Strategien, darunter Cyberangriffe und verdeckte Operationen. Den Untergang der Sowjetunion sieht Putin von Beginn an als einen Fehler der Geschichte, der korrigiert werden muss. Er verehrt Stalin als Führungsfigur. In seiner Vorstellung sei er selbst auserwählt, Stalin nachzufolgen und Russlands Größe und Bedeutung wieder herzustellen. Gegner wie den KGB-Überläufer Alexander Litwinenko lässt Putin das mit brutaler Härte spüren. Wenn Russland zu den Waffen greift, hält die Welt den Atem an. In vier Jahrhunderten haben Zaren und Diktatoren ein Imperium geschmiedet, in blutigen Schlachten erweitert und verteidigt.
Mauer und Stacheldraht dominierten das Verhältnis beider deutscher Staaten in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Film zeigt sieben andere Orte, an denen der Irrsinn der Teilung sichtbar wurde. 30 Jahre nach dem Mauerfall sind diese Plätze in Vergessenheit geraten - Lost Places. Noch immer geheimnisvoll und sehr geschichtsträchtig. Den Brocken, sagenumwobener Berg im Harz, durften in den Jahren der Teilung weder West- noch Ostdeutsche erklimmen. Streng von einer zusätzlichen Mauer abgeschirmt, lag dort der höchste Horchposten Ostdeutschlands. Sowjetsoldaten und das Ministerium für Staatssicherheit hörten von dort aus Funksprüche und Telefonate bis an den Ärmelkanal ab. Erst mit dem Mauerfall endete die Zeit dieser geheimen Späher. Inzwischen ist der Brocken wieder ein begehrter Touristenmagnet, ein Museum erinnert an die Zeit der Teilung. In einem unscheinbaren Bürogebäude in Salzgitter lag die "Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen für DDR-Unrecht". Diese kleine BRD-Behörde war den DDR-Offiziellen ein Dorn im Auge. Die Mitarbeiter sammelten Fälle von Menschenrechtsverletzungen, juristischer Willkür und Grenzmord in Ostdeutschland. Das größte Aufnahmelager für Flüchtlinge aus dem Osten lag im hessischen Gießen. Für Hunderttausende ein Ort der ersten Erfahrungen und noch heute ein Synonym für die Freiheit. Bislang erinnert nur ein unscheinbarer Gedenkstein hinter dem Eingangsbereich an diese Zeit. In beiden deutschen Staaten verrichteten lediglich sogenannte Ständige Vertretungen die diplomatische Arbeit. In der bundesdeutschen Vertretung in Ostberlin spielten sich Flüchtlingsdramen ab. Heute arbeitet eine Außenstelle des Wirtschaftsministeriums in diesem schlichten Bürobau. Der Priwall in der Lübecker Bucht war damals eine westdeutsche Enklave auf dem DDR-Gebiet. Während sich westliche Badetouristen an diesem Ostseestrand erholten, sicherten DDR-Grenzer die Absperrungen und unterbanden jeden Fluchtversuch - eine trügerische Idylle am Todesstreifen. Heute ist nichts mehr von den bizarren Grenzanlagen am Strand vom Priwall sichtbar. Allen Orten ist gemeinsam, dass sie langsam in Vergessenheit geraten. Sie zählen zu den Lost Places der deutschen Teilung. Der Film erzählt die Geschichten dieser Orte.
Drei verlassene Orte in Spanien erzählen von Francos Diktatur: ein Gefängnis des Grauens, ein geräumtes Dorf und eine vergiftete Küste. Schicksale von Unterdrückung, Widerstand und Zerstörung. Francisco Franco regiert Spanien fast 40 Jahre mit eiserner Hand, Oppositionelle werden brutal verfolgt: In Ourense werden politische Gefangene gefoltert, Granadilla wird für ein Staudammprojekt geräumt, und in Portmán vergiftet der Bergbau eine Küstenregion. In Ourense, im Nordwesten Spaniens, steht ein verfallenes Gefängnis, das einst ein Symbol der Unterdrückung war. Politische Gefangene wurden dort unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Domingo Rodríguez Teijeiro, Nachfahre eines ehemaligen Insassen, versucht, die Erinnerungen an die Opfer wachzuhalten - in einem Land, das sich bis heute schwertut mit der Aufarbeitung seiner Vergangenheit. In Zentralspanien, nahe der portugiesischen Grenze, liegt das verlassene Dorf Granadilla. In den 1950er-Jahren beschließt das Franco-Regime, ein gigantisches Staudammprojekt umzusetzen. Granadilla soll den steigenden Wassermassen weichen. Die Bewohner werden enteignet und umgesiedelt - oft in halbfertige Behausungen ohne Infrastruktur. Doch das Wasser erreicht das Dorf nie. Heute ist es eine Geisterstadt, ein Mahnmal für die rücksichtslose Modernisierungspolitik des Diktators. Im Süden Spaniens zeigt sich ein weiteres düsteres Erbe der Franco-Zeit: die verlassene Erz-Waschanlage "Lavadero Roberto" an der Küste von Portmán. Jahrzehntelang wurde dort giftiger Abraum ungefiltert ins Meer geleitet - mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Was einst ein Motor der spanischen Wirtschaft war, ist heute eine verseuchte, verlassene Ruine. Ehemalige Arbeiter wie Diego García erinnern sich an die gefährlichen Arbeitsbedingungen und das fehlende Umweltbewusstsein der damaligen Zeit. Bis heute kämpfen Aktivisten für eine umfassende Sanierung der verseuchten Bucht - bislang ohne Erfolg. Drei verlassene Orte, drei Schicksale, ein gemeinsamer Schatten: die Franco-Diktatur. "Lost Places - Geheime Welten" zeigt die Geschichten hinter den Ruinen von Willkür, Vertreibung und Profitgier, die bis heute nachwirken. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte. Die Doku-Reihe "Lost Places - Geheime Welten" zeigt verlassene Orte in Chile, Spanien und Südafrika. Orte der Macht, des Widerstandes - und der nie erzählten Schicksale.