Umgeben vom Atlantischen Ozean und dem Mittelmeer, bildet Andalusien mit dem Felsen von Gibraltar die südlichste Region der Iberischen Halbinsel und des europäischen Festlands.
Seine vielfältigen Landschaften, die reiche Kultur und die schönen Städte, in denen lebendige Geschichte und altes Handwerk blühen, machen Andalusien zu einem der attraktivsten Reiseziele Europas.
Ob Wanderwege entlang felsiger Klippen, historische Orte oder azurblaues Meer - Sardinien hat seinen Besuchern viel zu bieten. Nicht zuletzt die sardische Kultur mit ihren uralten Traditionen.
Je nach Region und Ort variieren in Sardinien die religiösen Bräuche, Musik, kulinarischen Spezialitäten und sogar die Sprache der Menschen stark - bis heute geprägt von einer meist einfachen und typisch mediterranen Lebensweise zwischen Meer und Bergen.
Nahe der Ostküste Sardiniens liegt eine der "blauen Zonen" der Erde: Dort werden ungewöhnlich viele Menschen sehr alt, nicht selten über hundert Jahre. Das Geheimnis der alten Sarden liegt in einer Kombination aus einfacher Lebensweise mit viel Bewegung an der frischen Luft und der mediterranen Ernährung mit Hülsenfrüchten, Gemüse, Kräutern, Fisch und dem typisch sardischen Pecorino, also Hartkäse aus Schafsmilch.
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Seine Lebensgeschichte ist filmreif: Aus einem palästinensischen Flüchtlingsjungen wird ein Nobelpreisträger in Chemie.
Seine Forschungsarbeiten haben das Zeug, die Welt zu verändern: Sie könnten CO2-Emmissionen senken und Trinkwasser aus der Luft gewinnen. Barbara Bleisch trifft das Ausnahmetalent Omar Yaghi.
Wasser aus trockener Wüstenluft gewinnen? Kohlendioxid aus der Atmosphäre filtern? Der Chemie-Nobelpreisträger Omar Yaghi denkt groß - und sein Erfolg gibt ihm recht.
Für seine Forschungsarbeiten zu metallorganischen Gerüstverbindungen hat er unter anderem 2024 den renommierten Balzan-Preis und 2025 den Chemie-Nobelpreis, gewonnen. Was abstrakt klingt, könnte für viele Menschen lebensrettend sein: Selbst in trockenen, heißen Regionen kann mit seiner Methode Wasser aus der Atmosphäre gewonnen werden.
Auch die Klimakrise knüpft sich Yaghi vor und erforscht, wie freigesetztes CO2 wieder eingefangen werden kann. Ausgehend von seiner eigenen Lebensgeschichte, die aus den bescheidenen Verhältnissen in einem Flüchtlingslager in Jordanien an die Spitze der internationalen Forschung führte, erzählt der begnadete Wissenschaftler Barbara Bleisch, wie er sich mit zehn in Moleküle verliebte und bis heute vor Neugier brennt.
Graubünden gilt als Labor der Gegenwartsarchitektur. Zwischen Berglandschaften, historischen Dorfkernen und alpinen Traditionen entstehen immer wieder innovative Bauten.
Diese finden weit über die Kantonsgrenzen hinaus Beachtung. Doch was macht diese Häuser besonders? Welche Ideen stecken hinter ihrer Gestaltung? Und wie leben die Menschen darin?
Die Architekturexpertin Anita Simeon Lutz und der Moderator Livio Chistell begeben sich auf eine Entdeckungsreise durch Graubünden und öffnen die Türen zu außergewöhnlichen Wohnhäusern. Dabei treffen sie auf Bauherrschaften und Architekten, die mit Konventionen brechen, traditionelle Bauweisen neu interpretieren und mutige Antworten auf aktuelle Fragen des Wohnens suchen.
Ihre Reise führt nach Klosters, Alvaneu, Igis, Vignogn, Ardez und Maloja. Dort entdecken sie eine aufwendige Renovation, ein gläsernes Chalet, ein umstrittenes Low-Tech-Haus, ein stilvolles Refugium, ein missverstandenes Betonmonument und ein steinernes Juwel. Jede Station zeigt eine andere Facette der Bündner Architektur und erzählt ihre eigene Geschichte.
Ein vielschichtiges Porträt der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: Der Dokumentarfilm verknüpft Werk, Biografie und Zeitgeschichte und nähert sich ihrer Kunst auf besondere Weise.
Historische Ereignisse, politische Debatten und literarische Texte treten in Dialog. Von 1969 bis ins Jahr 2004 begleitet der Film die Autorin und macht ihren künstlerischen Schaffensprozess nachvollziehbar. Biografie und Werk werden eng miteinander verwoben.
Elfriede Jelinek ist in Archivaufnahmen zu sehen und in der Gegenwart ausschließlich aus dem Off zu hören. Neue Aufnahmen von für ihr Werk bedeutenden Orten sowie sparsam eingesetzte Interviews ergänzen das assoziative Porträt, das das umfangreiche Schaffen der Autorin aus Lyrik, Prosa, Hörspielen, Theaterstücken, Essays, Libretti, Drehbüchern und Übersetzungen beleuchtet.
Der Dokumentarfilm "Elfriede Jelinek - Die Sprache von der Leine lassen" wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis 2023 und dem Österreichischen Filmpreis 2023 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Es zählt zu den schönsten Schauspielen der Natur, wenn in der Wachau im Frühling die Marillenbäume zu blühen beginnen und den ganzen Landstrich in ein duftendes Blütenmeer verwandeln.
Die Wachau ist mit 36 Kilometern nur ein kurzer Abschnitt der 2800 Kilometer langen Donau - und zählt zum UNESCO-Welterbe. Die Dokumentation zeigt die Reize dieser österreichischen Kultur- und Naturlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten.
Das gewundene Donautal, die Auwälder, Felsformationen und die von Menschenhand geschaffenen Weinbauterrassen sind UNESCO-Naturdenkmäler.
Bekannt ist die Wachau auch für ihre idyllischen Ortschaften, ihre Klöster und Burgen. Seit der Römerzeit ist die Wachau Weinland - heute kann sich das "Land am Strome" mit seinen Weißweinen mit jeder Weinbauregion der Welt messen.
Ushuaia ist die Hauptstadt der Provinz Feuerland und zugleich die südlichste Stadt der Welt. In den Gewässern des Beagle-Kanals spiegeln sich Gletscher, geformt von uralten Eisschilden.
Mit einer Fläche von 630 Quadratkilometern beherbergt der Nationalpark Tierra del Fuego die südlichsten Wälder der Welt sowie einige der tiefsten Fjorde Argentiniens. Dort stellt sich die Königskrabbenfischerin Liz Consentino den Herausforderungen der stürmischen See.
Die karge Steppe Feuerlands ist Teil der riesigen Schafweideregion Patagoniens mit rund 15 Millionen Tieren. Dort lebt und arbeitet der Gaucho Miguel Burgos auf einem der größten traditionellen Landgüter, der Estancia Menéndez.
In Patagonien dominieren kristallblaue Seen, grüne Wälder und schneebedeckte Gipfel. Der Monte-León-Nationalpark ist Zufluchtsraum für Guanakos, Seelöwen und Seevögel - und Beispiel für den Schutz weitgehend unberührter Landschaften. Puma-Experte Emiliano Donadio erforscht dort das Leben der Raubkatzen in Patagoniens Wildnis.
Im Fitz-Roy-Nationalpark stehen die spektakulären Granitgipfel im Zentrum. Der markante Fitz Roy gilt unter Alpinisten als einer der schwierigsten Berge der Welt. Internationale Kletterer stellen sich dort in der extremen Natur Patagoniens den Herausforderungen dieser legendären Wand.
Die gesamte Pamparegion erstreckt sich über 750.000 Quadratkilometer. Es ist ein einzigartiges Ökosystem mit extrem trockenen und sehr fruchtbaren Gebieten.
In General Acha, mitten in der Pampa Seca, führt Gabriela Iturrioz einen Auktionshandel. Sie gehört zu den wenigen Frauen im Land, die Viehauktionen leiten. In Capitán Sarmiento, im fruchtbaren Teil der Pampa, liegt eine Hochburg für edle Pferderassen.
Besonders für Polo- und Rennpferde ist die Region bekannt. Federico Iguacel betreibt in dritter Generation einen Zuchtbetrieb. Jedes Jahr hofft er aufs Neue, einen Champion hervorzubringen.
Buenos Aires ist mit 15 Millionen Einwohnern eine Megacity. Die Stadt war Sehnsuchtsort vieler europäischer Einwanderinnen und Einwanderer. In den Hafenvierteln entstand so aus verschiedenen Kulturen der Tango. Für Nadja Ibanez mehr als ein Tanz, sondern eine Lebensentscheidung.
Rosario ist die Geburtsstadt von Fußballstar Lionel Messi. Auf der ganzen Welt eifern Jungs und Mädchen ihm nach. Dort könnte dieser Traum Wirklichkeit werden. In einer Fußballakademie hat der Nachwuchs die Chance, eines Tages für einen großen Club spielen zu dürfen. Esteban Ferrand ist einer von ihnen. Sein Spitzname: la Pulga, der Floh, was auch Messis Spitzname ist.
An der Ostküste verzweigt der Fluss Paraná sich im Tigre Delta. Ein Geflecht aus unzähligen Kanälen, Flüsschen und Seen. Wer dort lebt, ist auf ein Boot angewiesen. So wie Tierärztin Leila Pelusa, die ihre Patienten mit ihrer mobilen Tierarztpraxis vom Wasser aus besucht.
Im Andenhochland prägen bunte Gipfel die karge wüstenartige Landschaft. Auf gut 4200 Metern Höhe liegt die Laguna Brava, eines der letzten Refugien für bedrohte Flamingos.
Ornithologin Rebecca Lobo beobachtet die Tiere und setzt sich für den Schutz von Natur und Vögeln ein. Bis zu 310 sternenklare Nächte gibt es im Nationalpark El Leoncito. Beste Bedingungen für das Observatorium Casleo, das sich dort angesiedelt hat.
Ariel Rodriguez untersucht die Lichtverschmutzung der Umgebung und kümmert sich um die Gäste der Sternwarte.
Am Fuß der Anden liegt die fruchtbarste Region des Landes: die Provinz Mendoza, Heimat weltberühmter Weine. Celina Bartholomé betreibt mit ihrer Familie dort ein kleines ökologisches Weingut. Vor den Toren Mendozas thront der Aconcagua, mit 6959 Metern Amerikas höchster Berg. Jedes Jahr versuchen Hunderte Alpinisten den Gipfel zu erklimmen. Dabei hilft ihnen Luisina Altuve. Sie betreut die Gäste in einem der Basecamps am Berg. Weiter im Westen, in der Provinz San Luis, schwemmt der Rio Amarillo Gold aus den Bergen ins Tal.
Daniel Villegas schürft nach dem edlen Metall, wann immer er Zeit findet. Über den Gipfeln der Sierra ziehen Andenkondore ihre Runden. Ihre Flügelspannweite beträgt bis zu drei Meter. In Córdoba hat Luftwaffenveteran Eduardo Álvarez eine kleine Flugschule. Über den grünen Gipfeln der Provinz bringt er seinen Schülerinnen und Schülern alles bei, was sie für ihre Pilotenlizenz brauchen. Der endlose Horizont und die wilde Schönheit des Landes - das prägt die Menschen im Nordwesten Argentiniens.
Argentinien vereint Extreme: Gletscher, Wüsten, Regenwald und Megacities. Von den Anden bis zum Atlantik, vom Chaco bis nach Feuerland und Patagonien warten Naturwunder und Kulturen.
Dort leben Menschen, die Traditionen mit Leidenschaft bewahren. Inmitten des Regenwalds stürzen die gewaltigen Iguazú-Wasserfälle auf fast drei Kilometern Breite in die Tiefe. Weiter südlich, in Misiones, baut die Familie Kraus nachhaltig Yerba Mate an.
Im Reservat El Yerbalito kümmern sich die Biologinnen Marianela Masat und Candela Fracchia um die Rückkehr verschwundener Tierarten. Sie beobachten die Ameisenbärin Churita mit ihrem Nachwuchs und wachen über die Auswilderung seltener Grünflügelaras - ein Pionierprojekt für den Artenschutz in den Esteros del Iberá. Weiter westlich liegt das Bañado La Estrella in Formosa, das zweitgrößte Feuchtgebiet Argentiniens. Dort lebt Valoy Salazar, Anführer der indigenen Pilagá-Gemeinschaft, die ihr Leben eng an die Schwankungen des Wassers angepasst hat.
In San Antonio de los Cobres, hoch in den Anden, startet auf fast 4000 Metern Höhe der berühmte Tren a las Nubes. Eisenbahner Humberto Calpanchai sorgt dort seit Jahrzehnten für den sicheren Betrieb. Der "Zug in den Wolken" fährt über Viadukte und durch Tunnel zu einem der spektakulärsten Sehnsuchtsorte Argentiniens. Die Menschen in der Chaco-Region und in den Anden leben zwischen Wildnis, Tradition und moderner Infrastruktur - in einer Region voller Gegensätze und einzigartiger Geschichten.
Was passiert, wenn eine ambitionierte, aber erfolglose Schauspielerin in der Mitte ihres Lebens einen jungen, kein bisschen ambitionierten und ebenso erfolglosen Pfarrer coacht?
Rebeccas Schauspielkarriere ist den Bach runter. Das Angebot, in einem Kellertheater die Hauptrolle zu spielen, kommt da wie ein Geschenk des Himmels - genau wie das Angebot, den talentfreien Pfarrer Thaddäus zu coachen.
Denn Rebecca ist chronisch pleite und hangelt sich von Job zu Job. Sie will einfach nicht verstehen, warum ihre Karriere als Schauspielerin trotz aller Leidenschaft, Anstrengung und Opfer quasi vorbei ist. Sie hat immer mehr gegeben als alle anderen. Hat sich gegen ihre Familie entschieden, um sich voll ihrem Traum zu widmen. Und wo bitte steht sie jetzt? Das Verhältnis zu ihrem Sohn Leo jedenfalls ist dermaßen beschädigt, dass sie nicht einmal miteinander reden können.
Mit umso größerer Leidenschaft stürzt sie sich daher auf ihr neues Engagement: die Hauptrolle als Pfarrerin in einem Stück in einem Kellertheater - dummerweise leider unbezahlt, da keine Fördermittel vorhanden sind. Um trotzdem über die Runden zu kommen und gleichzeitig für ihre Rolle zu recherchieren, übernimmt sie auf Bitten des Bischofs, eines alten Schulfreundes, einen eher ungewöhnlichen Job: Sie soll seinen Sohn Thaddäus coachen - denn ausgerechnet der Sohn des Bischofs ist Berlins schlechtester Pfarrer.
Rebecca erkennt sofort, dass bei Thaddäus Hopfen und Malz verloren ist. Er hat null Draht zu seinen "Schafen" und ist absolut unbegabt, was das Predigen betrifft. Doch bis zum Reformationstag muss der Junge predigen können wie der Heiland selbst, oder Rebecca geht leer aus. Und dann kann sie ihr Comeback vergessen, und es droht außerdem die vom Arbeitsamt angekündigte Umschulung.
Doch Thaddäus boykottiert Rebeccas Engagement mit größtmöglichem Desinteresse. Als er nach einer spontanen "Lockerungsübung" dann auch noch eine Anzeige wegen Diebstahls und Körperverletzung bekommt, droht alles aus dem Ruder zu laufen. Mit dem möglichen Ende ihrer Karriere konfrontiert, schreckt Rebecca selbst vor einer Intrige nicht zurück, um Thaddäus wieder für sich zu gewinnen.
Mit Andrea Sawatzki, Franz Hartwig, Steffi Kühnert, Oliver Breite, Sandra von Ruffin, Margit Bendokat, Marlon Kittel, Chiron Elias Krase
Was erzählen ein Ford Transit, Wanderschuhe oder ein Baumhaus über Deutschland? Mit über 3800 Exponaten macht das neu gestaltete "Haus der Geschichte Bonn" Zeitgeschichte lebendig.
An interaktiven Stationen wird die Geschichte sinnlich erlebbar gemacht. Zu Gast im "Museums-Check" bei Markus Brock ist der Kabarettist und Autor Florian Schroeder. Die beiden gehen auf Entdeckungsreise durch die deutsche Geschichte von 1945 bis in die Gegenwart.
Im Dezember 2025 hat das "Haus der Geschichte Bonn" seine umfassend neu gestaltete Dauerausstellung "Du bist Teil der Geschichte, Deutschland seit 1945" eröffnet. Im Mittelpunkt stehen die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: Demokratie, Klimawandel, Migration und Zusammenhalt.
Digitaler, inklusiver und stärker am Alltag der Menschen orientiert, machen die ausgewählten Objekte Geschichte begreifbar - angefangen von der Puppenwiege aus der Nachkriegszeit über den Ford Transit einer Einwandererfamilie bis hin zum Baumhaus als Zeichen für Umweltproteste. An vielen Stationen können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden, etwa auf originalen Bundestagsstühlen über politische Fragen abstimmen und die eigene Sicht auf die deutsche Geschichte einbringen.
1994 wurde das "Haus der Geschichte Bonn" eröffnet, kontinuierlich kommen neue Objekte und Dokumente hinzu, seien es Fanartikel der Fußball-WM oder die Wanderstiefel, die ein Feuerwehrmann während der Flutkatastrophe im Ahrtal trug. Die Sammlung umfasst rund eine Million Objekte und bewahrt auch im unterirdischen Depot die deutsche Geschichte für die Nachwelt.
Wechselnde Sonderausstellungen greifen aktuelle Trends und relevante Themen auf. Die Schau "Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus" beleuchtet bis Ende Januar 2027 die unterschiedlichen Blicke der Generationen auf die NS-Diktatur und zeigt, warum die Aufarbeitung weiterhin von großer Bedeutung für die Demokratie ist.
Florian Schroeder gehört zu den prägenden Stimmen des politischen Kabaretts in Deutschland. Er analysiert mit scharfem Witz und Sachkenntnis gesellschaftliche Entwicklungen - auf der Bühne, im Fernsehen, im Radio und in seinen Büchern. In seinem Bühnenprogramm "Endlich glücklich" befasst er sich mit der allgegenwärtigen Krisenstimmung, setzt ihr bewusst Zuversicht entgegen und macht Mut zum Glücklichsein.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Seit Jahren steigt der Kokainkonsum in Europa und beschert kriminellen Banden einträgliche Geschäfte. Nun wird Spaniens Süden zu einem immer wichtigeren Umschlagsort für die Schmuggler.
Für die Menschen in den beschaulichen Küstenorten hat das zum Teil dramatische Folgen. Die Dokumentation dringt tief in Andalusiens Schmuggler-Business ein.
Viele Touristen schätzen Andalusien für traumhafte Strände, idyllische Dörfer und gemütliche Tapas-Bars. Aber Europas äußerster Süden hat auch ein anderes Gesicht: Dort breiten sich kriminelle Banden aus, die ganz Europa mit Kokain versorgen. "Wir haben hier eine regelrechte Drogenökonomie", sagt die Sozialarbeiterin Alma Jugado.
Andalusien ist eine der ärmsten Regionen Spaniens. Drogenschmuggler verdienen dort in einer Nacht mehr als andere in einem Monat. Sogenannte Tiktok-Narcos - Influencer, die das Schmugglerleben als große Party inszenieren - tragen zur Popularität des illegalen Geschäfts bei. Strafverfolger müssen immer gefährlichere Einsätze durchführen und werden gleichzeitig zunehmend machtlos.
Die Dokumentation begleitet Zollbeamte, Sozialarbeiterinnen - und einen Investigativjournalisten, der sich mit einem der Hintermänner der Drogenbanden treffen will. Dabei wird deutlich, dass die wachsende Kriminalität in Südspanien weit mehr als ein lokales Problem ist.
Anuradhapura war von 250 vor Christus bis 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreichs. Die archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation gibt viele Rätsel auf.
Die antike Stadt, heute UNESCO-Welterbe, wurde "im Dschungel" vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum von Sri Lanka.
Mittelpunkt der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um diesen Baum herum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten.
Anuradhapura war eine blühende antike Metropole - bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde. Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
"Happy Hour" ist Stand-up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor.
Zur besten Sendezeit zeigen Till Reiners und seine Gäste, wie vielseitig satirische Bühnenunterhaltung sein kann. Ob Stars oder Newcomer, ob Stand-up-Comedy, Kabarett oder Musik - hier ist alles willkommen, was für Spaß mit doppeltem Boden sorgt.
Die Kabarettsendung ist das Urgestein im deutschen Fernsehen. Seit 1988 werden das aktuelle Tagesgeschehen und Vertreter aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens aufs Korn genommen. Hier kriegt jeder sein Fett weg!
Drei Freunde aus Floridsdorf - 40 Jahre getrennt und mit Lebenswegen, die unterschiedlicher nicht sein könnten - kommen an einem Abend zusammen, der ihr Schicksal für immer verändern wird.
Gerti B., Kriminalpolizistin, hat für ihren Beruf fast alles gegeben. Bekommen hat sie dafür eine neue Vorgesetzte, die aussieht wie 18 und alles besser weiß. Franz A. sollte eigentlich Bestatter werden, hat sich aber für eine andere Karriere entschieden.
Seine Tage als Bordellchef waren auch schon mal rosiger. Und Jonas L., Uhrmacher aus Leidenschaft und Auftragskiller aus Berufung, gerät unter Druck seiner Auftraggeberin, als er einen alten Freund liquidieren soll. Aber eigentlich beginnt die Geschichte mit zwei Leichen in einem Sarg, der nur für eine gebucht war.
Damit ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende erzählt: Eine Domina verscheidet bei einem unerwarteten Betriebsunfall. Der glorreiche Abend des Spiels in Cordoba 1978. Die 1970er-Jahre mit Strizzis, Schlaghosen, Polizisten und Bezirksschönheiten. Christiane Hörbiger liest in einem Rotlicht-Etablissement aus "Josefine Mutzenbacher" vor. Und ein folgenschwerer Fenstersturz in Floridsdorf gibt der Geschichte eine unerwartete Wendung.
Mit Susi Stach, Karl Fischer, Cornelius Obonya, Johannes Silberschneider, Alice Prosser, Lino Gaier, Nils Arztmann
Kommissar Stefan Lindman hat gerade seinen Vater zu Grabe getragen und will sich bei dem pensionierten Ex-Kollegen Herbert Molin für dessen Kranz bedanken, doch Molin wurde ermordet.
Markante Blutspuren auf seinem Dielenboden erinnern an eine Reihe von Tanzschritten. Zuständig für diesen Fall ist der hiesige Polizeichef Rundström, der sich jedoch als schlampiger Kriminalist erweist. Lindman nimmt eigene Ermittlungen auf.
Rasch stellt er fest, dass er den langjährigen Freund offenbar nicht gut kannte. Warum änderte Molin schon vor geraumer Zeit seinen Namen? Und warum wurde sein Haus von einem Hochsitz aus beobachtet? Die Maklerin Elsa Berggren, von der Molin das Haus kaufte, hatte offenbar eine engere Beziehung zu ihm, über die sie sich jedoch ausschweigt. Nicht sehr redselig ist auch der Nachbar David Andersson, der im Gespräch plötzlich sehr nervös wird. Andersson konnte Molin auf den Tod nicht ausstehen. Worin diese Abneigung gründet, kann Lindman aber nicht mehr herausfinden, denn auch Andersson wird brutal ermordet.
Während die Kollegen nach einem Zusammenhang zwischen den Taten suchen, stößt Lindman bei nochmaligem Durchstöbern von Molins Haus auf alte Dokumente, die seinen Freund als überzeugten Altnazi ausweisen. Mithilfe seines Kollegen Giuseppe Larsson stößt Lindman auf ein braunes Netzwerk, zu dem auch Molins sympathische Tochter Veronica gehört - und sogar sein eigener Vater war Mitglied dieser Organisation. Allein der Mord an Molin bleibt rätselhaft.
Henning Mankells komplexer Politkrimi wurde 2004 sowohl von Urs Egger als auch von Stephan Apelgren verfilmt. Apelgren, der mit seinen stilvollen Adaptionen von Mankells Wallander-Romanen erfolgreich war, setzte auch schon den ersten Krimi des Bestsellerautors ohne den Kult-Kommissar spannungsreich und mit Gespür für Atmosphäre in Szene. Jonas Karlsson, bestens in Erinnerung aus der schrägen Liebeskomödie "Miffo - Da Braut sich was zusammen", verkörpert einen ganz eigenen, unverbrauchten Ermittlertyp.
Mit Jonas Karlsson, Göran Graffman, Peter Kneip, Lia Boysen, Douglas Johansson, Mats Bergman, Ulf Dohlsten, Jacob Nordenson
Ushuaia ist die Hauptstadt der Provinz Feuerland und zugleich die südlichste Stadt der Welt. In den Gewässern des Beagle-Kanals spiegeln sich Gletscher, geformt von uralten Eisschilden.
Mit einer Fläche von 630 Quadratkilometern beherbergt der Nationalpark Tierra del Fuego die südlichsten Wälder der Welt sowie einige der tiefsten Fjorde Argentiniens. Dort stellt sich die Königskrabbenfischerin Liz Consentino den Herausforderungen der stürmischen See.
Die karge Steppe Feuerlands ist Teil der riesigen Schafweideregion Patagoniens mit rund 15 Millionen Tieren. Dort lebt und arbeitet der Gaucho Miguel Burgos auf einem der größten traditionellen Landgüter, der Estancia Menéndez.
In Patagonien dominieren kristallblaue Seen, grüne Wälder und schneebedeckte Gipfel. Der Monte-León-Nationalpark ist Zufluchtsraum für Guanakos, Seelöwen und Seevögel - und Beispiel für den Schutz weitgehend unberührter Landschaften. Puma-Experte Emiliano Donadio erforscht dort das Leben der Raubkatzen in Patagoniens Wildnis.
Im Fitz-Roy-Nationalpark stehen die spektakulären Granitgipfel im Zentrum. Der markante Fitz Roy gilt unter Alpinisten als einer der schwierigsten Berge der Welt. Internationale Kletterer stellen sich dort in der extremen Natur Patagoniens den Herausforderungen dieser legendären Wand.
Die gesamte Pamparegion erstreckt sich über 750.000 Quadratkilometer. Es ist ein einzigartiges Ökosystem mit extrem trockenen und sehr fruchtbaren Gebieten.
In General Acha, mitten in der Pampa Seca, führt Gabriela Iturrioz einen Auktionshandel. Sie gehört zu den wenigen Frauen im Land, die Viehauktionen leiten. In Capitán Sarmiento, im fruchtbaren Teil der Pampa, liegt eine Hochburg für edle Pferderassen.
Besonders für Polo- und Rennpferde ist die Region bekannt. Federico Iguacel betreibt in dritter Generation einen Zuchtbetrieb. Jedes Jahr hofft er aufs Neue, einen Champion hervorzubringen.
Buenos Aires ist mit 15 Millionen Einwohnern eine Megacity. Die Stadt war Sehnsuchtsort vieler europäischer Einwanderinnen und Einwanderer. In den Hafenvierteln entstand so aus verschiedenen Kulturen der Tango. Für Nadja Ibanez mehr als ein Tanz, sondern eine Lebensentscheidung.
Rosario ist die Geburtsstadt von Fußballstar Lionel Messi. Auf der ganzen Welt eifern Jungs und Mädchen ihm nach. Dort könnte dieser Traum Wirklichkeit werden. In einer Fußballakademie hat der Nachwuchs die Chance, eines Tages für einen großen Club spielen zu dürfen. Esteban Ferrand ist einer von ihnen. Sein Spitzname: la Pulga, der Floh, was auch Messis Spitzname ist.
An der Ostküste verzweigt der Fluss Paraná sich im Tigre Delta. Ein Geflecht aus unzähligen Kanälen, Flüsschen und Seen. Wer dort lebt, ist auf ein Boot angewiesen. So wie Tierärztin Leila Pelusa, die ihre Patienten mit ihrer mobilen Tierarztpraxis vom Wasser aus besucht.
Im Andenhochland prägen bunte Gipfel die karge wüstenartige Landschaft. Auf gut 4200 Metern Höhe liegt die Laguna Brava, eines der letzten Refugien für bedrohte Flamingos.
Ornithologin Rebecca Lobo beobachtet die Tiere und setzt sich für den Schutz von Natur und Vögeln ein. Bis zu 310 sternenklare Nächte gibt es im Nationalpark El Leoncito. Beste Bedingungen für das Observatorium Casleo, das sich dort angesiedelt hat.
Ariel Rodriguez untersucht die Lichtverschmutzung der Umgebung und kümmert sich um die Gäste der Sternwarte.
Am Fuß der Anden liegt die fruchtbarste Region des Landes: die Provinz Mendoza, Heimat weltberühmter Weine. Celina Bartholomé betreibt mit ihrer Familie dort ein kleines ökologisches Weingut. Vor den Toren Mendozas thront der Aconcagua, mit 6959 Metern Amerikas höchster Berg. Jedes Jahr versuchen Hunderte Alpinisten den Gipfel zu erklimmen. Dabei hilft ihnen Luisina Altuve. Sie betreut die Gäste in einem der Basecamps am Berg. Weiter im Westen, in der Provinz San Luis, schwemmt der Rio Amarillo Gold aus den Bergen ins Tal.
Daniel Villegas schürft nach dem edlen Metall, wann immer er Zeit findet. Über den Gipfeln der Sierra ziehen Andenkondore ihre Runden. Ihre Flügelspannweite beträgt bis zu drei Meter. In Córdoba hat Luftwaffenveteran Eduardo Álvarez eine kleine Flugschule. Über den grünen Gipfeln der Provinz bringt er seinen Schülerinnen und Schülern alles bei, was sie für ihre Pilotenlizenz brauchen. Der endlose Horizont und die wilde Schönheit des Landes - das prägt die Menschen im Nordwesten Argentiniens.
Argentinien vereint Extreme: Gletscher, Wüsten, Regenwald und Megacities. Von den Anden bis zum Atlantik, vom Chaco bis nach Feuerland und Patagonien warten Naturwunder und Kulturen.
Dort leben Menschen, die Traditionen mit Leidenschaft bewahren. Inmitten des Regenwalds stürzen die gewaltigen Iguazú-Wasserfälle auf fast drei Kilometern Breite in die Tiefe. Weiter südlich, in Misiones, baut die Familie Kraus nachhaltig Yerba Mate an.
Im Reservat El Yerbalito kümmern sich die Biologinnen Marianela Masat und Candela Fracchia um die Rückkehr verschwundener Tierarten. Sie beobachten die Ameisenbärin Churita mit ihrem Nachwuchs und wachen über die Auswilderung seltener Grünflügelaras - ein Pionierprojekt für den Artenschutz in den Esteros del Iberá. Weiter westlich liegt das Bañado La Estrella in Formosa, das zweitgrößte Feuchtgebiet Argentiniens. Dort lebt Valoy Salazar, Anführer der indigenen Pilagá-Gemeinschaft, die ihr Leben eng an die Schwankungen des Wassers angepasst hat.
In San Antonio de los Cobres, hoch in den Anden, startet auf fast 4000 Metern Höhe der berühmte Tren a las Nubes. Eisenbahner Humberto Calpanchai sorgt dort seit Jahrzehnten für den sicheren Betrieb. Der "Zug in den Wolken" fährt über Viadukte und durch Tunnel zu einem der spektakulärsten Sehnsuchtsorte Argentiniens. Die Menschen in der Chaco-Region und in den Anden leben zwischen Wildnis, Tradition und moderner Infrastruktur - in einer Region voller Gegensätze und einzigartiger Geschichten.
Türkisblau wie die Karibik und doch mitten in Armenien: Der Sewansee liegt auf 1900 Metern Höhe im Kleinen Kaukasus. Die Armenier nennen ihn stolz ihr "armenisches Meer".
Der See, mehr als doppelt so groß wie der Bodensee, ist Symbol für Natur, Kultur und Geschichte Armeniens. An seinen Ufern stehen eine rund 1000 Jahre alte Zyklopenfestung und die 900 Kreuzsteine des größten Friedhofs der Welt als Zeugen der Vergangenheit.
Der Sewansee erinnert an die lange christliche Tradition Armeniens, das 301 als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erhob. Er ist Lebensraum endemischer Arten wie der Sewanforelle und der Armeniermöwe sowie größtes Süßwasserreservoir der Kaukasusregion. Seit 1978 stehen der See und seine Ufer als Nationalpark unter Schutz. Für den Biologen Sasun Galstyan verkörpert der Sewan vor allem eins: "die Ewigkeit, das Leben".
Im Süden Armeniens erstreckt sich der Arevik-Nationalpark. In den nahezu unberührten Gebirgstälern des größten Naturschutzgebiets des Landes leben seltene Tierarten.
Ranger Mkrtich Boyajyan schützt dort die gefährdeten Bezoarziegen. Gleichzeitig kämpft Umweltschützer Gagik Sargsyan gegen eine geplante Kupfer- und Bleimine am Rand des Nationalparks, die seine Heimat bedroht.
Am südlichen Rand des Nationalparks liegt die Stadt Meghri nahe der iranischen Grenze. Dort lebt Shahane Khachikyan mit ihrem Sohn. Mitten in den Bergen wohnen Serob und Warduhi Hovsepyan als einzige ständige Bewohner des Dorfs Kaler auf 2000 Metern Höhe. Schmetterlingsforscher Karen Aghababyan dokumentiert die Artenvielfalt des Parks, in dem rund 150 Tagfalterarten vorkommen sollen. Doch Klimawandel und schwindende Lebensräume bereiten ihm große Sorgen.
Atemberaubende Landschaften, spannende Kultur und Gastfreundschaft zu kleinen Preisen: Albanien lockt Besucher aus aller Welt mit kristallklarem Meer und idyllischen Stränden an der Adria.
Die Zahl der Touristen in Albanien ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Doch abseits der touristischen Standardpfade warten im bergigen Hinterland noch immer Attraktionen auf ihre Entdeckung. Vom günstigen Hostel bis zum Luxusapartment ist alles zu haben.
Adrian hat seinen Traum wahr gemacht. Der 27-jährige "kölsche Jung" ist nach einem Albanienurlaub einfach dortgeblieben. "Die Albaner haben nicht so viele Sorgen, die denken nicht drüber nach, was alles passieren kann. Die leben ihr Leben und sind sehr frei und total relaxed. Das habe ich vorher noch nie erlebt", schwärmt er.
Seit fünf Jahren lebt Adrian in dem kleinen Dorf Vuno, dort betreibt er mit seiner amerikanischen Frau Bri ein Hostel. Das hat er im typisch albanischen Stil wiederhergerichtet. Seine Gäste schätzen die Aussicht von der Sonnenterrasse aufs Meer und die ruhige Lage. Für Jessica und Manuel aus Thüringen der perfekte Ort, um das Land zu erkunden: "Die Leute sind supernett und die Strände teilweise noch unbebaut. Irgendwie haben wir unser Herz daran verloren."
Wer mehr auf Party steht, kann Meer und elektronische Musik beim UNUM Festival in Shëngjin verbinden. Fünf Tage lang am Strand vor drei Bühnen abtanzen oder einfach nur auf dem Festivalgelände chillen. Mario aus Hamburg ist begeistert: "So ein Festival habe ich noch nicht miterlebt. Alle sind offen, es ist internationales Publikum hier, also megageil."
Action in unberührter Natur bietet eine Rafting-Tour im Osumi-Canyon in Zentralalbanien. Die Schlucht von fast zehn Kilometern Länge, durch die sich der Osumi-Fluss schlängelt, ist noch immer ein echter Geheimtipp. Rafting-Guide Alma bietet dort Wassertouren unter haushohen Felswänden.
Doch die zunehmende Zahl an Touristen bedroht die ursprüngliche Natur auch in Albanien. Die vielerorts wild wuchernden Hotel- und Ferienanlagen an der Küste verbrauchen immer mehr Ressourcen, vor allem Wasser. Das kommt zum Teil aus dem Hinterland, wie zum Beispiel aus der kleinen Kommune Tragjias. Dort sprudeln zahlreiche Quellen - noch. In einem großen Projekt soll dort ein riesiger Brunnen gebaut und große Mengen Wasser über eine Pipeline in die Tourismusprojekte an der Küste gepumpt werden. Ela betreibt in Tragjias an einem idyllischen Teich seit vielen Jahren ein Familienrestaurant. Das Wasser aus dem Hahn in der Küche kommt direkt aus der Quelle vor der Tür. "Ich habe Angst, dass wir irgendwann kein Wasser mehr haben", sagt Ela.
Die "ZDF.reportage" begleitet Besucher und Bewohner in einem Land, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen hat.