Kaum eine Insel ist stärker geprägt von Gegensätzen als Sylt: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, Glamour und natürlicher Idylle. Ein bildgewaltiger Blick auf einen Ort voller Magie.
Unter seiner Attraktivität leidet Sylt allerdings auch: Mehr als 750.000 Besucher jährlich statteten der Insel vor Corona einen Besuch ab, zum Nutzen, aber auch zum Leidwesen der Einheimischen. Dieser Film wirft einen Blick auf die Parallelwelt im hohen Norden.
Außergewöhnlich ist für viele Touristen allein schon die Anreise nach Sylt. Die meisten kommen mit ihrem Wagen huckepack auf dem Autotransporter von Niebüll aus mit der Bahn an, erleben rechts und links des Hindenburgdamms die Wasserwelt des Wattenmeers. Auf der Insel geht es mit den Gegensätzen weiter: zwischen Luxus und Ursprünglichkeit, zwischen Kampen und Camping. Sylt ist eine Insel der Gegensätze. Quirliges Leben in Westerland, menschenleere Strandabschnitte am Lister Ellenbogen. Die Kurzreportage gibt einen Einblick in die Parallelwelt einer majestätischen und vermeintlich extravaganten Insel, jenseits der Touristen-Hotspots.
Im Mittelpunkt des Films stehen dabei auch waschechte Insulaner, wie Landwirt John-Ricklef Petersen. Er ist einer von rund 14.000 Menschen, die von dort stammen und sogar noch den Sylter Dialekt Söl'ring beherrschen. Seit mehr als 100 Jahren betreibt die Familie Petersens auf den Wiesen der Insel Landwirtschaft, bereits in dritter Generation. Das Herzstück des landwirtschaftlichen Biobetriebes bilden die 250 Galloway-Angusrinder aus eigener Zucht. Die Familie arbeitet auch dann auf den Feldern und am Deich, wenn in der Hochsaison die Touristen in ihren Hotel- und Ferienhausbetten noch schlummern. Das Verhältnis zwischen ihnen und den Einheimischen ist zwiegespalten. Die Insel lebt vom Tourismus, doch die Naturschutzgebiete werden dadurch belastet und treiben die Immobilienpreise in die Höhe. Viele Einheimische können sich ihre eigene Insel schon lange nicht mehr leisten.
Inzwischen fest verwurzelt mit der Insel ist der 20-jährige Phillip Grossmann. Ihn findet man meist vor Sylts Südspitze, etwa sechs Kilometer von Bauer Petersens Salzwiesen entfernt, auf der "Simon Alexander". Es ist eines von nur fünf Fangschiffen, das vor Sylt Muscheln fischen darf. Die Ausbeute ist groß, denn Sylt gilt als ein Paradies für Miesmuscheln.
Landwirt John-Ricklef Petersen hat nicht nur seine Rinder ständig im Blick, sondern vor allem auch seine ebenso vielen Salzwiesen-Schafe, 250 wollige Ureinwohner von Sylt. Sie weiden bis in den November hinein auf den Salzwiesen an der Ostseite der Insel und bestimmen den Jahresrhythmus der Familie. Alles ist fast auf den Tag genau getaktet, damit rechtzeitig zu Ostern etwa 400 Lämmer das Licht der Welt erblicken.
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
"Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.
"nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen.
"nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Das Politmagazin aus der Schweiz liefert Hintergrundberichte und Recherchen über aktuelle Ereignisse und Brennpunkte im In- und Ausland.
Die Reportagen und Magazinberichte sind nah am Geschehen, ohne je die kritisch-journalistische Distanz zu verlieren.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält an seinen Kriegszielen in der Ukraine fest. Und seine Politik wird immer autoritärer.
"Reporter" reist in die russische Stadt Nischni Nowgorod, einst eine Hochburg liberaler Reformen. Wie leben Menschen, die immer noch an ein europäisches Russland glauben? Wie geht es weiter mit Russland? Diese Frage treibt die Welt um. Die Antwort darauf: schwierig.
Zu viel hängt von den schwer vorhersehbaren Entscheidungen des Präsidenten Wladimir Putin ab. Reporter Christof Franzen ist in verschiedene Regionen Russlands gereist. Er hat Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die Bandbreite der Emotionen ist groß. Während die einen den imperialen Kurs des Präsidenten feiern, packen andere im Stillen ihre Koffer. Und die Mehrheit? Sie arrangiert sich mit einer immer düstereren Realität.
Behindert sein und ein Start-up gründen? Für Anna Hörster und Jona Recker war das kein Widerspruch - im Gegenteil. Sie sind bewusst das Risiko eingegangen und sind nun ihr eigener Chef.
Anna Hörster hat das Ehlers-Danlos-Syndrom, eine schwere Erbkrankheit. Jona Recker ist unfallbedingt auf den Rollstuhl angewiesen. Während Hörster medizinische Hilfsmittel schöner gestaltet, berät Recker Menschen mit Behinderung zu ihren finanziellen Ansprüchen.
Anna Hörster lebt von klein auf mit starken Bauchschmerzen. Probleme mit ihrem Rücken und der Schulter kommen hinzu. Erst 2021 erhält sie die Diagnose Ehlers-Danlos-Syndrom. Eine sehr seltene, erblich bedingte Erkrankung des Bindegewebes mit zahlreichen Unterformen. Bei Anna macht sich die Erkrankung auf vielfältige Weise bemerkbar - unter anderem dadurch, dass immer wieder ihre Gelenke auskugeln oder verkeilen und sie das Gefühl hat, sie könne ihre Muskeln nicht mehr ansteuern. Daher ist sie bei längeren Strecken auf ihren Rollstuhl angewiesen. Seit 2022 muss sie sich aufgrund ihrer Magen-Darmlähmung größtenteils künstlich über Sonden und Ports ernähren.
Jona Recker ist erst 17, als ihn ein einziger unbedachter Moment aus seinem gewohnten Leben reißt: Er läuft mit Freunden über einen Güterbahnhof, als er einem vorbeifahrenden Zug zu nah kommt. Dabei wird er von einem "Lichtbogen" getroffen - einer extrem heißen elektrischen Ladung, bei der Strom durch die Luft überspringt. Die enorme Hitze schleudert ihn zu Boden. Recker erleidet schwerste Verletzungen, wird ins künstliche Koma versetzt. Als er wieder aufwacht, ist nichts mehr wie zuvor - er ist querschnittsgelähmt. Auch er muss sich als "Neu-Rollstuhlfahrer" durch den Antragsdschungel kämpfen - und das in der Zeit, in der man eigentlich alle Kraft für seine neue Lebenssituation braucht. Aus diesen Erfahrungen entsteht mit einem Freund eine gemeinsame Idee: das Start-up "Help Yuu".
Warum eskalieren in der katholischen Kirche die Flügelkämpfe zwischen "Konservativen" und "Reformern" heute oft so heftig?
Woher kommt der Eindruck, Rom erhebe den Anspruch, die "ewig gültige, unveränderliche" katholische Lehre zu verteidigen? Die Dokumentation zeigt, dass das "Erste Vatikanische Konzil" (1869) und die von Papst Pius IX. beanspruchte Unfehlbarkeit mit Macht nachwirken.
Denn davor war die Kirche in Fragen der Lehre und der Strukturen vielfach offener gewesen und hatte auch innovative Wege beschritten. Der Film hilft, die Gegenwart auf dem Hintergrund der antimodernen "Neuerfindung" des Katholizismus im 19. Jahrhundert zu verstehen.
Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie?
Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse.
Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch - ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen?
Auf dem Dachboden findet der "Teufelskreis" statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen.
Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle - besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen.
Die Inseln vor der Westküste Italiens sind weltbekannt und wahre Touristenmagneten. Neben Capri und Ischia sind auch die Pontinischen Inseln Palmarola, Ponza und Ventotene einen Besuch wert.
Capri bietet kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle. Ischias feine Sandstrände locken nicht nur Sommerurlauber, sondern auch viele Tages- und Wochenendbesucher vom Festland an. Beschaulicher geht es auf den kleinen Pontinischen Inseln zu.
Capri ist reich an Kunstschätzen und historischen Highlights, die von der bewegten Geschichte der Insel zeugen. Ein traumhafter Panoramablick bietet sich vom Gipfel des Monte Solaro, den man mit einem Sessellift erreicht. In Anacapri erkundet das Filmteam aufwendig dekorierte Kirchen und lauschige Plätze. Auf Ischia ist die erste Station der Reise das Castello Aragonese. Die Festung hat eine turbulente Vergangenheit und ist heute das Wahrzeichen der Insel.
Auf Procida, der kleinsten Kampanischen Insel, besuchet das Team den Fischerhafen Marina Corricella mit seinem pastellfarbenen Häusermeer. Weiter geht es auf die Pontinischen Inseln mit ihren zerklüfteten Steilküsten, die sich bis heute ihre wilde Schönheit bewahrt haben. Die nur drei Kilometer lange Insel Ventotene ist ein kleines, ursprüngliches Paradies. Einst dienten die Höhlen an der Küste als Piratenversteck.
Ponza empfängt seine Besucher mit einer malerischen Häuserfassade, die das halbrunde Hafenbecken säumt. Schmale Treppengassen winden sich den Hügel hinauf. Das Filmteam stattet dem spektakulär gelegenen Friedhof einen Besuch ab und unternimmt eine Bootstour zu den Grotten des Pilatus. Die Reise endet auf der Insel Palmarola, deren weiße Steilküste einen reizvollen Kontrast zum tiefblauen Meer bildet.
Was ist Europa, wie entstand der Kontinent? Diese Folge der "Europa-Saga" schildert, wie sich auf dem vielgestaltigen kleinen Erdteil erstmals ein europäischer Kulturraum entwickelte.
In großen Bögen erzählt der Historiker Christopher Clark die Geschichte Europas: Die ersten Menschen wanderten aus Afrika ein. Später entstanden Volksgruppen wie die Kelten, Staatengebilde wie Griechenland, das Imperium der Römer, das weite Teile Europas umfasste.
Ein einheitliches Recht, eine gemeinsame Währung, Wirtschaft und Kultur schufen den verbindenden Rahmen dieses ersten Reichs in Europa. Die Verbindung mit dem Christentum, das über die Jahrhunderte Staatsreligion in weiten Teilen wurde, verlieh dem Kontinent ein Fundament, das Macht und Glauben miteinander vereinte.
Schon lange vorher war der viel zitierte Entstehungsmythos Europas entstanden: Dabei ging es um die Liebe des Göttervaters Zeus zu einer Prinzessin namens Europa. Der liebestolle Griechengott entführte sie aus Sidon in Phönizien auf jenen Erdteil, der später nach ihr benannt wurde: nach Europa. Dieser Mythos ist wohl auch Sinnbild für den Einfluss und die Impulse, die der Okzident aus dem Orient erhielt.
Es ist ein Geben und Nehmen. Künftige Kulturen in Europa lösten einander nicht nur ab, sie nahmen die Errungenschaften der Vorgänger jeweils auf, bis die Karten durch die Völkerwanderung neu gemischt wurden. Am Ende sind Griechisches, Römisches, Keltisches, Germanisches, Heidnisches und Christliches miteinander verschmolzen. Das ändert nichts daran, dass Europa bis heute ein Schauplatz vielfältiger Migration geblieben ist.
In der sechsteiligen "Europa-Saga" wirft Christopher Clark einen neugierig-unterhaltsamen Blick auf den Kontinent, besucht die schönsten und schicksalhaftesten Orte Europas und bringt etwas Ordnung in die so verwirrend vielfältige Geschichte.
Europa, das christliche Abendland - so eine gängige These. Welche Rolle spielt der christliche Glaube für die Identität Europas? Gibt es neben dem christlichen auch ein islamisches Abendland?
Christopher Clark geht in dieser Folge der Frage nach, woran die Europäer glauben: Das Christentum war die erste offene Volksreligion, Gemeinden und Klöster wurden zur Keimzelle gemeinsamer Konfession, Pilgerwege zu einem verbindenden europäischen Netzwerk.
Doch bald schon gingen die Christen im Osten und Westen Europas getrennte Wege. Was sie für kurze Zeit wieder zusammenbrachte, war eine neue, gemeinsam empfundene Bedrohung: der Islam, der auch in Europa auf dem Vormarsch war.
Doch bedeutete dies für den Kontinent mehr als nur ein Feindbild: Auf der spanischen Halbinsel, in "al-Andalus", prägten Muslime über ein halbes Jahrtausend die Kultur im westlichen Europa mit, die Herrschaft der Osmanen hinterließ im Südosten Spuren. Die Juden Europas trugen in ihrer Rolle als religiöse Minderheit ebenfalls zur kulturellen Vielfalt bei, brachten die Wirtschaft in Gang und waren doch immer wieder Opfer grausamer Verfolgung. Die Kreuzzüge und Türkenkriege verstärkten den Antagonismus der Religionen. Wenn nicht Gegner von außen für den Zusammenhalt sorgten, brachen unter den Christen immer wieder Konflikte aus.
Zur entscheidenden Spaltung führte die Reformation im frühen 16. Jahrhundert. Martin Luther prangerte nicht nur die Missstände in der Kirche an, er stellte auch die klerikal geprägte Herrschaftsordnung infrage. So spalteten sich in Europa Macht und Glaube. 100 Jahre nach der Reformation verwüsteten verheerende Schlachten zwischen Katholiken und Protestanten den Kontinent. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wuchs der Wille, das Verhältnis der Völker künftig auf Prinzipien der Vernunft zu begründen. Es galt, Religion und Politik in den Beziehungen der Mächte zu trennen. Die europäische Staatengemeinschaft schuf mit dem Westfälischen Frieden eine verbindliche Ordnung, die den Ausgangspunkt für das moderne Völkerrecht bildete.
Diese Folge erzählt die Geschichte der europäischen Expansion von den Wikingern bis zum Britischen Empire: Warum zog es die Europäer in die Weite, wie bekamen sie Macht über Teile der Welt?
Europa und die Welt, eine Historie von Entdeckergeist und Unternehmertum, aber auch von Imperialismus, Unterdrückung und Ausbeutung. Historiker Christopher Clark führt die Zuschauer an Ausgangspunkte des Aufbruchs wie Lissabon, Amsterdam und London.
Und er begibt sich an Bord der "Endeavour", jenes Schiffes, mit dem James Cook die Südsee erforschte und Australien für Großbritannien in Besitz nahm. Warum zog es die Europäer immer wieder in die Weite? "Weil wir ein Kontinent der engen Räume, aber auch der Küsten sind", erklärt Professor Clark.
Die Griechen, Römer und Wikinger machten es vor, nahmen Europas Küstenregionen in Besitz. Über die Seewege der Hanse kam Wohlstand in Hunderte nord- und mitteleuropäische Städte. Heute wird dieser Handelsbund gern als Vorläufer der Europäischen Union gepriesen. Im Süden geschah der globale Aufbruch vom Mittelmeer aus: Venedig begründete die Handelswege nach Asien, von Spanien aus erfolgte schließlich der Schritt in die Neue Welt. Nord- und Südamerika gaben Millionen von Europäern Hoffnung - aber die Bevölkerung der eroberten Länder fiel dem zum Opfer, wurde versklavt, ihre Kulturen zerstört. Noch vor 100 Jahren konnte man von einem europäischen Weltreich sprechen. Christopher Clark schildert auch, wie der Machtkampf der Rivalen in den Ersten Weltkrieg führte, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.
Diese Folge der "Europa-Saga" erzählt von Europas Beitrag zur Weltkultur. In Kunst, Unterhaltung, Philosophie und Wissenschaft wurde Unvergängliches geschaffen - oft ohne Rücksicht.
Christopher Clark reist in die Metropolen und erlebt Europas Meisterwerke. Ob das Kolosseum oder der Eiffelturm, die "Mona Lisa", Beethovens Neunte oder die Songs der Beatles, Platons "Staat" oder Shakespeares "Sturm".
Immer wieder gelang es den Europäern, mit klassischen Werken zeitlose Geltung zu erschaffen. Romanik, Gotik, Barock, Jugendstil, Klassizismus und Bauhaus sind Begriffe aus dem Vokabular europäischer Architekturgeschichte. Euripides' "Medea", Shakespeares "Hamlet", Bizets "Carmen" und Puccinis "La Bohème" sind von den Weltbühnen nicht wegzudenken. Hinzu kommt eine große Zahl bahnbrechender Entdeckungen und technischer Erfindungen, ob die Dampfmaschine, die Batterie, das Automobil oder Flugzeug, das Penicillin oder die Kernspaltung.
Auch bei der Entwicklung der Kommunikationstechnik, bei Telefon, Radio, Fernsehen und Computer, standen Köpfe aus Europa Pate. Physiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler waren stets führend in der Riege der Nobelpreisträger. Fast immer, wenn man von klassischen Epochen spricht, von Errungenschaften mit zeitloser universeller Geltung und Ausstrahlung, führen die Wege nach Europa.
In der vierten Folge der "Europa-Saga" geht es um herausragende Namen, bedeutende Werke und ihre Wirkung, um Europäisches, das zum Weltmaßstab wurde. Es geht aber auch um Anmaßung und darum, dass Europa vor allem seine technische Überlegenheit gegenüber anderen ausspielte, ohne Rücksicht und Toleranz. Nicht ohne Grund ist die Kritik am Fortschritt so alt wie viele Errungenschaften selbst. Kaum ein Kontinent hat die Erde so nachhaltig geprägt wie Europa - im Guten wie im Schlechten. Und so steht seine glanzvolle Geschichte und Kreativität auch für rücksichtslose Plünderung von Ressourcen und Ausbeutung der Welt.
Im Lauf der Jahrhunderte reift die Idee der europäischen Einigung. Dieser Teil der "Europa-Saga" zeigt Versuche, Europa zur Einheit zu formen: mal mit Gewalt, mal mit Vernunft.
Sir Christopher Clark besucht Schauplätze großer Konflikte und Einigungsbemühungen. Erst spät setzt sich in Europa die Überzeugung durch, dass ein Miteinander den Völkern mehr dient als ein Gegeneinander. Es folgte der Aufbruch in die Europäische Union.
Der Gedanke an ein Europa freier Völker entstand im Zeitalter der Aufklärung. Zum Schlüsselereignis aber wurde die Französische Revolution 1789. Viele Menschen in Europa ließen sich von den Verheißungen der revolutionären Dreifaltigkeit begeistern: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Es war die Botschaft an das kommende Jahrhundert. Es ging um freiheitliche Verfassungen und politische Mitbestimmung, auch um die Vision eines einigen Europas der freien Völker. Ideen, die auch bei weiteren Revolten gegen die Monarchien oder internationalen Kundgebungen wie auf dem Hambacher Fest 1832 eine Rolle spielten.
Doch erst nachdem Nationalismus, Imperialismus, Diktaturen und Weltkriege den Kontinent in den Abgrund gestürzt hatten, mehrten sich die Stimmen für ein freiheitliches und geeintes Europa. Mit der Gründung des Europarates und der ersten Europäischen Gemeinschaften in den 50er-Jahren wurde der Grundstein gelegt, nahm der Zusammenschluss demokratischer Staaten Gestalt an - zunächst im Westen, nach dem Fall der Mauer auch in Osteuropa.
Brexit, Finanzkrisen und Flüchtlingswellen haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchstimmung rücken lassen. Doch es gibt auch Optimismus. Quo vadis, Europa?
Professor Christopher Clark zeigt auf seiner Reise durch die europäischen Metropolen, wie Gemeinsames erzielt wurde, von dem die Gründer nur zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, eine Währung.
Der Fortschritt der Einigung zeigt in Zeiten der Krise auch seine Schattenseiten: mangelnde Übereinstimmung unter den vielen Partnern, Zweifel an gemeinsamen Werten, nationale Rückbesinnung, weil europäische Lösungen ausbleiben oder auf sich warten lassen. Es sind gleich mehrere Konfliktherde, die das Gemeinschaftswerk auf die Probe stellen. Was können die Leitlinien sein für die Zukunft Europas? Am derzeitigen "Staatenverbund" festhalten oder die Bahn frei machen für eine Bundesrepublik Europa? Mehr Kompetenzen in zentralen Politikbereichen zulassen oder doch eher etwas zurückrudern? Es bleibt wohl auf absehbare Zeit erst einmal beim Krisenmanagement, beim Navigieren auf Sicht.
Dennoch: Die Freude, der "schöne Götterfunke", von dem Schillers Ode "An die Freude" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europahymne künden, ist nicht erloschen. Denn jeden Tag machen Menschen in Europa eine großartige Erfahrung: Es gibt das Europa der gemeinsamen Kultur, des selbstverständlichen Austauschs, der alltäglichen Begegnung, der Freizügigkeit, der Musik und des Sports - vom Eurovision Song Contest bis zur Champions League. Was sagen die Umfragen? Wie denken die Bürger über die Union, wie über ihre Nachbarn, was erwarten sie von der gemeinsamen Zukunft? Quo vadis, Europa? Darauf sucht Christopher Clark in der letzten Folge der "Europa-Saga" Antworten.
Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Was und wie wir sehen, bestimmt darüber, wie wir die Welt wahrnehmen: Etwa 80 Prozent aller Umweltreize nehmen wir über die Augen auf.
Wir verständigen uns sogar mit Blicken - ganz ohne Worte. Aber immer mehr junge Menschen sind kurzsichtig und sehen schlechter. Augenärzte sprechen bereits von einer "Pandemie der Myopie", also der Kurzsichtigkeit. Können Laser-OPs eine Lösung sein?
Auch Kathi ist kurzsichtig. Das schränkt sie in ihren Berufen ein. Sie arbeitet als Kickboxtrainerin, näht für ihr eigenes Modelabel und steht als Moderatorin vor der Kamera. Die Kurzsichtigkeit nervt sie: Die Kontaktlinsen verrutschen beim Trainieren schnell, und wenn sie moderiert, stört die Brille. Deshalb möchte Kathi sich die Augen lasern lassen - trotz Angst vor der OP und möglichen Komplikationen. Für Kathi kommt das Laserverfahren namens "Trans-PRK" infrage: Dabei trägt ein hochmoderner Laser einen Teil der Hornhaut der Augen ab. Die Technik gilt als schonend und verspricht schnelle Heilung und wenig Schmerzen. Wie wird Kathi die OP erleben? Und wird sie mit dem Ergebnis zufrieden sein?
Marc Weide ist Weltmeister der Zauberkunst und arbeitet gerade an einem neuen Bühnenprogramm. Mit seinen Tricks muss er es schaffen, die Augen seiner Zuschauer zu täuschen. Dafür macht er sich diverse Schwächen unserer Wahrnehmung zunutze, zum Beispiel unsere sehr begrenzte visuelle Aufmerksamkeit. Auch optische Täuschungen nutzt er immer wieder für seine Tricks - und spielt unserem Gehirn damit einen Streich. Denn die Augen können die Täuschung eigentlich durchschauen, erst durch die Verarbeitung im Gehirn entsteht ein Eindruck der Illusion. Wie funktioniert das genau? "NANO" ist dabei, wenn er in seiner Show die neuesten Tricks vorführt.
Die Augen von Flugbegleiterin Nadine sind ihr wichtigstes Werkzeug - sie ist auf das Lesen von Blicken trainiert. Wie eine Profilerin "scannt" sie am Eingang des Flugzeugs alle Passagiere: Könnte jemand aggressiv werden? Ist jemand mit Flugangst unter den Reisegästen oder betrunken? Nadine sieht das in den Augen, schließlich kommunizieren wir mit ihnen sehr viel und schnell - ob wir wollen oder nicht. Wir nehmen mit unseren Augen nicht nur soziale Signale von unseren Mitmenschen wahr, wir senden gleichzeitig auch Botschaften zurück. "NANO" begleitet Nadine, die auch angehende Flugbegleiter ausbildet, auf einem Flug und zu einem Workshop.
"NANO: Mein Körper - Meine Augen" zeigt, wie komplex und einzigartig Auge und Gehirn miteinander agieren.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.
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Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Während des Zweiten Weltkriegs beginnt eine kleine Gruppe von Münchner Studenten, die Entscheidungen und Praktiken der Naziregierung zu hinterfragen. Die Gruppe gründet eine Widerstandszelle.
Der Spielfilm von Regisseur Michael Verhoeven wurde beim Deutschen Filmpreis 1983 mit zwei Auszeichnungen prämiert und erhielt von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat besonders wertvoll.
München 1942: Die Studentengruppe Weiße Rose, unter ihnen die Geschwister Scholl, ruft mit Flugblättern zum Widerstand gegen Adolf Hitler und sein Regime auf. Unter Lebensgefahr bringen die Studenten Flugblätter in andere Städte und schreiben nachts Parolen wie "Nieder mit Hitler" an Häuserwände.
Während sich die Schlinge der Gestapo immer enger um die Studenten zieht, knüpfen sie Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen und sogar zu hohen Militärs. Anfang 1943 schlägt die Gestapo zu: Hans und Sophie Scholl werden im Hof der Münchner Universität verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilt sie und weitere Mitglieder der Weißen Rose zum Tode.
Mit Lena Stolze, Wulf Kessler, Werner Stocker, Oliver Siebert, Ulrich Tukur, Martin Benrath
Free-TV-Premiere
Die syrische Immigrantin Farrah nimmt einen Job als Haushälterin bei der wohlhabenden, linksliberalen und krisengeschüttelten fünfköpfigen Familie Engels in Berlin an.
Schnell wirbelt sie sowohl das Leben der Eltern als auch der Kinder so durcheinander, dass sie gar nicht anders können, als sich wieder einander zuzuwenden. Doch dann konfrontiert Farrah die Familie mit ihrem eigenen, dunklen Schicksal.
Es stellt sich heraus, dass Farrah eine erfahrene Psychologin ist und ihre
besonderen Fähigkeiten einsetzt, damit die Familie wieder aufeinander zugeht.
Allerdings offenbart sie schließlich, dass sie gezielt nach dieser Familie gesucht hat. In einer Art Hypnosetrip versucht die syrische Frau, ihre eigene Familie zu retten.
Mit Nicolette Krebitz, Lars Eidinger, Tala Al Deen, Elke Biesendorfer, Julius Gause, Elyas Eldridge
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
Allzu oft bietet die deutsche Politik Steilvorlagen für Hohn und Kritik. Die Sendung betrachtet aktuelle Ereignisse in einem satirischen Licht und lässt dabei oft kein gutes Haar an unseren Volksvertretern.
Österreichische Late-Night-Show, moderiert von Dirk Stermann und Christoph Grissemann.
"Willkommen Österreich" präsentiert mit dem sprühenden Charme der Abgeklärtheit provokante Themen und schwarzen Humor - fernab von Political Correctness.
Wenn ein Amt für Nachhaltigkeit von Django Asül geleitet wird, ist das Chaos nicht weit. Wenn ihm dabei Rolf Miller und Wolfgang Krebs ambitioniert zur Seite stehen, naht das Inferno.
Lehrer Frank Stimpel muss sich an der neuen Schule beweisen. Doch seine erste Woche gleicht einer Achterbahnfahrt. Er verliert den Respekt seiner Klasse, und sogar die Polizei kreuzt auf.
Seine Chefin Aminata droht ihm mit Rauswurf, aber sie braucht den Alman-Lehrer. Schüler Osman stellt die Machtfrage, Influencerin Leyla "disst" ihn als "Nazilehrer", und Lehrerin Sara gräbt ihn grundlos an. - "Almania" ist eine klassische Comedyserie.
In "Almania" werden die aktuellen, relevanten Themen Bildung und Chancengleichheit für überwiegend junge Zuschauerinnen und Zuschauer temporeich, satirisch überhöht und doch nah an der Realität erzählt. Es geht um typische Konflikte aus dem Schulalltag einer Brennpunktschule, um Drogen, Disziplin und Deutschrap, um Freundschaft, Liebe, Sex und die emotional stark aufgeladenen Fragen von Loyalität und Verantwortung, die Suche nach dem richtigen Weg im Leben. Nah an der Zielgruppe und schnell erzählt.
Mit Phil Laude, Pegah Ferydoni, Zejhun Demirov, Dela Dabulamanzi, Ludger Pistor
Lehrer Frank Stimpel will die Aggressionen an seiner Schule bekämpfen. Doch je mehr er eingreift, desto deutlicher wird: Das eigentliche Problem könnte er selbst sein.
Stimpel versucht, Gewalt und Konflikte in der Schülerschaft einzudämmen. Die Ratschläge des Schulpsychologen Swami missversteht er jedoch gründlich. Auch Influencerin Leyla sorgt dafür, dass seine Lage immer komplizierter wird.
Als sein Kumpel Yunus dann auch noch beschließt, in der gemeinsamen Wohnung Rennhühner zu trainieren, gerät Stimpels Alltag endgültig aus dem Gleichgewicht. Seine passiv-aggressive Art macht die Sache dabei kaum leichter.
Mit Phil Laude, Pegah Ferydoni, Zejhun Demirov, Dela Dabulamanzi, Ludger Pistor
Um seine Chancen auf eine Verbeamtung zu erhöhen, gründet Frank Stimpel eine Robotik AG. Doch statt auf Action setzt der Alman lieber auf Theorie.
Kollege Yunus hält dagegen und gründet eine Kampfroboter AG, die Stimpel zum großen Showdown herausfordert.
Mit Phil Laude, Pegah Ferydoni, Zejhun Demirov, Dela Dabulamanzi, Ludger Pistor
Aminata Müller ernennt Frank Stimpel zum Vertrauenslehrer. Der will sich in dieser Rolle unbedingt beweisen und strebt mit mehr oder weniger sinnvollen Maßnahmen die problemfreie Schule an.
Gerade als Leyla in einer echten Notsituation steckt und Hilfe gebrauchen könnte, wächst ihm die Aufgabe über den Kopf.
Mit Phil Laude, Pegah Ferydoni, Zejhun Demirov, Dela Dabulamanzi, Ludger Pistor
Stimpel erfährt von einem Online-Ranking, das die Lehrer der Schule nach Coolness bewertet. Um sich den Respekt der Klasse zu erarbeiten, versucht er krampfhaft, lockerer zu werden.
Dafür muss der Alman die Komfortzone verlassen, und er greift zu ungewöhnlichen Mitteln.
Redaktionshinweis: Die weiteren fünf Folgen der zehnteiligen Comedyserie "Almania" zeigt 3sat am Freitag, 13. November, ab 4.05 Uhr.
Mit Phil Laude, Pegah Ferydoni, Zejhun Demirov, Dela Dabulamanzi, Ludger Pistor
Comedienne Meltem Kaptan gegen Moderator Pierre M. Krause? Von wegen! Denn besonders heute braucht sie seine Hilfe. Meltem steht zwar gut im Strumpf, benötigt jedoch dringend neue Strümpfe.
Ein Glück, dass Pierre bis in die Zehenspitzen mit modischer Kompetenz ausgestattet ist. Einen schlanken Fuß machen dann beide im Anschluss auch im türkischen Lebensmittelgeschäft, wo sie noch Granatapfelsirup kaufen müssen.
Also Sicherheitshelm auf beim Anschauen: Es wird eine explosiv gute Folge.