(1): Frankreich: Michel Serres Naturvertrag von Agen
(2): Schweden: Zwischen Fabelwesen und Pragmatismus
(3): Mongolei: Doljinsurens Teigtaschen mit Hackfleischfüllung
(4): Äthiopien, eine der ersten Fälschungen der Menschheitsgeschichte
(1): Bilbao: Roman über eine gestohlene Kindheit
(2): Die Rückeroberung der Bucht von Algier
(3): Albanien: Nexhmijes gefüllte Paprika
(4): USA: Der Polka-König
USA, 1881: Sergeant Braxton Rutledge, ein schwarzer Angehöriger der US-Armee, wird angeklagt des Mordes an seinem Vorgesetzten Major Dabney sowie der Vergewaltigung von dessen Tochter Lucy. Im Gerichtssaal bemüht sich Rutledges Anwalt Cantrell, die Unschuld seines Mandanten zu beweisen, während die Zeugenbank manche Überraschungen bereithält ... Brillanter Western und Gerichtsdrama von John Ford (1960).
USA, 1881: Der afroamerikanische Sergeant Braxton Rutledge, direkter Nachkomme von Sklaven, dient in der 9. Kavallerie der US-Armee. Eines Tages wird er bei den Leichen seines Vorgesetzten, Major Dabney, und dessen vergewaltigter Tochter Lucy angetroffen. Vor dem Militärgericht beteuert er seine Unschuld, was die Vergewaltigung angeht, und plädiert anderweitig auf Notwehr. Sein Anwalt Tom Cantrell setzt sich für Rutledge ein, trotz eines Anfangsverdachts: Als er ihn bei den Leichen auffand, versuchte der Angeklagte zu fliehen.
Die Zeugin Mary Beecher, die Rutledge auf seiner Flucht vor einem Angriff von Apachen gerettet hat, beharrt als Einzige auf seiner Unschuld. Im Laufe der Zeugenbefragungen zeichnet sich eine andere Erklärung für die Morde ab. John Fords selten gezeigter Western ist ein Gerichtsdrama, das in Flashbacks multiperspektivisch das Geschehen rekonstruiert.
Thematisch greift er das Thema des Rassismus in der US-Kavallerie auf und stellt das Schicksal der schwarzen Soldaten in den Mittelpunkt. Sergeant Rutledge wird von dem Zehnkämpfer, Footballer und Schauspieler Woody Strode mit magnetischer Präsenz verkörpert.
Ein Land, das am Mittelmeer liegt, weckt Assoziationen: türkisfarbenes Meer, mediterranes Klima und einsame Sandstrände - das ist auch bei Griechenland nicht anders. Dabei hat das Land viel mehr zu bieten. Die verborgene Seite Griechenlands ist rau und geprägt von einer wilden Berglandschaft. "Wildes Griechenland" nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine teils unberührte Region, die nur wenige mit Griechenland verbinden würden. Die beiden Naturfilmer Johannes Berger und Stephan Krasser waren über zwei Jahre lang unterwegs und haben spektakuläre Aufnahmen von den faszinierenden Landschaften und von einer teils unerforschten Tier- und Pflanzenwelt gedreht. Sie zeigen ein unbekanntes Griechenland, zu dessen Hotspots kein Reisekatalog führt.
Ein Land, das am Mittelmeer liegt, weckt Assoziationen: türkisfarbenes Meer, mediterranes Klima und einsame Sandstrände - das ist auch bei Griechenland nicht anders. Dabei hat das Land viel mehr zu bieten. Die verborgene Seite Griechenlands ist rau und geprägt von einer wilden Berglandschaft. "Wildes Griechenland" nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine teils unberührte Region, die nur wenige mit Griechenland verbinden würden. Die beiden Naturfilmer Johannes Berger und Stephan Krasser waren über zwei Jahre lang unterwegs und haben spektakuläre Aufnahmen von den faszinierenden Landschaften und von einer teils unerforschten Tier- und Pflanzenwelt gedreht. Sie zeigen ein unbekanntes Griechenland, zu dessen Hotspots kein Reisekatalog führt.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Wilhelm Drewes möchte für einen polnischen Zwangsarbeiter, der 1942 in der Nähe seines Dorfes erhängt wurde, eine Gedenktafel aufstellen. Doch Frankenfelde ist politisch tief gespalten. Die brandenburgische AfD - vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft - ist hier stärkste Partei. Gelingt es Drewes die Gräben zu überwinden und das Dorf für sein Vorhaben zu gewinnen?
Die Befreiung der Konzentrationslager 1945 markierte für viele Überlebende nicht das Ende ihres Albtraums, sondern den Beginn neuer Ungewissheit. Zehntausende, vor allem jüdische, Häftlinge fanden weder in ihre zerstörten Heimatregionen zurück, noch wurden sie unmittelbar von anderen Staaten aufgenommen. In provisorischen Lagern für "Displaced Persons", häufig auf dem Gelände ehemaliger NS-Lager, verbrachten sie Monate oder Jahre im Wartestand. Ihre Berichte zeigen: Zwischen Trauma, Perspektivlosigkeit und neu erwachtem Lebenswillen entstand eine eigene, von Improvisation geprägte Welt.
Nach Jahren eines einigermaßen stabilen Lebens in den Lagern für "Displaced Persons" (DPs) blieb das Schicksal der jüdischen Holocaust-Überlebenden abhängig von internationalen Entscheidungen, die auf sich warten ließen. Die Hoffnung schwand, die Blicke richteten sich nach Palästina - und die Zahl heimlicher Abreisen stieg. 1948 öffneten sich schließlich die Tore zur Freiheit.
Der Plünderer - Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst
D, F, USA 2023
106'
"Der Plünderer" ist ein Dokumentarfilm über Kunst, die Juden von den Nazis gestohlen wurde, und darüber, wie auch nach 1945 das Geschäft damit florierte. Im Mittelpunkt steht Bruno Lohse, Hermann Görings Kunsthändler in Paris, der nach dem Krieg 60 Jahre lang mit dem Verkauf gestohlener Kunst ein Vermögen machte, während Familien darum kämpften, ihre Gemälde und Erinnerungen zurückzubekommen.
Prag im Zweiten Weltkrieg: Mitten in der deutschen Besatzung wagten ein Vater und sein Sohn einen lebensgefährlichen Akt des Widerstands. Heimlich bewahrten sie im Krematorium von Strasnice die Asche von mehr als 2.000 Opfern des Nationalsozialismus auf. Mithilfe von Archivmaterial, animierten Bildsequenzen, Zeugnissen von Angehörigen und unterstützt von engagierten Historikern beleuchtet diese Dokumentation ein bislang kaum bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkriegs.
1938 diskutierten die Nationalsozialisten erstmals die Einrichtung "jüdischer Wohnbezirke". Ein Jahr später wurden im besetzten Polen die ersten Ghettos errichtet und 1942 gab es in den Ostgebieten 1.200 solcher abgeriegelter Zwangsquartiere, in denen die jüdische Bevölkerung systematisch zusammengepfercht und ausgebeutet wurde. Unzählige Menschen starben an den Folgen von Hunger, Krankheit und Zwangsarbeit. Nachdem auf der Wannseekonferenz im Januar 1942 die "Endlösung der Judenfrage" beschlossen wurde, änderte sich die Strategie der Nazis: Die Ghettobewohner wurden in Vernichtungslager deportiert und getötet. Der Dokumentarfilm erzählt die grausame Geschichte der Ghettos anhand der Aufzeichnungen ihrer Bewohner. Sie zeugen von einer menschlichen Tragödie, aber auch von unbezwingbarem Lebenswillen.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.