Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.
Vieira Juniors Brasilien / Sankt Moritz / Noisy-le-Sec
F 2024
45'
(1): Das ländliche Brasilien in den Worten von Itamar Vieira Junior
(2): Sankt Moritz: Wintersport und Glamour
(3): Neuseeland: Hares Forelle mit Gemüse
(4): Noisy-le-Sec auf den Kopf gestellt
Eine junge Journalistin will Jahrzehnte später verstehen, was 1942 in Finnland geschah und welche Rolle Abraham Stiller dabei spielte. Als sie ihn befragt, ringt der inzwischen alte Mann mit seinen Erinnerungen - und seinen Schuldgefühlen. Aus der Interviewsituation führen Rückblenden nach Helsinki: Ende der 1930er Jahre will das Land kaum noch jüdische Flüchtlinge aufnehmen. Stiller, eine zentrale Stimme der jüdischen Gemeinde Finnlands und Inhaber eines Mode- und Textilgeschäfts, verspricht Hilfe in Form von Arbeit, Papieren, Unterkunft. Er nimmt Menschen bei sich auf, nutzt seine Beziehungen und glaubt, mit Pragmatismus und Zuversicht das Schlimmste verhindern zu können. Sehr zum Unbehagen seiner Frau und jener Gemeindemitglieder, die lieber unsichtbar bleiben möchten. Mit dem Krieg verschärft sich die Lage. Antisemitische Stimmung dringt in den Alltag und in Stillers Geschäft. Die Staatspolizei interessiert sich zunehmend für Arbeitserlaubnisse und Herkunft. Während Stiller bei Beamten und Ministern interveniert, geraten einzelne Geflüchtete, wie Stillers Schützling Georg Kollmann, ins Fadenkreuz. Im Norden, in der Nähe der dort stationierten deutschen Truppen, müssen jüdische Männer unter härtesten Bedingungen arbeiten. Zugleich wird in Helsinki über "Lösungen" verhandelt, die zunächst die ausländischen Juden treffen sollen. Stiller versucht zu helfen, wird aber selbst zum Spielball eines Apparats, der Vertrauen ausnutzt und Fakten verdreht. Die Journalistin folgt schließlich den Spuren des einzigen Überlebenden und bringt Stiller dazu, sich seinen Schuldgefühlen zu stellen.
Mit Ville Virtanen, Nina Hukkinen, Satu Tuuli Karhu, Rony Herman, Naemi Latzer, Rafael Simson Gouveia, Kari Hietalahti, Hannu-Pekka Björkman, Peter Kanerva, Carl-Kristian Rundman, Alexander Jagsch
Karge Vegetation, bergige Steppen und tiefe Schluchten: Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens könnte als Kulisse eines Western dienen. Die Pistazien- und Wacholderbäume sind einzigartig in dieser Region. Genauso beeindruckend wie die atemberaubende Landschaft des Nationalparks sind die Tiere, die hier leben - wie Bären, wild lebende Pferde und Wölfe. Waschlowani ist der am wenigsten erschlossene Nationalpark Georgiens - eine raue Steppenlandschaft an der Grenze zu Aserbaidschan. An der Adlerschlucht nisten seltene Vogelarten wie Schwarzstorch und Geier. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
Im Westen Georgiens, an der Schwarzmeerküste, liegt der Kolcheti-Nationalpark, der "Amazonas Georgiens". Unberührte Natur und Regenwälder machen das Gebiet einzigartig. Der Großteil des Nationalparks besteht aus Torfmooren und Sümpfen. Biologin Izolda Matchutadze erforscht die Feuchtgebiete. Früher gab es hier viel Abholzung, doch mit der jungen Generation wächst ein neues Bewusstsein. Die Umweltschützerinnen Alexandra und Eleni pflanzen regelmäßig Eichensetzlinge im Wald. Und mittendrin wohnt ein Unikat: Oleg Melua, der letzte Bewohner des Nationalparks.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Siena ist im 14. Jahrhundert eine aufblühende Metropole, gelegen an den Handelsstraßen und Pilgerwegen. Doch dann schlägt die Pest zu und tötet fast die halbe Stadt. Ein Augenzeuge schildert, was das für Siena und seine Bewohner bedeutete. Doch wie kam die Pest nach Siena? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse lösen das Rätsel um den letzten Ursprung des Schwarzen Todes.
Die Pest forderte Millionen Leben - und veränderte Europas Gesellschaftsordnung tiefgreifend. Noch folgenreicher war das Massensterben der indigenen Bevölkerung Amerikas durch eingeschleppte Krankheiten nach 1492. Haben winzige Erreger mehr Macht über den Lauf der Geschichte als wir selbst? Und was bringt die nächste Pandemie?
Toskana, frühes 17. Jahrhundert: Benedetta tritt als Kind ins Kloster ein und wächst zu einer Nonne heran, die von Erscheinungen Christi berichtet. Als die Novizin Bartolomea Zuflucht im Kloster sucht, entsteht zwischen beiden eine heimliche Beziehung. Als Benedetta Stigmata aufweist, beginnt ein Machtkampf um Glaube und Wahrheit. Historien-Drama von Paul Verhoeven.
Pescia in der Toskana zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Die junge Benedetta wird von ihren Eltern in ein Kloster gebracht - in der Überzeugung, dass ihre Tochter unter besonderem Schutz Christi steht. Jahre später ist sie eine respektierte Ordensschwester, doch ihre religiösen Visionen, die sie seit ihrer Jugend begleiten, sorgen weiter für Misstrauen. Als Benedetta von rätselhaften Schmerzen heimgesucht wird, wird ihr eine junge Novizin zur Seite gestellt, die sie pflegen soll: Bartolomea, die vor Gewalt in ihrem Elternhaus geflohen ist und nur wegen Benedettas Fürsprache im Kloster aufgenommen wurde.
Zwischen der frommen, willensstarken Benedetta und der frivolen Bartolomea wächst eine enge Bindung, die sich zunehmend gegen die Regeln des Konvents richtet. Gleichzeitig werden Benedettas Visionen immer häufiger - bis sie eines Morgens mit Wundmalen an Händen und Füßen aufwacht. Für viele sind die Stigmata ein Zeichen göttlicher Auserwähltheit, weshalb sie zur neuen Äbtissin ernannt wird. Für andere sind die Verletzungen ein billiger Täuschungsversuch und Benedettas neuer Status ihnen ein Dorn im Auge: Privilegien, Einfluss und eine wachsende öffentliche Verehrung treffen auf Neid, Zweifel und den Versuch, das Geheimnis hinter den "Wundern" offenzulegen.
Mit Virginie Efira, Charlotte Rampling, Daphné Patakia, Lambert Wilson, Olivier Rabourdin, Louise Chevillotte
Die junge Witwe Santosh erbt im Rahmen eines staatlichen Programms die Stelle ihres Mannes und wird Polizistin im ländlichen Nordindien. Als eine Teenagerin aus einer unteren Kaste ermordet aufgefunden wird, gerät Santosh in einen Strudel der Gewalt - und muss sich fragen, wie weit sie für die Wahrheitssuche gehen will ... Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes (2024).
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Von der Karibik bis zum ewigen Eis: Mit rund 7.500 Kilometern sind die Anden das längste Gebirge der Welt. Es verläuft von den Tropen bis weit in die sogenannten Außertropen. In fünf Folgen entdeckt die Dokumentationsreihe diese unbeschreiblich vielfältige Welt: unberührte Natur, spannende Menschen und eine faszinierende Tierwelt; alte Kulturen, Bräuche und Mythen sowie moderne Lebenswelten der Stadt. Im Osten von den Anden und im Westen vom Atlantik begrenzt, zieht sich Patagonien hinunter bis zum Südpol. Es ist das Land der Stille, der Einsamkeit.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.