ARTE
ARTE Mi. 27.05.
Doku
Die mittelalterliche Stadt Siena, deren Straßen und Plätze bis heute fast unverändert wirken, war um 1348 Schauplatz der verheerenden Pestseuche. ZDF
Nachstellung einer Frau aus Siena im 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit führte die Pest zu großen Verwerfungen in der Gesellschaft: Da der sogenannte Schwarze Tod überall lauerte, war Angst allgegenwärtig und jeder wurde argwöhnisch betrachtet. ZDF
Siena ist im 14. Jahrhundert eine wohlhabende Handels- und Pilgerstadt. Doch dann schlägt die Pest zu und tötet 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung. ZDF
Flöhe übertrugen im 14. Jahrhundert die tödliche Pest vom Tier auf den Menschen. Doch wo kam der Erreger, der Europa jahrhundertelang in Angst und Schrecken versetzte, ursprünglich her? ZDF

Italien und der Schwarze Tod

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D, GB, I 2025
  • 87'
Dokumentation Siena ist im 14. Jahrhundert eine aufblühende Metropole, gelegen an den Handelsstraßen und Pilgerwegen. Doch dann schlägt die Pest zu und tötet fast die halbe Stadt. Ein Augenzeuge schildert, was das für Siena und seine Bewohner bedeutete. Doch wie kam die Pest nach Siena? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse lösen das Rätsel um den letzten Ursprung des Schwarzen Todes.

Inhalt

Siena im 14. Jahrhundert: eine aufblühende Metropole, die an wichtigen Handelsstraßen nach Mitteleuropa sowie am Pilgerweg nach Rom liegt. Die Stadt wird von einer bürgerlichen Regierung beherrscht. Ihre Bürger können voller Hoffnung in die Zukunft blicken - bis plötzlich die Pest ausbricht, der 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung zum Opfer fallen, Schätzungen variieren. Diese Menschheitsseuche zeitigt große Verwerfungen in der Gesellschaft, denn der Schwarze Tod lässt viele Menschen verzweifeln. Städte werden entvölkert, jeder beargwöhnt jeden, ob von ihm eine tödliche Gefahr ausgeht. Kinder meiden ihre Eltern. Ganze Dörfer werden aufgegeben, und weite Landstriche werden - mangels Menschen, die sie bebauen - wieder zu wilder Natur. Der Meister gibt sein Wissen nicht mehr an den Lehrling weiter, der Erfahrungsschatz von Jahrhunderten geht verloren. Die soziale Ordnung bricht zusammen. Weniges bleibt, wie es war, nachdem Yersinia Pestis seinen Totentanz in Europa beendet hat. Mit der Chronik des Schuhmachers Agnolo di Tura liegt das Zeugnis eines Sienesen vor, der die Geschehnisse beim Ausbruch und Verlauf der Pest beobachten konnte und sie eindrücklich in seinem Tagebuch festgehalten hat. Schon Zeitgenossen di Turas fragten sich, woher diese Geißel Gottes wohl kam. Lange war der Ursprung unbekannt. Doch nun wurde in Skelettresten aus längst vergessenen Gräbern in Kirgisistan die DNA der frühesten nachgewiesenen Pesterreger gefunden - des Erregers, der jahrhundertelang Europa in Angst und Schrecken versetzte.

Sendungsinfos

Regie: Adam Luria Untertitel, Stereo
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