Pinisis, kleine wendige Frachtensegler, verkehrten bereits zu Zeiten der niederländischen Kolonialisierung zwischen den indonesischen Inseln. Sie transportierten dort sowohl Alltagsgegenstände als auch für den Export bestimmte Waren wie wertvolle Gewürze. Bis heute gibt es die Pinisis noch, auch wenn sich ihre Aufgaben verändert und die hochseetauglichen Schiffe nicht mehr die überlebenswichtige Funktion haben wie damals. Auch sind viele inzwischen mit Motoren ausgestattet. Doch noch immer werden Pinisis wie damals gebaut, am Strand, ohne schriftlichen Bauplan. Eine Einzigartigkeit, die inzwischen zum immateriellen Weltkulturerbe der Unesco gehört.
Roggenstroh galt in Frankreich lange Zeit als Baumaterial armer Leute. Mit ihm wurden Möbel bespannt, Dächer gedeckt und Wände isoliert. Als die maschinelle Massenproduktion neue, hochwertigere und dauerhaftere Materialien hervorbrachte, geriet das Stroh in Vergessenheit. Inzwischen wird es von engagierten Handwerkern wiederentdeckt und erlebt eine Renaissance - als teure Einlegearbeit oder prunkvolle Dekoration. Die Preise für diese Produkte sind hoch und haben nichts mehr mit den einfachen Arbeiten früherer Jahre zu tun. Das Stroh der Armen ist mittlerweile zum Statussymbol der eleganten Welt geworden.
(1): Chiloé, die Wiege von Francisco Coloane
(2): Wände, die vom Leben erzählen
(3): Tutis und Franciscos Suppe mit getrocknetem Pferdefleisch
(4): Bücher des Zorns
Raimunda steht kurz vor dem Nervenzusammenbruch: Während ihr Mann Paco zu Hause die Füße hochlegt, hetzt sie von einer Arbeit zur nächsten. Doch als sie von ihrem Putzjob am Flughafen zurückkommt, findet sie Paco tot auf dem Küchenboden vor - erstochen von ihrer Tochter Paula, die in Notwehr zum Messer gegriffen hat, als ihr Vater versuchte, sie zu vergewaltigen. Während Raimunda die Leiche beseitigt und nebenher noch ein zum Verkauf stehendes Restaurant in Schwung bringt, muss sie ihre Schwester Sole belügen und sich um die Beerdigung einer Tante kümmern. Als wäre das nicht genug, taucht plötzlich ihre totgeglaubte Mutter Irene auf, die ein lange gehütetes Familiengeheimnis mit sich trägt ...
Raimunda versucht verzweifelt, die Fassung zu wahren und ihr Leben nicht völlig aus den Fugen geraten zu lassen. Doch die Ereignisse überschlagen sich und sie gerät immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Geheimnissen und überraschenden Enthüllungen.
"Volver - Zurückkehren" ist eine Hommage an den unerschütterlichen Lebensmut und die Resilienz der Frauen in der spanischen Gesellschaft. Pedro Almodóvar verwebt in dieser Tragikomödie auf meisterhafte Weise Elemente des Melodramas, der schwarzen Komödie und des Mystery-Thrillers. Dabei gelingt ihm ein warmherziges und farbenprächtiges Porträt einer Familie, die trotz aller Widrigkeiten zusammenhält. Die außergewöhnlichen Frauenfiguren sind es, die diesen Film unvergesslich machen.
Mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas, Antonio de la Torre, Yohana Cobo, Blanca Portillo, Carlos Blanco
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Ein konservativer Wind weht durch den Westen: Identität und traditionelle Werte feiern ihr Comeback. Für die einen bedeuten sie Halt im Wandel, für andere Rückschritt. Reporter Jean-Michel Scherbak fragt in New York, warum Konservatismus "cool" wird - nicht nur in den Sozialen Medien. Während die Frauenbilder der US-amerikanischen Bewegung der "Alternativen Rechten" neu verpackt werden, wächst in Südkorea mit der "4B-Bewegung" eine radikale Gegenströmung. Auch Russland und Ungarn zeigen, wie Kultur und Politik konservative Sehnsüchte formen. Ist das eine Rückkehr zu alten Idealen oder nur Suche nach Sicherheit?
Der Dreiteiler "Söhne der Sonne" beleuchtet Aufstieg und Fall der altamerikanischen Imperien von Maya, Inka und Azteken. Diese Hochkulturen brachten in Landwirtschaft, Baukunst und Astronomie erstaunliche zivilisatorische Leistungen hervor und dominierten weite Teile Mittel- und Südamerikas über ein Jahrtausend lang.
Vor mehr als 2.000 Jahren errichteten die Maya im Dschungel Mittelamerikas gigantische Städte. Noch heute zeugen die Ruinen ihrer Tempelpyramiden von diesen architektonischen Meisterleistungen. In Schrift, Mathematik und Astronomie setzten sie Maßstäbe - in vielem weit über das hinaus, was zur selben Zeit in Europa geleistet wurde. Und doch ging ihre Kultur in kurzer Zeit unter. Was waren die Gründe?
Der Dreiteiler "Söhne der Sonne" beleuchtet Aufstieg und Fall der altamerikanischen Imperien von Maya, Inka und Azteken. Diese Hochkulturen brachten in Landwirtschaft, Baukunst und Astronomie erstaunliche zivilisatorische Leistungen hervor und dominierten weite Teile Mittel- und Südamerikas über ein Jahrtausend lang.
Sie sind ein kleines, unbedeutendes Andenvolk. Und doch gelingt es den Inka, in wenigen Jahrzehnten durch Eroberungszüge das größte Imperium der damaligen Welt zu errichten. Eine Aura des Rätselhaften umgibt sie bis heute. Wie kam es zu diesem kometenhaften Aufstieg? Und wie brachten wenige Spanier dieses Riesenreich in kurzer Zeit zu Fall?
Der Dreiteiler "Söhne der Sonne" beleuchtet Aufstieg und Fall der altamerikanischen Imperien von Maya, Inka und Azteken. Diese Hochkulturen brachten in Landwirtschaft, Baukunst und Astronomie erstaunliche zivilisatorische Leistungen hervor und dominierten weite Teile Mittel- und Südamerikas über ein Jahrtausend lang.
Sie kamen aus dem Nichts und wurden in kürzester Zeit zur Supermacht Mittelamerikas. Aber wer waren die Azteken wirklich - goldbeladene Gewaltherrscher, deren blutdürstige Götter nur durch Abertausende Menschenopfer zu befriedigen waren? Oder geniale Zivilisatoren, die inmitten eines Salzsees eine blühende Hauptstadt errichteten, die alle europäischen Metropolen in den Schatten stellte?
Tief im Urwald Mittelamerikas verborgen stehen seit Jahrhunderten die Pyramiden der Maya. Was führte zum Kollaps ihrer faszinierenden Hochkultur? Dank neuer wissenschaftlicher Methoden lässt sich ihr Schicksal heute noch fundierter rekonstruieren.
Der Zusammenbruch der Maya-Kultur ist eine dramatische und spannende Geschichte, in der es um Macht, Gottkönige, Klimawandel, Krieg, Verzweiflung und unzählige rituelle Opfer geht.
Worin wurzelt das Böse? In seiner neuen Kreation "Maldoror" verbindet der renommierte französische Theaterregisseur Julien Gosselin die Welten und Werke von Roberto Bolaño und Lautréamont. Beide Autoren schrieben auf sehr unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen Epochen über die Grausamkeit des Menschen. "Maldoro" zählt zu den Höhepunkten des Theaterfestivals von Avignon 2026.
Mit Guillaume Bachelé, Rita Benmannana, Joseph Drouet, Denis Eyriey, Carine Goron, Jeremy Lewin, Jeanne Louis-Calixte, Cyril Metzger, Victoria Quesnel, Achille Reggiani, Lucile Rose, Maxence Vandevelde
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.