ARTE
ARTE Sa. 18.07.
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In der Moskauer Fußgängerzone sind Pappaufsteller von Despoten beliebte Fotomotive. ZDF
Der russische Exilreporter Jean-Michel Scherbak ist für "Tracks East" in New York unterwegs. ZDF
Die ungarische Sängerin Muri Enikö ist zur neuen Muse von Viktor Orbáns Partei aufgestiegen. ZDF
Der Amerikaner Joseph Rose und seine Frau Svetlana gründeten in Russland eine Agentur, die Amerikaner dabei unterstützt, nach Russland auszuwandern. ZDF
Heterosexuelle Paare sind ein beliebtes Motiv in Film, Fernsehen, Literatur und Werbung. ZDF
Baek Ga-eul lebt nach den Prinzipien der sogenannten 4B-Bewegung, die in Südkorea bekannt wurde. Die vier B stehen auf Koreanisch für die Prinzipien: keine Ehe, keine Kinder, kein Sex mit Männern und keine romantischen Beziehungen mit Männern. ZDF
Die Gründerin der konservativen ?Make America Hot Again?-Partyreihe, Raquel Debono, bezeichnet sich selbst als ?urbane Konservative?. ZDF

Tracks East

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Konservativ ist das neue Cool

  • D 2025
  • 32'
Magazin Ein konservativer Wind weht durch den Westen: Identität und traditionelle Werte feiern ihr Comeback. Für die einen bedeuten sie Halt im Wandel, für andere Rückschritt. Reporter Jean-Michel Scherbak fragt in New York, warum Konservatismus "cool" wird - nicht nur in den Sozialen Medien. Während die Frauenbilder der US-amerikanischen Bewegung der "Alternativen Rechten" neu verpackt werden, wächst in Südkorea mit der "4B-Bewegung" eine radikale Gegenströmung. Auch Russland und Ungarn zeigen, wie Kultur und Politik konservative Sehnsüchte formen. Ist das eine Rückkehr zu alten Idealen oder nur Suche nach Sicherheit?

Inhalt

Durch viele westliche Gesellschaften weht ein konservativer Wind - und er zeigt sich längst nicht nur in der Politik. Tradition, nationale Identität und sogenannte klassische Werte: Begriffe, die vor kurzem noch altmodisch wirkten, feiern ihr Comeback. Für manche ist das ein dringend nötiger Gegenpol zum rasenden Wandel, für andere ein gefährlicher Rückschritt. "Tracks East" fragt: Ist das eine Rückkehr zu alten Idealen oder Ausdruck einer Suche nach Halt? In New York untersucht Reporter Jean-Michel Scherbak, warum Konservatismus gerade "cool" wird - und wie die Sozialen Medien den Trend befeuert. Während sich junge Frauen im "Tradwife"-Look als perfekte Hausfrau inszenieren und Wellness mit konservativen Botschaften verschmelzen, wehren sich andere Stimmen gegen die Re-Branding-Versuche von Hausfrauenidealen und warnen vor gezielten Kampagnen der US-amerikanischen Bewegung der "Alternativen Rechten" oder "Alt-Right", wie sie sich selbst nennt. In Südkorea wächst dagegen mit der radikalen "4B-Bewegung" eine feministische Gegenströmung, die selbst Dating mit Männern ablehnt. In Russland wiederum suchen westliche Auswanderer vermeintliche Sicherheit im Autoritären. Und in Ungarn wurde Kultur zur Bühne der Politik: Rockbands wie die Bagossy Brothers Company oder Popstars wie Muri Eniko verbinden Unterhaltung mit Loyalität zum früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán - und prägten so die konservative Ästhetik einer jungen Generation. Zwischen Nostalgie und neuer Coolness untersucht "Tracks East", was der konservative Zeitgeist über die Gegenwart verrät - und wie er die Zukunft prägen könnte.

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