Harry Prünster beschließt mit dem steirischen Galsterberg in Pruggern den winterlichen Skireigen dieses Jahres. Dort erfährt er, warum alle Hütten, an denen er am Skiberg vorbei kommt, auch Vulgo-Namen haben: Das Bottinghaus hat den Galliernamen "Bottelix", die Galsterbergalmhütte wird auch "Galsterix" genannt, und die Birkl-Alm lernt Harry unter dem Namen "Birkelix" kennen.
Kultur Heute Weekend präsentiert Themen und Beiträge aus Österreich in einer neuen Bildsprache und Erzählweise - für all jene, die sich auch im digitalen Universum zuhause fühlen. Der Begriff "Kultur" wird weit gefasst: Neben Musik, Serien oder Computerspielen wird auch über die Alltagskultur des Miteinanders, sowie die Kommunikation zwischen den Kulturen in einer pluralen Gesellschaft berichtet.
Stil, Grandezza und ein Hauch Anarchie umwehten Lotte Tobischs abwechslungsreiches und selbstbestimmtes Leben. Als Burg- und Filmschauspielerin machte sich die gebürtige Wienerin bald einen Namen. 16 Jahre organisierte sie den Wiener Opernball. Bis zuletzt füllte sie ihre Aufgabe als Präsidentin des Vereins "Künstler helfen Künstlern" mit der intensiven Betreuung von pensionierten Künstlerinnen und Künstlern in einem Heim in Baden mit voller Tatkraft aus.
Doch wer steckte hinter der eleganten Wiener Salondame? Als "Muse" großer Persönlichkeiten des öffentlichen und kulturellen Lebens des deutschsprachigen Raumes - von Theodor Adorno über Bruno Kreisky bis zu Ludwig von Ficker und Christine Lavant - hat sie die Gesellschaft Wiens über Jahrzehnte mitgeprägt. Nadia Weiss zeichnet in ihrem Film die wichtigsten Lebensstationen nach und nähert sich so einer einmaligen Frau, die einen scharfen Blick auf die österreichische Seele ihr eigen nennen konnte.
Josef Meinrad und Marianne Schönauer in einer schwungvollen Verfilmung von Mozarts "Don Giovanni": Don Juan findet sich auf seiner Flucht vor seinen zahlreichen Liebschaften mitten im Karneval in einer spanischen Stadt wieder. Dort trifft er auf die schöne, unnahbare Donna Anna, die mit dem edlen Don Octavio verlobt ist. In letzter Minute bemerkt Donna Anna, daß der maskierte und zärtliche Don Juan nicht ihr Verlobter ist. Ihr Vater eilt ihr zur Hilfe und wird von Don Juan getötet. Schon bald verführt der Herzensbrecher eine weitere junge Frau. Doch alsbald erhält Don Juan für sein zügelloses und ausschweifendes Leben seine gerechte Strafe.
Mit: Josef Meinrad, Marianne Schönauer, Cesare Danova, Fred Hennings, Jean Vinci. Regie: Walter Kolm-Veltée.
Österreich 1955
Mit Cesare Danova, Josef Meinrad, Hans von Borsody
Packender Zweiteiler über die beeindruckende Lebensgeschichte der Ordensschwester Pascalina Lehnert, die 40 Jahre lang engagiert und mutig an der Seite des späteren Papstes Pius XII. wirkte. Neben Remo Girone überzeugt vor allem Christine Neubauer in ihrer Rolle als willensstarke Klosterfrau, die sich inmitten einer Männerdomäne ihren Platz erkämpft.
Die tief religiöse Bauerstochter Josefine Lehnert tritt entgegen dem Willen ihres Vaters als Schwester Pascalina ins Kloster Altötting ein. 1918 wird die patente junge Frau von der Oberin nach München entsandt, um dem dort ansässigen Nuntius Eugenio Pacelli, einem einflussreichen Vertreter des Papstes, als Haushälterin zu dienen. Der erkennt jedoch schnell ihre Fähigkeiten und ernennt sie alsbald zu seiner Privatsekretärin. Der rasche Aufstieg in der Gunst des Nuntius ruft naturgemäß Neider auf den Plan. Doch unbeirrt geht Schwester Pascalina ihrer Wege.
Mit Christine Neubauer, Remo Girone, Wilfried Hochholdinger, Thomas Loibl, Ulrich Gebauer, Emily Behr, Renato Scarpa, Tina Engel, Esther Nikolai Seibt
1930 macht sich Schwester Pascalina auf nach Rom, um Eugenio Pacelli, mittlerweile Kardinalstaatssekretär, ein Geschenk der deutschen Bischöfe zu überbringen. Dabei wird der amtierende Papst Pius XI. auf sie aufmerksam und gestattet ihr schließlich, als erste Frau dauerhaft im Vatikan zu wohnen. Erneut macht sie sich als Haushälterin von Pacelli verdient, hält aber auch bei politischen Themen mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Als Pacelli nach dem Tod von Pius XI. unerwartet zum neuen Papst gewählt wird, überträgt er Pascalina eine überaus ehrenvolle Aufgabe.
Mit Christine Neubauer, Remo Girone, Wilfried Hochholdinger, Thomas Loibl, Ulrich Gebauer, Emily Behr, Klaus Ofczarek, Mareike Carrière, Renato Scarpa
Weihnachten steht vor der Tür. Pumuckl kommt ganz aufgeregt von draußen in die Werkstatt und berichtet Eder, dass sich die ganze Welt in ein Meer von Lichtern, Glitzer und schönen Sachen verwandelt habe. Eder erklärt ihm, dass man sich am Heiligen Abend beschenkt. Das findet Pumuckl toll und er beschließt sich diesem Brauch anzuschließen. Er verlässt die Werkstatt und nachdem er in der Bäckerei das eine oder andere Kekserl zu sich genommen hat, folgt er zwei Mädchen nach Hause. Die beiden haben für ihre Mütter je ein Nadelkissen genäht. So ein Kissen möchte Pumuckl am liebsten sich selbst schenken und er lässt die beiden gleich für sich und Meister Eder mitgehen.
Pumuckl ist ganz aus dem Häuschen, als er aus dem Fenster schaut: Der Hof, die Dächer und sogar die Luft ist voll von weißen tanzenden Flocken. Eder erklärt ihm, dass dies der erste Schnee ist und Pumuckl möchte unbedingt Schnee in die Werkstatt holen, um damit zu spielen. Eder verbietet es ihm, aber als der Schreinermeister die Werkstatt verlässt, schafft Pumuckl kartonweise Schnee herein und leert ihn neben dem Ofen aus. Aber immer wenn er die nächste Ladung bringt, ist der Schnee verschwunden, bis sich schließlich ein kleiner See gebildet hat. Meister Eder findet das gar nicht komisch, als er zurückkommt. Aber damit nicht genug: Pumuckl stiftet mit dem ersten Schnee auch noch in der Nachbarschaft Unruhe.
Im Winter ist es in der Werkstatt ziemlich kalt: Pumuckl friert so sehr, dass Meister Eder einen kleinen Winterpullover besorgen will. In einem Spielwarengeschäft lässt er sich allerlei Puppenjäckchen vorlegen, kann aber nichts Passendes finden. Da fällt ihm die freundliche Frau Schröder ein. Diese ist tatsächlich bereit, einen kleinen Pullover zu stricken. Zuvor muss Eder an dem kitzeligen Pumuckl allerdings noch Maß nehmen. Der Pullover, den Frau Schröder bald darauf bringt, ist zwar sehr schön, aber etwas zu klein. Pumuckl beginnt mit Schere und Leim zu hantieren, was ihm und dem Pullover schlecht bekommt.
Eder hat Zwetschken gekauft und Pumuckl lässt sich trotz Warnung eine nach der anderen schmecken. Da kommt Frau Gruber mit ihrer Tochter Erika, um von Meister Eder einen kleinen Schreibtisch mit einem Geheimfach anfertigen zu lassen. Der Schlüssel dazu soll so klein sein, dass er an das schöne Silberarmband passt, das Erika am Handgelenk trägt. Auch Pumuckl findet das Kettchen schön und so lässt er es geschickt in seinem Bettchen verschwinden. Erika bemerkt den Verkust schnell, doch alles Suchen hilft nichts: Das Kettchen ist verschwunden. Pumuckl trinkt auf die Zwetschken kaltes Wasser und bekommt heftiges Bauchweh. Eder bringt Pumuckl ins Bett und stößt dabei auf das Kettchen. Jetzt ist das Maß voll: Eder wirft den Pumuckl hinaus und will ihn nicht wieder sehen.
Nach dem großen Krach hat der Pumuckl Meister Eder verlassen. Die beiden fühlen sich so alleine aber gar nicht glücklich. Der Kobold bleibt jedoch spurlos verschwunden. Bis Herr Bernbacher am Stammtisch merkwürdige Dinge von zu Hause berichtet: Schlüssel sind weg, alles fällt um oder herunter, sogar Frau Bernbachers Perücke ist unter das heiße Bügeleisen geraten. Bernbacher glaubt jetzt selbst schon an Kobolde und baut eine Falle, um den Pumuckl darin zu fangen und ihn dann in einer Kiste nach Amerika zu schicken. Ist Meister Eders kleiner Freund zu retten?
Eder bekommt Besuch von seiner Schwester und deren Tochter Bärbel. Das Mädchen spielt mit Pumuckls Bettchen und seiner Schaukel, was diesem gar nicht gefällt. Er zwickt sie und wirft Gegenstände in der Werkstatt herum. Eders Schwester geht zwischendurch zum Zahnarzt und Pumuckl treibt so viel Schabernack, dass Eder dem Mädchen die Geschichte von dem Kobold anvertraut. Bärbel setzt nun alles daran, Pumuckl zu sehen: Sie verteilt überall Bonbons und bestreicht die halbe Werkstatt mit Leim, damit Pumuckl daran kleben bleibt. Aber der lässt sich nicht so leicht leimen.
Eders Freund Bernbacher hat beschlossen, seinen Geburtstag in der Wirtschaft mit einem großen Spanferkelessen zu feiern. Für Pumuckl ist das natürlich aufregend und so ist er arg enttäuscht, dass ihm Eder nicht erlaubt mitzukommen. Er schließt Pumuckl in der Werkstatt ein. Doch als das Essen in vollem Gange ist, taucht Pumuckl unsichtbar in der Wirtschaft auf. An der üppig gedeckten Tafel passiert eine Katastrophe nach der anderen.
Meister Eder kommt auf die Idee, von Pumuckl ein Abbild zu machen und er schnitzt eine Holzpuppe. Misstrauisch beobachtet Pumuckl das Werk. Die Kundin Frau Hörmann näht für die Figur noch passende Kleider und bringt Eder auch auf die Idee, die Puppe an Fäden aufzuhängen und so eine Marionette daraus zu machen. Eder gibt ihr den Namen Puwackl und an den Schnüren ist sie fast so lebendig wie der Pumuckl selbst. Da wird der Kobold richtig eifersüchtig.
Drei Kinder aus der Nachbarschaft von Meister Eder wollen Anja einen gehörigen Schrecken einjagen. Anja ist nämlich ein Mädchen aus dem gleichen Haus und behauptet immer, dass sie vor nichts Angst hat. Pumuckl hat diesen Plan mitbekommen und beschließt, dabei mitzuwirken. Er übt fleißig unheimliche Rufe und Geräusche, denn die Aktion soll im Keller stattfinden, wo Anja täglich Getränke holt. Eder folgt Pumuckl in den Keller, um ihn an seinem Vorhaben zu hindern. Schließlich steckt er Pumuckl in einen großen Karton, weil dieser nicht folgen will. Wenig später kommen drei Kinder mit einer Katze, vor der Anja erschrecken soll. Die Katze interessiert sich sehr für die Geräusche, die aus dem Karton kommen und sie versucht ihn zu öffnen. Pumuckl ist in Gefahr.
Eder bekommt Besuch von seiner Cousine Irma und ihrem Sohn Fritz. Es gibt Kaffee und Kuchen und eine große Schüssel Schlagrahm. Damit Pumuckl beim Kaffeetrinken nicht dauernd durch heimliches Mitnaschen stört, verspricht Eder ihm eine Extraportion Sahne. Nachdem der Tisch abgeräumt ist, machen sich der kleine Fritz und der mitgebrachte Hund in der Küche über Pumuckls Extra-Sahneportion her. Um wenigstens etwas abzubekommen, isst Pumuckl eilig mit. Fritz und seine Mutter verabschieden sich, aber nicht für lange: Schon nach wenigen Minuten kommen sie zurück, weil Fritz von der Sahne schlecht geworden ist. Besorgt gibt Eder dem Jungen ein paar Tropfen Magenbitter. Das hätte er nicht tun sollen, denn nun macht sich Pumuckl über die Magenbitterflasche her.
Eder und Pumuckl gehen in den Zoo. Die vielen fremden Tiere sind neu und aufregend für den kleinen Kobold. Als Eder sich bei einem Glas Bier ausruht und dabei einschläft, benutzt Pumuckl die Gelegenheit, um allein auf Entdeckungsreise zu gehen. Im Käfig mit den Meerschweinchen passiert ihm das, wovor er immer am meisten Angst hat: Er bleibt an einem Drahtende hängen. Und nach dem Koboldgesetz wird ein Kobold sofort sichtbar, wenn er an einer Sache hängen bleibt, die von Menschenhand gemacht ist. Außerdem muss er beim Besitzer der Sache bleiben. Es gelint ihm noch, sich mit einem Salatblatt zu verdecken, aber eines der hungrigen Meerschweinchen frisst unaufhaltsam das Blatt auf. Meister Eder sucht schon fieberhaft nach Pumuckl.
Der Pumuckl möchte unbedingt lesen und schreiben lernen. Eder bemüht sich sehr, es ihm beizubringen, aber Pumuckl ist viel zu ungeduldig. Er möchte unbedingt sofort Briefe schreiben. Eder gibt ihm Papier und voll Hingabe schreibt Pumuckl seinen ersten Brief: "Vier kalt" steht darin. Und wer soll nun den Brief bekommen? Die Hausmeisterin. Als diese den Brief findet, ist sie sehr erstaunt und schüttelt den Kopf. Diese Wirkung beflügelt Pumuckl, ihr gleich noch einmal zu schreiben. Über diesen zweiten Brief ist die Hausmeisterin noch erstaunter, aber auch schon beängstigt, weil die Briefe ja auch von einem gefährlichen Irren sein könnten. Sie sieht sich in dieser Vermutung bestätigt, als sie noch einen Brief bekommt.
Über die Osterfeiertage ist Eder bei seiner Schwester eingeladen, die zusammen mit ihrem Mann und der Tochter Bärbel in einem Haus mit großem Garten wohnt. Pumuckl kommt natürlich mit. Als nun für die kleine Bärbel Ostereier im Garten versteckt werden, findet Pumuckl, dass die Verstecke viel zu einfach sind und bringt die Eier und Süßigkeiten an ungewöhnliche Plätze. Groß ist daher dann auch die Enttäuschung von Bärbel, weil sie nichts findet. Erst nach intensivem gemeinsamen Suchen, an dem sich auch Eder beteiligt, tauchen die Ostereier wieder auf. Pumuckl ärgert sich darüber, dass Eder dabei die meisten Verstecke erraten und verraten hat und nimmt Rache.
Am ersten April machen Meister Eders Stammtischbrüder dem Pumuckl Konkurrenz, indem sie den Schreinermeister in den April schicken: Sie erzählen Meister Eder von einem Handwerkskollegen, der ebenfalls so einen Kobold wie den Pumuckl habe. Eder ist froh, endlich einen Gesprächspartner in dieser Sache zu haben und besucht den Schreinermeister Zacharias. Doch dieser reagiert nur mit großem Unverständnis. Eder merkt, was die anderen mit ihm angestellt haben und nun tritt Pumuckl auf den Plan.
Mozart selbst bereiste Spanien nie - auch wenn einige seiner Oper in Sevilla verortet sind. Seine Musik begeistert allerdings Menschen auf der ganzen Welt bis heute.
In einem einzigartigen Konzert in der spanischen Hauptstadt Madrid singt die junge österreichische Sopranistin Maria Ladurner gemeinsam mit dem österreichischen Barucco Vokalensemble & Orchester Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Ferlesch Mozarts Musik.
Auf dem Programm steht, neben dem berühmten Requiem und den wohl bekanntesten Motetten "Exsulate, Jubilate" und "Ave verum corpus", auch Arvo Pärts "Da pacem Domine" sowie eine Adaption von Bachs Choral "Komm, süsser Tod".
Maria Ladurner zählt zu den spannendsten Sopranistinnen mit Fokus Barockmusik im aktuellen Musikgeschehen. Publikum und Kritik sind gleichermaßen von ihr beeindruckt. Sie ist Preisträgerin des Biber-Wettbewerbs und gewann mit dem von ihr mitgegründeten Ensemble Mozaïque den 1. Preis und Publikumspreis des Händelwettbewerbs Göttingen sowie des Wettbewerbs der Musikakademie Rheinsberg.
TV-Premiere
Ein Tiroler Bergdorf um 1813. Seit dem Tod ihres Mannes lebt die bei den Frauen anerkannte und beliebte Hebamme Rosa Koelbl in bescheidenen Verhältnissen. Als ihre jüngere Schwester Anna unehelich schwanger wird und sich wegen der Anfeindungen im Dorf und aus Scham das Leben zu nehmen versucht, flieht Rosa mit Anna in die Stadt, um in der neugegründeten Gebäranstalt des Medizinalrates Jakob Aigner zu arbeiten. Dort stellt sie fest, dass die Schwangeren häufig dem Kindbettfieber zum Opfer fallen und teilweise von den Ärzten für medizinische Experimente missbraucht werden. Rosa gerät in einen existentiellen Konflikt zwischen ihrer über Jahrhunderte tradierten Hebammenkunst und den Interessen der "modernen", männlich dominierten Geburtsmedizin. Ausgerechnet in einem Vertreter der Ärzteschaft, dem fortschrittsgläubigen Gennaro Kauner, glaubt sie einen Mitstreiter für ihre Sache gefunden zu haben.
Mit Brigitte Hobmeier, Misel Maticevic, August Zirner, Pippa Galli, Karl Fischer, Maria Hofstätter
`Rössl`-Wirtin Cordula hat nur noch zwei Wochen Zeit, um einen Mann aus dem Hotelgewerbe zu heiraten. Die von ihrem Vater testamentarisch gesetzte Frist läuft ab. Der gesamte Betrieb würde an ihren Onkel Simon gehen. Zwar hat es Cordula auf den feschen Kellner Franz abgesehen, doch dieser ist bereits Hals über Kopf in die Hotelfachschülerin Monika verliebt. Da bringt Zwillingsbruder Benedikt Verwirrung ins Spiel.
Mit Peter Weck (Franz / Benedikt), Waltraut Haas , Ingeborg Schöner , Gunther Philipp , Oskar Sima , Paul Hörbiger u.a.
Regie: Franz Antel
85.48
Josef Meinrad und Marianne Schönauer in einer schwungvollen Verfilmung von Mozarts "Don Giovanni": Don Juan findet sich auf seiner Flucht vor seinen zahlreichen Liebschaften mitten im Karneval in einer spanischen Stadt wieder. Dort trifft er auf die schöne, unnahbare Donna Anna, die mit dem edlen Don Octavio verlobt ist. In letzter Minute bemerkt Donna Anna, daß der maskierte und zärtliche Don Juan nicht ihr Verlobter ist. Ihr Vater eilt ihr zur Hilfe und wird von Don Juan getötet. Schon bald verführt der Herzensbrecher eine weitere junge Frau. Doch alsbald erhält Don Juan für sein zügelloses und ausschweifendes Leben seine gerechte Strafe.
Mit: Josef Meinrad, Marianne Schönauer, Cesare Danova, Fred Hennings, Jean Vinci. Regie: Walter Kolm-Veltée.
Österreich 1955
Mit Cesare Danova, Josef Meinrad, Hans von Borsody
Hugo Portisch - sein Name steht wie kein anderer in Österreich für unabhängigen Journalismus. Seine gesamte journalistische Laufbahn hindurch hat er für diese ihm so wichtige Unabhängigkeit gekämpft. Ein Höhepunkt war sicherlich das von ihm initiierte Rundfunkvolksbegehren im Jahr 1964. "Man kann sich das heute nur mehr schwer vorstellen, wie das damals war. Die Allmacht der Parteien hat sich hemmungslos ausgedehnt, das ganze Land war dem Proporz der beiden Großparteien ausgeliefert", sagte Portisch über diese Zeit. Mehr als 830.000 Österreicher unterstützten mit ihrer Unterschrift die Forderung nach einer Entpolitisierung des Österreichischen Rundfunks - ein sensationelles Ergebnis, das zu einer grundlegenden Reform des ORF führte.
Der erste Teil der biografischen Dokumentation widmet sich den Anfängen der außergewöhnlichen Laufbahn Hugo Portischs. Im Gespräch mit Heinz Nußbaumer erzählte er über seinen familiären Hintergrund und seine persönlichen Erfahrungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders prägend war für den Journalisten seine Ausbildungsreise 1950 in die USA. Sie schuf die Basis für seine beruflichen Grundsätze und löste bei ihm eine Faszination für das Land aus, die ihn lange nicht mehr loslassen sollte. Als Mitarbeiter des Informationsdienstes der Österreichischen Botschaft in New York begleitete er 1954 den österreichischen Bundeskanzler Julius Raab auf seinem USA-Besuch. Dabei erlebte Portisch unvergessliche und spannende Episoden, die Einblicke hinter die Kulissen gewähren und Auskunft über die politischen Hintergründe jener Zeit geben.
Noch während seiner Reise mit Raab bekam Portisch das Angebot beim "Neuen Kurier" zu arbeiten, wo er ab 1958 als Chefredakteur große Erfolge feierte. Mit hoher journalistischer Qualität und dem richtigen Gespür für gute Geschichten. Ein Beispiel? Als der langersehnte Staatsvertrag im Jahr 1955 Realität werden sollte, war es Hugo Portisch, der gemeinsam mit Hans Dichand als erster eine Sonderausgabe mit der Schlagzeile "Österreich wird frei" druckte und sie eigenhändig am Wiener Westbahnhof verteilte. Bloß, zu diesem Zeitpunkt wollte noch keiner daran glauben…
Prag, Paris, London, Belgrad, New York. Ende der 1960er-Jahre schien Hugo Portisch als ORF-Chefkommentator an allen Schauplätzen der Weltpolitik gleichzeitig zu sein. Legendär sind seine Live-Berichte und Analysen zu den brennenden politischen Themen der Zeit. Der ehemalige ORF-Intendant Gerd Bacher über seinen ehemaligen Chefkommentator: "Ich habe sofort gewusst, dass er unglaublich überzeugend ist. Und die Informationen leben davon, dass man einen guten, wie die Amerikaner sagen, "Anchorman" hat." Unvergessen ist etwa jene Live-Schaltung ins revoltierende Paris des Jahres 1969, als Portisch es schaffte auf den Straßen der französischen Hauptstadt - trotz Konfetti-Regen, flankiert von Demonstranten - mit größter Beharrlichkeit seinen Live-Bericht fertig zu stellen. Im Sommer des Umbruchjahres 1968 bewies er sein großes politisches und journalistisches Gespür, als ihn sein Bauchgefühl frühzeitig seinen Italienurlaub abbrechen ließ und er tatsächlich auf der Rückreise im Hotel erfahren musste, dass soeben sowjetische Panzer in Prag aufgefahren waren. Noch in der Nacht fuhr Portisch zurück nach Wien um in der Früh einen Kommentar zu sprechen. Seine Berichte rund um den niedergeschlagenen Prager Frühling gehören zu jenen journalistischen Höhepunkten, die ihn bei der österreichischen Bevölkerung so populär machten.
Abseits der aktuellen Berichterstattung reiste Portisch um die Welt um ausführliche Dokumentationen etwa über China, Kuba oder mehrere Länder Afrikas zu drehen. Sein Interview mit dem chinesischen Marschall Chen Yi über die Rolle Chinas im Vietnam-Krieg machte internationale Furore und wurde auch in der New York Times abgedruckt. Zurück in Österreich holte sich gar das amerikanische State Department bei ihm Informationen und Jahre später erfuhr Portisch, dass sein Bericht die gesamte Chinapolitik der USA beeinflusst hatte.
Es gelang ihm bei den österreichischen Zusehern die Neugier für internationale Themen zu wecken. Eine Neugier und Begeisterungsfähigkeit, die vor allem bei Hugo Portisch selbst im Übermaß vorhanden war.
Es war im Jahr 1981 als Hugo Portisch mit dem damaligen ORF-Generalintendanten Gerd Bacher beschloss, die Geschichte der Republik Österreich für das Fernsehen aufzubereiten. Beide waren begeistert von dem Vorhaben, doch hatten sie zu jenem Zeitpunkt noch keine Vorstellung davon, welche Dimensionen das Projekt annehmen würde. "Österreich II", die Dokumentationsreihe über die 2. Republik Österreich war geboren, und es sollte eine Erfolgsstory werden, die ihresgleichen sucht. Insgesamt 32 Folgen mit je rund 90 Minuten spannender Fernsehdokumentation entstanden in den Folgejahren. Und aller Anfang war schwer: "Ich dachte, es würde jede Menge Material in den Archiven vorhanden sein. Aber nein, zu Beginn hatten wir nur eine einzige Rolle Film", erinnert sich Portisch. Erst Schritt für Schritt erlangten Portisch und sein Team Zugang zu internationalen Archiven, darunter auch mit viel Glück zu den lange Zeit versperrten sowjetischen Filmmaterialien. Erst ein Besuch des Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger beim sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew in Moskau öffnete für Portisch die Türen zum Archiv.
In Teil 3 erzählt Hugo Portisch im Gespräch mit Heinz Nußbaumer und Oliver Rathkolb von der Entstehung und Arbeit an den Dokumentationsreihen Österreich II und Österreich I. Er spricht auch über die neuen Erkenntnisse, die im Zuge der Arbeit an den Dokumentationsreihen ans Tageslicht kamen. Etwa, dass das offizielle Österreich die bedeutendsten Kunstgegenstände des Landes in der Zeit des Kalten Kriegs ins europäische Ausland bringen ließ. Nach Ausbruch des Koreakrieges im Jahr 1950 wurden sie sogar auf einem amerikanischen Kriegsschiff in die USA verschifft.
Österreich II und Österreich I: für hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher wurden die legendären Dokumentationsreihen zur prägenden Geschichtsvermittlung ihres Landes. Erzählt hat sie Hugo Portisch.
Der Prager Frühling, die Studentenproteste in Paris oder der Nordirland-Konflikt: Hugo Portisch war stets mitten im Geschehen. Als bedeutender Journalist der Zweiten Republik berichtete er nicht nur von den Ereignissen des Weltgeschehens, sondern erklärte dem österreichischen Publikum auch die jeweiligen Zusammenhänge und Hintergründe. Als "Neuer Kurier"-Chefredakteur und ORF-Chefkommentator wurde er zum Sprachrohr für unabhängigen Journalismus. Journalistische Integrität und Unabhängigkeit waren für ihn Grundvoraussetzung für jede journalistische Arbeit. Wie kein Zweiter beherrschte er die Kunst, komplizierte Sachverhalte in einfache Worte zu fassen und Wissen mit hoher Kompetenz zu vermitteln. Die neue ORF III-Dokumentation hat seine, in die Mediengeschichte eingegangenen Kommentare in ihren historischen Kontext gesetzt und wirft ein Licht darauf was ihn zu einem so einzigartigen Journalisten gemacht hat.