Eisenwurzen - ein Stück Niederösterreich, in dem bis heute starke Traditionen lebendig sind. Das einst prägende Eisen, das hier lange abgebaut wurde, ist nur noch im Namen erhalten. Geblieben ist auch die handwerkliche Geschicklichkeit der Menschen. Etwa bei einer der letzten Mühlen, die übrig geblieben sind: Sie kann einerseits Mehl mahlen und treibt gleichzeitig eine alte Säge an, die Bretter schneidet wie vor hundert Jahren. Michaela und Johann Luga betreiben einen Hof mit Grünland und Forst, mit knapp fünfzig Stück Rind. Auch Karl Schnabler lebt für seine kleine Landwirtschaft, seit Generationen ist seine Familie schon hier ansässig. Hundert Jahre alt ist die Schuhplattlergruppe "D'Gamsstoana", die in Hollenstein an der Ybbs fast alle kennen. Die Familie Landel betreibt eine Lodenweberei, Karl junior hält hier seit dem sechzigsten Geburtstag seines Vaters die Zügel in der Hand. Beim "Hea' Haufn" haben sich sieben Damen zwischen vierzig und siebzig mit viel Herzblut dem Musizieren verschrieben. Zweimal monatlich treffen sie sich im Gasthaus "Zur Traube" zum Üben. R: Patrick Pongratz
Ein Fluss. Ein Tal. Mit Liebeserklärungen bedacht. Die beiden Filmemacher Alfred Ninaus und Fritz Aigner erkunden in dieser Heimat Österreich - Neuproduktion, das Kärnter Lavanttal und porträtieren jene Menschen, die maßgeblich, aber doch kaum bemerkt, ihre Heimat pflegen.
Die Bäuerin Edith Kienzl etwa hat sich dem so charakteristischen Dialekt des Lavanttales verschrieben. Sie verfasst Gedichtbände in Mundart. Das Lavanttalerische zu erhalten hat sie sich zum Auftrag gemacht, denn "jeds Wårt gibt an Sinn", wie sie betont.
Der Erhalt der unvergleichlichen Kulturlandschaft im Süden des Landes ist eine Herzensangelegenheit für den Mostbauern Willibald Napetschnig. Die so zahlreichen Streuobstwiesen und alte Apfelsorten wie die Lavanttaler Banane sind unverzichtbar für ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur abseits vom Profitstreben der intensiven Landwirtschaft; davon ist der erfahrene Landwirt überzeugt.
In der abgeschiedenen Sommerau im Norden des Lavanttales hat Raimund Baumgartner seine Bestimmung im Ruhestand gefunden. Er hält die Wegkreuze des einsamen Gebietes in Schuss. Jedes einzelne erzählt eine Geschichte, wie er sagt. Wenn er ein Kreuz mit neuen handgefertigten Dachschindeln aus Holz ausstattet schreibt sich der rüstige Altbauer auch selbst in diese Geschichte ein, die vom religiösen Befinden der Menschen erzählt.
Das Naturjuwel des Landes ist die Lavant, jener Fluss, dessen Namen die bedeutende Schriftstellerin Christine Lavant bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Der Jugendfreund der Literatin Hans Lintschnig erinnert sich an die gemeinsame Zeit und betont die Beziehung, die Christine Lavant zu ihrer Heimat hatte.
Die Expertise des Gewässerökologen Wolfgang Honsig-Erlenburg hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der ökologisch so wichtige südliche Flussabschnitt der Lebensader des Lavanttales in den vergangenen Jahren erfolgreich renaturiert werden konnnte. Regelmäßig erhebt er mittels Elektrobefischung den Fischbestand und findet dabei Bestätigung für die Maßnahmen, die gesetzt wurden, um der Natur wieder ihren Raum zu geben.
Die Klänge des Lavanttales werden im Familienbetrieb Müller in Bad St. Leonhard kreiert. In feinster Handarbeit produzieren die Mitarbeiter von Marcel Müller Harmonikas. Der junge Firmenchef hat seine zweite Leidenschaft - den Motorsport - aufgegeben, um sich auf die Unterstützung von MusikerInnen in der Region, aber auch darüber hinaus, zu konzentrieren.
Es sind die Geschichten der Einheimischen, die zeigen, dass das Leben im Lavanttal so authentisch, überschaubar regional, aber auch zeitgemäß ist.
Vor 20 Jahren markierte der so überraschend wie mitreißende Besuch von Salman Rushdie, der schon damals einer der prägendsten Erzähler des 20. und 21. Jahrhunderts war, den Beginn von "Literatur im Nebel" in Heidenreichstein. Ihm folgten mit Amos Oz, Jorge Semprún, Margaret Atwood, Hans Magnus Enzensberger, Nuruddin Farah, Ljudmila Ulitzkaja, Louis Begley, Ian McEwan, Christoph Hein, Swetlana Alexijewitsch, Herta Müller, J.M. Coetzee, Liao Yiwu, Vladimir Sorokin, Péter Nádas und Tsitsi Dangarembga weitere herausragende und mannigfach ausgezeichnete internationale Autorinnen und Autoren als Ehrengäste von "Literatur im Nebel". Aus ihren unterschiedlichen Perspektiven und kulturellen Zusammenhängen formen sie alle mit ihrem exzellenten Sensorium für gesellschaftspolitische Themen, genauester seismischer Beobachtungsgabe, einer unaufhörlichen Suche nach der menschlichen psychischen Verfasstheit und übergeordneten Zusammenhängen mit ihrer Kunst einen entscheidenden und bleibenden Beitrag zur Literatur.
Dass Salman Rushdie 2026 Heidenreichstein erneut die Ehre gibt, ist ein "full circle moment" für "Literatur im Nebel".
Bergsteiger Andi Holzer ist blind geboren und doch wuchs er mit einer tiefen Gewissheit auf: : Die Welt ist da, um entdeckt zu werden.. Seine Eltern schenkten ihm das größte Geschenk überhaupt - Vertrauen. Sie sagten: "Wir finden deinen Weg." Und dieser Weg führte ihn dorthin, wo andere vor Ehrfurcht stehenbleiben: in die Berge. Schon als Kind Andi Holzer eine Leidenschaft für das Klettern und diese führte ihn schließlich auf die höchsten Gipfeln der Erde.
2025 stellte ihm das Leben jedoch eine große Prüfung: Er erlitt eine schwere Hirnblutung und verbrachte mehrere Wochen im künstlichen Tiefschlaf und Monate in Kliniken sowie auf Rehabilitation. Sein durchtrainierter Körper und die Liebe und Nähe seiner Familie und seiner Lebenspartnerin Gabi halfen ihm, zu überleben und wieder auf die gesund zu werden.
Mit Marianne Hengl spricht Andi Holzer über sein neues Leben - über das Dazwischen, über das Loslassen und über das Wiederankommen im Leben zwischen Tod und Wiederauferstehung.
ORF III zeigt live und exklusiv die Spielplanpräsentation der Wiener Staatsoper für die Saison 2026/27. Direktor Bogdan Rošcic stellt das Programm vor und Künstlerinnen und Künstler, wie Andreas Schager, Marina Rebeka, Ivan Gyngazov und viele mehr präsentieren Auszüge aus Opern der kommenden Saison.
Auch weitere Mitwirkende, wie Franz Welser-Möst, Nikolaus Habjan, Barrie Kosky oder die Direktorin des Wiener Staatsballetts Alessandra Ferri kommen zu Wort.
Der Tagliamento ist der letzte wilde Fluss in den Alpen. Ungezähmt bricht er sich durch die schroffen Berge im Nordosten Italiens und bahnt sich seinen Weg über 170 Kilometer durch die friulanische Tiefebene bis zu seiner Mündung in die Adria.
Die Inseln in seinem Flussbett und die Wälder an seinen Ufern gelten als die artenreichsten Ökosysteme Europas. Die Forschungsergebnisse des Gewässerökologen Klement Tockner und seiner Kolleginnen und Kollegen haben geholfen zu verstehen, wie andere, bereits veränderte Flüsse renaturiert werden können.
Vor allem der verzweigte Mittellauf ist der am meisten gefährdete Gewässertypus. Denn am Übergang von den Alpen in das Tiefland haben sich die Menschen schon immer besonders gerne angesiedelt. Zwar kann ein mächtiger Strom bei Hochwasser eine große Gefahr darstellen, aber je natürlicher er bleibt, desto mehr Rückhaltevermögen besitzt er auch. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Umfeld des Tagliamento haben ihre Dörfer aus Respekt vor dem Hochwasser-Risiko meist in sicherer Entfernung zum Fluss gebaut und dadurch größere Probleme fast immer vermieden. Seit Jahrhunderten bildet der Tagliamento in erster Linie die Lebensgrundlage für die Menschen an seinen Ufern. Die gesamte Landwirtschaft der friulanischen Tiefebene ist von ihm abhängig.
Die Dokumentation führt ihr Publikum durch die variantenreichen Regionen entlang des Tagliamento und eröffnet ein tieferes Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge zwischen Mensch und Fluss.
Nach einem Film von Björn Kölz und Gernot Stadler
Bearbeitung: Henriette Maslo-Dangl
Vor der Paartherapeutin gesteht Ella Paul, dass sie nicht sicher ist, ob Paul oder Christian der Vater ihres künftigen Kindes ist. Paul reagiert überraschend besonnen. Schließlich könne er ja rechnen. Egal, jedenfalls werde es ihr gemeinsames Baby sein. Und die Therapeutin rät den Beiden, Luis die Wahrheit über die Geschichte mit Lisa zu sagen.
Die Wahrheit herausfinden will auch die junge Frau, die in Pauls Praxis auftaucht. Ihr Vater verweigert seit geraumer Zeit jeden Kontakt zu ihr. Sie glaubt, dessen neue, junge Ehefrau verhindert dies. Pauls Versuch Kontakt zu dem Mann zu finden, erweist sich als sehr schwer. Dieser bereitet gerade seinen Selbstmord vor, weil er die Diagnose Alzheimer erhalten hat. Endlich kommt es zur Aussprache Pauls mit Luis. Doch sein Bruder glaubt Paul kein Wort. Luis konfrontiert Lisa mit Pauls Geschichte, sie tischt eine neue Version auf, demnach Paul sie missbraucht hätte. Luis rastet aus.
Mit Harald Krassnitzer, Katja Weitzenböck, Pascal Giefing, Michou Friesz, Judith Rosmair, Johannes Zeiler, Michael Dangl, Erika Mottl, Nikolaus Paryla, Franziska Weisz, Rudolf Kowalski, Martina Stilp, Joseph Lorenz
Doppelhochzeit im Hause Kemp steht vor der Türe. Franziska und Hermann, Luis und Lisa. Da steht Ella mit Sack und Pack bei Pauls Mutter in der Türe. Sie behauptet, Paul habe sie wegen Lisa verlassen. Pauls Mutter ist fassungslos, Hermann skeptisch. Er nimmt sich Ellas an, ahnend, dass da etwas nicht stimmt. Lisa erfährt von Franziska, dass Paul sich von seiner Frau getrennt hat. Lisa, mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, sieht sich knapp vor dem Ziel ihrer Hoffnungen.
Bedenkenlos folgt sie einer Einladung Pauls zu ihm ins Haus. Dort gesteht sie ihm ihre Liebe, und dass alles mit Luis nur ein Spiel war. Luis und Ella hören heimlich mit. Und auch ihre Eltern, die laut Lisa vor Jahren bei einem Flugzeugabsturz zu Tode kamen, sind im Haus. Nun ist Luis überzeugt. Paul rät Lisa zu einem Klinikaufenthalt, um ihre psychischen Schäden therapieren zu lassen. Scheinbar einsichtig, willigt Lisa ein. Zumindest eine Hochzeit findet statt. Und da hinein platzt Ellas Baby.
Mit Harald Krassnitzer, Katja Weitzenböck, Pascal Giefing, Michou Friesz, Judith Rosmair, Johannes Zeiler, Michael Dangl, Erika Mottl, Nikolaus Paryla, Gerhard Liebmann, Alexander Lutz, Gabriel Barylli, Günter Franzmeier, Thomas Mraz, Libgart Schwarz, Hermann Schmid
Der Mathematikprofessor Stieglitz findet im Roman einer seiner Schülerinnen einen Liebesbrief. Als er deren Mutter, Frau Schneider, damit konfrontieren will, trifft er auf das Dienstmädchen und vergisst den Brief. Damit löst er allerdings eine Kette von Missverständnissen aus, die bei mehreren Personen zu turbulenten Eheproblemen führt.
Mit Heinz Rühmann, Hans Moser, Theo Lingen, Nadja Tiller, Brigitte Ratz
Der Zauberladenbesitzer und ehemalige Musikclown Teddy Lemke hat seinen Sohn schon früh verloren. Umso mehr ist ihm der kleine Ulli, der bei seiner Zimmerwirtin in Pflege steht, ans Herz gewachsen. Aber jetzt will die Mutter des Jungen ihr Kind zu sich nach Amerika holen. Teddy tritt mit Ulli die Flucht an. In einem Artistenwagen geht es auf in die Schweiz. Dort wollen die beiden ihr Glück als Clowns versuchen.
Mit Heinz Rühmann, Oliver Grimm, Waltraut Haas, Robert Freytag, Sybill Werden
Strumpffabrikant Dünkelberg hat es auf ein viel versprechendes Grundstück in Bayern abgesehen. Den zukünftigen Besitzer des Terrains, Großvater Köberl, den er ahnungslos wähnt, kauft er gleich mit. Der Großvater ist aber ein richtiges Schlitzohr und legt den Preußen ganz tüchtig herein.
Mit Hans Moser, Hubert von Meyerinck, Vivi Bach, Harald Juhnke, Beppo Brem
Zubin Mehta feiert seinen 90. Geburtstag! Als Dirigent hat er in seiner Karriere mit den wichtigsten Orchestern und an den großen Häusern der Welt gearbeitet, dabei aber immer eine besondere Beziehung zu Wien und den Wiener Philharmonikern gepflegt. Barbara Rett trifft dazu jemanden, der viel und gerne mit ihm zusammenarbeitet: Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer zum Gespräch im Musikverein Wien.
Musiklegenden, die miteinander harmonieren im prunkvollsten und schönsten Konzertsaal der Welt, dem Goldenen Saal im Wiener Musikverein. Zubin Mehta am Pult der Wiener Philharmoniker und Martha Argerich am Klavier geben zwei Meisterwerke der Romantik zum Besten. Das Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll von Robert Schumann und Anton Bruckners Symphonie Nr. 4 machen die romantischen Klänge im ganzen Raum spürbar.
Dirigent Zubin Mehta
Klavier Martha Argerich
Wiener Philharmoniker
Musikverein Wien 2022
Hofrat Geiger entdeckt durch Zufall, dass die Musikstudentin Mariandl seine uneheliche Tochter ist. In Dürnstein sucht er die Mutter Marianne zu einer Aussprache auf. Die Gastwirtin hat vorerst jedoch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
Mit Cornelia Froboess, Waltraut Haas, Rudolf Prack, Gunther Philipp, Hans Moser
Mariandl und ihre Mutter ziehen aus der Wachau zum Hofrat Geiger nach Wien. Schon bald ergeben sich die ersten Probleme. Geigers eifersüchtige Haushälterin Franzi macht Marianne das Leben schwer, Mariandls Verlobter Peter scheint anderen Frauen nicht abgeneigt zu sein. Mutter und Tochter fliehen daher in ihre alte Heimat und finden bei Opa Windischgruber Zuflucht.
Mit Cornelia Froboess, Waltraut Haas, Peter Weck, Rudolf Prack, Gunther Philipp, Hans Moser, Susi Nicoletti
Die ORF-III-Produktion widmet sich in dieser Folge von "Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot" der Geschichte der heimischen Automobilindustrie. Siegfried Marcus, Emil Jellinek, Ludwig Lohner, Ferdinand Porsche, Ferdinand Piëch - es sind klingende Namen, die Österreichs Automobilindustrie prägen. Viele ihrer Erfindungen und ihrer Produkte sind seit Jahrzehnten Teil unseres Straßenbildes und werden identitätsstiftend für das Nachkriegsösterreich: ob Steyr-Baby oder Steyr-Traktor, ob Busse von Lohner und Gräf & Stift, auch die Geländefahrzeuge Pinzgauer und Haflinger, der Puch 500 oder der Steyr-LKW - all diese Fahrzeuge sind fixer Bestandteil unserer kollektiven Erinnerung.
Dahinter steckt eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält: Zwar gibt es keine rein österreichischen Kraftfahrzeuge mehr, aber die Automobilindustrie hat sich den veränderten Bedingungen angepasst und sich zu einer weltweit agierenden Zulieferindustrie entwickelt. Und auch bei den jüngsten Forschungsschritten hält Österreich mit: TTTech etwa hat sich einen Namen in der Entwicklung autonomer Steuerungssysteme gemacht.
Die ORF-III-Produktion macht sich auf die Suche nach der Geschichte der großen österreichischen Lebensmittelproduzenten. Am Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Österreich 60 Millionäre, die in der Lebensmittelindustrie großes Geld machten. Millionäre, die auch enge Kontakte zu den großen Künstlern ihrer Zeit pflegten. Die Industriellenfamilie Lederer zum Beispiel, die mit Spiritus und Melasse Reichtum erlangte, war gut mit Schiele und Klimt befreundet und besaß die bedeutendste Klimt-Sammlung ihrer Zeit. Zucker und Süßwaren waren seit jeher ein typisch österreichisches Geschäft. Ebenfalls in diese Zeit fällt die Gründung des heute größten österreichischen Süßwarenherstellers: Manner. Der Gründer Josef Manner wurde mit Schokolade und seiner Haselnussschnitte reich. Noch heute produziert die Firma in Wien. Bis Anton Dreher im 19. Jahrhundert das Bier brachte, war Wien noch eine traditionelle Weinstadt. Vom Schankburschen arbeitete er sich zum Brauereipächter hoch und kaufte sich schließlich eine Brauerei in Schwechat. Sein Enkel, ebenfalls Anton Dreher, produzierte um die Jahrhundertwende über 1 Million Hektoliter Bier und damit war Schwechater damals das größte Brauunternehmen der Welt. Vom Kattus-Sekt bis zum Kornspitz macht sich die Dokumentation auf die Spuren der österreichischen Lebensmittelindustrie - denn auch Erfolg geht scheinbar durch den Magen.
Krupp, Wittgenstein, Schoeller, Böhler, Bleckmann: Es sind große Namen, die am Entstehen der österreichischen Eisen- und Stahlindustrie im 19. Jahrhundert beteiligt waren. Diese "Eisenbarone" galten als risikofreudige, weitblickende Pioniere, generöse Mäzene und oftmals sehr sozial eingestellte Arbeitgeber. Auf der Suche nach Rohstoffen sind sie bis in die Südsee vorgedrungen, ihre dramatischen Familiengeschichten haben schon Romane gefüllt. Die Standorte, die sie begründet haben, existieren - trotz zweier Weltkriege - auch heute noch, wie etwa Kapfenberg, Leoben/Donawitz, Ternitz oder Berndorf.
Begonnen hat alles schon im frühen Mittelalter, auf dem steirischen Erzberg, wo seit über 1300 Jahren Eisen gefördert wird. In der sogenannten "Eisenwurzen" entstanden unzählige Handwerksbetriebe, die u. a. Pfannen und Sensen herstellten. Die Sensen waren einer der begehrtesten österreichischen Exportartikel weltweit. Noch heute existiert in Oberösterreich ein Betrieb, der seit rund 600 Jahren Sensen erzeugt und in die ganze Welt verkauft.
Die Erfolgsgeschichte unserer Eisen- und Stahlindustrie setzt sich in der Gegenwart fort: Trotz mehrerer Krisen - wie verstaatlichter Industrie, VOEST-Pleite usw. - kann sich die Branche nach der Reprivatisierung der einst maroden Betriebe auf dem Weltmarkt besser behaupten als je zuvor.
Die Dokumentation der ORF-III-Reihe "Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot" folgt der Geschichte der österreichischen Stahlindustrie mit all ihren Höhen und Tiefen.
Die ORF-III-Dokumentation widmet sich der Geschichte der Erdölindustrie in Österreich und stellt sie in den Kontext internationaler Ereignisse. Erdöl ist eine der wichtigsten Energiequellen der Gegenwart und gleichzeitig eine der umstrittensten. Viele weltpolitische Zerwürfnisse hatten ihren Ausgangspunkt beim Zugang zum Rohstoff Öl und mündeten in Krisen und Kriegen. Die Geschichte der österreichischen Erdölindustrie begann in der Zeit der Monarchie, als auf den Erdölfeldern Galiziens, des heutigen Polens, das "schwarze Gold" gefördert wurde. In den Jahren des Nationalsozialismus wurde die Erdölwirtschaft "germanisiert". Für die Kriegswirtschaft des Dritten Reiches nahm die "Ostmark" eine bedeutende Rolle ein, 1944 lag etwa der österreichische Anteil an der Erdölproduktion innerhalb des Deutschen Reiches bei über 60 Prozent. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nach Abschluss des Staatsvertrags wurde 1956 die ÖMV gegründet, heute als teilprivatisiertes Unternehmen OMV immerhin einer der führenden Öl- und Gaskonzerne Mitteleuropas. Wie sich die Ölindustrie in Österreich unter geänderten weltpolitischen Bedingungen entwickelt hat, erzählt Regisseur Alfred Schwarz in einer spannenden Doku-Rückblende.
Ausgerechnet im digitalen Zeitalter wächst die Lust am Pflanzen, Säen, Setzen und Ernten in einem Ausmaß wie nie zuvor. Dabei geht es nicht um die perfekt geschnittene Hecke oder Rose mit Tipps vom Experten, sondern ums Experiment in jeder Beziehung. Die neuen Gärtner kommen aus allen Berufsgruppen und begeistern sich für das Legere und Struppige. Eine Dokumentation über Gemeinschaftsgärten, Permakultur, Gärten im öffentlichen Raum und Feldküchen. Das ORF-Team war im Gemeinschaftsgarten der Gartenfreunde in Bezau, am gemeindeeigenen Gutshof Heidensand in Lustenau und an vielen anderen interessanten und bunten Ecken des Landes - grünes Glück ist überall.
Eine neue Ausgabe von "Kabarett im Turm": Beste Unterhaltung garantiert der "Eiertanz", den Publikumsliebling Christof Spörk vollzieht. Mit Tiefsinn, Witz und Verve bittet er zu einem gewagten Stand-Up rund um die Glücksfälle und Stolpersteine des Lebens. Woran liegt es, dass wir ständig herumeiern, auf der Suche nach Glück? Ist der Mensch tatsächlich ein derart kompliziertes Wesen? Oder ist uns nur einfach fad im Schädel? Denn dann geht der Esel aufs Glatteis tanzen. Christof Spörk weiß wie kein Zweiter, diese Fragen mit viel Humor zu beantworten.
Eine Neuentdeckung bei "Kabarett im Turm": Der gefeierte Newcomer Lorenz Hinterberger wäre eigentlich gerne Rockstar geworden. Beruflich hat er es einstweilen nur zum Lehrer geschafft - auch OK! Auf der Bühne gibt er sich aber entspannter als im Klassenzimmer - und lustiger! Moderne Musik-Comedy trifft hier auf klassisches Standup, mit Geschichten aus dem Lehreralltag, dem Leben als Wiener oder sein potschertes Liebesleben. Herrlich komisch!