Kultur Heute
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Die österreichische Arbeiterbewegung
GESCHICHTE (Folge: 1)
Die österreichische Arbeiterbewegung
Die Pracht, die sich Wien in der Ringstraßenepoche verlieh, hatte ihren Preis. Die entrechteten Arbeiter und Arbeiterinnen in den Ziegelfabriken und auf den Baustellen gaben dem Arzt Viktor Adler den Anstoß zur Gründung einer Bewegung, die ihnen eine politische Stimme verleihen sollte. Diese zweiteilige Neuproduktion von Mona Kriesch und Bernhard Riener erzählt in Erbe Österreich die Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung. Folge eins widmet sich den Anfängen und geht bis zum Hainfelder Parteitag, wo sich die unterschiedlichen Strömungen erstmals unter einer gemeinsamen Partei vereinten. In der zweiteiligen Dokumentationsreihe zeichnen Mona Krisch und Bernhard Riener anhand von Zeitungsreportagen, persönlichen Aufzeichnungen historischen Dokumenten und prägender Persönlichkeiten die Entstehung dieser Bewegung nach. Forderungen, wie der 8 Stunden Tag, Krankenversicherung oder das allgemeine Wahlrecht sind heute selbstverständlich. Trotz vieler Niederlagen, Widerstände und Verfolgung kämpften Viktor Adler, Adelheid Popp, Franz Schuhmeier oder auch Anna Boschek für diese Errungenschaften. Sie legten den Grundstein für eine demokratische Entwicklung in Österreich und den sozialen Wohlfahrtsstaat mit all seinen Rechten der für uns heute als eine Selbstverständlichkeit gilt.
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Die österreichische Arbeiterbewegung
GESCHICHTE (Folge: 2)
Die österreichische Arbeiterbewegung
Teil zwei dieser Neuproduktion für Erbe Österreich erzählt das politische Wirken der neu gegründeten Sozialdemokratie bis zum Ersten Weltkrieg. Vom reinen Interessensschutz der Arbeiterinnen und Arbeiter erweiterte die Bewegung den Kreis ihrer Forderungen bald auf das allgemeine Wahlrecht, die Versammlungsfreiheit sowie auf die Abschaffung aller stehenden Heere. Zahlreiche neue Vereine förderten die Bildungschancen für Arbeiterkinder und versuchten, die sozialen Ungerechtigkeiten abzufedern. Am 1. Mai 1890 erlebte Wien im Prater mit hunderttausend Teilnehmern die bis dahin größte Kundgebung seiner Geschichte. Der große Zulauf bei den Wahlen machte die Sozialdemokratie zum entscheidenden Faktor bei der Demokratisierung des Landes und bei der Gründung der Ersten Republik. R: Mona Kriesch, Bernhard Riener
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Der Gemeindebau - Eine Institution schreibt Geschichte
ZEITGESCHICHTE (Folge: 1), 2018
Der Gemeindebau - Eine Institution schreibt Geschichte
"Wenn wir einst nicht mehr sind, werden die Steine für uns sprechen": So eröffnete Bürgermeister Karl Seitz den Karl-Marx- Hof 1927. Der Marx-Hof in Wien gilt als eines der revolutionärsten Wohnprojekte seiner Zeit und ist bis heute der längste zusammenhängende Wohnbau der Welt. Die Architektur beweist sich beim Sozialen Wohnbau als sensibler Seismograph der Politik und Probleme ihrer Zeit.
Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich Österreich in einem wahren Zustand des Wohnelends. Die Bevölkerung Wiens war in kürzester Zeit auf über 2 Millionen angewachsen. Die Wohnungen wurden knapp, teuer und waren überbelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg begann die regierende Sozialdemokratische Arbeiterpartei im sogenannten "Roten Wien" ein Projekt zur Verbesserung der Lebensumstände für Arbeiter. Rund 65.000 Gemeindewohnungen wurden damals gebaut - meistens in groß angelegten Wohnanlagen wie eben dem Karl-Marx-Hof. Die "Städte in der Stadt" verfügen über eine ganze, eigene Infrastruktur mit Geschäften, Bädern, Kindergärten, Waschküchen und vielem mehr. Der Soziale Wohnbau Österreichs war revolutionär - weit über die Grenzen des Landes hinaus.
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Der Gemeindebau - Eine Institution schreibt Geschichte
ZEITGESCHICHTE (Folge: 2), A 2018
Der Gemeindebau - Eine Institution schreibt Geschichte
Der Zweite Weltkrieg stellt eine Zäsur dar - auch für den Sozialen Wohnbau Österreichs. Erst 1947 nahm die Stadt Wien ihre Wohnbautätigkeit wieder auf. Die Nachkriegszeit mit ihren Babyboomern war wieder gezeichnet von Wohnungsknappheit. Es war wichtig, möglichst viel Wohnraum in möglichst kurzer Zeit zu errichten. Bis 1970 wurden auf diese Weise 96.000 Wohnungen geschaffen. Die Gemeindebauten waren aber mehr als nur günstiger Wohnraum. Sie und ihre Bewohner gingen im Laufe der Zeit als Topos - verewigt in Filmen, Serien und Liedern - in das Bewusstsein der Österreicher über.
Von Wolfgang Ambros' "Du bist die Blume aus dem Gemeindebau" bis zu Harald Sicheritz' bitterböser Kultkomödie "Muttertag". Und auch Karl Markovics' vielfach preisgekrönter Film "Atmen" wurde in einer Wohnhausanlage am Rennbahnweg im 22. Bezirk gedreht. Der Soziale Wohnbau war Zeit seines Bestehens Innovationsträger. Auch das erste Hochhaus der Gemeinde Wien war ein Gemeindebau. Das Matzleinsdorfer Hochaus (1954-1957) im 5. Bezirk war mit seinen fast 70m Wiens modernster Gemeindebau mit Zentralheizung, Müllabwurf auf jeder Etage und Tanzcafé im Dachgeschoß. Entsprechend hoch war die Promi-Dichte. Neben Fernsehdirektor und späterem Bürgermeister Helmut Zilk wohnte auch der damalige Kurier-Chefredakteur Hans Dichand eine Zeit lang im Matzleinsdorfer Hochhaus. Auch das berühmte "Hundertwasserhaus" (1983 - 1985), Anziehungspunkt für Touristen und Kunst-Interessierte Wiener gleichermaßen, ist ebenfalls ein Gemeindebau. Heute besitzt die Stadt Wien ca. 220.000 Gemeindewohnungen und ist somit die größte Hausverwaltung Europas.
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Wie wir wurden. Was wir sind
ZEITGESCHICHTE 1945-1960, A 2024
Wie wir wurden. Was wir sind
1945-1960
"Wie wir wurden. Was wir sind (1945-1960)" zeigt den Beginn eines neuen Österreichs und die prägenden Momente, die zur Entstehung eines neuen Österreichgefühls beigetragen haben. Die Dokumentation beleuchtet die Hintergründe der prägenden und identitätsstiftenden Ereignisse der Nachkriegsjahre. Hans Magenschab erzählt, wie die legendäre Weihnachtsansprache von Bundeskanzler Leopold Figl zustande kam. Ein neuer Staat braucht auch eine eigene Hymne: Fritz Molden erinnert sich, wie seine Mutter den Text der Bundeshymne dichtete. Eines der wichtigsten Nationalsymbole hält wieder Einzug in Wien: Prälat Josef Weismayer erzählt vom Triumphzug der Pummerin von St. Florian zum Wiener Stephansdom. Mit dem Staatsvertrag erhält Österreich endgültig seine Freiheit: Der Diplomat Franz Matscher erinnert sich, wie die endgültige Fassung diktiert wurde. Mehrere Zeitzeugen erzählen von gesellschaftlichen, sportlichen und kulturellen Höhepunkten: vom Opernball über die Sissi-Filme bis zu den Siegen von Toni Sailer werden die bewegendsten Ereignisse und ihre Auswirkungen geschildert.
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Wie wir wurden. Was wir sind
ZEITGESCHICHTE 1960-1975, A 2024
Wie wir wurden. Was wir sind
1960-1975
Die Dokumentation "Wie wir wurden, was wir sind (1960-1975)" blickt auf ein Land, das sich schon zu einem großen Teil vom Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen erholt hat. Österreich bleibt durch seine Neutralität weitgehend vom Kalten Krieg verschont, bietet aber dennoch Bühne für die große Weltpolitik. Auf beiden Seiten der Österreich-Italienischen Grenze können sich Menschen mit der Abtrennung Südtirols von Österreich nicht abfinden, in den 1960er Jahren werden Sprengstoffanschläge in Südtirol verübt. Der Tiroler Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner blickt auf bewegte Jahre zurück. In diesem Jahrzehnt findet auch das erste Volksbegehren der Zweiten Republik statt: Hugo Portisch und Gerd Bacher erläutern die Hintergründe die zum Rundfunkvolksbegehren und der ORF-Reform von 1967 führten. Hannes Androsch bekennt, dass er bis zum Wahltag 1970 nicht an einen Sieg Kreiskys glaubte. Udo Jürgens sichert sich den ersten Platz beim Eurovision Songcontest und Karl Merkatz spricht über seine Rolle als Mundl in "Ein echter Wiener geht nicht unter". Die Disqualifikation von Karl Schranz bei den Olympischen Spielen in Sapporo bewegt das Land wie kaum ein anderes Ereignis: Bei seiner Rückkehr nach Wien wird er von vielen tausend Menschen bejubelt und wie ein Held gefeiert. Karl Schranz erinnert sich an diese Ereignisse.
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Wie wir wurden. Was wir sind
ZEITGESCHICHTE 1975-1985, A 2024
Wie wir wurden. Was wir sind
1975-1985
Die Dokumentation "Wie wir wurden, was wir sind (1975-1985)" widmet sich den Ereignissen, die das kollektive Gedächtnis der Österreicher maßgeblich beeinflussten. Zu diesen zählen strahlende Siege, bittere Niederlagen, schockierende Unfälle und auch große politische Veränderungen. So markiert der Überfall und die Geiselnahme in der OPEC-Zentrale in Wien einen Wendepunkt. Der Polizist Ernst Wallaschek berichtet von jenen Tagen. Fristenlösung und "der Mundl" sind Aufreger, während den legendären Ausruf von Edi Finger beim 2:3-Sieg Österreichs gegen Deutschland "Tor, Tor, Tor - i werd narrisch!" heute noch jeder Österreicher kennt. Es ist ein Ereignis, um das sich im Laufe der Jahrzehnte diverse Mythen gebildet haben. Herbert Prohaska erinnert sich daran wie es wirklich war. Dieser Zeitraum ist aber auch von unvergesslichen Unfällen gezeichnet, bei denen die Beteiligten mit einem blauen Auge davongekommen sind. Friedrich Fürst erzählt, wie die Reichsbrücke unter ihm einstürzte und wie er das Unmögliche schaffte - überlebte. Auf der politischen Ebene ist diese Zeit eine der spannendsten in der Zweiten Republik. Aus einer neuen politischen Bewegung entsteht eine Partei: Freda Meissner-Blau, die Gründerin der "Grünen", behandelt die Tage von der Besetzung der Hainburger Au bis zur Parteigründung. Der Richter Hans-Christian Leiningen-Westerburg erzählt von der Suche nach der "Lucona" und über den Mordprozess gegen Udo Proksch.
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Wie wir wurden. Was wir sind
ZEITGESCHICHTE 1985-1995, A 2024
Wie wir wurden. Was wir sind
1985-1995
Die Affäre um Kurt Waldheim dominiert die Schlagzeilen. Heinz Nussbaumer zeichnet ein Bild von der Affäre rund um den wie zum Trotz gewählten, international isolierten Bundespräsidenten. Während Waldheim die Einreise in die USA verwehrt bleibt, erklimmt ein junger Österreicher mit "Rock me Amadeus" den ersten Platz der amerikanischen Charts. Musikerkollege und Intimus Peter Vieweger erinnert sich an Falco. Auch die Uraufführung von Thomas Bernhards Stück "Heldenplatz" sorgt für Aufregungen und Proteste. An den Aufstieg Jörg Haiders erinnert sich Siegfried Kampl. 1989 fällt der Eiserne Vorhang, die Grenzen sind offen: der ehemalige Botschafter und Diplomat Martin Eichtinger lässt diese Tage noch einmal Revue passieren. Noch jedem bekannt ist der Name Franz Fuchs: Eine Serie von Briefbomben erschüttert in den 1990er Jahren das Land, unter den Opfern ist der ehemalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. Der Untersuchungsrichter Erik Nauta berichtet darüber.
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Wie wir wurden. Was wir sind
ZEITGESCHICHTE 1995-2008, A 2024
Wie wir wurden. Was wir sind
1995-2008
Die Dokumentation "Wie wir wurden, was wir sind (1995-2008)" spiegelt das Jahrzehnt vor und nach dem Millennium wider. Sie steht ganz im Zeichen von EU, Katastrophen und Skandalen. Am 1. Jänner 1995 tritt Österreich der Europäischen Union bei, doch es war ein beschwerlicher Weg bis dorthin. Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel spricht über die langen Verhandlungsnächte vor dem Beitritt. Stefan Ruzowitzky erzählt von der Oscar-Verleihung für seinen Film "Die Fälscher". Ein Meilenstein für ihn aber auch für Österreich. Galtür, Lassing, Kaprun - diese Orte stehen für die größten Katastrophen in dieser Zeit. Zeuginnen und Zeugen sowie Beteiligte an diesen Unglücksfällen berichten von dem Erlebten und den Untersuchungen. Die Mutter von Jörg Haider erinnert sich in einem sehr persönlichen Gespräch an den Tod ihres Sohnes.
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| ORF III |
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
KUNST UND KULTUR Geschichte des österreichischen Kabaretts 1918 - 1945 (Folge: 1), 2020
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
Geschichte des österreichischen Kabaretts 1918 - 1945
ORF III wirft einen Blick zurück auf die Geschichte des österreichischen Kabaretts, kommentiert von prominenten Vertretern des heimischen Kabaretts wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek.
Im Jahr 1918 ist Österreich vom Ersten Weltkrieg gezeichnet. Das einstige Habsburgerreich ist auf "den Rest", Österreich, zusammengeschrumpft. Im Programm steht seichte Unterhaltung, Gesellschaftskritik ist nicht gefragt und bis 1926 sogar zensiert. Doch der österreichische Humor setzt sich langsam wieder durch. Politisch bissig ist zum Beispiel Karl Kraus; anfänglich selbst kriegsbegeistert, wird er bald zum Verfechter des Friedens. Seine Ablehnung der Kriegstreiberei verarbeitet er 1919 im satirischen Theaterstück "Die letzten Tage der Menschheit". Während die Donaumonarchie sonst meist romantisiert wird, liefert er darin eine schonungslose Abrechnung mit dieser untergehenden Gesellschaft.
Auch Fritz Grünbaum beginnt in dieser Zeit als Kabarettist aufzutreten. "Wenn er den Mund auftat - ein 'Feuerwerk des Gehirns'. Schießt pausenlos seine Witzraketen und Bonmots mit überdrehter Logik ins überraschte Parkett. Famose Begabung! Viel zu schade für Wien", schreibt ein Zeitgenosse. Ab 1922 treten Fritz Grünbaum und Karl Farkas zusammen im Kabarett Simpl in Wien im kabarettistischen Streitgespräch auf. Dieses Format der "Doppelconférence" wurde von den beiden nicht erfunden, doch unter ihnen erreichte es im Österreich der 1920er und 1930er Jahre seinen unbestrittenen Höhepunkt. Farkas und Grünbaum waren es auch, die zu dieser Zeit Kabarett-Revuen ins Simpl brachten.
Für das Kabarett eine Blütezeit - doch schon bald droht der nächste Krieg. Verfolgung und Zensur durch den Nationalsozialismus radieren die Kabarettszene Österreichs fast aus. Viele jüdische Humoristen fliehen ins Ausland oder werden deportiert. Unter ihnen auch Fritz Grünbaum. Zu Silvester 1940 tritt er noch einmal vor seinen Leidensgenossen im KZ Dachau auf und stirbt zwei Wochen später - laut Totenschein "an Herzlähmung abgegangen".
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| ORF III |
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
KUNST UND KULTUR Geschichte des österreichischen Kabaretts 1945 - 1961 (Folge: 2), 2020
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
Geschichte des österreichischen Kabaretts 1945 - 1961
ORF III wirft einen Blick zurück auf die Geschichte des österreichischen Kabaretts, kommentiert von prominenten Vertretern des heimischen Kabaretts wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek.
Im Jahr 1945 ist der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Wien liegt in Trümmern, doch Österreich hat schon eine provisorische Regierung und steht aus der Asche der Bomben wieder auf. So, wie sich die ersten Lebenszeichen der Freiheit unter der alliierten Besatzung zeigen, regt sich auch die Kabarettszene - Simpl, Werkl, Literatur am Naschmarkt und Lieber Augustin öffnen wieder ihre Pforten. Auch die überlebenden Größen der Szene kehren wieder nach Wien zurück. Hermann Leopoldi, Karl Farkas oder Gerhard Bronner treten wieder auf.
Der Umgang des Landes mit seiner eigenen Täterschaft im Nationalsozialismus ist fragwürdig. Schon 1948 sind alle offiziellen Entnazifizierungs-Maßnahmen de facto zu Ende. Die Wehrmachtsgeneration bestimmt den Blick auf die Vergangenheit. Ein Zustand, der von den eben heimgekehrten Kabarettisten und Kabarettistinnen immer wieder bissig kommentiert wird. Farkas übernimmt in den 50ern die künstlerische Leitung des Simpl und bringt es zu neuer Blüte sowohl auf der Bühne als auch im Fernsehprogramm mit seinen berühmten "Bilanzen". In seinem Ensemble ist auch Fritz Muliar.
Zum eher unpolitischen Unterhaltungskabarett im Simpl gesellt sich in den 1950er Jahren das "namenlose Ensemble"; ihm gehören Gerhard Bronner, Carl Merz und Helmut Qualtinger an. Letzterer trifft mit seinem Ein-Personen-Stück "Der Herr Karl" mitten in die Seele der österreichischen Nachkriegsgeneration und schreibt damit Fernsehgeschichte. Kein anderes Stück Kabarettgeschichte fängt den Zeitgeist so präzise und schonungslos ein. Doch das mit Carl Merz geschrieben Stück löst auch einen Skandal aus. Viele fühlen sich dadurch bloßgestellt.
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| ORF III |
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
KUNST UND KULTUR Geschichte des österreichischen Kabaretts 1961 - 1978 (Folge: 3), 2020
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
Geschichte des österreichischen Kabaretts 1961 - 1978
Eine ORF-III-Produktion zur Geschichte des österreichischen Kabaretts, kommentiert von prominenten Vertretern wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek.
"Sehen Sie, es ist meine Überzeugung, wer etwas von Kabarett versteht, versteht auch etwas von Demokratie." sagt schon Gerhard Bronner Anfang der 1960er Jahre. Ab 1963 betreut er die Sendung "Zeitventil". Durch das Fernsehen kommt das österreichische Kabarett langsam in das Wohnzimmer der Österreicherinnen und Österreicher. Ein Umstand, der den Kleinkunstbühnen zu schaffen macht. Es ist eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, aber auch der Probleme. Auch die fortschreitende Etablierung des Fernsehens setzt den Bühnen zu und zwingt sie so dazu neue Konzepte und Programme zu schreiben. Ein Konkurrenzkampf, der in eine breite Programmvielfalt mit sich bringt.
Österreichs Umgang mit seiner Vergangenheit ist schwierig. Das zeigen auch Skandale wie der Freispruch des SS-Mannes Franz Murers - dem "Schlächter von Wilna", oder die Tötung des Pensionisten Ernst Kirchwegers durch einen rechtsextremen Studenten bei einer Demonstration gegen einen antisemitischen Professor. Auch der jüdisch-stämmige Gerhard Bronner bekommt immer wieder antisemitische Zuschriften.
Ein Lieblingsthema des Kabaretts der 1960er Jahre ist Österreichs neuer Platz in der Welt - nicht mehr als Großmacht, sondern als provinzieller Kleinstaat. Während sich der Kalte Krieg zuspitzt und die Angst vor einem atomaren Weltkrieg den Globus in Atem hält, herrscht in Österreich eine Mischung aus Zynismus und Inselmentalität; zum Tod hatte man hier ohnehin stets ein morbides Verhältnis und Österreich wird der Krieg schon nicht betreffen. Sorgen macht man sich im Falle eines Weltkrieges nur über das Schicksal seines Haustieres - so zumindest in Georg Kreislers Chanson "Mein Hund".
Abseits der parlamentarischen Politik erwacht in Österreich Mitte der 70er Jahre eine politische Zivilgesellschaft, die sich in neuen sozialen Bewegungen organisiert. Protestiert wird etwa gegen das geplante Atomkraftwerk Zwentendorf. Spätestens mit Beginn der 1980er Jahre etabliert sich dann auch eine neue Generation an Kabarettisten und Kabarettistinnen.
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Wuchteln, Schmäh, Politsatire
KUNST UND KULTUR Geschichte des österreichischen Kabaretts 1978 - 1989 (Folge: 4), 2021
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
Geschichte des österreichischen Kabaretts 1978 - 1989
Kabarett ist nicht Geschichte, aber es hat Geschichte! Und die ist eng verwoben mit der Historie der österreichischen Republik und Gesellschaft. Aktuelle Kabarettgrößen - teils selbst Legenden von damals - erzählen von jenen Satirikern und Satirikerinnen, die das Bühnengenre in unserem Land zu dem machten, was es heute ist. In der Dokumentation kommentieren sie Pointen und Ereignisse von den späten 1970ern bis zum Ende der 1990er. Die Arena-Besetzung gilt als Meilenstein des neuen österreichischen Kabaretts: Das Kabarett boomt, doch den jungen Talenten fehlt es an Auftrittsmöglichkeiten. Neben den etablierten Bühnen in den Theatern entwickelt sich zu dieser Zeit eine Szene, in der Gasthäuser den Kabarettistinnen und Kabarettisten Räume für ihre Auftritte zur Verfügung stellen. Die Möglichkeiten werden vielseitiger und flexibler. Anfang der 1980er entwickelt sich die bis heute übliche Form der Kabarett-Darbietung: Kabarettisten und Kabarettistinnen gehen auf Tournee. Statt typischem Nummernprogramm ist das Soloprogramm angesagt. Der Mensch wird zum Mittelpunkt der kabarettistischen Betrachtung, anstelle politischer Themen. Josef Hader, Lukas Resetarits, Andreas Vitasek und viele andere etablieren sich zu echten Kabarettgrößen. Legendäre Gruppen wie die Hektiker oder Schlabarett gründen sich. Immer begleitet von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, zahlreichen Skandalen wie dem Kampf um die Hainburger Au, Udo Proksch und dem Aufstieg der blauen Partei. Mit Alfred Dorfer, Roland Düringer, Andreas Vitasek, Viktor Gernot, Andrea Händler, Reinhard Nowak, Monica Weinzettl, Florian Scheuba, Angelika Niedetzky und Caroline Athanasiadis.
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| ORF III |
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
KUNST UND KULTUR Geschichte des österreichischen Kabaretts 1989 - 2000 (Folge: 5), 2022
Wuchteln, Schmäh, Politsatire
Geschichte des österreichischen Kabaretts 1989 - 2000
Kabarett ist nicht Geschichte, aber es hat Geschichte! Der Fall des Eisernen Vorhangs geht wie ein Beben durch Europa. Ein neues Zeitalter bricht an, auch im österreichischen Kabarett. Mit den weitläufigen Auswirkungen der Wende, dem Jugoslawien Krieg, dem österreichischen EU-Beitritt und dem Aufstieg Jörg Haiders ist nichts mehr so, wie es einmal war. Gesprächsstoff für Kabarettistinnen und Kabarettisten ist geboten. Um als guter Kabarettist/gute Kabarettistin zu gelten, muss man aber nicht mehr politisch und tagesaktuell sein. Natürlich bleiben manche abseits dieses Trends dem politischen Fach treu, beispielsweise Alfred Dorfer. Dorfer, Reinhard Nowak, Andrea Händler und andere begeben sich neben ihren Ensemble-Formationen nun auch auf Solopfade. Der zu bespielende Raum wird indes immer größer und dichter. Fast alle Größen der Szene spielen Theater-ähnliche Monodramen. Josef Hader baut seine Erfolge aus. Sein Programm "privat" hält sich über zehn Jahre lang. 1993 gilt als ein "Epocheneinschnitt" in der Geschichte des Kabaretts in Österreich: Der Film "Indien" kommt in die Kinos. Ein österreichisches Unikum ist geboren: der "Kabarettfilm". Der große Erfolg wird erst durch Hinterholz 8 in den späteren 1990er Jahren übertroffen.
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| ORF III Doku |
70 Jahre Andreas Vitásek - Ich bereue nichts
KÜNSTLERPORTRÄT, 2026
70 Jahre Andreas Vitásek - Ich bereue nichts
Er ist einer der Großmeister des heimischen Kabaretts und hat mit seinem Stil eine ganze Epoche geprägt: Andreas Vitásek. Mit einer Ausbildung in Paris entwickelte er seine körperbetonte Bühnenkunst von der Pantomime hin zu einem erzählerischen Gesamtkunstwerk, das Poesie und Humor zusammenspannt. Zum 70. Geburtstag begleitet ihn ORF III durch die wichtigsten Stationen seines Lebens - von Wien-Favoriten über Paris bis "Müllers Büro" und zu den Kleinkunstbühnen des Landes, trifft Wegbegleiter wie Viktor Gernot, Erwin Steinhauer, Andra Händler, Eva Maria Marold, Georg Hoanzl, Markus Kupferblum oder Fritz Aumayr und zeigt Ausschnitte aus seinem Schaffen - von den bedeutensten Pointen bis zu unbekannten Schätzen aus dem ORF-Archiv. Happy Birthday, Andreas Vitásek!
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| ORF III Show |
Andreas Vitásek - Die besten TV-Momente
UNTERHALTUNG, 2026
Andreas Vitásek - Die besten TV-Momente
Andreas Vitásek ist einer der größten und beliebtesten Kabarettisten des Landes. In der ORF-III-Neuproduktion blicken wir auf einige der lustigsten Auftritte des Großmeisters zurück, in denen er wie kein Zweiter die Absurditäten des Alltags aufs Korn nimmt.
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| ORF III Show |
Die Tafelrunde
KABARETTSHOW
Die Tafelrunde
Eine ganz besondere Ausgabe des satirischen Monatsrückblicks in ORF III: Andreas Vitásek feiert mit seiner "Tafelrunde" den 70. Geburtstag! Es gratulieren Gastgeber Gerald Fleischhacker sowie doe Kabarettstars Lydia Prenner-Kasper, Berni Wagner und Maria Muhar. Und eines ist klar: Auch diesmal werden die wichtigsten Themen des Monats humorvoll Revue passiert!
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| ORF III Show |
Andreas Vitásek - Ihr Lieblingsprogramm
UNTERHALTUNG, 2025
Andreas Vitásek - Ihr Lieblingsprogramm
Anlässlich des 70. Geburtstags von Kabarettist, Schauspieler und Intendant Andreas Vitásek präsentiert ORF III einen großen Programmschwerpunkt. Das Besondere: Das ORF-III-Publikum stimmt ab, welches Programm an dieser Stelle gezeigt wird. Zur Auswahl stehen drei erfolgreiche und ausgezeichnete Kabarettprogramme: 1) Unterwegs 2) My Generation 3) 39,2° - Ein Fiebermonolog. Via tv.orf.at/orfdrei ist eine Abstimmung bis zum 28. April möglich!
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| ORF III Info |
DENK mit KULTUR
GESPRÄCH Andreas Vitásek und Ingrid Thurnher
DENK mit KULTUR
Andreas Vitásek und Ingrid Thurnher
Start der neuen Staffel von DENK mit KULTUR! Neue Location, neue Stargäste, neue Überraschungen. Heuer meldet sich Birgit Denk aus dem Verkehrsmuseum Remise in Wien. Zum Auftakt lädt Birgit Denk Star-Kabarettist Andreas Vitásek und ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher an die Bar und entlockt ihnen wieder viele spannende Einblicke in deren Leben. Andreas Vitásek erzählt u. a., warum er als Aktmodell gearbeitet hat, wie er seinen Bruder, von dem er nichts wusste, das erste Mal begegnet ist und warum er von der Rettung in Strapsen gesehen wurde. Ingrid Thurnher berichtet von ihrer Zeit als Programmansagerin, ihrem ersten Besuch am Opernball und über ihre Flug-Leidenschaft. Gesungen wird natürlich auch: Andreas Vitásek gibt "Melancholie im September" von Mandy & die Bambis zum Besten, "Aber bitte mit Sahne" heißt es bei Ingrid Thurnher. Das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen!
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| ORF III Doku |
70 Jahre Andreas Vitásek - Ich bereue nichts
KÜNSTLERPORTRÄT, 2026
70 Jahre Andreas Vitásek - Ich bereue nichts
Er ist einer der Großmeister des heimischen Kabaretts und hat mit seinem Stil eine ganze Epoche geprägt: Andreas Vitásek. Mit einer Ausbildung in Paris entwickelte er seine körperbetonte Bühnenkunst von der Pantomime hin zu einem erzählerischen Gesamtkunstwerk, das Poesie und Humor zusammenspannt. Zum 70. Geburtstag begleitet ihn ORF III durch die wichtigsten Stationen seines Lebens - von Wien-Favoriten über Paris bis "Müllers Büro" und zu den Kleinkunstbühnen des Landes, trifft Wegbegleiter wie Viktor Gernot, Erwin Steinhauer, Andra Händler, Eva Maria Marold, Georg Hoanzl, Markus Kupferblum oder Fritz Aumayr und zeigt Ausschnitte aus seinem Schaffen - von den bedeutensten Pointen bis zu unbekannten Schätzen aus dem ORF-Archiv. Happy Birthday, Andreas Vitásek!
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| ORF III Serie |
Mozart und Meisel
DRAMA Bis zum Hals im Wasser (Staffel: 1 Folge: 1)
Mozart und Meisel
Bis zum Hals im Wasser
Die Serie erzählt die Geschichte von einem lebensfrohen Optimisten und einem selbstmörderischen Pessimisten, die angesichts ihrer Erlebnisse ihre Probleme gemeinsam lösen. Meisel will Selbstmord begehen. Er springt von der Reichsbrücke.
Mit: Andreas Vitasek , Götz Kauffmann , Beatrix Wipperich , Hans W. Pemmer , Hans Heinrich Strobele , Hermann Strobl . Regie: Peter Hajek. Österreich 1987
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| ORF III Serie |
Mozart und Meisel
DRAMA Wiener Schnitzel (Staffel: 1 Folge: 2)
Mozart und Meisel
Wiener Schnitzel
Meisel eröffnet das alte Gasthaus 'Zur Zukunft' mit einem Schnitzelessen. Einem Bierfahrer, der als Erster gegessen hat, wird unheimlich schlecht. Lucy dreht einen Werbespot über Schnitzel. Mit: Andreas Vitasek , Götz Kauffmann , Beatrix Wipperich , Hans W. Pemmer , Hans Heinrich Strobele , Hermann Strobl . Regie: Peter Hajek. Österreich 1987
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| ORF III Serie |
Mozart und Meisel
DRAMA Suite 1811 (Staffel: 1 Folge: 3)
Mozart und Meisel
Suite 1811
Der Optimist Mozart und der Pessimist Meisel haben eines gemeinsam: Schwierigkeiten. Da Totenstille in seinem Gasthaus "Zur Zukunft" geherrscht hat, hat es Meisel wieder schließen müssen. Mozart arbeitet zwangsweise wieder als Inkassant und jagt einem unbezahlten Computer nach, sowie ein paar bösen Kindern, die in der Luxussuite eines Hotels wohnen. Mit: Andreas Vitasek , Götz Kauffmann , Beatrix Wipperich , Hans W. Pemmer , Hans Heinrich Strobele , Hermann Strobl . Regie: Peter Hajek. Österreich 1987
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