Obwohl der Semmering nur eine Autostunde von Wien entfernt liegt, läuft in dieser malerischen Gegend noch vieles so wie früher. Die Familie Erlach ist hier fest verwurzelt in der Landwirtschaft. Karl Erlach betreibt schon seinen dritten Hof, nachdem Sohn David und Neffe Josef die anderen beiden Höfe übernommen haben. In Reichenau an der Rax führen die Brüder Roland und Thomas Tüchi eine Orthopädie-Schusterei. Sie haben den Betrieb einst von ihrem Vater übernommen und auch für den weiteren Fortbestand des Familienunternehmens ist gesorgt - Rolands Sohn absolviert gerade eine Lehre in der Schusterei. Die ORFIII-Produktion begleitet außerdem die Volkstanzgruppe Payerbach-Reichenau beim Maiglöckchenfest und besucht die Huatara Dirndl - eine Schuhplattler Gruppe, die nur aus Frauen besteht.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Die traditionelle Arbeit auf der Alm oder am Hof und typische Freizeitvergnügungen im Gesäuse zeigt diese neue Landleben Ausgabe. Ulrich Schober sucht an Flüssen oder im Wald Holzstücke wie angeschwemmte Baumstämme oder kleine Wurzeln. Daraus fertigt er spezielle Möbel. Den Waffenradclub Hall gibt es seit bald zwanzig Jahren. Die Gründungsmitglieder Doris und Franz Götzenbrugger unternehmen alle paar Wochen machen mit ihren Freunden eine Ausfahrt. Das Admonter Haus ist umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse. Gottfried Härtel betreibt seit 2020 die Hütte auf 1.725 Metern. Karl Platzer ist Berufsjäger beim Forstbetrieb des Stifts Admont. Wolfgang Wagner macht mit seiner Gaishorn Tanzlmusi schon seit über dreißig Jahren Musik. Stefan Gasteiner führt die alteingesessene Schmiede in Admont. Bergsteiger und Fotograf Andi Hollinger kennt den Nationalpark wie seine eigene Westentasche. Im Trachtenverein sind auch die Kinder schon mit Begeisterung beim Volkstanzen dabei. Zwei Mal im Jahr entfernt die Landjugend Liezen auf der Ardning Alm Sträucher und kleine Bäume mit der Motorsäge. R: Michael Weinmann
Sechs Jahre verbrachte Matt Dow im Knast, für eine Tat, die er nicht begangen hat. Als er endlich rauskommt, freundet er sich mit dem jungen Davey Bishop an, der ihn an seinen vor Jahren verstorbenen Sohn erinnert. Die Stadt will den Ex-Häftling Matt rehabilitieren und ernennt ihn deshalb zum Sheriff. Endlich scheint sich das Schicksal für ihn zum Guten zu wenden, und er macht Davey zu seinem Deputy. Er ahnt allerdings nicht, welches falsche Spiel tatsächlich gespielt wird.
Mit James Cagney , Viveca Lindfors , John Derek , Jean Hersholt , Grant Withers , u.a.
Regie: Nicholas Ray
Westernklassiker von John Sturges ("Die glorreichen Sieben") mit Kirk Douglas und Burt Lancaster.
Doc Holliday lebt vom Kartenspiel. Als er in Not einen Zocker-Kontrahenten tötet, beschützt ihn Marshal Wyatt Earp vor dem wütenden Mob. Später benötigt Doc Hollidays Lebensretter Hilfe im Kampf gegen die berüchtigte Clanton-Bande. Holliday ist sofort dazu bereit.
Mit: Burt Lancaster , Kirk Douglas (Dr. John "Doc" Holliday), Rhonda Fleming , Dennis Hopper , Jo Van Fleet , Lee Van Cleef , u.a.
Regie: John Sturges
Arizona 1870. Beim Zugüberfall erbeuten die Banditen von Gotch ein wertvolles Samurai-Schwert - Geschenk des Kaisers an den Präsidenten. Der japanische Botschafter beauftragt Samurai Kuroda, das Schwert innerhalb von sieben Tagen zurückzuholen. Kuroda zwingt den Banditen Link, der von Gotch überrumpelt wurde, mitzugehen. Sie holen Gotchs Freundin Christina aus einem Bordell. Als alle zusammen treffen, kommt es zum Kampf.
Mit: Alain Delon , Charles Bronson , Toshirô Mifune , Ursula Andress , Capucine , Satoshi Nakamura , Bart Barry , Luc Merenda , Lee Burton , Anthony Dawson , John Hamilton , Georges Lycan , Jo Nieto uvm.
Regie: Terence Young
Frankreich/Italien/Spanien 1971
Der Tag seiner Hochzeit sollte für US-Marshall Bill Kane auch der letzte Tag als Sheriff sein. Plötzlich steht er vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. Der gefürchtete Gangster Frank Miller soll mit dem Mittagszug ankommen. Vor fünf Jahren hat ihn Kane hinter Gitter gebracht. Jetzt fürchtet die ganze Stadt seine Rache. Als Quäkerin verabscheut Kanes Braut Amy aber prinzipiell jede Form von Gewalt. Doch bis zum großen Showdown zwölf Uhr mittags bleibt nur noch eine Stunde Zeit.
Mit Gary Cooper, Grace Kelly, Thomas Mitchell, Lloyd Bridges, Katy Jurado
1880, ein Spielsalon in Rincon, Colorado: Ein Fremder wird dabei ertappt, wie er beim Pokern betrügt. Erfolglos versucht Van Morgan , das Leben des Falschspielers zu retten, der von den anderen fünf Spielern brutal gelyncht wird. Doch der Tote hatte mit dem Reverend Jonathan Rudd einen Bruder, den jetzt die Rache nach Rincon treibt
Mit: Dean Martin , Robert Mitchum , Inger Stevens , Roddy McDowall , John Anderson , Katherine Justice , u.a.
Regie: Henry Hathaway
Mit Inger Stevens, Robert Mitchum, Dean Martin, Roddy McDowall, Katherine Justice, John Anderson, Ruth Springford, Yaphet Kotto, Denver Pyle
Amerika gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Hauptmann Nathan Brittles ist Offizier in einem kleinen Fort im Westen der USA. Kurz vor seiner Pensionierung bekommt er den Auftrag, zwei Frauen zu einer Postkutschen-Station zu begleiten, um sie vor einem drohenden Indianer-Angriff zu schützen. Bei seiner Ankunft muss er jedoch feststellen, dass die Station von den Indianern bereits völlig verwüstet wurde. Brittles eskortiert die Frauen wieder zurück ins Fort und schmiedet Pläne, um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Entgegen den Willen seines Kommandanten reitet Brittles nun auf eigene Faust in das Indianer-Reservat, um mit dem Häuptling höchstpersönlich zu verhandeln. Der erfahrene Offizier Brittles schafft es tatsächlich, weiteres Blutvergießen zu verhindern.
Der Film von Regisseur John Ford zählt bis heute zu den bekanntesten Klassikern des US-amerikanischen Western-Genres. Besonders bemerkenswert ist die ästhetische Kameraführung von Winton C. Hoch, der dafür auch mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Darsteller: John Wayne , Joanne Dru , Victor McLaglen , Ben Johnson , John Agar , Harry Carey , Mildred Natwick , u.v.a. Regie: John Ford (USA, 1949)
Mit John Wayne, Joanne Dru, John Agar, Ben Johnson, Harry Carey, Victor McLaglen, Mildred Natwick, George O'Brien, Arthur Shields, Francis Ford, Harry Woods, Chief John Big Tree, Noble Johnson, Cliff Lyons, Tom Tyler, Michael Dugan
Zwischen sagenumwobenen Burgruinen, üppigen Klöstern und renovierten Höhenburgen - von der Wachau ins Mostviertel wurde alten Gemäuern immer wieder neues Leben eingehaucht.
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Hier treffen dunkle Sagen von Raubrittern auf tausendjährige Frömmigkeit und besinnliche Renaissancemusik auf rauschhafte Mittelalterfeste - die Burgen und Schlösser im westlichen Niederösterreich bezeugen die Vielfalt unserer heutigen Faszination für das Mittelalter.
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Stift Göttweig in Furth bei Krems blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück und ist bis heute ein wichtiges geistliches Zentrum. Als Teil der "Kulturlandschaft Wachau" ist das Stift am Rand des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. Der Film bietet Einblicke in die historischen Prunkräume und das Leben in der Klostergemeinschaft der Benediktinermönche.
Danach taucht der Film in die Wachau ein, wo unweit von Krems die Burgruine Dürnstein über der Donau thront. Erbaut wurde sie von den Kuenringern im 12. Jahrhundert. Bekanntheit erlangte Dürnstein, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Zerstört wurde die Burg in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, als die Schweden die Toranlage der Burg in die Luft sprengten. Heute ist das Gelände das Betätigungsfeld des gelernten Rechtsanwalts Gottfried Thiery, der den steilen Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat.
Auch die Burgruine Aggstein nur wenige Kilometer flussaufwärts war einst im Besitz der Kuenringer. Um die auf zwei Felsen errichtete Burg ranken sich dunkle Sagen. Mittels einer eisernen Kette, die über die Donau gespannt wurde, soll Hadmar III. von Kuenring Handelsschiffe gekapert haben. Dem späteren Burgherren Jörg Scheck von Wald wird nachgesagt, Gefangene besonders grausam hingerichtet zu haben. Ausgesetzt auf einer Steinplatte, die wie ein Balkon aus der Burg ragte, mussten sie selbst zwischen Verhungern oder dem Sprung in den Tod abwägen. Die Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und klärt über die wahren Hintergründe diesen schaurigen Geschichten auf.
Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1000 Jahren, als sich Sieghard Graf von Schala eine Wohnburg mit Wehrcharakter errichten ließ. Unter Hans Wilhelm von Losenstein erfolgte der Ausbau zu einem Renaissanceschloss. Heute ist das Schloss im öffentlichen Besitz und ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntes Ausstellungszentrum. Der Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz zeigt die historischen Gemäuer und den einzigartigen Arkadenhof, den 1600 majestätische Terrakotten-Figuren zieren.
Weiter südlich im Mostviertel hat sich der Unternehmer Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die damals weitgehend verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. In der Mittelaltercommunity ist die Burg äußerst beliebt.
1975 hat der damals 22-jährige Wirtschaftsmathematiker Stefan Zapotocky die völlig verfallene Weissenburg im Pielachtal aus dem 13. Jahrhundert gemeinsam mit seiner Schwester erworben. In jahrzehntelanger Arbeit hat die Familie die bis zu 4 Meter tief verschüttete Burgruine freigelegt und in großen Teilen wiederaufgebaut. Heute dreht sich auf der Burg alles um Musik.
Eine Dokumentation von Valentin Badura
Intendant und Publikumsliebling KS Michael Schade eröffnet heuer die Internationalen Barocktage Stift Melk mit einem Leckerbissen der Barockmusik: Das Oratorium "Il trionfo del tempo" von Georg Friedrich Händel - eine Allegorie über die Zeit und deren Einfluss auf das menschliche Leben.
Unter der musikalischen Leitung von Stefan Gottfried sind hochkarätige Sängerinnen und Sänger, wie Giulia Semenzato, Patricia Nolz, Mara Gaudenzi und natürlich KS Michael Schade zu hören. Es spielt der Concentus Musicus Wien.
Amerika gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Hauptmann Nathan Brittles ist Offizier in einem kleinen Fort im Westen der USA. Kurz vor seiner Pensionierung bekommt er den Auftrag, zwei Frauen zu einer Postkutschen-Station zu begleiten, um sie vor einem drohenden Indianer-Angriff zu schützen. Bei seiner Ankunft muss er jedoch feststellen, dass die Station von den Indianern bereits völlig verwüstet wurde. Brittles eskortiert die Frauen wieder zurück ins Fort und schmiedet Pläne, um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Entgegen den Willen seines Kommandanten reitet Brittles nun auf eigene Faust in das Indianer-Reservat, um mit dem Häuptling höchstpersönlich zu verhandeln. Der erfahrene Offizier Brittles schafft es tatsächlich, weiteres Blutvergießen zu verhindern.
Der Film von Regisseur John Ford zählt bis heute zu den bekanntesten Klassikern des US-amerikanischen Western-Genres. Besonders bemerkenswert ist die ästhetische Kameraführung von Winton C. Hoch, der dafür auch mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Darsteller: John Wayne , Joanne Dru , Victor McLaglen , Ben Johnson , John Agar , Harry Carey , Mildred Natwick , u.v.a. Regie: John Ford (USA, 1949)
Mit John Wayne, Joanne Dru, John Agar, Ben Johnson, Harry Carey, Victor McLaglen, Mildred Natwick, George O'Brien, Arthur Shields, Francis Ford, Harry Woods, Chief John Big Tree, Noble Johnson, Cliff Lyons, Tom Tyler, Michael Dugan
1880, ein Spielsalon in Rincon, Colorado: Ein Fremder wird dabei ertappt, wie er beim Pokern betrügt. Erfolglos versucht Van Morgan , das Leben des Falschspielers zu retten, der von den anderen fünf Spielern brutal gelyncht wird. Doch der Tote hatte mit dem Reverend Jonathan Rudd einen Bruder, den jetzt die Rache nach Rincon treibt
Mit: Dean Martin , Robert Mitchum , Inger Stevens , Roddy McDowall , John Anderson , Katherine Justice , u.a.
Regie: Henry Hathaway
Mit Inger Stevens, Robert Mitchum, Dean Martin, Roddy McDowall, Katherine Justice, John Anderson, Ruth Springford, Yaphet Kotto, Denver Pyle
Die Komponenten des Skandals um die BAWAG, der Bank der österreichischen Gewerkschaften, sind mit den Ideen der Arbeiterbewegung kaum in Einklang zu bringen: ein arroganter Bankmanager, der sich auf dem Dach der Wiener BAWAG-Zentrale ein Penthouse mit Swimmingpool einrichten ließ, verpfändete Streikgelder , Briefkastenfirmen in der Karibik, 6,8 Millionen Euro Abfindung für einen Pensionsantritt, die Bank der österreichischen Arbeiterbewegung als größter Anteilseigner eines der größten Börsenbrokers der USA und so weiter.
Im Frühjahr 2006 bilden sich lange Schlangen vor den Filialen der BAWAG. Ein Großteil der Kundschaft will ihre Ersparnisse abheben. Für Banker und Finanzfachleute ein Albtraum, denn keine Bank verfügt über so viel Bargeld. Meist folgt die Insolvenz des Bankhauses. Die BAWAG gehört zu den größten Banken Österreichs. Bricht diese zusammen, könnte sich das auch auf andere Finanzinstitute auswirken: Der Finanzplatz Österreichs steht auf dem Spiel. Eine Bankenpanik bricht aus.
Unter dem Radar der Öffentlichkeit werden in der Nationalbank Autokofferräume mit Geldbündeln befüllt. Die Filialen der BAWAG müssen mit Bargeld versorgt werden, um der Kundschaft das Abheben ihrer Ersparnisse zu ermöglichen. Im Bundeskanzleramt verhandeln in der Nacht auf den 2. Mai die Regierungsspitze und der neu ernannte Generaldirektor der Bank über Staatsgarantien in Milliardenhöhe für die taumelnde BAWAG.
Die neue Dokumentation "Österreichs große Skandale - Die BAWAG-Affäre" spannt einen Bogen von 1922, dem Gründungsjahr der Arbeiterbank, bis zur Urteilsverkündung 2012. Interviews mit Involvierten, Zeitzeugen, Expertinnen und Experten geben einen Einblick, was in dieser Zeit tatsächlich geschah und zeigen erstmals das gesamte Ausmaß der drohenden Pleiten der BAWAG und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes.
Über 20 Jahre lang hielt die BUWOG-Affäre Österreich in Atem. Das Ergebnis: 4 Jahre Haft für den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser, dem damaligen Sunny-Boy der österreichischen Politik. Verurteilt wurde er wegen Untreue, Geschenkannahme, Bestechlichkeit und Beweismittelfälschung. Sieben Monate saß er in Innsbruck in Haft, derzeit sitzt er seine Strafe mit Fußfesseln ab. Auch seine Mittäter, der ehemaligen FPÖ-Politiker Walter Meischberger und der Lobbyist Peter Hochegger, wurden zu jahrenlangen Haftstrafen verurteilt.
Worum ging es: Bei der Privatisierung von 60 000 Bundeswohnungen in einem Bieterverfahren im Jahr 2004 habe Karl-Heinz Grasser - laut Gerichtsurteil - der österreichischen IMMOFINANZ das Gegenangebot der Konkurrenz von 960 Millionen Euro verraten. Damit ermöglichte er der IMMOFINANZ gemeinsam mit seinen Mittätern, diesen Betrag um genau eine Million Euro minimal zu überbieten. Ein echtes Schnäppchen, wenn man den durchschnittlichen Preis von 16.000 Euro pro Wohnung bedenkt.
Jahre später stellte sich durch einen Zufallsfund der Finanzbehörden heraus, dass die drei Freunde, Grasser, Meischberger und Hochegger, heimlich genau 9,6 Millionen Euro von der siegreichen Finanzgesellschaft erhalten hatten: Genau 1 % der bezahlten Summe für die Bundeswohnungen. Wohl kann es sich dabei um ein "Erfolghonorar" der IMMOFINANZ für die geheime Kooperation handeln - und damit um persönliche Bereicherung der drei Täter.
Es folgten jahrelange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und ein jahrzehntelanger Prozess, der schließlich im März 2015 mit der Verurteilung Täter endete.
Die neue Dokumentation "Österreichs große Skandale - Die BUWOG-Affäre" zeichnet einen der größten Korruptionsskandale Österreichs und dessen Hintergründe exakt nach und fragt nach der Sinnhaftigkeit der neoliberalen Logik von Privatisierung staatlich-gemeinnütziger Wohnungen nach dem Motto: "Mehr privat, weniger Staat".
Die Politik kann ein äußerst schmutziges Geschäft sein - und so präsentiert sich auch die österreichische Politgeschichte aus einem gewissen Blickwinkel als eine Abfolge von peinlichen Fehltritten, bizarren Skandälchen und handfesten Verbrechen.
Regisseurin Iris Haschek hat einige der markantesten Skandale in Österreichs Regierungskabinetten zusammengetragen: von Franz Olah als Sozialdemokrat auf Abwegen über die Lucona- und Noricum-Affären bis hin zum ehemaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser, dessen Politkarriere im Kriminal endete.
Die ORF-III-Koproduktion erzählt die Geschichte von Rudolfine Steindling, genannt "Die Rote Fini". Sie ist eine der größten Wirtschaftsverbrecherinnen des vergangenen Jahrhunderts. Mit Charme und Resolutheit, als einzige Frau in einer reinen Männerwelt, und mit allen Mitteln, die ihr im Kalten Krieg zur Verfügung stehen, bringt sie den Handel mit der DDR via Österreich für die SED in Schwung:
Mit Devisen-, Spionage- und Embargogeschäften, den Geheimdiensten und den KPÖ- und DDR-Wirtschaftsapparaten verdient sie Millionen für die SED. Nach dem Mauerfall beansprucht die Treuhand dieses Geld und möchte es laut Parteiengesetz für das wiedervereinigte Deutschland beschlagnahmen. Doch sie hat nicht mit damit gerechnet, dass Fini das Geld raffiniert verschwinden lässt.
Ob sie damit Erfolg hatte und ob die Deutschen am Ende doch noch zu ihrem Geld kamen, wird in dieser Dokumentation von Gabi Schlag aufgelöst.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.