Nach dem langen Winter bringt der Frühling in Japan Wärme und Sonne. Die Menschen feiern die berühmten Kirschblüten und ehren die Götter mit uralten Shinto-Zeremonien. Die Rituale sollen Altes und Schlechtes vertreiben und Platz für Neues schaffen.
Beim traditionellen Herbstspaziergang durch die leuchtenden Wälder erinnern sich die Japaner an die Vergänglichkeit und verabschieden sich von der warmen Jahreszeit und deren Freuden. Der letzte Gesang der Sommerzikaden begleitet das jährliche Mondfest, bei dem der herbstlichen Natur stiller Respekt gezollt wird. Die spirituelle Zeit zieht Tausende Japaner auf den über 1000 Jahre alten Pilgerweg der Kii-Halbinsel. Er zählt zum Weltkulturerbe.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Bei allem Fortschritt - Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder Hautfarbe ist ein aktuelles Problem auf der Erde. Die Doku fragt, woher Rassismus kommt. Der Film von John A. Kantara erzählt die Historie in sieben Kapiteln von 1449 bis zur Gegenwart. Die Geschichte des Rassismus ist voller gewaltsamer und kaum bekannter Kapitel. Woher kommt der Hass gegen Fremde? Wer weiß schon, dass der moderne Rassismus von Spanien aus die Welt erobert hat? Oder, dass es Rassismusvorwürfe gegen die britischen Royals nicht erst seit Meghan gibt? Die Dokumentation zeigt, wie sich die rassistische Idee von der Überlegenheit der weißen "Rasse" im 15. Jahrhundert aus einem Pogrom gegen Juden und Muslime in Toledo entwickelt hat und sich in ganz Europa und in den Kolonien der "Neuen Welt" fortsetzte.
Jeden Tag machen Menschen rassistische Erfahrungen. "37°" zeigt, wie Alltagsrassismus das Leben von drei unterschiedlichen Menschen bestimmt, die nur eines gemeinsam haben: ihre Hautfarbe. Jessica, Cedric und Jérome werden als schwarz wahrgenommen. Sie machen oft ähnliche Erfahrungen: rassistische Beleidigungen, die von Weißen ausgesprochen, aber oftmals von diesen gar nicht bemerkt werden. Dieser Alltagsrassismus zeigt sich in allen Lebensbereichen.
Podcaster Dennis Chiponda nennt sich selbst "Ossi of Colour". Er ist in Senftenberg geboren, seine Eltern sind in den 80er-Jahren als Gastarbeiter in die DDR gekommen. Ostdeutschland ist Dennis' Heimat, doch diese werde ihm mehr und mehr genommen. Denn als Person of Colour fühle er sich nicht mehr sicher. Schuld daran seien alle, die die AfD wählen und die Region so in die Vergangenheit zurückwerfen. Kann Dennis dagegen ankämpfen?
Die Polizei steht vermehrt wegen mutmaßlich rassistischer Verhaltensweisen in der Kritik - wehrt sich jedoch gegen Pauschalverurteilungen. Reporterin Celia Parbey, selbst Person of Colour, kennt Racial Profiling durch die deutsche Polizei seit ihrer Kindheit und auch als Journalistin stößt sie immer wieder auf Fälle von Diskriminierung marginalisierter Gruppen. Fünf Jahre nach dem Beginn der "Black-Lives-Matter"-Bewegung stellt sie sich die Frage, inwiefern Rassismus in der Polizei historische Wurzeln hat.
In Deutschland leben ca. 5,5 Millionen Muslime. Studien zufolge tragen ca. 30 Prozent der muslimischen Frauen Kopftuch. Darüber gibt es immer wieder gesellschaftliche Debatten. Pauschale Verbote haben Gerichte aufgehoben, denn in Deutschland gilt Religionsfreiheit. Viele Menschen sind aber der Meinung, das Kopftuch gehöre nicht nach Deutschland. Eine verbreitete Meinung ist auch, Frauen mit Kopftuch würden unterdrückt. Die Muslima Miriam und Tua halten selbstbewusst dagegen. Die O-Ton-Reportage beschreibt ihre Zerrissenheit zwischen den Kulturen, die Bedeutung, die ihre Religion für sie hat, ebenso wie ihre Erfahrungen von Diskriminierung und Rassismus und nicht zuletzt ihre Hoffnungen für die Zukunft.
"Terra X"-Moderator und Psychologe Leon Windscheid ergründet das Savoir-vivre der Pariser und die Magie der Weltstadt an der Seine. Paris - das ist ein Gefühl. Kaum eine Stadt erobert allein mit dem Klang ihres Namens so sehr die Sinne. Leon Windscheid geht u.a. der Frage nach, warum gerade diese einst unbedeutende Siedlung zur Weltstadt aufgestiegen ist. Er taucht in die Geschichte der Metropole ein und trifft Menschen, die ihm helfen, den Mythos von Paris zu entschlüsseln.
Was mögen die Deutschen an den Franzosen? Was mögen sie nicht? Und wie haben sich die ehemaligen Erbfeinde überhaupt versöhnt? Der Film beleuchtet die langsame Annäherung der beiden Länder - aus deutscher Sicht. Dabei stehen zum größten Teil unveröffentlichte Quellen zur Verfügung: von ehemaligen Austauschschülern und ihren ersten Frankreichbesuchen von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre, längst vergessenen Filmrollen aus Stadtarchiven, Fotoalben und Erzählungen von Gegensätzen, Abenteuern und außergewöhnlichen Begegnungen. Frankreich wird aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, jenseits der klassischen Stereotype, was einige Überraschungen bereithält.
Zu Zeiten des geteilten Deutschlands ist Frankreich an guten Beziehungen auch zur DDR interessiert. Bei vielen Sozialisten und ehemaligen Résistance-Kämpfern in Frankreich weckt die SED-Regierung Sympathien. Französische Kinder besuchen DDR-Ferienlager und erleben einen wahren Kulturschock. Für die meisten DDR-Bürger bleibt Frankreich jedoch ein unerreichbarer Sehnsuchtsort.
Heißgeliebter R4: Schon sein erster Auftritt im Sommer 1961 schlug ein wie ein Blitz, versprach Freiheit auf vier Rädern: große Klappe, viel Platz und variable Sitze. Geländegängig und vor allem erschwinglich. Ob Familien, Landwirte oder Studentinnen: Mit dem Renault R4 ging der Traum von Mobilität und Freiheit in Erfüllung. Millionenfach rollte dieses Auto vom Band - mehr als drei Jahrzehnte lang.