Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Als 1989 die Mauer fällt, ist nichts mehr, wie es war. Das Jahr bis zur Wiedervereinigung ist wild, verrückt und chaotisch. Keiner weiß, was die Zukunft bringt, alles scheint möglich. Nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur bricht plötzlich die staatliche Kontrolle weg. Viele DDR-Bürger fühlen sich befreit, viele aber auch verunsichert und allein gelassen. Zeitzeugen aus Ost und West, darunter die Schauspielerin Christiane Paul und Jimmy Hartwig, damals erster Fußball-Trainer aus dem Westen in der DDR, berichten über die "wilden Zeiten" im Jahr nach dem Mauerfall.
In der Dokumentation geht es um einen spektakulären Autoklau durch einen Trabi-Werksangehörigen in einem Volkseigenen Betrieb. Der Dieb war Teil des Milieus, wollte aber ein Leben mit mehr Luxus, die Bilder vom Wohlstand im Westen vor Augen. Der Film rekonstruiert anhand der Prozessakten und Aussagen von Kollegen minutiös den Ablauf des 25. und letzten Diebstahls eines Trabanten aus dem Werk des VEB Sachsenrings in Zwickau am 31. März 1988.
Der Film handelt von der unglaublichen und gefährlichen Flucht dreier Freunde mit einer Raupe über die innerdeutsche Grenze. Eher aus einer Bierlaune heraus trafen sie die Entscheidung, der DDR den Rücken zu kehren.
Eine Nacht, die Geschichte schrieb - erzählt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse an diesem Tag Stunde für Stunde - wie sich Gerüchte verbreiteten, wie Unsicherheit und Hoffnung wuchsen, und wie sich schließlich die Grenzübergänge öffneten. Er lässt ost- und westdeutsche Bürger zu Wort kommen, die den Tag aus ihrem Blickwinkel schildern.
Die Mordserie der rechtsterroristischen Untergrundzelle NSU hat von 1998 bis 2011 in Deutschland zehn Menschenleben gekostet und das Land durch mehrere Bombenanschläge und Banküberfälle mit Terror überzogen. Der Dokumentarfilm von Stefan Aust und Dirk Laabs liefert einen umfassenden und genauen Überblick über die Hintergründe des NSU-Terrors.
Bürgerkriegsähnliche Zustände vor der eigenen Haustür, wo nur das Recht des Stärkeren zählt. Und das offenbar über Jahrzehnte. Heute machen ostdeutsche Schriftsteller darauf aufmerksam, wie es wirklich war - damals in den 90ern im Osten. Eine Horde Glatzen in Bomberjacken "Wenn man das Grauen in den Gesichtern derer sieht, die sich nicht an einen herantrauen, dann strömt Macht durch die Adern wie elektrischer Strom." So beschreibt der Journalist und Schriftsteller Daniel Schulz wie es sich anfühlt, wenn man mit einer Horde Glatzen in Bomberjacken eine Gaststätte betritt. "Die schauen alle plötzlich nach unten!" Daniel Schulz´ in diesem Jahr erschienenes Buch "Wir waren wie Brüder" ist das jüngste Buch in einer langen Reihe von Werken, in denen ostdeutsche Autor*innen sich ihrem ganz persönlichen Trauma der sogenannten Baseballschlägerjahre stellen. Bei Schulz ist es nicht nur die Angst, Opfer zu werden - sondern auch die Scham, bei den Tätern mitgelaufen zu sein, um ungeschoren davon zu kommen.
Großwerden in einer Umgebung, die von rechtsradikaler Gewalt geprägt ist. Bis in die Nullerjahre war das für viele junge Ostdeutsche Realität. Wie diese Erfahrung sie bis heute geprägt, erzählen ostdeutsche Literat*innen wie Hendrik Bolz , Katharina Warda, Lukas Rietzschel, Manja Präkels und Daniel Schulz.
Hoyerswerda '91 - Eine Stadt, die Gewalt und ihre Aufarbeitung
D 2021
45'
Im September 1991 kommt es scheinbar aus dem Nichts zu einer öffentlichen Hetzjagd in Hoyerswerda. Eine stetig wachsende Menge aus "einfachen Bürgern" und Neo-Nazis belagert eine ganze Woche lang das Wohnheim von DDR-Vertragsarbeitern aus Mosambik und Vietnam und die zentrale Unterkunft für Asylbewerber aus Osteuropa.
Verharmlost und vergessen - Rechte Gewalt vor Rostock-Lichtenhagen
D 2022
45'
1992 kommt es in Rostock-Lichtenhagen tagelang zu einem rassistischen Gewaltexzess. Die Bilder gehen um die Welt. Fast vergessen sind dagegen dutzende Angriffe auf Geflüchtete, die schon lange vorher passierten.
Der Mörder kam aus der Nachbarschaft: Er erschoss neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Überlebende und Angehörige berichten, wie sie die Tatnacht und die Monate danach erlebt haben und wie sie sich gegen die Logik des Täters wehren, der sie zu Fremden in ihrer eigenen Heimat machen wollte. Seit jener Februarnacht kämpfen sie um das Andenken der Opfer und um die Aufklärung des Geschehenen. Und sie stellen viele drängende Fragen zur Tatnacht und zum Täter, die ihnen bislang niemand beantworten wollte.