Fast eine ganze Wanne voll Trinkwasser verbraucht jeder von uns am Tag. Um diesen Luxus zu bewahren, ist ein enormer Aufwand nötig. Das hat Folgen: Unser täglich Wasser ist in Gefahr. Von den 120 Litern Trinkwasser nutzen wir nur fünf Liter zum Trinken, wie Wasser für Kaffee, Tee und zum Kochen. Wie hoch ist der Preis, den wir für die augenscheinliche Verschwendung zahlen? Forschende warnen, dass unsere Quellen langsam versiegen. Der Bodensee gehört zu den größten oberirdischen Trinkwasserspeichern Europas. Vier Millionen Haushalte werden allein in Deutschland von ihm mit Leitungswasser versorgt. Aufwendig wird das Wasser des Sees Schritt für Schritt gereinigt, bis es schließlich den strengen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht und aus unserem Hahn sprudelt. Ein Problem bei der Trinkwasseraufbereitung sind die PFAS. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind in vielen Produkten - von Zahnseide über Kleidung bis zum Löschschaum der Feuerwehr - enthalten. Und sie sind extrem gefährlich für unsere Gesundheit. Sie gelangen über verschiedenste Wege in die Umwelt und unsere Gewässer. Die PFAS müssen aus dem Trinkwasser gefiltert werden und gehören dann zum Sondermüll. Und dann, wohin damit? Sauberes Trinkwasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit wie Strom oder Wärme. Noch. Denn Experten mahnen seit Jahren: Deutschlands Wasserreserven gehen langsam aber sicher zur Neige. Der Klimawandel hinterlässt bereits tiefe Spuren in unserer Trinkwasserversorgung: Oberflächengewässer wie Flüsse und Seen führen zeitweise extremes Niedrigwasser, aber auch die Grundwasserspiegel sinken. In den letzten 20 Jahren lag der durchschnittliche Verlust beim Grundwasser bei 760.000.000 Litern pro Jahr. Deutschland erlebt seit 2018 ein Dürrejahr nach dem anderen. Und das ist erst der Anfang. Denn mit jedem Grad Celsius, die sich unsere Erde in Zukunft erwärmt, spitzt sich das Grundwasserproblem weiter zu. Die Erwärmung des Bodens macht auch unseren kleinen Helfern zu schaffen: Schnecken, Muscheln, Krebstiere, die den Weg des Regenwassers in die Tiefe des Bodens zum Grundwasser offen halten. Höhere Temperaturen können diese Tiere nicht überleben. Welche weiteren Konsequenzen hat das für unser Grundwasser? Harald Lesch trifft Wasserversorger sowie globale Wasserexperten und -expertinnen und erklärt, mit welchen Ideen die Forschung an der Lösung des drohenden Trinkwasser-Dilemmas arbeitet.
Trotz eBay und Co. - der Trend zu Flohmärkten ist nach wie vor ungebrochen. Pro Jahr finden Zehntausende solcher Märkte in Deutschland statt. Im Schnitt liegen laut einer Umfrage in den Haushalten Gegenstände im Wert von durchschnittlich mehr als 1000 Euro herum. Bares Geld, das unter die Leute gebracht werden will. Und so findet manches Schätzchen aus dem Keller einen neuen Besitzer. Sandra ist seit ihrer Kindheit auf Flohmärkten unterwegs, auch ihre Kinder sind große Fans vom Trödeln. Kindersachen und Spielzeug, das nicht mehr gebraucht wird, wird sofort verkauft. Die Kinder freuen sich immer, wenn sie dafür etwas Neues kaufen können. Sie haben viel Krempel, bekommen vieles geschenkt und lagern alles in ihrer Trödelgarage. Sie gehen vor allem auf Märkte in Krefeld, Tönisvorst, Duisburg und Düsseldorf. Mit ihren Freunden hat Sandra außerdem eine Tauschbörse für Klamotten, bei der sie fröhlich mit Sekt und guten Gesprächen ihre Kleidungsstücke austauschen. Sandra ist ein Verkaufstalent. Mit Kaffee, Musik, fröhlicher Ausstrahlung und guten Preisen lässt sie ihre Kasse klingeln. Norbert Voest aus Kempen ist ein lustiger Mensch, der gern auf Flohmärkte geht. Früher war er im Handel tätig, hat also Erfahrung mit An- und Verkauf. Nun ist er in Rente und trödelt nur noch mit gebrauchten Waren. Da seine Rente nicht üppig ist, ist es für ihn das perfekte Zubrot, um die Rente etwas aufzustocken. In der Regel erzielt er beim Verkauf auf den Märkten um die 200 Euro Umsatz. Viele Sachen bekommt er geschenkt, oder er holt sie sich auf offenen Wohnungsauflösungen, wo er für kleines Geld Waren kaufen kann. Aber er schnappt zum Beispiel auch zu, wenn die Nonnen am Kloster Kempen ausmisten. Da sind oft sehr gute und alte Sachen dabei, die er gut wieder verkaufen kann. So bleibt Norbert seiner Leidenschaft fürs Handeln treu. Stefan Schmidt betreibt die "Schatzkammer" in Flintbek bei Kiel. Seit vielen Jahren handelt er, der sich selbst "Trödel-Baron" nennt, mit ausrangiertem Hausrat und allem, was sich auch auf Flohmärkten wiederfindet. Das Entrümpeln und Trödeln wird seine Berufung, sagt Schmidt. Er ist ein "Klön-Schnacker" wie er im Buche steht, hat immer einen guten Spruch auf Lager hat und redet ohne Unterlass. Seine Kunden lieben das. Er und sein Team entrümpeln regelmäßig Wohnungen und Häuser und schaffen so Nachschub für seine "Schatzkammer" heran. Paulina und Gerrit aus Berlin teilen die Leidenschaft für Vintage-Wohnaccessoires, Kleidung und Möbel. Die beiden Freunde gehen gern in kleine Läden, auf Flohmärkte oder online auf Schatzsuche. Die Fundstücke bereiten sie aber nicht nur für sich selbst auf. Freunde und Familie werden so schon seit Jahren mit ihren Schnäppchen aus Glas, Marmor und Co. beglückt. Die Nachfrage nach ihrem guten Auge für schmucke Deko und Accessoires stieg, sodass ihnen 2018 die Idee zu dem Onlineshop "Dusty Crush Studio" kam. In dem Shop von "Dusty Crush Studio", und auch auf Instagram, findet man allerlei Vintage-Deko, die von den beiden aufpoliert und liebevoll in Szene gesetzt wird. "Wir glauben, dass die Menschen Individualität in ihren vier Wänden haben wollen. Und das möglichst nachhaltig. Secondhand ist da der beste Weg und vor allem in Städten wie Berlin total angesagt", erzählt Gerrit. Die beiden Mittdreißiger erspüren Trends rund um den Secondhandkult. Eine "ZDF.reportage" über die Trödel- und Flohmarktleidenschaft der Deutschen
Die Erfolgsgeschichte von "Das war dann mal weg" bei ZDFinfo geht weiter. Diesmal ist der Film auf der Spur von Dingen des Alltags aus dem Kinderzimmer - einst geliebt, heute kaum mehr bekannt. Wer weiß noch, wie ein Bonanzarad aussah? Was es mit den "Yps"-Heften auf sich hatte? Und was hat man noch mal mit einem Tamagotchi gemacht? Die etwas Älteren werden sich erinnern, die Kinder im Film müssen schon sehr rätseln. "Das war dann mal weg" widmet sich auf unterhaltsame und informative Weise ausgestorbenen Dingen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie funktionierte ein Fernschreiber? Und was hat ein Bleistift mit einer Musikkassette zu tun? Die Dokumentationsreihe nimmt die Zuschauer mit auf eine wahre Zeitreise. Die Älteren haben vielleicht nie gemerkt, dass Telegramme und Telefonzellen irgendwann mal verschwunden waren. Und die Jüngeren vielleicht nie gewusst, dass es sie überhaupt gab. Prominente steuern ihre persönlichen Anekdoten zu den Kultgegenständen der Vergangenheit bei, Animationen sorgen für so manchen Aha-Effekt.
Die Zeitreise bei "Das war dann mal weg" geht weiter. Diesmal ist die Nasszelle Thema. Von der Trockenhaube über den Allibert-Schrank bis zur Bademütze. Wer kennt das noch? Als sie unseren Alltag eroberten, waren sie schon bald nicht mehr aus ihm wegzudenken. Und doch waren sie plötzlich wieder verschwunden. Was machte sie so besonders? Was haben wir an ihnen geliebt? Und was hat sie ersetzt? Kommen Sie mit auf eine Zeitreise. Zurück in die Welt der verschwundenen Dinge des Alltags: Nichts ist so alt wie die Zukunft von gestern. Was heute als Hightech gilt, ist der Trödel von morgen. Und doch waren all diese Dinge einmal neu, ja geradezu futuristisch. Schienen aus der Welt von übermorgen zu kommen, machten unser Leben einfacher oder aufregender. "Das war dann mal weg" widmet sich auf unterhaltsame und informative Weise ausgestorbenen Dingen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie funktionierte ein Fernschreiber? Und was hat ein Bleistift mit einer Musikkassette zu tun? Die Dokumentationsreihe nimmt die Zuschauer mit auf eine wahre Zeitreise. Die Älteren haben vielleicht nie gemerkt, dass Telegramme und Telefonzellen irgendwann verschwunden waren. Und die Jüngeren vielleicht nie gewusst, dass es sie überhaupt mal gab. Prominente steuern ihre persönlichen Anekdoten zu den Kultgegenständen der Vergangenheit bei, Kinder versuchen zu ergründen, wie sie damals funktioniert haben, Animationen sorgen für so manchen Aha-Effekt.
Luxus wird oft mit dem Exotischen, Unerreichbaren und Seltenen assoziiert. Doch was gestern noch Luxus war, kann heute schon wertlos sein. Oder als Retrotrend eine zweite Chance bekommen. Tiere schmücken sich mit bunten Federn, Menschen mit Luxusgütern, um ihre Umwelt zu beeindrucken. Elfenbein, Seidenstrümpfe oder sogar Besteck aus Aluminium: Einst war manches so wertvoll wie Gold. Heute ist es aus unserem Alltag verschwunden. Die Reihe "Das war dann mal weg" nimmt sich der Luxusobjekte an und erzählt ihre Geschichte. Seit Jahrtausenden ist der Mensch von Elfenbein fasziniert und stellt vor allem aus den Stoßzähnen von Elefanten Gegenstände her. Das Material - weiß, zart und doch stabil - ist so edel wie umstritten. Denn als die Kolonialmächte Ende des 19. Jahrhunderts in den Handel einsteigen, werden Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Heute ist der Elfenbeinhandel verboten. An einen anderen Luxus erinnert sich kaum noch jemand: Seidenstrümpfe. Anfang des 20. Jahrhunderts eine Revolution in der Damenmode, tragen wir heute Nylon, Perlon oder andere Kunstfasern am Bein. Und die Strumpfhose hat die aufwendigeren Damenstrümpfe abgelöst. Der Siegelring ist etwas für reiche, wichtige und vor allem adelige Leute. Zumindest im Mittelalter. Da hatte der Siegelring eine Funktion, nämlich das Versiegeln von wichtigen Schriftstücken. Diese Funktion ist längst verschwunden, der Ring ist nur noch ein Schmuckstück, das immer wieder als Retrotrend zurückkehrt. Ein ganz erstaunlicher Gegenstand, dem man den Luxus nicht auf den ersten Blick ansieht, ist das Aluminiumbesteck. Bei DDR-Bürgerinnen und -Bürgern löst es alle möglichen Gefühle aus, aber sicher nicht, privilegiert zu sein. Tatsächlich ist das leichte, biegsame Besteck kurz nach seinem Auftauchen im 19. Jahrhundert wertvoller als Goldbesteck. "Das war dann mal weg" erzählt die ganze Geschichte. Das Monokel hat eine unmittelbare Wirkung auf die Persönlichkeit seines Trägers. Die ins Auge geklemmte Lesehilfe sorgt bei den prominenten Kommentatoren für Erheiterung: Anneke-Kim Sarnau, Rhea Harder-Vennewald, Michael Kessler und Florian Martens. Die Reihe "Das war dann mal weg" spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag schöner machten, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie verschwunden. Was ist daraus geworden?
Anfang der 70er-Jahre. Bundeskanzler Willy Brandt setzt auf Entspannung und Annäherung im Kalten Krieg. Ansonsten startet das Jahrzehnt vor allem bunt: Der Hippie-Style ist angesagt. Musikalisch erobern Rock und Schlager die deutschen Charts: Sowohl Led Zeppelin als auch Roy Black landen einen Nummer-eins-Hit. Im geteilten Deutschland will Bundeskanzler Willy Brandt mit seinem neuen Kurs "Wandel durch Annäherung" erreichen. 1970 kommt es zu einem ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen in Erfurt. Ende des Jahres unterzeichnet Willy Brandt in Polen den Warschauer Vertrag. Sein Kniefall vor dem Warschauer Ghetto-Mahnmal schreibt Geschichte. Für seine Ostpolitik erhält Willy Brandt den Friedensnobelpreis. Doch auch der Terror prägt das Jahrzehnt. 1970 gründet sich die Rote Armee Fraktion. Die Baader-Befreiung gilt als Geburtsstunde der RAF. Die linksextreme Terrorgruppe wird Westdeutschland mehr als zwei Jahrzehnte lang in Atem halten. In der DDR kommt es 1971 zu einem Machtwechsel. Erich Honecker stürzt mit Unterstützung des Kremls seinen politischen Ziehvater Walter Ulbricht. In der vierteiligen ZDFinfo-Dokumentation blicken Prominente, Zeitzeugen und Journalisten auf die 70er-Jahre und geben ihre Erlebnisse und Einschätzungen wieder. Mit dabei sind unter anderen Peter Maffay, Toni Krahl, Uschi Glas, Marcel Reif, Cosma Shiva Hagen, Aminata Belli, Peter Frey und Hajo Schumacher. Die 70er sind ein Jahrzehnt der Gegensätze - geprägt von Auf- und Umbrüchen, vom Hippie-Style und Discofieber, von Frauenpower und Protesten, aber auch von Krisen und dem Terror der RAF.
Olympische Spiele 1972 in München. Die Wettkämpfe werden vom Terror überschattet. In der Bundesrepublik gibt es vorgezogene Neuwahlen und ein Sonntagsfahrverbot nach dem Ölpreisschock. Doch die frühen 70er-Jahre sind auch bunt. Die "Prilblume" wird zum Kultobjekt. In Ostberlin feiern Jugendliche die zehnten Weltfestspiele. In der DDR gibt es die Pille jetzt sogar kostenlos. Die Jahre 1972 und 1973 sind von Krisen geprägt.
Nach 1936 finden 1972 erstmals wieder Olympische Spiele in Deutschland statt. Doch palästinensische Terroristen dringen in das olympische Dorf ein und nehmen die israelische Mannschaft als Geiseln. Im Bundestag hat Bundeskanzler Willy Brandt keine sichere Mehrheit mehr. Es kommt zu vorgezogenen Neuwahlen. Die Union geht mit CDU-Chef Rainer Barzel ins Rennen. 1973 dann die Ölkrise: Des Deutschen liebstes Kind rollt nicht mehr. Sonntagsfahrverbot - bundesweit. In der vierteiligen ZDFinfo-Dokumentation blicken Prominente, Zeitzeugen und Journalisten auf die 70er-Jahre und geben ihre Erlebnisse und Einschätzungen wieder. Mit dabei sind unter anderen Peter Maffay, Toni Krahl, Uschi Glas, Marcel Reif, Cosma Shiva Hagen, Aminata Belli, Peter Frey und Hajo Schumacher. Die 70er sind ein Jahrzehnt der Gegensätze - geprägt von Auf- und Umbrüchen, vom Hippie-Style und Discofieber, von Frauenpower und Protesten, aber auch von Krisen und dem Terror der RAF.
Deutschland im Fußball-Taumel. Die Bundesrepublik wird Weltmeister im eigenen Land. In Bonn kommt es zum Machtwechsel. Willy Brandt tritt zurück, Helmut Schmidt wird neuer Bundeskanzler. Ob Disco, Schlager oder Rock - der Soundtrack der Zeit ist vielschichtig. Von nun an geht in Deutschland auch noch der "Punk" ab. 1974 erschüttert ein Spionagefall das Land: Der Kanzleramtsmitarbeiter Günter Guillaume wird verhaftet. Als DDR-Spion hat er aus dem engsten Umfeld des Bundeskanzlers geheime Informationen an die DDR weitergegeben. Willy Brandt tritt daraufhin als Bundeskanzler zurück. Sein Nachfolger wird Helmut Schmidt. Musikalisch sorgt die Discoqueen Donna Summer mit lasziven Sounds für Aufsehen. Udo Lindenberg leistet mit deutschsprachiger Rockmusik Pionierarbeit. Und die Band Kraftwerk revolutioniert mit elektronischen Klängen die Musikwelt. 1976 bekommt der Liedermacher Wolf Biermann die Erlaubnis für ein Gastkonzert in Köln. Dort übt er Kritik an der DDR. Wenige Tage später wird er ausgebürgert. Viele Künstlerinnen und Künstler verlassen daraufhin Ostdeutschland. Auch Nina Hagen, die zur Punk-Ikone wird. In der vierteiligen ZDFinfo-Dokumentation blicken Prominente, Zeitzeugen und Journalisten auf die 70er-Jahre und geben ihre Erlebnisse und Einschätzungen wieder. Mit dabei sind unter anderen Peter Maffay, Toni Krahl, Uschi Glas, Marcel Reif, Cosma Shiva Hagen, Aminata Belli, Peter Frey und Hajo Schumacher. Die 70er sind ein Jahrzehnt der Gegensätze - geprägt von Auf- und Umbrüchen, vom Hippie-Style und Discofieber, von Frauenpower und Protesten, aber auch von Krisen und dem Terror der RAF.
Die Terrorwelle der RAF erreicht 1977 während des "Deutschen Herbstes" ihren Höhepunkt. Ein Jahr später sorgt ein Katastrophenwinter für eisige Kälte. Ende der 70er rollt die Disco-Welle ihrem Höhepunkt entgegen. "Saturday Night Fever" kommt in die Kinos. In Westdeutschland protestieren Tausende gegen den Bau von Kernkraftwerken. Das Jahr endet mit einem Katastrophenwinter. Deutschland versinkt im Schnee. Im September 1977 entführen RAF-Terroristen in Köln Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Sie fordern die Freilassung inhaftierter RAF-Mitglieder. Um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, entführen vier palästinensische Terroristen im Oktober 1977 die Lufthansa-Maschine "Landshut". 1978 fliegt der DDR-Bürger Sigmund Jähn als erster Deutscher ins Weltall und umrundet an Bord einer sowjetischen Raumstation die Erde. In der vierteiligen ZDFinfo-Dokumentation blicken Prominente, Zeitzeugen und Journalisten auf die 70er-Jahre und geben ihre Erlebnisse und Einschätzungen wieder. Mit dabei sind unter anderen Peter Maffay, Toni Krahl, Uschi Glas, Marcel Reif, Cosma Shiva Hagen, Aminata Belli, Peter Frey und Hajo Schumacher. Die 70er sind ein Jahrzehnt der Gegensätze - geprägt von Auf- und Umbrüchen, vom Hippie-Style und Discofieber, von Frauenpower und Protesten, aber auch von Krisen und dem Terror der RAF.
Um 965 stellt der dänische König Harald Gormsson, besser bekannt als Harald Blauzahn, die Weichen neu. Mit seiner Hinwendung zum Christentum verändert er das Machtgefüge Skandinaviens. Ganz freiwillig schwört König Harald den nordischen Göttern jedoch nicht ab: Im Süden seines Reichs baut der ostfränkische König Otto I. seine Macht beständig aus und wartet nur auf einen passenden Vorwand, um die heidnischen Nordmänner anzugreifen. Nach Haralds Hinwendung zum Christentum erlebt das Wikinger-Königreich eine Zeit der Blüte. Harald gelingt es, die rivalisierenden Kleinkönige, Fürsten und Häuptlinge unter einem Dach zu vereinen und die königliche Zentralgewalt entscheidend zu stärken. Er weitet seinen Machtbereich sukzessive aus und regiert schließlich von Jütland bis nach Schonen sowie über große Teile Norwegens. Durch die Hochzeit mit der Tochter des elbslawischen Abodritenfürsten Mistiwoi sichert er seine Macht zudem nach Südosten hin ab. Auf dem berühmten Runenstein von Jelling, der "Taufurkunde Dänemarks", hält Harald seine epochalen Errungenschaften fest. Er rühmt sich, "ganz Dänemark und Norwegen gewonnen zu haben", und schmückt sich als erster nordischer Herrscher mit dem Abbild Jesu Christi. Das neue Selbstbewusstsein des Wikingerkönigs zeigt sich auch in seiner regen Bautätigkeit in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts: Harald baut die königliche Anlage von Jelling massiv aus und errichtet zwei monumentale Grabhügel. Zudem lässt er Kirchen bauen und Silbermünzen prägen, die er im ganzen Land verteilt. Für Archäologen und Mediävisten sind Harald Blausteins physische Hinterlassenschaften ein echter Glücksfall. Sie erlauben es den Forschenden, den dynamischen Übergang von einer heidnischen zu einer christlichen Gesellschaft im Detail zu rekonstruieren und unseren Blick auf die frühmittelalterlichen Wikingergesellschaften neu zu justieren. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Nach seiner Taufe führt König Harald Blauzahn Dänemark zu neuer Blüte. Doch der Frieden trügt. Denn entmachtete Stammesfürsten warten auf eine Gelegenheit, ihn zu stürzen. Haralds größter Gegner ist sein Sohn Sven Gabelbart: ehrgeizig, populär und auf Seiten der heidnischen Fürsten. Nach dem Tod Kaiser Ottos? II. wittert Sven seine Chance - und greift in Dänemark nach der Macht. Es kommt zum Verrat am eigenen Vater. Es ist das Jahr 987 oder 988 nach Christus. In Dänemark wächst der Widerstand gegen den legendären König Harald Blauzahn. Vor allem die mächtigen Stammesfürsten grollen - wegen hoher Abgaben, kostspieliger Bauprojekte und der fortschreitenden Christianisierung des Landes. Offiziell gilt Dänemark zwar als christlich, doch hinter verschlossenen Türen verehren viele noch immer die alten Götter Thor und Odin. Archäologische Funde belegen, wie pragmatisch viele von Haralds Untertanen mit dem neuen Glauben umgingen. So haben Forschende in Trendgården eine Gussform entdeckt, die es dem Schmied ermöglichte, sowohl Kreuze als auch den Thorhammer in ein und derselben Form herzustellen - der Kunde ist König. Für Harald ist die Christianisierung Dänemarks nicht nur ein religiöses Projekt, sondern auch ein machtpolitisches Programm. Als christlicher Herrscher präsentiert er sich als von Gott eingesetzter König und schwächt so die religiöse und politische Stellung der bisherigen Stammesfürsten. Mit großen Bauprojekten im ganzen Land demonstriert er seine Macht - darunter Ringburgen wie Fyrkat, die zu den eindrucksvollsten Anlagen Skandinaviens zählen und heute Teil des UNESCO-Welterbes sind. Er prägt die Landschaft Dänemarks sichtbar um und macht gleichzeitig die lokalen Häuptlinge im Vergleich zu seiner Herrschaft klein. Nach dem Tod Ottos des Großen im Jahr 973 versucht Harald, den Einfluss des römisch-deutschen Reiches abzuschütteln, und gerät in militärische Auseinandersetzungen mit dessen Nachfolger Otto II. Dessen Gegenmaßnahmen und die folgenden Konflikte schwächen Harald und sein Reich spürbar. Der Blutzoll für sein Volk ist hoch, und die Grundlage von Haralds Herrschaft erodiert. In dieser Situation lösen sich Verbündete wie der norwegische Herrscher Haakon Sigurdsson aus der dänischen Oberhoheit. In Dänemark selbst kommt es zu Umbrüchen, Umbauten und Zerstörungen an königlichen Anlagen, und Haralds Sohn Sven wendet sich gegen seinen Vater und setzt sich schließlich an seine Stelle. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Nachdem Sven Gabelbart seinen Vater Harald Blauzahn entmachtet hat, stabilisiert er seine Herrschaft in Dänemark. Doch sein eigentliches Ziel liegt jenseits der Nordsee: der englische Thron. Schon in den 990er-Jahren greift Sven gezielt in englische Machtkämpfe ein. Als der englische König "Äthelred der Unberatene" ein Massaker an Dänen anordnet, sinnt Sven Gabelbart auf Rache: Er reagiert mit einer Invasion und erobert England. Die dänische Eroberung Englands ist ungewöhnlich gut dokumentiert. Eine der wichtigsten Quellen ist das "Encomium Emmae Reginae", ein lateinisches Auftragswerk aus dem 11. Jahrhundert. Das Manuskript, heute in der British Library, schildert den Aufstieg des Wikingerherrschers detailliert und bildet eine zentrale Grundlage der Forschung. Objektiv ist diese Quelle jedoch nicht. Denn die Auftraggeberin, Emma von der Normandie, ist gleich mit zwei involvierten Monarchen verheiratet gewesen: Zunächst heiratet sie den englischen König Äthelred der Unberatene. Nach dessen Tod ehelicht sie Knut den Großen, einen Sohn des dänischen Herrschers Sven Gabelbart und späterer König von England. Emma von der Normandie zeigt, wie aus den dänischen Plünderern erst Eroberer und schließlich Könige von England werden, die das politische Gleichgewicht in Nordeuropa maßgeblich beeinflussen. Als auch Emmas zweiter Ehemann Knut stirbt, nutzt Emma ihren Einfluss, um die Zukunft Englands in ihrem Sinne zu beeinflussen. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Als Sven Gabelbart stirbt, wird sein Sohn Knut zu dessen Nachfolger in England. Doch dann fällt die Krone zurück an "Äthelred der Unberatene". Knut weicht nach Dänemark aus. 1015 segelt König Knut von Dänemark mit einer großen Flotte nach England. Nach harten Kämpfen gegen die angelsächsischen Herrscher erzwingt er einen Frieden mit Edmund II. Die beiden teilen das Königreich England untereinander auf. Nach der Entscheidungsschlacht von Assandun behält Edmund II. die Kontrolle über Wessex im Süden Englands, während Knut die Herrschaft über die nördlichen Landesteile übernimmt. Die Teilung des englischen Königreichs ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im November 1016 stirbt Edmund II., nur wenige Monate nach seiner Thronbesteigung im April desselben Jahres. Knut der Große hat endlich sein Ziel erreicht: Er wird alleiniger Herrscher über ganz England. Die Ereignisse rund um die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Dänen und Engländern sowie die anschließende Machtübernahme durch Knut sind in der Chronik "Encomium Emmae Reginae" aus dem 11. Jahrhundert ausführlich beschrieben. Für die Forschung sind sie von unschätzbarem Wert. Auffallend ist jedoch, dass sie die dänischen Herrscher durchweg positiv darstellen, während der britische König Edmund II. eher schlecht wegkommt. Der Grund ist einfach: Die Auftraggeberin des Manuskripts ist keine Geringere als Königin Emma von der Normandie, die nach ihrer Hochzeit mit König Äthelred den dänischen Herrscher Knut der Große heiratet. Die Auftragsschrift zielt darauf ab, das Image ihrer Familie positiv darzustellen. Historiker bewerten es daher heute als ein "propagandistisches Werk" zugunsten der dänischen Könige in England. Ebenso bemerkenswert ist, was die Chronik nicht erwähnt. Dazu gehört etwa das sogenannte St.-Brice's-Day-Massaker von 1002, das unter Äthelred II. gegen die dänische Bevölkerung verübt wurde. Ebenso werden Niederlagen, Zerstörungen und Gewalt im Zusammenhang mit Knut dem Großen entweder abgeschwächt dargestellt oder ganz ausgeblendet. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Als Knuts älterer Bruder Harald II. stirbt, gerät der dänische Thron in Gefahr. Knut, der inzwischen König von England ist, reist in sein Geburtsland zurück, um die Krone zu sichern. Dort erobert er Norwegen und wird Herrscher über ein mächtiges Nordseereich - das größte christlich geprägte Wikingerreich der Geschichte. Er hat mehr erreicht als jeder Jelling-Herrscher vor ihm. Bedeutenden Anteil daran hat seine Frau, Emma von der Normandie. Um seine Macht zu festigen, beruft Knut im Jahr 1018 eine große Versammlung in Oxford ein. Dort ordnet er die politischen Verhältnisse seines neuen Reiches. Er setzt Abgaben und Steuern fest, reduziert die Wikingerflotte und erlässt eine neue Rechtsordnung. Auch entlässt er einen Teil seiner Krieger - ein deutliches Signal, dass er nicht der Eroberer bleiben, sondern als König regieren will. Eine wichtige Rolle bei dieser politischen Annäherung spielt seine Ehefrau, Emma von der Normandie. Emma, die zuvor mit Äthelred II. verheiratet gewesen ist, verfügt über enge Verbindungen zu Adel und Kirche. Ihre Stellung verleiht Knuts Herrschaft zusätzliche Legitimität und Kontinuität. Wie sehr diese Politik auf Ausgleich und königliche Großzügigkeit zielte, betont das "Encomium Emmae Reginae", eine Chronik, die Emma bei einem Mönch in Flandern in Auftrag gibt. Das Werk zeichnet das Bild eines erfolgreichen und weisen Herrschers, der durch Klugheit, Freigebigkeit und politische Umsicht überzeugt - während sie seine Missetaten verschweigt. Mit der Geburt ihres Sohnes Hartheknut sichert Emma schließlich auch die dynastische Zukunft - zumindest vorläufig. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Als Knut der Große 1035 stirbt, entbrennt ein Erbstreit. Sowohl seine Frau Emma als auch seine frühere Partnerin Älfgifu wollen ihre Söhne auf den Thron bringen. Die Macht soll geteilt werden: Älfgifus Sohn Harald erhält die Gebiete nördlich der Themse. Emmas Sohn Hartheknut soll südlich des Flusses regieren. Da Hartheknut in Dänemark ist, kann er nicht verhindern, dass sich sein Stiefbruder Harald ganz England einverleibt. Emma muss handeln. Sie streut Gerüchte, dass Haralds Mutter in Wahrheit nicht Älfgifu sei, sondern eine Dienerin. Zusätzlich kontaktiert sie ihre beiden Söhne in der Normandie, Edward und Alfred Ätheling, die aus erster Ehe mit König Äthelred stammen. Auch sie sind waschechte Prinzen und haben als solche einen Anspruch auf den Thron. Doch der Schachzug ist riskant. Edward und Alfred nehmen das Risiko dennoch auf sich. Sie sind Prinzen im Exil und warten nur auf eine Gelegenheit, die Macht zu ergreifen. 1036 setzen sie nach England über. Während Edward den Versuch vorzeitig abbricht, erreicht Alfred die Küste von Dover. Er will sich auf den Weg zu seiner Mutter machen, gerät jedoch in Gefangenschaft, wird geblendet und stirbt. Emma bleibt allein zurück. Hartheknut ist in Dänemark gebunden und kann ihr nicht zu Hilfe kommen. Sie sieht also keinen anderen Ausweg, als ins Exil nach Flandern zu gehen und dort ihre Rache vorzubereiten. Schon bald nehmen ihre Pläne Gestalt an. Hartheknut macht sich mit einer Armada auf den Weg nach England, um für seine Mutter die englische Krone zurückzugewinnen. Doch das Schicksal nimmt ihm die Arbeit ab: Harald I. stirbt, gerade einmal 24-jährig, noch bevor Hartheknuts Schiffe England erreichen. Hartheknut wird König von England, und Emma, die zweifache Queen, wird Königinmutter. Ihr Glück ist jedoch nicht von langer Dauer. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
1642 führt König Charles I. England in einen blutigen Bürgerkrieg - ein Konflikt um Macht, Religion und Autorität, der auf dem Schafott endet. Wer war der Monarch, und was führte zu seinem Fall? Charles I. sieht sich als Herrscher von Gottes Gnaden - kompromisslos und überzeugt von seiner Autorität. Sein Machtanspruch stößt auf Widerstand im Parlament. Die Folge: ein erbitterter Konflikt, der England spaltet und Staat und Kirche erschüttert. Es sind die dramatischen Jahre zwischen 1642 und 1649, in denen sich zwischen der Krone und dem Parlament ein erbitterter Streit um die politische Ordnung des Reiches entfaltet. Der Hauptkonflikt: Soll die königliche Autorität über allem stehen? Darf der König ohne Zustimmung des Parlaments regieren und Steuern erheben? Aus diesen Fragen erwächst der Englische Bürgerkrieg, der das Land spaltet. Auf der einen Seite die Royalisten, dem König treu ergeben. Auf der anderen Seite die Parlamentarier. Sie wollen die Macht des Königs einschränken und kämpfen für eine neue politische Ordnung, die ihnen mehr Rechte einräumt. Doch nicht nur Macht und Politik treiben die Fronten auseinander, auch die Religion spielt eine zentrale Rolle. Während Charles I. die anglikanische Kirche mit traditionellen Ritualen verteidigt, fordern Puritaner eine radikale Reform. Hinzu kommt die Angst vor katholischem Einfluss durch die Ehe des Königs mit einer französischen Prinzessin. Ein Glaubenskampf, der die politische Krise verschärft. Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.
Als Charles ?I. am 30.?Januar 1649 hingerichtet wird, endet nicht nur seine Herrschaft - es beginnt eine neue politische Ära. Wie stabil ist sie, und welche Rolle spielt Oliver Cromwell? Oliver Cromwell kämpft im Englischen Bürgerkrieg auf Seiten der Parlamentarier für die Absetzung des Königs. Schnell steigt er auf und wird zur prägenden Figur der Revolution. Manche halten ihn für die treibende Kraft hinter dem Todesurteil gegen Charles I. Oliver Cromwell beginnt als unbedeutender Parlamentsabgeordneter und wird zur Schlüsselfigur einer Revolution. In den Wirren des Englischen Bürgerkriegs steigt er vom militärischen Außenseiter zum Kommandeur der "New Model Army" auf - einer Streitmacht, die den Royalisten entscheidend überlegen ist. Nach dem Sieg des Parlaments weigert sich Charles?I., seine Auffassung vom Gottesgnadentum aufzugeben. Sein Versuch, einen zweiten Krieg zu entfachen, macht ihn zum "öffentlichen Feind". Cromwell ist überzeugt: Solange der König lebt, wird es keinen Frieden geben. Er unterstützt die "Pride's Purge", durch die gemäßigte Abgeordnete aus dem Parlament entfernt werden, und schafft damit die Mehrheit für ein beispielloses Urteil: Das Hochverratsverfahren gegen den König endet mit dem Todesurteil - ein historischer Bruch, der die Monarchie erschüttert. Nach Charles' Tod wird das Commonwealth ausgerufen. Cromwell greift nach der Macht und wird 1653 Lord Protector des neuen Staates - ein Versuch, Ordnung zu schaffen, ohne die Krone zurückzubringen. Doch nach seinem Tod im Jahr 1658 gerät das neue System ins Wanken. Seinem Nachfolger Richard Cromwell fehlt die Unterstützung der Armee; das Protektorat zerfällt. 1660 kehrt Charles II., Sohn des hingerichteten Herrschers, aus dem Exil nach England zurück. Bedeutet dies die Rückkehr zum Absolutismus? Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.
Persepolis: eine antike Metropole, die zum Mythos wird. Im 6. Jahrhundert vor Christus beginnt der König des Perserreiches, Dareios I., mit dem Bau dieser Königsstadt im heutigen Iran. Dareios entwirft majestätische Paläste. Eine ausgeklügelte Bewässerung macht die Umgebung von Persepolis zu einer fruchtbaren Oase - ein Wunder der antiken Welt. Wie konnte Alexander der Große eine so mächtige Stadt zu Fall bringen? Um seine Macht zu festigen und sein riesiges Reich zu beherrschen, lässt Dareios eine Reihe majestätischer Paläste auf einer künstlich angelegten Terrasse bauen. Es ist ein gigantisches Bauwerk, eine der größten Stätten der Antike. Für die Bewässerung der Felder und Obstgärten rund um den Palastkomplex entwickeln die Stadtplaner eines der fortschrittlichsten Wassersysteme der antiken Welt. Ein mehr als 15 Kilometer langes Rohrleitungssystem bringt Wasser aus den Bergen in die Stadt. Persepolis wird zum grünen Paradies inmitten des trockenen Hochlandes. Heute lassen archäologische Ausgrabungen eine Stadt erahnen, die größer ist, als man sich jemals vorgestellt hat. Was sagen jüngste Funde über die wahre Rolle der Stadt aus? Warum wurden Jahrhunderte architektonischer Genialität innerhalb von wenigen Stunden zerstört? Troja, Karthago und Persepolis: drei antike Metropolen, mythisch beladen und voller Legenden. Wie kam es zu ihrem Untergang? Welche Geheimnisse können Archäologen noch heute ihren Ruinen entlocken?
Rom: Gebaut auf sieben Hügeln, entwickelt sich die Stadt schnell zur führenden Metropole in der Antike. Viele kulturelle und architektonische Einflüsse prägen das Stadtbild bis heute. Die Ingenieure Roms sind geniale Erfinder und Problemlöser. Sie planen die moderne Stadt der Antike, erschaffen beeindruckende Bauwerke wie Aquädukte, Straßen und Wasserleitsysteme. Und sie entwickeln einen neuen, zukunftsweisenden Baustoff - römischen Beton. Antike Gebäude aus der Römerzeit scheinen für die Ewigkeit gebaut zu sein. Viele der imposanten Bauwerke stehen seit etwa 2000 Jahren an Ort und Stelle: das Pantheon mit seiner majestätischen Kuppel, Kaiser Neros prunkvoller Palast oder das Kolosseum, das größte Amphitheater des Römisches Reiches. Bis heute gelten diese Bauten als Meisterwerke der Ingenieurskunst. Für die lange Haltbarkeit der Gebäude sorgt unter anderem die Verwendung eines neuen Baustoffs: Beton. Er ermöglicht neue Lösungen in der Architektur. Heute nutzen internationale Expertinnen und Experten moderne Untersuchungsmethoden, um die Geheimnisse der römischen Baumeister zu entschlüsseln. Rom, Athen, Alexandria und Tikal: vier antike Metropolen, deren Ruf Legende ist. Sie alle sind einst Zentren der Macht. Davon zeugen noch heute viele eindrucksvolle Bauwerke. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt Forschende auf den Spuren genialer Architekten und Baumeister.
Julius Cäsar macht Gallien zur Bühne seines Aufstiegs. Seine Feldzüge verändern Rom und Europa und mit ihnen Handel, Warenströme und Macht. Cäsars Krieg gegen Gallien bringt ihm Einfluss und Reichtum. Die Eroberungen verändern den Handel im Römischen Reich. Auf dem Höhepunkt seines Aufstiegs begegnet der Feldherr Kleopatra. Doch sein Ehrgeiz wird ihm zum Verhängnis. Im 1. Jahrhundert vor Christus steht Rom vor einer Zeitenwende. Die Republik dehnt ihren Einfluss immer weiter aus, Handel und Eroberung gehen Hand in Hand. Im Mittelpunkt der Veränderungen steht Julius Cäsar. Mit seinem Feldzug gegen Gallien verfolgt er nicht nur militärische Ziele: Er bringt ihm Reichtum, Einfluss und legt den Grundstein für seinen politischen Aufstieg. Die Dokumentation erzählt diese Epoche auch aus der Perspektive des fiktiven Händlers Lucius Aulus Mercator. Auf seinen Reisen durch das Römische Reich zeigt sich, wie Kaufleute von neuen Handelswegen und Absatzmärkten profitieren und wie eng wirtschaftliche Interessen und militärische Expansion miteinander verbunden sind. So entsteht das Bild eines Reiches, dessen Aufstieg nicht allein auf seinen Legionen beruht, sondern ebenso auf Handel, Warenströmen und wirtschaftlicher Macht. Doch mit der Ausweitung der Eroberungen wächst der Widerstand gegen Cäsar. Unter Vercingetorix schließen sich zahlreiche keltische Stämme zusammen und stellen sich den römischen Legionen entgegen. Die Entscheidung fällt bei Alesia. Mit einem gewaltigen Belagerungsring zwingt Cäsar seine Gegner zur Aufgabe und sichert Rom die Kontrolle über Gallien, seine Ressourcen und Handelswege. Auf dem Höhepunkt seiner Macht reist Cäsar nach Ägypten. Dort begegnet er Kleopatra, die um den ägyptischen Thron kämpft. Aus politischem Kalkül wird eine enge Allianz. Doch mit Cäsars Dominanz wächst die Zahl seiner Gegner in Rom. Seine Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit weckt die Angst vor der Wiedereinführung der Monarchie und führt schließlich zu seinem gewaltsamen Ende. Erzählt wird die Geschichte einer Welt im Umbruch. Die Erlebnisse eines reisenden Händlers zeigen, wie Handel, Eroberung und Machtpolitik den Aufstieg Roms prägen. Das Römische Reich aus neuer Perspektive: Menschen im Schatten der Mächtigen erzählen von Handel und Eroberung, von Intrigen und Gladiatorenspielen bis hin zu Terror und Gewalt.
Im 1. Jahrhundert beherrscht Rom den Mittelmeerraum. Kaiser Nero inszeniert sich als göttliches Genie. Doch seine Herrschaft gerät ins Wanken: Eine Kriegerin fordert das Imperium heraus. Der Aufstand der keltischen Königin Boudicca erschüttert Roms Herrschaft in Britannien. Gleichzeitig wächst im Senat der Wiederstand gegen Nero, dessen Selbstinszenierung und Angst vor Verschwörungen immer größere Ausmaße annehmen. Im 1. Jahrhundert nach Christus ist das Römische Reich eine Weltmacht. Kaiser Nero will nicht nur herrschen, sondern auch als genialer Künstler und Visionär bewundert werden. Mit aufwendigen Auftritten und prunkvollen Bauprojekten setzt er sich selbst in Szene. Doch hinter der glänzenden Fassade wachsen Konflikte und Widerstand. Die Dokumentation begleitet den fiktiven Senator Helvidius Priscus, der die politischen Entwicklungen am Kaiserhof aus nächster Nähe erlebt. Er erzählt, wie Neros Herrschaft zunehmend von Misstrauen, Intrigen und dem Ringen um Einfluss geprägt wird. Im Senat wächst die Kritik am Kaiser. Gleichzeitig gerät die römische Herrschaft an den Grenzen des Imperiums unter Druck. In Britannien führt die keltische Königin Boudicca einen massiven Aufstand gegen die römische Besatzung. Die Krieger zerstören strategisch wichtige Städte wie Camulodunum , Londinium und Verulamium , bevor die Legionen den Aufstand schließlich niederschlagen. Nach dem verheerenden Brand Roms im Jahr 64 lässt Nero die Domus Aurea errichten, einen Palast von beispielloser Größe. Das monumentale Bauprojekt wird zum Symbol seines Machtanspruchs und seiner Verschwendungssucht. Die Schuld an der Brandkatastrophe schiebt der Kaiser den Christen zu und verfolgt sie mit großer Härte. Die Unzufriedenheit mit seiner Herrschaft wächst. Erzählt wird die Geschichte von Kaiser Nero, dessen Ehrgeiz und Machtstreben ihn schließlich zu Fall bringen. Aus der Perspektive des Senators Helvidius Priscus verbindet sie die Ereignisse am Hof mit den dramatischen Entwicklungen im Römischen Reich. Das Römische Reich aus neuer Perspektive: Menschen im Schatten der Mächtigen erzählen von Handel und Eroberung, von Intrigen und Gladiatorenspielen bis hin zu Terror und Gewalt.
Kaiser Commodus herrscht Ende des 2. Jahrhunderts über das Römische Reich. Doch der Kaiser sucht nicht nur Ruhm im Palast. In der Arena tritt er als unbesiegbarer Gladiator auf. Im Kolosseum kämpfen die Gladiatoren ums Überleben. Commodus inszeniert sich selbst als Kämpfer, während am Kaiserhof Intrigen wachsen und seine Schwester Lucilla eine Verschwörung gegen ihn schmiedet. Im 2. Jahrhundert hat das Römische Reich seine größte Ausdehnung. An der Nordgrenze kämpfen die Legionen unter Kaiser Marc Aurel in den Markomannenkriegen gegen germanische Stämme. Der jahrelange Konflikt fordert viele Opfer. Tausende Gefangene werden nach Rom gebracht. Nach dem Tod Marc Aurels wird sein Sohn Commodus Kaiser. Anders als sein Vorgänger sucht er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Er stellt sich als neuer Herkules dar und präsentiert sich als unbezwingbarer Herrscher. Er tritt sogar im Kolosseum als Gladiator auf und macht die Arena zur Bühne seiner Macht. Der Film erzählt von dieser Zeit aus der Sicht des fiktiven germanischen Kriegsgefangenen Vidar. Nach seiner Gefangennahme wird er als Sklave nach Rom gebracht und zum Gladiator ausgebildet. Er erlebt den harten Alltag in der Arena, geprägt von entbehrungsreichem Training, blutigen Wettkämpfen und der Hoffnung auf Ruhm. Doch selbst erfolgreiche Gladiatoren bestimmen kaum über ihr Leben. Ihr Schicksal hängt vom Publikum und vom Willen des Kaisers ab. Gleichzeitig zeigt die Dokumentation einen Kaiser, der bewusst mit römischen Konventionen bricht. Commodus nutzt die Gladiatorenspiele nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur politischen Inszenierung. Indem er selbst in die Arena steigt, stellt er die gesellschaftliche Ordnung infrage. Was viele Römer als unehrenhaft betrachten, wird unter Commodus zum Zeichen kaiserlicher Macht. Das Römische Reich aus neuer Perspektive: Menschen im Schatten der Mächtigen erzählen von Handel und Eroberung, von Intrigen und Gladiatorenspielen bis hin zu Terror und Gewalt.
Im 3. Jahrhundert stützt Kaiser Caracalla seine Macht auf die Prätorianergarde. Doch die Elitetruppe, die ihn schützen soll, wird selbst zum Machtfaktor und zur tödlichen Gefahr. Die Prätorianergarde ist weit mehr als die Leibwache des Kaisers. Sie schützt den Herrscher, beeinflusst die Politik in Rom und kann über Aufstieg und Sturz eines Kaisers entscheiden. Unter Caracalla wird aus Loyalität ein gefährliches Spiel um Macht und Verrat. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts verändert sich die Machtstruktur im Römischen Reich. Das Vertrauen zwischen Kaiser und Senat schwindet. Gleichzeitig gewinnt das Militär immer mehr an Einfluss. Die Armee wird zunehmend zum "Kaisermacher". Nach der Ermordung seines Bruders Geta regiert Caracalla allein. Seine Herrschaft stützt er vor allem auf das Heer und die Prätorianergarde. Um die Loyalität der Soldaten zu sichern, erhöht er ihren Sold und stärkt ihr Ansehen. Die Dokumentation erzählt über diese Zeit aus Sicht des fiktiven germanischen Prätorianers Drusus. Als Mitglied der kaiserlichen Leibgarde erlebt er den Alltag einer Truppe mit großer Macht. Die Prätorianer schützen den Kaiser, begleiten ihn auf Reisen und Feldzügen und verfügen über erheblichen politischen Einfluss. Ihre Loyalität kann eine Herrschaft sichern, ihr Verrat einen Kaiser zu Fall bringen. Caracalla sucht die Nähe zum Militär und regiert mit großer Härte. Zugleich setzt er weitreichende politische Zeichen. 212 unterzeichnet er die Constitutio Antoniniana. Ein Erlass, der allen freien Einwohnern des Imperiums das römische Bürgerrecht verleiht. Monumentale Bauprojekte wie die Caracalla-Thermen demonstrieren seinen Herrschaftsanspruch und sollen seinen Ruhm mehren. Doch hinter dem kaiserlichen Glanz wachsen Misstrauen und Gewalt. Intrigen und Rivalitäten prägen das Leben am Hof. In Alexandria lässt Caracalla nach Spott über seine Person ein blutiges Massaker verüben. Seine Herrschaft zeigt, wie schnell Loyalität in Angst und Gewalt umschlagen kann. Denn am Ende wird ausgerechnet das Militär zur größten Gefahr für den Kaiser. Caracalla fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Und der Einfluss der Armee auf die Politik ist größer denn je. Der Film verbindet die Geschichte eines fiktiven germanischen Prätorianers mit dem Porträt eines widersprüchlichen Kaisers. Eine Zeit, in der Loyalität und Verrat, Reformen und Terror die Zukunft des Imperiums bestimmen. Das Römische Reich aus neuer Perspektive: Menschen im Schatten der Mächtigen erzählen von Handel und Eroberung, von Intrigen und Gladiatorenspielen bis hin zu Terror und Gewalt.
Wie sah die Lebensrealität eines römischen Legionärs aus? Archäologische Funde und Analysen zeichnen ein authentisches Bild vom Dienst in der Legion - jenseits aller Legenden. Vom harten körperlichen Training bis zum intensiven Umgang mit Waffen: Die ersten Dienstjahre als Legionär verlangten viel Disziplin. Der Dienst bot aber auch ein regelmäßiges Einkommen und Verpflegung. Und eine umfassende Ausbildung. Neben der Möglichkeit zum sozialen Aufstieg bot die Legion eine Ausbildung, die weit über das rein Militärische hinausging: Die jungen Legionäre lernten auch handwerkliche und organisatorische Fähigkeiten, die ihnen nach ihrer Dienstzeit nützlich waren. Was es bedeutete, Teil der mächtigen römischen Armee zu sein, zeigen die Filme am Beispiel von zwei Schauplätzen: Lugdunum und dem Kastell Vindolanda am Hadrianswall. Historische Fundstücke wie die Vindolanda-Tafeln geben intime Einblicke in offizielle und private Nachrichten und offenbaren die persönliche Seite des Soldatenlebens: Freundschaften, die Pflege kleiner Haustiere und sogar geheime Liebschaften, die trotz des Zölibats gepflegt wurden. Der Zweiteiler "Legionäre - Kämpfer für Rom" zeigt anhand von archäologischen Funden und lebendigen Reenactments die harte Ausbildung und das wahre Leben der römischen Soldaten abseits des Kriegermythos.
Wie sah der Alltag eines römischen Soldaten aus? Abseits vom Ruhm, mit dem Rom seine Soldaten schmückte, war das Leben von harter Arbeit und strengen Regeln geprägt. Die Legionäre genossen die Vorteile der regelmäßigen Verpflegung, der finanziellen Sicherheit und des Schutzes der Lagerstrukturen. Zu den täglichen Aufgaben gehörten die Pflege der Waffen, die Instandhaltung des Lagers bis hin zu Kontrollgängen. Der Zweiteiler "Legionäre - Kämpfer für Rom" zeigt anhand von archäologischen Funden und lebendigen Reenactments die harte Ausbildung und das wahre Leben der römischen Soldaten abseits des Kriegermythos.
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Ägyptens Bestattungsrituale geben bis heute Rätsel auf. Besonders die Mumien. Wer waren die Verstorbenen? Warum wurden sie mumifiziert - und mit welchen Rezepturen? Modernste Technologie soll Antworten liefern: CT-Scans, Analysen und Detektivarbeit im Labor. Interdisziplinäre Teams aus Radiologen, Archäologen und Ägyptologen begeben sich gemeinsam auf Spurensuche. Im Jahr 2019 wird in der Nekropole Sakkara das über 4000 Jahre alte Grab des hohen Würdenträgers Chuwi aus der fünften Dynastie entdeckt. Ein Fund von historischer Tragweite. In der Grabkammer findet ein Team von Archäologen leuchtend farbige Wandmalereien, die die Jahrtausende nahezu unversehrt überdauert haben. Von der Mumie selbst sind nur noch wenige Überreste erhalten, denn das Grab wurde schon vor langer Zeit geplündert. Die Entdeckung liefert einen entscheidenden Beweis: Die Kunst der Mumifizierung war nicht allein den Pharaonen vorbehalten. Doch wie gingen die Priester und Balsamierer vor? Jüngste Analysen enthüllen eine hoch entwickelte Technik: Kostbare Leinentücher, seltene Harze und wertvolle Salben wurden verwendet. Mithilfe modernster medizinischer Scanner und experimenteller Archäologie rekonstruieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die einzelnen Schritte des 70 Tage dauernden Einbalsamierungsprozesses. Mit jedem neuen Mumienfund wächst das Wissen um die geheimnisvollen Rituale der alten Ägypter. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
2016 sorgt ein Sensationsfund in Sakkara für Aufsehen: In 13 Metern Tiefe entdecken Archäologen eine Mumifizierungswerkstatt. Kann der Fund mehr über die Praxis der Balsamierung verraten? Die Mumifizierung mit Salben und Tinkturen sollte den Verstorbenen das Weiterleben im Jenseits sichern. Grabbeigaben und kunstvolle Malereien auf Sarkophagen und in den Grabkammern sollten sie schützen auf der Reise ins Reich des Gottes Osiris. Für die alten Ägypter war die Mumifizierung mehr als ein technischer Vorgang - sie war ein spirituelles Ritual. Heute ermöglicht modernste Technik einen nie da gewesenen Blick hinter die Kulissen der jahrtausendealten Praxis. In der freigelegten Balsamierungswerkstatt finden Archäologen zahlreiche Tongefäße - die meisten leer. Doch mithilfe chromatographischer Analysen können winzige Rückstände der Substanzen identifiziert werden. Die Ergebnisse sind verblüffend: Viele der verwendeten Mittel mussten von weither nach Ägypten importiert werden. Es muss ein weit verzweigtes Handelsnetz gegeben haben, das nicht nur den gesamten Mittelmeerraum umfasste, sondern sogar bis nach Südostasien reichte. Ein weiterer Meilenstein: Ein CT-Scanner mit photonenzählenden Detektoren erlaubt erstmals, Objekte im Inneren einer Mumie sichtbar zu machen - und sogar Hieroglyphen darauf zu entziffern. Die Mumie selbst bleibt dabei unversehrt. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Die Faszination für das alte Ägypten lebt weiter. Bahnbrechende Entdeckungen und modernste Technik eröffnen der Forschung neue Perspektiven und liefern überraschende Erkenntnisse. Als Forscher in Kairo die Mumien der Pharaonen per CT-Scan durchleuchten, stoßen sie auf eine sensationelle Entdeckung: Die Bilder verraten die Todesursache von König Ramses III. Damit lösen sie ein jahrtausendealtes Rätsel um den Tod des mächtigen Herrschers. Der Wunsch nach Unsterblichkeit und nach Leben jenseits des Todes prägt die Kultur des alten Ägypten. Um den vertrauten Lebensstandard auch im Jenseits zu bewahren, halten die Ägypter ihren Besitz und ihre Gewohnheiten detailreich auf Wandmalereien ihrer Grabkammern fest - begleitet vom Namen des Verstorbenen, der so oft wie möglich verewigt wird. Für Ägyptologen und Ägyptologinnen bedeutet die Entzifferung dieser Hieroglyphen bis heute eine gewaltige Herausforderung. Doch nicht nur Menschen wurden mumifiziert. In der Totenstadt Sakkara fanden Forschende zahllose Tiermumien. Haustiere, die ihre Besitzer ins Totenreich begleiten sollten. Und heilige Tiere, die als Symbole göttlicher Macht galten. Ein exotisches Exemplar bewahrt das Kunstmuseum im französischen Aix-en-Provence auf: einen mumifizierten Waran. Die Faszination für das alte Ägypten erfasste in vergangenen Jahrhunderten auch Europa. Immer wieder kam es zu Wellen der "Ägyptomanie", die Raubplünderungen und den skrupellosen Handel mit Artefakten nach sich zogen. Reisende nahmen Souvenirs mit - auch Mumienteile. Heute steht eine Frage im Vordergrund: Wie lässt sich die Vergangenheit erforschen und zugleich ein ethisch verantwortungsvoller Umgang mit menschlichen Überresten in Museen gewährleisten? Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Sie sind die bekanntesten Grabmäler der Welt: die Pyramiden in Ägypten. Einst erbaut für mächtige Pharaonen, wurden sie über die Jahrtausende geplündert und von späteren Herrschern zerstört. Auf der Hochebene von Gizeh reihen sich die Cheops-, die Chephren- und die Menkaure-Pyramide in einer perfekten Linie aneinander. Sie sind das einzige erhaltene Weltwunder der Antike. Internationale Archäologen versuchen, ihre letzten Geheimnisse zu entschlüsseln.
Sie ist weniger bekannt als die großen Pyramiden Ägyptens, aber dafür umso geheimnisvoller: die Meidum-Pyramide. Lange hielten Wissenschaftler das imposante Monument für einen Sonnentempel. Ausgrabungen in der Nekropole Meidum beweisen jedoch, dass es sich um eine echte Pyramide handelt. Und zwar um eine ganz besondere: Es sind zwei Pyramiden in einer. An ihr können Archäologen die Entwicklung von den Stufenpyramiden zu echten Pyramiden nachvollziehen. Die Dokumentation ist eine Zeitreise ins alte Ägypten und auf Baustellen schier unvorstellbarer Großprojekte - sowohl aus damaliger als auch aus heutiger Sicht. Gebaut für die Ewigkeit von mächtigen Pharaonen im ägyptischen Alten Reich, überstanden die bekanntesten Grabmäler der Welt Jahrtausende. Fremde Herrscher versuchten, sie zu zerstören, Grabräuber plünderten sie aus. Heute werden die Pyramiden von Archäologen und Wissenschaftlern studiert und vermessen. Werden neueste Technologien die letzten Geheimnisse lüften?
Von den sieben Weltwundern der Antike gibt es nur noch sie: die Pyramiden von Gizeh. Die älteste und größte ist die Cheopspyramide. Ein Koloss aus Stein, seit 4500 Jahren Besuchermagnet. Jedes Jahr kommen Millionen Menschen nach Ägypten, um das geheimnisumwobene Grabmal von Pharao Cheops zu bewundern. Mit einer Seitenlänge von 230 Metern und einer Höhe von 146 Metern (heute 138 Metern) war die Pyramide lange Zeit das höchste Bauwerk der Welt. Untersucht wird die Cheopspyramide bereits seit mehreren Jahrhunderten. Trotzdem bleiben Rätsel, weiß man noch immer nicht, wie die Ägypter das riesige Monument ohne moderne Maschinen bauen konnten. Gelingt es Forschern nun, mithilfe neuester Technologien das Geheimnis des Bauwerks zu entschlüsseln?
Im Januar 2014 wird im ägyptischen Abydos eine durchwühlte Krypta mit einer zerlegten Mumie entdeckt. Den kostbaren Wandmalereien zufolge muss es sich um das Grab eines Pharao handeln. Der Name des Bestatteten ist Senebkai - doch weder er noch seine Dynastie oder überhaupt irgendein Pharao sind für den Zeitraum seines Begräbnisses überliefert. Wurde dieser altägyptische Herrscher aus der offiziellen Geschichte des alten Ägypten getilgt? Wer war Senebkai, und warum taucht er in keinem historischen Dokument auf? Auch auf der "Turiner Königsliste", einem altägyptischen Papyrus mit den Namen von Pharaonen, steht der Name nicht. Aber ein anderer Name wird genannt - ein Herrscher einer unbekannten Dynastie mit Sitz in Abydos. Könnte es sich dabei um Senebkai handeln? Die Entdeckung des Pharaonengrabs bestätigt diese Theorie. Forscher und Forscherinnen finden heraus: Senebkai regierte in einer chaotischen Zeit. Ägypten war tief gespalten, und der Pharao hatte viele Feinde. Der forensischen Untersuchung zufolge starb der König an einer schweren Schädelverletzung. Die Art der Wunde und die vom Feind vermutlich benutzte Waffe deuten darauf hin, dass Senebkai auf eine besondere Weise hingerichtet wurde, die Herrschern vorbehalten war. Möglicherweise führte der König einen Bürgerkrieg an. Ein rivalisierender Pharao aus Theben versetzte ihm möglicherweise den tödlichen Schlag. Doch warum wurde Senebkai aus der Geschichtsschreibung gelöscht, und wie konnte seine gesamte Dynastie in Vergessenheit geraten? Ein Team aus internationalen Ägyptologen und Forensikern begibt sich auf die Suche nach Antworten. Was hat es mit der sagenhaften versunkenen Stadt Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.