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ZDFinfo Mo. 09.11.
Doku
Die Caracalla-Thermen in Rom zählen zu den größten Badeanlagen der römischen Antike. ZDF/© INDIGENES Productions-
Kaiser Caracalla stützt seine Herrschaft vor allem auf das Militär. ZDF/© INDIGENES Productions-
Mit der Constitutio Antoniniana verleiht Caracalla im Jahr 212 nach Christus freien Einwohnern des Imperiums das römische Bürgerrecht. ZDF/© INDIGENES Productions-
Die Elitetruppe der Prätorianer ist die Leibgarde des Kaisers. ZDF/© INDIGENES Productions-

Rom - Im Schatten des Imperiums

Caracallas Garde

  • F 2025
  • 45'
Geschichte

Inhalt

Im 3. Jahrhundert stützt Kaiser Caracalla seine Macht auf die Prätorianergarde. Doch die Elitetruppe, die ihn schützen soll, wird selbst zum Machtfaktor und zur tödlichen Gefahr. Die Prätorianergarde ist weit mehr als die Leibwache des Kaisers. Sie schützt den Herrscher, beeinflusst die Politik in Rom und kann über Aufstieg und Sturz eines Kaisers entscheiden. Unter Caracalla wird aus Loyalität ein gefährliches Spiel um Macht und Verrat. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts verändert sich die Machtstruktur im Römischen Reich. Das Vertrauen zwischen Kaiser und Senat schwindet. Gleichzeitig gewinnt das Militär immer mehr an Einfluss. Die Armee wird zunehmend zum "Kaisermacher". Nach der Ermordung seines Bruders Geta regiert Caracalla allein. Seine Herrschaft stützt er vor allem auf das Heer und die Prätorianergarde. Um die Loyalität der Soldaten zu sichern, erhöht er ihren Sold und stärkt ihr Ansehen. Die Dokumentation erzählt über diese Zeit aus Sicht des fiktiven germanischen Prätorianers Drusus. Als Mitglied der kaiserlichen Leibgarde erlebt er den Alltag einer Truppe mit großer Macht. Die Prätorianer schützen den Kaiser, begleiten ihn auf Reisen und Feldzügen und verfügen über erheblichen politischen Einfluss. Ihre Loyalität kann eine Herrschaft sichern, ihr Verrat einen Kaiser zu Fall bringen. Caracalla sucht die Nähe zum Militär und regiert mit großer Härte. Zugleich setzt er weitreichende politische Zeichen. 212 unterzeichnet er die Constitutio Antoniniana. Ein Erlass, der allen freien Einwohnern des Imperiums das römische Bürgerrecht verleiht. Monumentale Bauprojekte wie die Caracalla-Thermen demonstrieren seinen Herrschaftsanspruch und sollen seinen Ruhm mehren. Doch hinter dem kaiserlichen Glanz wachsen Misstrauen und Gewalt. Intrigen und Rivalitäten prägen das Leben am Hof. In Alexandria lässt Caracalla nach Spott über seine Person ein blutiges Massaker verüben. Seine Herrschaft zeigt, wie schnell Loyalität in Angst und Gewalt umschlagen kann. Denn am Ende wird ausgerechnet das Militär zur größten Gefahr für den Kaiser. Caracalla fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Und der Einfluss der Armee auf die Politik ist größer denn je. Der Film verbindet die Geschichte eines fiktiven germanischen Prätorianers mit dem Porträt eines widersprüchlichen Kaisers. Eine Zeit, in der Loyalität und Verrat, Reformen und Terror die Zukunft des Imperiums bestimmen. Das Römische Reich aus neuer Perspektive: Menschen im Schatten der Mächtigen erzählen von Handel und Eroberung, von Intrigen und Gladiatorenspielen bis hin zu Terror und Gewalt.

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