(1): Seamus Heaney, der Dichter, der sich Ulster annahm
(2): Als die Seidenstraße durch Korsika führte
(3): Mongolei: Tsagaans gegrillter Hammel
(4): Lima: Alle auf dem Balkon
(1): Irland: Colm Tóibíns Geschichten über Liebe und Identität
(2): Marseille: Das Leben ist schöner
(3): Albanien: Amalias frittierte Hefekrapfen
(4): Deutschland: Jazz und Propaganda
Als Mircos Eltern morgens nach ihrem Sohn schauen, ist er nicht da. Offenbar ist er vom Sport am Vorabend nicht nach Hause gekommen. Die alarmierte Polizei beginnt mit der Suche nach dem Jungen. Spätestens als seine Kleidungsstücke weit verstreut aufgefunden werden, droht aus der Befürchtung, dass er tot ist, Gewissheit zu werden.
Der Leiter der eingesetzten Sonderkommission, Ingo Thiel, verspricht der Familie, dass er das Kind zurückbringen wird. Eine langwierige und zermürbende Suche beginnt, bei der die Soko jede Spur und jeden Hinweis aus der Bevölkerung verfolgt, mit Tornados der Luftwaffe das Terrain scannt, Tausende Kombis auf mögliche Tatspuren untersucht.
Immer mit Unterstützung der Familie des Opfers, die bei aller Verzweiflung in ihrem tiefen Glauben an Gott Halt findet. Dann, als schon kaum jemand mehr an einen Fahndungserfolg glaubt und bereits laut über die Auflösung der Soko nachgedacht wird, fügen sich verschiedene Beweisstücke zusammen und der Täter kann gefasst werden. Er führt die Polizei zur Leiche des Kindes. Endlich - nach über 140 Tagen - kann Ingo Thiel sein Versprechen gegenüber der Familie einlösen.
Der Film "Ein Kind wird gesucht" basiert auf wahren Begebenheiten. Er zeigt, was sonst eher selten der Fall ist, die mühselige und oft frustrierende Ermittlungsarbeit der Polizei.
Mit Heino Ferch, Silke Bodenbender, Johann von Bülow
Vom Menschen unberührte Gebiete schwinden Tag für Tag. In Neuseeland jedoch gibt es noch Primärwälder: Uralte Bäume erhalten diese einzigartigen Ökosysteme seit Jahrtausenden am Leben. So majestätisch und widerstandsfähig diese Riesen auch wirken - sie sind heute Bedrohungen ausgesetzt, die sie schwächen: Invasive Arten, Parasiten und Waldfragmentierung lassen ihre Zukunft düster erscheinen. Wissenschaftlerinnen und Waldhüter setzen sich unermüdlich für den Schutz und die Wiederbelebung dieser ebenso beeindruckenden wie fragilen Wälder ein.
Berge, Gletscher und die weiten Ebenen Neuseelands erinnern vielerorts an Nordamerika oder Europa. Beim zweiten Blick jedoch zeigt sich, dass die Tier- und Pflanzenwelt dieser Inseln am Ende der Welt erstaunlich anders sind und extrem Skurriles zu bieten haben. So brüten dort Pinguine im Wald, und Urzeitechsen jagen ihren eigenen Nachwuchs.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Zu viele Tiere im Zoo - Wie geht moderner Artenschutz?
D 2026
35'
2025 wurden im Tiergarten Nürnberg zwölf gesunde Paviane getötet - aus Platzmangel. Eine Empörungswelle und Proteste waren die Folge. Aus Sicht der Verantwortlichen war diese Tötung der überzähligen Tiere notwendig zur Gesunderhaltung der Paviangruppe. Zuchtprogramme in Zoos dienen außerdem dazu, gefährdete Tierarten zu erhalten - doch der Platz in Tierparks ist begrenzt.
Weltweit schmelzen Gletscher so rasant wie nie. Bis 2050 wird ein Drittel der Welterbe-Gletscher verschwunden sein - mit dramatischen Folgen: Zwei Milliarden Menschen droht Wasserknappheit, Gebirge werden instabil, der Meeresspiegel steigt schneller, und das Klima gerät aus dem Gleichgewicht. Die Dokumentation begleitet Forscher, Aktivisten und Politiker. Beeindruckende Aufnahmen aus den Alpen und der Antarktis, kombiniert mit wissenschaftlichen Analysen, zeigen das Ausmaß der Krise - und die Dringlichkeit globalen Handelns.
Auf beiden Seiten der Beringstraße erleben Nikita in Ostsibirien und Martha in Nordalaska, wie ihre Welt buchstäblich zerfällt. Der seit der Mammutära beständige arktische Permafrostboden taut auf, und die Schmelze bedroht nicht nur das Zuhause und die Lebensgrundlagen von Nikita und Martha, sondern den gesamten Planeten. Ambitionierte Klimaziele gerieten im Strudel weltweiter Krisen in den Hintergrund, Energiesicherheit bestimmt inzwischen die politische Agenda. In der Arktis schreiten Bohrungen unaufhaltsam voran, obwohl Wissenschaftler eindringlich warnen: Die Region erwärmt sich viermal schneller als der Rest der Welt. Der Dokumentarfilm soll als Weckruf gelten.
Am 11. Juli 1897 starten drei Männer vom Spitzbergen-Archipel in einem Wasserstoffballon Richtung Nordpol - und kehren nie wieder zurück. Erst 33 Jahre später, am 6. August 1930, stoßen Robbenfänger auf der Insel Kvitøya auf die Überreste der Expedition: Perfekt im Schnee konservierte Körper, dazu Notizen und Fotofilme mit 240 Aufnahmen, von denen 93 gerettet werden können. Was verraten diese Fotografien und Tagebücher über das Schicksal der Entdecker?
"Gestrandet im ewigen Eis" folgt den Spuren der Andrée-Expedition und ihrem rätselhaften Ende.
Die mitten in der Arktis gelegene westsibirische Halbinsel Jamal ist das Herzstück des russischen Energieimperiums. An diesem Ort befinden sich die größten Erdgasvorkommen der Welt. Aber hier verlaufen auch die Wanderrouten der Nenzen, nomadische Rentierhirten, die die Halbinsel seit mehr als 200 Generationen mit ihren Tieren durchqueren.
Wird dieses Volk eine Epoche überleben, die von der Gier nach Bodenschätzen und von Überindustrialisierung geprägt ist? Der Dokumentarfilm beleuchtet ein Spannungsfeld: Fertigstellung der Nordostpassage versus Erhalt des Lebensraums der Nenzen. Beides wird nicht möglich sein.
"Arbeit ohne Sinn" führt uns hinter die glänzenden Fassaden moderner Unternehmen und deckt die systemischen Probleme am Arbeitsplatz auf. Überflüssige Meetings, endloser Papierkram und inkompetente Vorgesetzte - wer kennt das nicht? Toxische Arbeitsplätze mit sinnlosen Anforderungen beschädigen auf Dauer die Gesundheit.
Humorvoll zeigt der Dokumentarfilm, warum wir zulassen, dass unsere Arbeitskraft in unnötigen Prozessen vergeudet wird und viele Menschen an Burnout erkranken. Diese Krankheit ist kein individuelles Problem, sondern Hinweis darauf, dass in unserer Arbeitswelt etwas fundamental nicht stimmt.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert "(Fast) die ganze Wahrheit" unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: Schauspieler und Filmproduzent Alain Delon.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.