ARTE
ARTE Mi. 04.03.
Doku
Das indigene Nomadenvolk der Nenzen zieht in sogenannten Brigaden mit seinen Rentieren Tausende Kilometer durch die Weiten der Tundra Sibiriens. ARTE
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Galina Serotetto (li.) und ihre Familie ? sie sind Teil der Brigade Nr. 1. ARTE
Energie gleich Macht: Auch der Ölkonzern Gazprom wurde vom riesigen Gasvorkommen auf der westsibirischen Halbinsel Jamal angelockt. ARTE
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Bedrohung des Lebensraums von Rentieren und Nenzen durch die Gasindustrie: Zahlreiche Weideflächen mussten bereits Gasfeldern weichen. ARTE
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Sibirien: Eine Pipeline und die letzten Nomaden

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • FIN, F 2020
  • 74'
Dokumentation Die mitten in der Arktis gelegene westsibirische Halbinsel Jamal ist das Herzstück des russischen Energieimperiums. An diesem Ort befinden sich die größten Erdgasvorkommen der Welt. Aber hier verlaufen auch die Wanderrouten der Nenzen, nomadische Rentierhirten, die die Halbinsel seit mehr als 200 Generationen mit ihren Tieren durchqueren. Wird dieses Volk eine Epoche überleben, die von der Gier nach Bodenschätzen und von Überindustrialisierung geprägt ist? Der Dokumentarfilm beleuchtet ein Spannungsfeld: Fertigstellung der Nordostpassage versus Erhalt des Lebensraums der Nenzen. Beides wird nicht möglich sein.

Inhalt

Die westsibirische Halbinsel Jamal ist das Herzstück des russischen Energieimperiums. Die riesigen Gasvorkommen wecken die Gier von Ölkonzernen wie Gazprom, Novatek, TOTAL und Chinese National Petroleum Corp. Auf Nenzisch bedeutet Jamal "Ende der Welt". Die Nenzen sind ein Nomadenvolk, das diese Region weit hinter der Polargrenze seit mehr als 200 Generationen bewohnt. Als Rentierzüchter überqueren sie die Halbinsel mit ihren Herden regelmäßig von Nord nach Süd und wieder zurück. Wassili bereitet sich ein weiteres Mal auf diese 1.500 Kilometer lange Reise vor. Doch wie lange noch? Viele Weideflächen sind inzwischen Gasfeldern gewichen. Überall werden Gaspipelines und Verkehrswege gebaut - ohne Abstimmung mit den Nenzen. Dörfer wachsen zu Städten und die neue Infrastruktur durchtrennt die Wanderrouten der Nomaden. Jamal ist der neue Zankapfel geostrategischer Interessen und Ausgangspunkt für die Nordostpassage, über die mit Flüssiggas beladene Frachter in 21 statt wie bisher 30 Tagen nach Asien gelangen sollen. Russland will sich die Bodenschätze der Arktis sichern - aber um welchen Preis? "Sibirien: Eine Pipeline und die letzten Nomaden" ist ein Polar-Western und Umweltkrimi zugleich: Auf der einen Seite stehen die Nenzen, die um ihren Lebensraum kämpfen und vielleicht zur letzten Wanderung mit ihren Rentieren aufbrechen, auf der anderen die Gasindustrie und die russischen Wissenschaftler, die die Nordostpassage vorantreiben. Wer wird gewinnen?

Sendungsinfos

Regie: Sergio Ghizzardi Stereo
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