Von der Karibik bis zum ewigen Eis: Mit rund 7.500 Kilometern sind die Anden das längste Gebirge der Welt. Es verläuft von den Tropen bis weit in die sogenannten Außertropen. In fünf Folgen entdeckt die Dokumentationsreihe diese unbeschreiblich vielfältige Welt: unberührte Natur, spannende Menschen und eine faszinierende Tierwelt; alte Kulturen, Bräuche und Mythen sowie moderne Lebenswelten der Stadt. Der grüne Kaffeestaat Kolumbien wird von gleich drei Andenketten durchzogen, während Ecuador mit Quito auf mehr als 2.800 Meter Höhe mit der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt aufwarten kann.
Puppentheater hat in den Ländern Osteuropas eine lange Tradition, auch in Litauen. Die rollende Bühne aus Panevezys tourt jeden Sommer durch entlegenste Dörfer. In diesem Jahr ist Daniel neu dabei. Anfangs nur in einer kleinen Nebenrolle besetzt, soll er schon bald beweisen, dass er mehr kann. Wird er es schaffen, Regisseur und Publikum zu begeistern?
Verborgen in schwer zugänglichen Winkeln Europas konnten letzte Urwälder überdauern, von Menschen weitgehend unberührt und kaum erforscht. Auf einer abenteuerlichen Expedition in die Albanischen Alpen analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen solchen Primärwald - und suchen nach Antworten, wie sich die Wälder Mitteleuropas künftig besser gegen den Klimawandel schützen lassen.
(1): In Armenien: Wo Wassili Grossman wieder Gefallen am Leben fand
(2): Armeniens christliche Identität
(3): In Armenien: Ein gerade noch geretteter Schatz
Löwen, Geparden, Karakale und Servale: vier charakteristische Raubkatzen Afrikas, vier bedrohte Tierarten. Angesichts bedrohlich schwindender Populationen und der Zerstörung ihrer Lebensräume organisiert sich zunehmend weltweiter Widerstand. Eine Fülle von Tierschutzinitiativen ermöglicht es heute, die Artenvielfalt dank raffinierter Methoden und in zuweilen unerwarteten Umgebungen zu bewahren.
Wildkatzen in Europa: Ein Exemplar ihrer Gattung zu Sichten war im vergangenen Jahrhundert eine wahrliche Seltenheit. Doch dank origineller Erhaltungsmaßnahmen sieht man wieder mitten in Europa Wildkatzen, die zuvor vom Aussterben bedroht waren. Aber nicht nur der Pardelluchs und die Waldkatze profitieren davon: Bei Vulkanausbrüchen werden auch Hauskatzen geschützt!
Vor 20.000 Jahren begannen Mensch und Wolf ihren gemeinsamen Weg. Durch dieses Zusammenleben sowie im Ergebnis der natürlichen Auslese veränderte sich die Morphologie der Hunde. Im Laufe der Jahrtausende entstand eine Vielzahl von Hunderassen mit sehr unterschiedlichen körperlichen Eigenschaften. Heute übt der Mensch überall Druck auf die Ökosysteme aus. Von den dadurch ausgelösten Umweltveränderungen sind auch der Marderhund, der Goldschakal und der Mähnenwolf betroffen, die auf drei verschiedenen Kontinenten beheimatet sind.
Dank ihrer Koordinationsfähigkeit sind Hütehunde zu unentbehrlichen Helfern der Viehzüchter geworden - Wildhunde mit denselben Fähigkeiten sind hingegen ihr Alptraum. Denn wenn sie im Rudel arbeiten, sind Wildhunde die effizientesten Raubtiere und können Beutetiere töten, die viel größer sind als sie selbst.
Von Afrika bis Australien gehen Menschen mit mehr oder weniger legalen Mitteln gegen Dingos, Afrikanische Wildhunde und Schabrackenschakale vor, um ihre Herden zu schützen. Ist eine Koexistenz zwischen den Raubtieren und Viehzüchtern möglich?
Julie lebt mit ihren zwei kleinen Kindern außerhalb von Paris. Dort ist es bezahlbar und ruhiger, doch jeder Arbeitstag wird zur logistischen Herausforderung: Noch im Dunkeln weckt sie die Kinder, organisiert Frühstück und Schultaschen, bringt sie zu einer älteren Nachbarin und hetzt zum Bahnhof. In der Hauptstadt arbeitet Julie in einem Luxushotel als Hausdame, das heißt sie leitet das Team der Zimmermädchen. Sie ist schnell, belastbar und zugleich unsichtbar in einem Betrieb, der reibungslos funktionieren muss, während die Gäste kommen und gehen. Julie will aus diesem Kreislauf heraus. Einst für einen anderen Beruf ausgebildet, hofft sie auf einen Neustart und bekommt endlich die Chance auf ein Vorstellungsgespräch. Doch ausgerechnet jetzt lähmt ein Streik den Nahverkehr. Züge fallen aus, Ersatzbusse sind überfüllt, Fahrtzeiten verlängern sich. Während Julie im Hotel ihre Schichten abdeckt und Konflikte mit Vorgesetzten auffängt, reißen zu Hause die Nerven: Die Kinderbetreuung gerät ins Wanken, die Bank meldet sich wegen überzogener Konten, der Ex-Mann bleibt beim Unterhalt unzuverlässig. Jede Stunde verlangt neue Improvisationen, kleine Gefälligkeiten und riskante Entscheidungen. Julie versucht, vor den Kindern die Fassade zu wahren, im Hotel Stärke zu zeigen und beim Bewerbungsgespräch die Zukunft im Auge zu behalten, obwohl ihr Sicherheitsnetz immer dünner wird. Mit jedem verpassten Anschluss und jeder geschlossenen Tür wächst der Druck, bis Alltag und Existenz nicht mehr vereinbar sind. Eric Gravel inszeniert Julies Woche mit fast dokumentarischer Nähe.
Mit Laure Calamy, Anne Suarez, Geneviève Mnich, Nolan Arizmendi, Sasha Lemaitre Cremaschi, Cyril Gueï, Lucie Gallo
Fjorde, Hochgebirge und menschenleere Strände prägen das Bild der Südinsel Neuseelands. Hier überwinden Züge spektakuläre Strecken vom Pazifischen Ozean bis zu den Südalpen. Am Lake Rotoiti forscht ein Biologe nach meterlangen Aalen, die im Gletscherwasser wie Monster aus den Tiefen emporsteigen. An der Westküste werden Rinder zwischen Regenwäldern und steilen Felswänden mit dem Jetboat durch das Arawhata-Tal getrieben. In Fiordland suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach einer alpinen Eidechse, die seit Jahrmillionen im rauen Klima überlebt hat.
Mit ihren sprudelnden Geysiren, dampfenden Seen und aktiven Feuerbergen ist die Nordinsel das vulkanische Herz Neuseelands. Der "Northern Explorer" ist der einzige Zug, der durch diese Wildnis fährt. Er verbindet Auckland mit Wellington - vorbei an Vulkanen, dampfenden Seen und Urwäldern. Auf Little Barrier Island suchen Umweltschützerinnen und Umweltschützer nach der Wetapunga, der größten Heuschrecke der Welt. Glühwürmchen bringen die Waitomo Caves zum Leuchten. In der Inselmitte rettet eine Maori-Wissenschaftlerin verschmutzte Seen mit dem uralten Wissen ihrer Vorfahrinnen und Vorfahren.
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Geopolitik einordnen und die Welt verstehen: Zusammenhänge der Globalisierung einfach erklärt anhand von Karten. Ruanda, die Demokratische Republik Kongo, Burundi, Uganda - diese Ausgabe von "Mit offenen Karten" beleuchtet die von Kriegen gezeichnete Region und ihre wertvollen natürlichen Ressourcen.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
In seinem Job hat Massimo Vacchetta schon fast alles an tierischen Patienten behandelt - vor allem Rinder. Bis die kleine Ninna das Herz des Tierarztes so sehr berührte, dass er sich fortan der Rettung einer Art verschrieb: der Igel. Die uralte Villa des "Igel-Doktors" hoch über den Weinbergen im Nordwesten Italiens ist inzwischen eine Institution. Doch wie sieht der Alltag in der Igel-Ambulanz eigentlich aus? Wer bringt die Wildtiere zu Dottore Massimo? Und können die oft schwer verletzten Patienten überhaupt wieder zurück in die Wildnis?
Macht, Glanz, persönliche Tragödie: Venedig lässt die Menschen noch heute staunen. Sein goldenes Zeitalter war das 15. Jahrhundert und sein bedeutendster Doge damals Francesco Foscari - ein Mann zwischen ambitionierter Expansion, politischer Intrige und dem Verlust des einzigen Sohnes. Ein fesselnder Blick auf den Glanz und das Elend eines konstitutionellen Herrschers.
Venedig, ein architektonisches Juwel mit rund 1.600 Jahre alter Geschichte, droht unterzugehen. Angesichts des immer rascher ansteigenden Meeresspiegels und zunehmender Überschwemmungen arbeiten Forschende verschiedenster Fachrichtungen mit Hochdruck an Lösungen zur Rettung der Stadt. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten schützt inzwischen das revolutionäre Sturmflutsperrwerk "Mose" die Stadt. Aber eine langfristige Lösung bietet auch dieses Projekt nicht, denn das Salz setzt den Baudenkmälern weiter zu.
Théotime Langlois de Swarte und das Ensemble Le Consort spielen in Antonio Vivaldis Geburtsstadt Venedig "Vier Jahreszeiten", eines der bekanntesten und beliebtesten Werke der Musikgeschichte. Ihre Interpretation auf barocken Instrumenten bringt dieses emblematische Werk so zur Geltung, wie es sich Vivaldi wohl einst vorgestellt hat.
Zwischen Geschichte und Moderne, Schönheit und Dekadenz: Ist die "ewige Stadt" gefangen in ihrer legendären Vergangenheit? Wie können das historische und das moderne Stadtbild nebeneinander koexistieren? Mit prächtigen Bildern, Filmausschnitten und Archivmaterial reist die Dokumentation in Roms Geschichte und Gegenwart - und zeigt die Hauptstadt Italiens als einen komplexen Organismus im ständigen Wandel. Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten aus Stadtplanung, Architektur, Archäologie und Kultur vertiefen diesen dokumentarischen Streifzug, fragen nach der kulturellen Identität Roms im 21. Jahrhundert und geben Einblicke in die Zukunftspläne der Stadt der sieben Hügel. Muss Rom sich neu erfinden?
Umrahmt von der Landschaft des Salzkammerguts und geschützt durch steile Felsflanken liegt auf einer Höhe von knapp über 2.500 Metern ein wildes und nahezu unberührtes Hochplateau: das Tote Gebirge. Mit mehr als 1.000 Quadratkilometern Fläche ist es das größte Karstplateau Mitteleuropas. Durchzogen von unterirdischen Wasserläufen und Höhlen, ist es im Zentrum an der Oberfläche trocken und kahl. Ein scheinbar lebensfeindlicher Ort. Doch der Schein trügt: Diese "Wüste der Alpen" ist abseits der kargen Felsen ein Paradies für Wildtiere und einer der vielfältigsten Lebensräume des Alpenraums.
Diese Woche in "Tracks East": Der Eurovision Song Contest ist eine große paneuropäische Party. Aber in Osteuropa war die Party oft politischer Ernst - und die Songs und Auftritte deutliche gesellschaftliche Zeichen. 2022 war dann der Sieg des Kalush Orchestra aus der Ukraine eine unmissverständliche Abstimmung Europas gegen Russland.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
"Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand und seine Geschichte vor. Dabei kann alles geschichtsträchtig sein: seriengefertigte Objekte, Einzelstücke, Kultgegenstände, Werkstoffe oder Schriftdokumente.