3SAT
3SAT Fr. 16.10.
Film
Die Versuchung ist groß: Mit einem kriminellen Deal kurz vor seiner Pensionierung könnte Franco Amore (Pierfrancesco Favino) viel Geld verdienen - aber er riskiert auch seine Entlassung, wenn alles auffliegt. ZDF/Loris T. Zambelli
Erst langsam wird Franco (Pierfrancesco Favino) während einer langen Nacht klar, wer für das tödliche Fiasko bei der Kurierfahrt verantwortlich ist. ZDF/Loris T. Zambelli
Gemeinsam mit seinem Polizeikollegen Dino (Francesco Di Leva, l.) lässt sich Franco Amore (Pierfrancesco Favino, r.) auf ebenso kriminelle wie gefährliche Deals für die Mailänder Unterwelt ein. ZDF/Loris T. Zambelli
Um die Ansprüche seiner Frau Viviana (Linda Caridi) zu befriedigen, lässt sich der Polizist Franco Amore (Pierfrancesco Favino) auf kriminelle Nebentätigkeiten ein. ZDF/Loris T. Zambelli
Cosimo (Antonio Gerardi), ein Verwandter von Francos Frau, hat vielfältige Kontakte in die Mailänder Unterwelt - und spielt ohne Rücksicht auf Franco sein eigenes Spiel. ZDF/Loris T. Zambelli
Vor der gefährlichen Fahrt filzt Francos Kollege Dino (Francesco Di Leva, l.) einen der mysteriösen chinesischen Diamantenkuriere (unbekannter Darsteller). ZDF/Loris T. Zambelli
Nach einer Reifenpanne kommt es während der Autofahrt zu einer eskalierenden Auseinandersetzung zwischen Dino (Francesco Di Leva, M.), Franco (Pierfrancesco Favino, l.) und dem Diamantenkurier (unbekannter Darsteller, r.). ZDF/Loris T. Zambelli
Nach dem tödlichen Zwischenfall in dem vielbefahrenen Autotunnel versucht sich Franco (Pierfrancesco Favino) in Sicherheit zu bringen. ZDF/Loris T. Zambelli
In seiner letzten Nacht vor dem Ruhestand muss Franco Amore (Pierfrancesco Favino) alle Register ziehen, um nach einem illegalen Deal mit tödlichem Ausgang noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. ZDF/Loris T. Zambelli

Die letzte Nacht in Mailand

  • I 2023
  • 119'
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Thriller
Mit Pierfrancesco Favino, Linda Caridi, Francesco Di Leva, Antonio Gerardi, Martin Francisco Montero Baez, Katia Mironova

Inhalt

Nach einem illegalen Deal mit tödlichem Ausgang bei seiner letzten Schicht muss ein Mailänder Polizist cool bleiben. - Fesselnder Cop-Thriller mit toller Atmosphäre. Italiens Star Pierfrancesco Favino ("Illuminati", "Suburra") brilliert in einem aufregenden Polizeithriller im Neo-Noir-Look, der auf moderne Weise die Tradition des europäischen Polizeifilms aufnimmt. Regisseur Andrea Di Stefano sorgt für Hochspannung. Nach 35 Dienstjahren als schlecht bezahlter Polizist bei der Mailänder Kriminalpolizei steht Franco Amore unmittelbar vor dem Ruhestand. Seine Frau Viviana hat schon die Überraschungsparty am Abend des letzten Arbeitstags gestartet. Doch diese letzte Nacht wird völlig anders ablaufen als geplant. Als Franco auf der Party erscheint, ist schon alles schiefgelaufen, was nur schieflaufen kann. Denn um die Ansprüche seiner Frau einigermaßen erfüllen zu können, hat sich Franco schon einige Zeit zuvor auf dubiose Deals mit Cosimo eingelassen, einem halbseidenen Verwandten Vivianas: Mit der Autorität des Polizisten flankiert er dessen illegale Geschäfte. Durch Cosimo geriet er auch an einen chinesischen Paten, der unter anderem Geschäfte mit geschmuggelten Diamanten macht. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag muss er - zusammen mit seinem Kollegen Dino - zwei Kuriere transportieren. Doch Cosimo spielt auf eigene Rechnung und sabotiert den Transport mit weiteren korrupten Polizisten. Am Ende fallen drei Beamte und zwei Kuriere der Aktion zum Opfer. Nur Franco kann entkommen und die Diamanten verstecken. Auf der Abschlussparty spielt er den Ahnungslosen. Doch als sein Chef ihn zum Tatort zitiert, beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. Während Franco versucht, jeden Verdacht von sich abzulenken und sich dabei nicht in Widersprüchen zu verzetteln, begibt sich seine Frau am Tatort auf die Suche nach den Diamanten. Denn sollte Franco überführt werden und ins Gefängnis kommen, wäre auch seine gesamte Rente verloren. Doch auch die Chinesen haben die Diamanten noch nicht aufgegeben und sind in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Nach einer spektakulären Einstiegssequenz - einem Flug über die nächtliche Mailänder Innenstadt, begleitet von einem pulsierend-atemlosen Sound - beginnt der Film mit einer Überraschungsparty, bei der unter der Oberfläche nichts so ist, wie es scheint. Erst nach und nach, mit einer geschickt verschachtelten Erzählstruktur, deckt Regisseur und Drehbuchautor Andrea Di Stefano ("Escobar - Paradise Lost", "The Informer") in seinem Polizeithriller die wahren Hintergründe der Ereignisse auf. In eindringlichen Nachtbildern, die Kameramann Guido Michelotti in Schatten und Lichteffekte taucht, führt Andrea Di Stefano durch Mailands düstere Straßen und verkehrsreiche Tunnel. Dabei knüpft er geschickt an die europäische Tradition des Polizei- und Kriminalfilms an, die besonders in Italien mit dem gesellschaftskritischen Untergenre des Poliziottesco in den 1970er-Jahren verbreitet war und unter der Regie von Enzo Castellari ("Tote Zeugen singen nicht") und Stefano Vanzina ("Das Syndikat") einheimische Stars wie Fabio Testi und Franco Nero hervorbrachte. Unumstrittener Star in "Die letzte Nacht in Mailand" - der doppeldeutige Originaltitel lautet "L'ultima notte di Amore" - ist Pierfrancesco Favino. Der 1969 in Rom geborene Schauspieler wurde Anfang der 2000er-Jahre mit einigen Bibelverfilmungen bekannt, später gelang ihm der Sprung nach Hollywood, wo er in Filmen wie "Nachts im Museum", "Die Chroniken von Narnia", "Illuminati" und "World War Z" auftrat. Einen Polizisten am Rand der Legalität verkörperte er bereits in Stefano Sollimas "A.C.A.B. - All Cops Are Bastards". Ebenfalls unter der Regie von Sollima spielte Favino die Hauptrolle als politischer Handlanger der Mafia in dem Neo-Noir-Thriller "Suburra" sowie in dem düsteren Kriminalfilm "Adagio", der 2023 in Venedig Premiere hatte. Auch in "Nostalgia" und als U-Boot-Kapitän in "Commandante" beeindruckte Favino zuletzt mit seiner starken physischen Präsenz, die aber zumeist auch eine tragische, verletzbar-emotionale Seite hat.

Sendungsinfos

Darsteller: Pierfrancesco Favino, Linda Caridi, Francesco Di Leva, Antonio Gerardi, Martin Francisco Montero Baez, Katia Mironova Regie: Andrea Di Stefano VPS: 16.10.2026 22:25, Untertitel, Stereo, Zweikanalton, Dolby
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