3SAT
3SAT Di. 24.11.
Film
Vater Silvan (Sigi Zimmerschied, l.) mit seinen Kindern Silvan (Frederic Linkemann, r.) und Elies (Verena Altenberger, 2.v.r.), die ihren Sohn Russl (Max Jung, 2.v.l.) an der Hand hält. ZDF/Mathias Bothor
Julie Stelzinger (Antonia Bill) mit ihrem Ehemann Ludwig Allberger (Sebastian Bezzel) ZDF/Mathias Bothor
Silvan Heingeiger (Sigi Zimmerschied) liest den Brief, den Schuster Kraus für ihn verfasst hat. Er weigert sich, seinen Hof zu verkaufen. ZDF/Fabio Eppensteiner
Julius Kraus (Josef Hader) ist in seiner Schusterwerkstatt. ZDF/Fabio Eppensteiner
Elies (Verena Altenberger) und ihr Sohn Russl (Max Jung) sind auf dem Weg vom benachbarten Schusterhäusl zu ihrem Hof. ZDF/Fabio Eppensteiner
Silvan Heingeiger (Frederic Linkemann, l.) nimmt seine Verbündeten Xaver Tratzelberger (Matthias Ransberger, r.) und Bertl (Moritz Katzmair, 2.v.l.) auf seinem Motorrad mit. ZDF/Fabio Eppensteiner
Knecht Bertl (Moritz Katzmair) will Elies Heingeiger (Verena Altenberger) überreden, ihn zu heiraten. ZDF/Fabio Eppensteiner
Elies Heingeiger (Verena Altenberger) ist beim Gottesdienstbesuch in der Dorfkirche. ZDF/Fabio Eppensteiner
Julie Stelzinger (Antonia Bill) bietet dem Schuster Julius Kraus (Josef Hader) an, seinen Haushalt zu übernehmen. ZDF/Fabio Eppensteiner
Schuster Julius Kraus (Josef Hader, l.) und Silvan Heingeiger (Sigi Zimmerschied, r.) ZDF/Mathias Bothor

Sturm kommt auf

  • 1. Folge
  • D 2025
  • 90'
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TV-Drama
Mit Josef Hader, Sigi Zimmerschied, Verena Altenberger, Frederic Linkemann, Antonia Bill, Sebastian Bezzel

Inhalt

Die beklemmende Darstellung des aufkommenden Faschismus in der Provinz anhand der bewegten, gleichsam berührenden Geschichte des Schusters Julius Kraus. Er lebt zurückgezogen. Immer tiefer gerät er in den Strudel der dramatischen politischen Ereignisse zwischen 1918 und der Machtergreifung Hitlers 1933, bis eine Erbschaft aus den USA und die Offenlegung seiner jüdischen Identität ihm zum Verhängnis werden. Der alte Bürgermeister wird beerdigt, Julius Kraus ist als sein Nachbar und Freund unter den Trauernden, genau wie der Bauer Heingeiger mit seiner Tochter Elies und seinem einzigen Sohn Silvan. Beim Leichenschmaus kommt es zu einer Schlägerei zwischen Silvan und dem jungen Ludwig Allberger - im Dorf bekannt als ein "Roter" - in deren Folge Silvan dem roten Ludwig Todfeindschaft schwört. Als der Schuster Kraus neuer Bürgermeister werden soll, weigert er sich. Er hat sich um die politischen Sachen nie gekümmert, will erst recht keine Feindschaften und flüchtet sich in eine Krankheit. Elies, die den Schuster gern mag, glaubt ihm nicht und weiß, was es mit seiner Krankheit auf sich hat. Eigentlich würde Julius Kraus der Elies auch gerne einen Heiratsantrag machen, traut sich aber nicht. Erst recht nicht, als dann der alte Heingeiger der neue Bürgermeister wird. Seine Schwester Elies mit ihrem unehelichen Sohn Peter ist Silvan, der seit Kriegsende wieder auf dem Hof seines Vaters lebt, ein Dorn im Auge. Er will, dass Peter zu den Patern ins Kloster gegeben wird, weg vom Hof. Genauso schimpft er auf alle "Roten" und auch auf die Juden. Doch der alte Heingeiger will das in seinem Haus nicht dulden. Er hat nichts gegen die Roten und gegen die Juden erst recht nicht. Und seine Tochter Elies und der kleine Peter bleiben. Doch auch Silvan gibt nicht klein bei. Er vereinigt sich mit nationalistisch Gleichgesinnten. Als dann der Gemeindediener - ein "Roter" - erschossen wird, weiß Ludwig Allberger, dass auch er zu Hause nicht mehr sicher ist. Er versteckt sich beim Schuster Kraus, wo ihn bestimmt keiner vermutet. Das ist nicht das einzige Problem des braven Schusters: Sein Sohn Hans hat ihn aus Übersee um Geld gebeten und so verkauft er schweren Herzens den Schmuck seiner verstorbenen Frau und seine Taschenuhr beim Juwelier. Der Juwelier erkennt, dass die Uhr aus Lemberg stammt. Ist Kraus etwa ein Jude? Währenddessen bahnt sich ein weiteres großes Unglück im Dorf an. Bertl, einer von Silvans politischen Freunden, folgt Elies nach dem Kirchgang in den Wald und zerrt sie ins Gebüsch, um über sie herzufallen. Redaktionshinweis: Beim 3satPublikumspreis gibt es 2026 ein Jubiläum zu feiern: Seit 30 Jahren wird dieser Preis im Rahmen der "TeleVisionale", des Film- und Serienfestivals Weimar, vergeben. Von Samstag, 21. November 2026, bis Mittwoch, 25. November 2026, zeigt 3sat zehn nominierte Fernsehfilme, die bei der "TeleVisionale" in Weimar präsentiert werden. Ab Freitag, 20. November, 20.00 Uhr, können die Filme auch in der 3satMediathek unter www.3sat.de abgerufen werden. Zuschauer können voraussichtlich durchgehend vom 20. November, 20.00 Uhr, bis zum 26. November, 18.00 Uhr, ihren Lieblingsfilm unter www.3sat.de/publikumspreis wählen. Die Abstimmung für den 3satPublikumspreis erfolgt über einen QR-Code. Dieser kann von Journalisten zum Abdruck unter presse@3sat.de abgefordert werden. Am Freitag, 27. November, wird der 3satPublikumspreis im Rahmen der Preisverleihung der "TeleVisionale - Film- und Serienfestival Weimar" verkündet.

Sendungsinfos

Darsteller: Josef Hader, Sigi Zimmerschied, Verena Altenberger, Frederic Linkemann, Antonia Bill, Sebastian Bezzel Regie: Matti Geschonneck Autor: Hannah Hollinger Produzent: ZDF, ORF VPS: 24.11.2026 21:45, Untertitel, Hörfilm, Stereo, Dolby
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