3SAT
3SAT Do. 26.11.
Doku
80 Meter hoch ist der Bohrturm der KTB Windischeschenbach. ZDF/Sven Kiesche
Mikro-Erdbeben werden im Labor künstlich hergestellt. ZDF/Sven Kiesche
Die Kontinentale Tiefbohrung in Windischeschenbach - hier geht’s 9 Km in die Tiefe. ZDF/Sven Kiesche
Bei der Erdwärme in Grünwald wird Thermalwasser von 127 Grad Celsius gefördert. ZDF/Sven Kiesche
Tiefe Geothermie verspricht nachhaltige Energie aus dem Inneren der Erde. Doch hohe Kosten und extrem riskante Tiefenbohrungen stellen die Hightech-Wärmegewinnung auf die Probe. ZDF/Esteban Felix, iStockpho

Tiefengeothermie - Wie gefährlich ist Energie aus der Erde?

  • 44'
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Dokumentation

Inhalt

Tiefe Geothermie verspricht nachhaltige Energie aus dem Inneren der Erde. Doch hohe Kosten und extrem riskante Tiefenbohrungen stellen die Hightech-Wärmegewinnung auf die Probe. Die Förderung birgt ein Risiko: Erdbeben. Forschende suchen nun Wege, die Technologie sicher zu machen. Rund die Hälfte unseres Energieverbrauchs entfällt auf den Wärmesektor. Kommunen und Industrie könnten von mehr Geothermie profitieren und selbst Strom erzeugen. In Grünwald bei München zeigt sich, dass Tiefengeothermie funktionieren kann. "Wir sind heute bei 2200 Hausanschlüssen", sagt Andreas Lederle, Geschäftsführer bei EWG Erdwärme Grünwald. Doch Bohrungen in mehreren Kilometern Tiefe sind extrem teuer, und Eingriffe in den Untergrund können Spannungen im Gestein verändern. Wie groß die Herausforderungen sind, zeigt sich im Oberrheingraben: In Basel führten dort im Jahr 2006 geothermische Bohrungen zu Erschütterungen, Schäden - und Protesten, in Straßburg im Jahr 2020. Das Vertrauen in die Technologie nahm Schaden. Forschende suchen deshalb nach Wegen, die Risiken besser zu beherrschen. Im BedrettoLab, dem unterirdischen Forschungslabor der ETH Zürich, werden gezielt kleinste Erdbeben ausgelöst und mit einem engmaschigen Sensornetz überwacht. Ziel ist es, kritische Veränderungen im Untergrund früh zu erkennen und gegenzusteuern. Auch am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam simulieren Geophysiker und Geomechaniker, wie Gestein auf Eingriffe reagiert. Im Labor der Kontinentalen Tiefbohrung im bayerischen Windischeschenbach wird bei der adaptiven Stimulation erprobt, wie sich der Injektionsdruck bei der Wasserzufuhr in der Tiefe Schritt für Schritt an die Reaktion des Gesteins anpassen lässt, um das Gestein zu öffnen und dabei stärkere Erdbeben zu vermeiden. Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen. Um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im "NANO Talk" mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.

Sendungsinfos

Von: John A. Kantara VPS: 26.11.2026 20:15, Stereo
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