ARD
ARD Mo. 13.04.
Doku
Bundeskanzler Helmut Kohl während des CDU-Bundesausschusses in Bonn. rbb/IMAGO/Sven Simon
Ein Opfer des Reaktorunfalls von Tschernobyl wird im 6. Krankenhaus des Gesundheitsministeriums der UdSSR behandelt. rbb/IMAGO/SNA
Michail Gorbatschow bei einer Fernsehansprache 1986 rbb/IMAGO/ITAR-TASS
Unmutsäußerung auf einem die Straße blockierenden Anhänger vor dem Kernkraftwerk in Hamm-Uentrop. rbb/IMAGO/Sven Simon
Dekontaminierung der Gebäude des Kernkraftwerks Tschernobyl rbb/rbb/IMAGO/SNA
Wegen Tschernobyl-Fallout gesperrter Spielplatz. rbb/IMAGO/teamwork
Joschka Fischer (Die Grünen) mit Zimmerpflanze im hessischen Landtag. rbb/IMAGO/Sven Simon
Helfer, die das Dach des zerstörten Reaktors reinigen sollen, legen Schutzkleidung an. rbb/IMAGO/SNA
AKW Tschernobyl nach der Katastrophe. rbb/IMAGO/ITAR-TASS

Tschernobyl 86

Das gesamte ARD Programm auf einen Blick: TV-Programm und Videos zum Abruf aus den Mediatheken, aktuelle Nachrichten und Hintergründe. 

Der Super-GAU

  • 90'
Dokumentation Am 26. April 1986 explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Ein Super-GAU, niemand hat damit gerechnet. Das Sowjetsystem verschweigt den Ernst der Lage, die DDR spielt herunter, ein Informationsoverkill führt in der BRD zu immer mehr Angst. 40 Jahre danach erzählt "Tschernobyl 86" zu 100 Prozent mit Archivmaterial, wie die Menschen versuchen, mit der Nuklearkatastrophe fertig zu werden.

Inhalt

26. April 1986. Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Das Sowjetsystem vertuscht und spielt auf Zeit. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Niemand ist auf so etwas vorbereitet, keiner weiß, was zu tun ist. Ein wahr gewordener Albtraum, der keine Grenzen kennt. Der Film erzählt unmittelbar ab dem Moment der Explosion, wie sich die Ereignisse überschlagen. Versucht man in Tschernobyl mit Feuerwehrleuten und Soldaten den größten anzunehmenden Unfall unter Kontrolle zu bringen, liefern sich Politiker in Deutschland einen Kampf um die Deutungshoheit der Lage. In der DDR wird verharmlost, die "Aktuelle Kamera" meldet kurz und knapp, was die Parteiführung sagt, die Bundesrepublik dagegen rund um die Uhr, auf allen Kanälen. Viele sind verunsichert, verlieren das Vertrauen, plötzlich kippt die Stimmung. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und attackiert den Bundeskanzler. Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe erzählt "Tschernobyl 86" erstmals zu 100 Prozent mit Archivmaterial aus dem Schreckensjahr 1986, direkt und nur mit Original-Kommentar. Zu erleben sind politische Akteure und Experten, die überfragt und überfordert sind; Menschen, die ihre Angst zeigen und entschlossene Männer und Frauen, die sich in Lebensgefahr begeben, um zu retten, was nicht zu retten ist. Vier Jahrzehnte später wirken diese Bilder erschreckend aktuell. Wieder verlaufen Grenzen und Konflikte zwischen Ost und West, wieder ist der Krieg zurück in Europa, belauern sich Atommächte gegenseitig und rüsten gegeneinander auf. Die Angst vor einer Gefahr, die man weder sehen, noch riechen, noch hören oder schmecken kann, ist mit dem Corona-Virus zurückgekehrt. Gesellschaftliche Polarisierung und Meinungsmache werden in Krisen zu Brandbeschleunigern. Die Angst vor dem unbekannten Schrecken entfacht eine Dynamik, die sich kaum beherrschen lässt.

Hintergrund

Nach "Gladbeck: Das Geiseldrama , "Schockwellen" und "Berlin 1945" ist "Tschernobyl 86 - Der Super-GAU" der neue Dokumentarfilm von Regisseur Volker Heise. Eine Produktion von rbb, NDR, SWR und BR, MDR, Radio Bremen und WDR und der Film Five GmbH im Auftrag der ARD.

Sendungsinfos

Von: Volker Heise Untertitel, Hörfilm, Stereo
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