ARTE
ARTE So. 18.10.
Doku
Eine Gavialmutter wartet am Flussufer in der Nähe vom Nistplatz auf ein Zeichen, dass ihre Brut bereit ist zu schlüpfen. ARTE
Reptilienforscherin Phoebe Griffith an einem Nistplatz am Ufer des Flusses Rapti im Chitwan-Nationalpark ARTE
Ein Gavial-Junges schlüpft aus dem Ei. ARTE
Einjährige Gaviale bei der Fütterung: Im staatlichen Naturschutz- und Aufzuchtzentrum werden junge Gaviale so lange gepflegt, bis sie groß und stark genug sind, in die freie Wildbahn ausgesetzt zu werden. ARTE

360° Reportage

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Im Einsatz für Nepals bedrohte Krokodile

  • D 2026
  • 32'
Reportagereihe Im Chitwan-Nationalpark im Süden Nepals leben Krokodile, die sich in Aussehen und Verhalten stark von anderen Arten unterscheiden. Der Gangesgavial hat eine lange, schmale Schnauze - optimiert für den Fischfang. Doch der Lebensraum der Gaviale schrumpft. Diese Reportage zeigt den Einsatz der einheimischen Bevölkerung, um das Überleben der Tiere zu sichern.

Inhalt

Die Bemühungen der einheimischen Bevölkerung, die Überlebenschancen der Gaviale zu erhöhen, sind immens. Vor allem im Frühjahr, wenn eine neue Generation der selten gewordenen Krokodilspezies das Licht der Welt erblicken soll. Im Norden Nepals ragen die Gipfel des Himalayas in die Höhe und ziehen Wanderer und Bergsteiger aus der ganzen Welt an. Weniger bekannt ist Nepals Landschaft im Süden, wo die Berge auslaufen und im Tiefland ein warmes, subtropisches Klima herrscht. Die weite Flusslandschaft des Chitwan-Nationalparks ist ein Paradies für Wildtiere. In den 1970er Jahren wurde die Region um den Fluss Rapti vor allem zum Schutz der dort lebenden Nashörner und Elefanten zum Reservat erklärt. In der Graslandschaft am Flussufer und in den angrenzenden Wäldern ist die Biodiversität hoch. Hier leben über 500 Vogelarten und eine Vielzahl von Säugetieren, Reptilien und Fischen. Zu den seltensten und ungewöhnlichsten Bewohnern gehören die Gaviale. Ende März haben die Muttertiere ihre Eier auf Sandbänken am Fluss vergraben, in jedem Nest bis zu 60 Stück. Wildhüter wie Prakash Basnet kümmern sich darum, dass während der Brutzeit die Eier nicht beschädigt werden. Am Ende der Brutzeit im Mai gräbt das Muttertier seine Eier wieder aus, bis dahin wartet es in der Nähe der Brutstätte. Der Schlupf der Krokodil-Babys könnte jederzeit losgehen. Bei der Kontrolle der Nester bekommt Prakash tatkräftige Unterstützung. Phoebe Griffith aus England ist eine renommierte Reptilienforscherin. Sie hat viele Jahre ihrer Kindheit in Nepal verbracht und für ihre Doktorarbeit über Verbreitung und Bewegungsmuster von Gavialen in Chitwan geforscht. Gemeinsam wollen die engagierten Natur- und Reptilienschützer alles dafür tun, die seltenen und einzigartigen Gaviale vor dem Aussterben zu bewahren.

Sendungsinfos

Regie: Roland Gockel, Christopher Rowe Stereo
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