Sonnenstürme - Die rätselhafte Gefahr
DOKUMENTATION, D 2020
Die heilende Kraft der Räume
ARCHITEKTUR Die Maggie's Centres, D 2025
ARTE
So. 12.04.
Info
42 - Die Antwort auf fast alles
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Stecken wir in einer Spermakrise?
- D 2022
- 25'
Infomagazin
Spermien hat der Mann genug. So könnte man meinen - bis zu 600 Millionen pro Samenerguss. Und doch, es gibt Anlass zur Sorge: Mehrere Studien haben einen deutlichen Rückgang der Spermienkonzentration nachgewiesen, vor allem im globalen Westen. Doch woran liegt das? Und vor allem: Wird das dazu führen, dass in Zukunft immer mehr Männer zeugungsunfähig werden?
Inhalt
Jahrzehntelang gab es für die Weltbevölkerung nur eine Tendenz: Sie wurde immer größer. Doch wenn man sich jüngere Studien zur Spermienkonzentration anschaut, gibt es durchaus Grund zur Sorge: Besonders in den westlichen Industrienationen wurde ein deutlicher Abwärtstrend der Spermakonzentration nachgewiesen.
Einer viel beachteten internationalen Überblicksstudie nach tummelten sich hier zuletzt nur noch halb so viele Spermien wie in den 1970er Jahren. Die Ursachen dafür zu ergründen, stellt die Forschung weltweit jedoch vor große Herausforderungen: Ist es unser ungesunder Lebensstil? Stress kann sich ebenfalls negativ auf die Spermienproduktion auswirken.
In den USA hat die Umwelt- und Reproduktionswissenschaftlerin Shanna Swan zudem zahlreiche Hinweise dafür gesammelt, dass Umweltgifte und hormonaktive Weichmacher der Spermienproduktion schaden und dass Männer, deren Mütter in der Schwangerschaft hohen Konzentrationen von Phthalaten ausgesetzt waren, später weniger fruchtbar sind.
Doch diese Stoffe zu meiden ist fast unmöglich, sie umgeben uns den ganzen Tag. Müssen wir uns also darauf einstellen, dass in Zukunft immer mehr Männer unfruchtbar sind?
Dass eine solche Diagnose am Selbstbild vieler Männer nicht spurlos vorbeigeht, bestätigen Psychologen heute: Der Mann als Erzeuger ist im allgemeinen Bild von Männlichkeit fest verankert. Und wenn das Selbstbild ins Wanken gerät, bedeutet das Stress und Stress kann den Spermien Schaden. Ein Teufelskreis? Oder könnte die Spermienkrise eine Chance sein, unseren Lebensstil und unsere Männlichkeitsbilder einmal mehr zu überdenken?
Sendungsinfos
Regie: Beate Brehm
Untertitel, Stereo