ARTE
ARTE Sa. 05.12.
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1984 macht der britische Genetiker Sir Alec Jeffreys eine Entdeckung, die auch die Kriminologie revolutioniert: Er findet Muster in der DNA, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. BR
Aus kleinsten DNA-Spuren lässt sich immer mehr herauslesen. Am Tatort reichen schon Spuren, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. DNA-Analysen können inzwischen sogar Hinweise auf Augen-, Haar- und Hautfarbe oder das biologische Alter des Täters geben. BR

42 - Die Antwort auf fast alles

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Gibt es den perfekten Mord?

  • D 2026
  • 29'
Infomagazin Moderne DNA-Analysen machen selbst kleinste Spuren zu wertvollen Hinweisen: Sie können Personen identifizieren und Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe vorhersagen. Mit Hilfe der genetischen Ahnenforschung suchen Ermittler sogar nach Verwandten des Täters. Doch wie weit darf die Jagd nach Verbrechern gehen - und was wird aus unserer genetischen Privatsphäre?

Inhalt

Aus DNA-Spuren lässt sich immer mehr herauslesen. Am Tatort reichen kleinste Hinweise, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind: ein Haar, eine Hautschuppe, ein winziger Tropfen Blut. DNA-Analysen können inzwischen sogar Augen-, Haar- und Hautfarbe oder das biologische Alter des Täters eingrenzen. Wenn die DNA eines Täters gefunden wird, sich aber niemandem zuordnen lässt, kann die investigative genetischen Ahnenforschung helfen. Gesucht wird hier nicht der Täter, sondern jemand, der mit ihm verwandt ist. Ermittler durchforsten DNA-Datenbanken und rekonstruieren Stammbäume, bis sie dem Namen des Täters immer näherkommen. Wie diese Methode einen Mordfall lösen kann, zeigt ein Doppelmord im schwedischen Linköping. 2004 werden eine Frau und ein achtjähriger Junge getötet. Der Täter hinterlässt DNA, doch jahrelang führt die Spur ins Leere. Erst die genetische Ahnenforschung bringt Bewegung in den Fall: Über Verwandte kommen die Ermittler schließlich auf seine Spur. Solche Fälle zeigen, wie mächtig die DNA-Analyse geworden ist. Doch je genauer die Wissenschaft in unser Erbgut blicken kann, desto dringlicher wird die Frage nach den Grenzen. Denn: Wer seine DNA für einen Gentest abgibt, liefert damit auch Informationen über seine Eltern, Geschwister oder Kinder. Und genetische Daten lassen sich nicht einfach löschen. Zwischen spektakulären Ermittlungserfolgen und dem Schutz der genetischen Privatsphäre entsteht ein Konflikt: Wie viel Wissen über unser Erbgut wollen wir preisgeben - und wie weit darf die Fahndung nach einem Täter gehen?

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Regie: Anna Dannecker Stereo
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