ARTE
ARTE Sa. 31.10.
Info
Angstlust beschreibt den Reiz des Horrors, der darin liegt, Furcht und Nervenkitzel in einem sicheren Umfeld zu erleben. BR
Horrorfilme lösen die gleiche körperliche Reaktion aus wie reale Gefahren. BR
Gruselige Geschichten faszinieren schon kleine Kinder. Oft handeln die erfolgreichsten Märchen von Hexen, bösen Zauberern oder menschenfressenden Tieren. BR

42 - Die Antwort auf fast alles

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Warum lieben wir Horror?

  • D 2025
  • 30'
Infomagazin Warum lieben wir Horror und wie funktioniert "Angstlust"? Beim Anschauen von Horrorfilmen durchlebt der Mensch eine intensive Achterbahn der Gefühle - es geht um die Balance zwischen Schreck und Sicherheit, den "Sweet Spot" zwischen harmlos und schockierend. Erste Studien in Aarhus zeigen sogar auf: Wer regelmäßig Horror genießt, entwickelt eine bessere Stressresistenz.

Inhalt

Angst ist eine der stärksten menschlichen Emotionen, soll uns schützen - und doch genießen viele von uns genau dieses Gefühl beim Anschauen von Horrorfilmen. Die körperlichen Reaktionen beim Blick auf Monster, Zombies oder erfundene Massenmörder sind messbar und die gleichen wie bei echter Gefahr: Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, schnelle Atmung. Aber warum tun wir uns das an? Die Psychologie spricht von sogenannter Angstlust: Wir erleben eine intensive emotionale Achterbahnfahrt, nach dem Schrecken folgt die wohltuende Erleichterung - ein Endorphinrausch, der Körper und Geist entspannt. Kein Wunder, dass Grusel seit Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Kultur ist. Forschende gehen davon aus, dass wir, wenn wir uns in Sicherheit ängstigen, unseren Umgang mit dem Gefühl der Angst trainieren können. Wie in einer Mini-Expositionstherapie lernen wir, mit dem unangenehmen Gefühl umzugehen, während wir in Sicherheit auf dem Sofa sitzen. Erste Studien des "Recreational Fear Lab" im dänischen Aarhus legen sogar nahe: Wer regelmäßig Horror genießt, entwickelt eine bessere Stressresistenz. Doch auch das Maß ist entscheidend: Wer es übertreibt, riskiert Schlaflosigkeit und Alpträume.

Sendungsinfos

Regie: Beate Brehm, Florian Heinhold Untertitel, Stereo
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