ARTE
ARTE Mo. 24.08.
Film
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Im Zug muss Laura (Seidi Haarla) sich das Schlafabteil mit dem russischen Minenarbeiter Ljoha (Yuriy Borisov) teilen, der sich mit derben Sprüchen und viel Wodka als unausstehlicher Nachbar erweist. SR
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Laura (Seidi Haarla, re.) begreift, dass es Begegnungen mit Menschen im Hier und Jetzt sind, die bedeutsame Spuren im so flüchtigen Leben hinterlassen. SR
Der Einzige, den Laura (Seidi Haarla) in Murmansk kennt, ist Ljoha (Yuriy Borisov), den sie nach einiger Überwindung aufsucht und um Hilfe bittet. SR
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Laura (Seidi Haarla), eine finnische Studentin, verlässt Hals über Kopf mit großem Liebeskummer Moskau in Richtung Murmansk, um dort Felsmalereien zu besichtigen. SR
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Abteil Nr. 6

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D, FIN, EST 2021
  • 101'
Liebesdrama Um eine Trennung zu verarbeiten, flieht die Finnin Laura mit dem Zug in den Norden Russlands. Im Abteil sitzt bereits der russische Minenarbeiter Ljoha. Die ungleichen Passagiere müssen nun auf engstem Raum miteinander auskommen ... - Ljoha wird von Yuriy Borisov gespielt, der durch seine Rolle in "Anora" internationale Popularität gewann. Ein Roadmovie-Drama von Juho Kuosmanen.
Mit Seidi Haarla, Yuriy Borisov, Dinara Drukarova, Tomi Alatalo

Inhalt

Moskau, 1996: Die Finnin Laura studiert in der russischen Hauptstadt Archäologie. Sie bemüht sich, in das Leben ihrer Geliebten Irina hineinzupassen, doch entflieht schließlich mit dem Arktika-Zug, allein mit ihrem Liebeskummer, Rucksack und Videokamera, nach Murmansk. Ihr Ziel: dort die Petroglyphen, historische Felszeichnungen, zu besichtigen. In ihrem Schlafabteil begegnet Sie Ljoha, einem russischen Minenarbeiter, der ein lebendig gewordenes Vorurteil zu sein scheint: Alkoholisiert und derb ignoriert er jegliche Intimsphäre. Laura versucht, ihrem Nachbarn zu entkommen, scheitert jedoch an der Schaffnerin. Selbst in den engen Gängen des Zuges schafft sie es nicht, ihm auszuweichen. Laura bleibt nichts anderes übrig, als sich dem aufdringlichen Charakter zu stellen. Trotz Kultur- und Charakter-Clash der beiden kommt es zu einer behutsamen Annäherung. Während Laura mit ihrer Kamera versucht, an ihrem zurückgelassenen Leben in Moskau festzuhalten, fürchtet Ljoha sich vor einem perspektivlosen Leben im Bergbau. Mit zögerlichem Vertrauen verbringen die beiden während eines Zwischenstopps einen Abend im Hinterland. Schließlich am Ziel in Murmansk kommt noch mal alles ganz anders ... "Abteil Nr. 6" überzeugt durch seine Erzählweise. Der Film wirft einen originellen Blick auf die Themen Selbstfindung und menschliche Begegnungen im Hier und Jetzt. Auf einer amüsanten und zutiefst berührenden Reise werden die Protagonisten, ganz ohne Kitsch, mit der Wahrheit ihrer Gefühle konfrontiert.

Hintergrund

Der Film greift ein aktuelles Thema auf, wie der Filmkritiker Michael Meyns schreibt: "Laura und Ljoha verkörpern in 'Abteil Nr. 6' nun also Vertreter zweier Nachbarstaaten, die jahrzehntelang in einem engen, aber auch sehr vorsichtigen und fragilen Verhältnis gelebt haben. Die kulturellen Unterschiede des Duos, ihre Vorurteile, aber auch die Ähnlichkeiten werden auf der langen Zugfahrt auf subtile Weise deutlich." "Abteil Nr. 6" erhielt 2021 den Großen Preis der Jury in Cannes.

Sendungsinfos

Darsteller: Seidi Haarla, Yuriy Borisov, Dinara Drukarova, Tomi Alatalo Regie: Juho Kuosmanen Drehbuch: Andris Feldmanis, Livia Ulman, Juho Kuosmanen Kamera: J-P Passi Produzent: Jussi Rantamäki, Emilia Haukka Untertitel, Hörfilm, Stereo
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