ARTE
ARTE Do. 12.03.
Doku
Der Autodidakt Gamal Latif malt Motive des traditionellen Lebens der Nubier. ZDF
Der Nilschiffer und Dichter Mamduh Kalaf Ali begeistert seine Passagiere mit eigenen Gedichten und Liedern. ZDF
Schiffseigner Emad Mussa mit Kapitän auf ihrem "Niltraumschiff" in Luxor ZDF
Die traditionell arbeitenden koptischen Weberinnen von Nakada werden zunehmend von Maschinen verdrängt. ZDF
Der Pferdetrainer Gaber Ahmed Abdel Galiel übt mit seiner Schülerin im flachen Nilwasser, weil sie Angst hat herunterzufallen. ZDF
Das tägliche "Sonnenbrot", das Senab Ragab und ihre Mutter Shefa backen, ersetzt der Ragab-Familie Reis und Kartoffeln. ZDF

An den Ufern des Nil

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Zwischen Luxor und Wüste

  • D 2016
  • 43'
Land und Leute Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt, wie der Nil. Die Reise durch Ägypten führt zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.

Inhalt

Über Jahrtausende hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar, hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Dadurch sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Naqada stellen Töpfereien seit 5.000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her. Die Nachfrage ist groß, denn die speziellen Wasserkrüge aus Ton sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden. Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.

Sendungsinfos

Regie: Michael Gregor Untertitel, Stereo
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