ARTE
ARTE Mi. 08.04.
Doku
Der ehemalige Kriminalpolizist Gerd Schlegel (li.) und René Allonge (re.), Hauptkommissar für Kunstkriminalität, im Gespräch über den Fall RBB
Gemeinsam mit dem Journalisten Konstantin von Hammerstein (li.) rollt René Allonge (re.), Hauptkommissar für Kunstkriminalität, den Fall rund um die gestohlenen Gemälde aus Gotha neu auf. RBB
Schloss Friedenstein 2018: Fast 40 Jahre nach dem größten Kunstraub der DDR wird über die Rückkehr von fünf alten Meistern nach Gotha verhandelt. RBB
Nach dem Raub werden über tausend Personen verhört, darunter alle Besitzer eines blauen Kleinwagens AWZ P70. Dieses Modell soll in der Tatnacht am Schloss Friedenstein gesehen worden sein. RBB
Das Gemälde "Bildnis eines junges Mannes" des niederländischen Malers Frans Hals aus dem 17. Jahrhundert im Museum von Schloss Friedenstein RBB
Das Gemälde "Bildnis eines jungen Mannes" des niederländischen Malers Frans Hals gehörte zu den gestohlenen Gegenständen aus dem Schloss Friedenstein. RBB
Im Sommer 2018 erhält Knut Kreuch, Oberbürgermeister der thüringischen Stadt Gotha, einen mysteriösen Anruf: Es geht um den Gemäldediebstahl auf Schloss Friedenstein im Jahr 1979. RBB
Nun sind die fünf alten Meister wieder zurück in Gotha. RBB

Art Crimes

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Frans Hals: Gotha, 1979

  • B, D, I 2022
  • 88'
Recht und Kriminalität Gotha, Ostdeutschland, 1979: Fünf holländische Meisterwerke verschwinden über Nacht aus dem barocken Schloss Friedenstein, das die kleine mittelalterliche Stadt überragt. Die Ermittlungen von Polizei und Stasi führen trotz vieler Spuren und über tausend Vernehmungen ins Leere. Erst 40 Jahre später wendet sich plötzlich ein Rechtsanwalt an den Oberbürgermeister Knut Kreuch, um über die Rückgabe der Gemälde zu verhandeln.

Inhalt

Im Sommer 2018 erhält Knut Kreuch, Oberbürgermeister der thüringischen Stadt Gotha, einen mysteriösen Anruf. Ein Rechtsanwalt möchte über die Rückgabe von fünf alten Meistern verhandeln, die 1979 über Nacht aus der prächtigen Gemäldesammlung von Schloss Friedenstein gestohlen wurden. Nach dem Raub werden über tausend Personen verhört, darunter alle Besitzer eines blauen Kleinwagens AWZ P70. Mehrere Zeugen haben ein solches Modell in der fraglichen Nacht in der Nähe der imposanten Barockresidenz gesehen. Die Operation "Alte Meister" zählt zu den größten Ermittlungen der DDR-Geschichte. Doch die Bilder bleiben verschwunden. Umso größer ist die Überraschung, als schließlich nach fast 40 Jahren der Anruf des Rechtsanwalts eingeht. Er meldet sich im Namen einer Familie, die die Bilder geerbt hat und bereit wäre, sie gegen eine Zahlung von fünf Millionen Euro zurückzugeben. René Allonge, Hauptkommissar für Kunstkriminalität beim Landeskriminalamt Berlin, wird hinzugezogen. Er will vor allem eines wissen: Wer hat das Verbrechen begangen? Warum wurde es trotz des riesigen Sicherheitsapparates der DDR, in dem alle Bürger unter ständiger Beobachtung standen, nie aufgeklärt? Und wie gelangten die Gemälde in den 1980er Jahren aus der DDR nach Westdeutschland? Gemeinsam mit dem Journalisten Konstantin von Hammerstein rollt er den Fall neu auf und fügt das Bild einer zutiefst menschlichen, tragischen Geschichte auf beiden Seiten des geteilten Deutschlands zusammen.

Sendungsinfos

Regie: Katinka Zeuner, Stefano Strocchi Untertitel, Stereo
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