ARTE
ARTE Sa. 24.10.
Doku
Freigelegte Fußabdrücke von Kindern und Jugendlichen im White-Sands-Nationalpark im US-Bundesstaat New Mexico ARTE F
Bereits 30.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung könnten die ersten Menschen auf dem Landweg über die Beringstraße nach Amerika gekommen sein. ARTE F
Der Archäologe Ciprian Ardelean will die Richtigkeit der Annahme beweisen, dass der amerikanische Kontinent bereits 30.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Menschen besiedelt wurde. ARTE F
Archäologische Entdeckungen - unter anderem in den Bluefish Caves im Norden Kanadas - werfen ein neues Licht auf die Urgeschichte Amerikas. ARTE F
An verschiedenen Orten in Amerika wurden archäologische Entdeckungen gemacht, die alle in dieselbe Richtung weisen und ein neues Licht auf die Urgeschichte des amerikanischen Kontinents werfen. ARTE F
Bei Ausgrabungen im White-Sands-Nationalpark im US-Bundesstaat New Mexico wurden Hunderte Fußabdrücke von Kindern und Jugendlichen freigelegt und datiert. ARTE F

Auf den Spuren der ersten Amerikaner

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F, CDN 2023
  • 90'
Dokumentation Ein bewegender Dokumentarfilm über einen historischen Paradigmenwechsel in der archäologischen Forschung: Neue Erkenntnisse legen nahe, dass die Menschen den amerikanischen Kontinent bereits vor 30.000 Jahren besiedelten. Der Archäologe Ciprian Ardelean will die Richtigkeit dieser Annahme überprüfen. Der Film folgt ihm auf den Spuren der ersten Menschen Amerikas.

Inhalt

Im kanadischen Norden und im Süden der Vereinigten Staaten, in Zentralmexiko, im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso und an der Südspitze von Chile - an verschiedenen Orten wurden archäologische Funde gemacht, die ein neues Licht auf die Urgeschichte des amerikanischen Kontinents werfen: Menschen könnten Amerika bereits vor 30.000 Jahren besiedelt haben, also 15.000 Jahre früher als bislang angenommen. Zwar wurde das Szenario, nach dem die ersten amerikanischen Ureinwohnerinnen und Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit auf dem Landweg über die damalige Beringlandbrücke gekommen sein sollen, auch in der Vergangenheit schon mehrfach angezweifelt. Doch die Wissenschaftsgemeinde distanzierte sich lange von diesen alternativen Thesen. Jüngste Radiokarbondatierungen geben ihnen nun recht, denn sie zeigen nicht nur, dass die Besiedlung Amerikas bereits auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit einsetzte, sondern zeichnen auch überall auf dem Kontinent ein ganz neues Bild der Migrationsbewegungen: Die ersten Zuwanderer könnten sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg gekommen sein und sich von Süden bis Norden an mehreren Orten gleichzeitig niedergelassen haben. Bei Ausgrabungen im White-Sands-Nationalpark im US-Bundesstaat New Mexico wurden Hunderte Fußabdrücke von Kindern und Jugendlichen freigelegt und datiert. Die älteste dieser aus verschiedenen Perioden stammenden Spuren wurde vor 23.000 Jahren hinterlassen. Der Dokumentarfilm lässt die in der Nähe dieser Forschungsstätten lebenden Nachfahren dezimierter indigener Völker zu Wort kommen. Dass sich die offizielle Forschung so lange und so hartnäckig der Hypothese einer früheren Besiedlung des Kontinents verweigert hat, halten die Befragten für eine unbewusste ideologische Verzerrung, die in der kolonialistisch motivierten Annahme gründet, Amerika sei unberührtes und damit zu eroberndes Terrain gewesen.

Sendungsinfos

Regie: Robin Bicknell Untertitel, Hörfilm, Stereo
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