ARTE
ARTE Di. 30.06.
Doku

Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • 1. Staffel
  • 1. Folge
  • D 2022
  • 90'
Dokumentation Berlin, Januar 1933. Jeder Dritte ist arbeitslos, hungert und friert in Mietskasernen oder Baracken. Straßenschlachten und politische Morde sind an der Tagesordnung. Das Land ist gespalten. Sozialdemokraten und Bürgerliche regieren die Stadt, aber demokratieablehnende Mehrheit im Reichstag sind Adolf Hitlers NSDAP sowie Ernst Thälmanns Kommunisten. Aus der vibrierenden Metropole Berlin wird in nur wenigen Monaten die Hauptstadt des Dritten Reichs. Tagebücher, Briefe, Bilder und Filme erzählen, was Zeitgenossen erlebten. Eine Collage über das Ende einer Demokratie und den Beginn einer Diktatur zugleich.

Inhalt

Als das Jahr 1933 beginnt, ist Berlin eine der modernsten Städte der Welt. Eine pulsierende Metropole, in der sich die Gegensätze aneinander reiben. Zwölf Monate später ist von den Widersprüchen und der Vitalität nichts geblieben. Die Stadt ist einer Partei und einem "Führer" unterworfen. Berlinerinnen und Berliner jubeln der neuen Macht zu, ziehen sich vor ihr ins Privatleben zurück oder fliehen - wenn sie denn können - bevor sie in den Kerkern verschwinden. Stadt und Menschen erleben einen Ritt ins Verderben - für einige Betrachter ein erhoffter Aufbruch oder nur ein kurzer Spuk, für andere das Signal zur Flucht. Die Gesellschaft spaltet sich, der demokratische Staat wird zersetzt. Als Adolf Hitler ohne eigene Mehrheit Reichskanzler wird, treiben er und seine Verbündeten in Politik, Industrie und Bürgertum die Spaltung voran: Neuwahlen werden ausgerufen, Zeitungen verboten, Positionen in Staat und Verwaltung von Parteifreunden besetzt. SA und NSDAP übernehmen den Staat und bringen noch mehr Gewalt in den Alltag. Die zerstrittene Opposition kann der rechten Propaganda nur wenig entgegensetzen. Bei der Neuwahl erlangt die NSDAP die Mehrheit und muss beim Ermächtigungsgesetz nur sozialdemokratische Gegenstimmen zur Kenntnis nehmen. Abgeordnete anderer Fraktionen sind eingeschwenkt, befinden sich in Gefängnissen oder im Exil.

Sendungsinfos

Regie: Volker Heise Untertitel, Stereo
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