ARTE
Di. 13.10.
Doku
China, Russland, Indien & Co. - Eine neue Weltordnung?
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
- F 2026
- 91'
Dokumentation
Während das westliche Bündnis schwächelt, formiert sich unter autoritärer Führung eine Gegenallianz. Die ersten fünf BRICS-Staaten - mit über der Hälfte der Weltbevölkerung und 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung - bauen eigene Strukturen auf: Banken, Medien, Militärübungen. Ihr Ziel: ein neues Bündnis - das den Dollar herausfordert und eine neue Weltordnung will.
Inhalt
Während das westliche Bündnis an Geschlossenheit verliert, formiert sich unter Führung autoritärer Staaten eine Gegenkoalition, die seit fast 20 Jahren im Hintergrund an Macht gewinnt. Die ersten BRICS-Staaten - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - repräsentieren über die Hälfte der Weltbevölkerung und erwirtschaften fast 40 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Damit übertreffen sie die G7 bereits heute. Sie haben eine eigene Entwicklungsbank gegründet, eigene Mediennetzwerke aufgebaut und führen gemeinsame Militärübungen durch. Ein eigenes Parlament und eine gemeinsame Währung könnten bald folgen.
Ursprünglich von Russland und Brasilien initiiert, später von China vorangetrieben, arbeitet das Bündnis gezielt daran, die Abhängigkeit vom Dollar zu verringern und sich vom Westen zu lösen. Dabei stellen sie zentrale Pfeiler der internationalen Ordnung infrage: Menschenrechte, liberale Demokratie und Völkerrecht.
Immer mehr Länder des Globalen Südens schließen sich den BRICS an und übernehmen die antiwestliche Rhetorik Moskaus und Pekings. Doch welche neue Weltordnung entsteht hier? Und welche Rolle bleibt Europa in diesem Umbruch?
Der Dokumentarfilm rekonstruiert - ausgehend vom BRICS+-Gipfel in Rio im Juli 2025 - erstmals die Entstehung dieses "postwestlichen" Bündnisses. Anhand bisher unveröffentlichter Aussagen von Gründern und Vordenkern wird der geopolitische Kontext der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert, der diesen Schulterschluss erst möglich machte.
Sendungsinfos
Regie: Sophie Lepault
Stereo