ARTE
ARTE Di. 10.02.
Doku
Der Student Zhang Yan an den Gräbern seiner Landsleute: Tausende Chinesen starben als Arbeiter im Ersten Weltkrieg. ZDF
Der chinesische Übersetzer Gu Xingqing (Sky Kao, li.) trifft den britischen Militärarzt Harry Livingstone (Chris Cope, re.), der den Transport der chinesischen Kriegsarbeiter nach Europa begleitet. (Spielszene) ZDF
Gu Xingqing (Sky Kao) lässt sich in China von der britischen Armee als Übersetzer anwerben. Monate später findet er sich in den Schützengräben an der Westfront des Ersten Weltkriegs wieder. (Spielszene) ZDF
Sie kamen nach Europa, um als Arbeitskräfte hinter der Front zu helfen. Tatsächlich aber wurden viele Chinesen auch in die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs verwickelt. (Spielszene) ZDF

Chinas Kriegsarbeiter an der Westfront

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • RC, F, CDN 2024
  • 52'
Dokumentation Im Ersten Weltkrieg rekrutierten Großbritannien und Frankreich rund 140.000 Männer aus China - offiziell zur Arbeit weit abseits der Front. Doch viele von ihnen starben im deutschen Bombenhagel. Die Freiwilligen kamen vor allem aus der Provinz Shandong. Nach einer Periode der Hungersnöte in ihrer Heimat hofften sie, als Kriegsarbeiter in Europa genug für den Unterhalt ihrer Familien zu verdienen. Doch ihr Traum wurde im Stellungskrieg der Westfront zum Alptraum.

Inhalt

Der Geschichtsstudent Zhang Yan will das Schicksal seiner Landsleute rekonstruieren. Denn die Geschichte der chinesischen Kriegsarbeiter ist ein fast vergessenes Kapitel des Ersten Weltkriegs. Für China ist diese Ära ohnehin traumatisch belastet: Denn bei Kriegsausbruch unterhielt das Deutsche Reich dort schon lange eine Kolonie - auf die nun Japan Anspruch erhob. Mit der Entsendung von Arbeitskräften für die britischen und französischen Kriegsanstrengungen hofften die Chinesen einen Beitrag zum Konflikt in Europa zu leisten, ohne als Nation selbst in den Krieg involviert zu werden. Erst 1917 erklärte auch China dem Deutschen Reich den Krieg - um bei späteren Friedensverhandlungen wieder die Souveränität über seine besetzten Gebiete aushandeln zu können. Eine Vision, die sich als trügerisch erweisen sollte, genauso wie die Hoffnung der 140.000 chinesischen Kriegsarbeiter, als reiche Männer in ihre Heimat zurückzukehren. Zhang Yan folgt den Spuren dieser Glückssucher, um ihre vergessene Geschichte öffentlich zu machen.

Sendungsinfos

Regie: Jordan Paterson Untertitel, Stereo
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