ARTE
ARTE So. 11.10.
Doku
Detail des Pinselstrichs von Claude Monet in den "Seerosen" ("Nymphéas") ARTE F
1915 empfängt Claude Monet den Filmregisseur Sacha Guitry für einen patriotischen Dokumentarfilm: Am Ufer seines Teichs in Giverny wirkt der Maler wie verjüngt. ARTE F
Claude Monet widmete den Seerosen in 25 Jahren über 250 Gemälde. ARTE F
Claude Monets "Seerosen" gehören zu den bekanntesten Bildern des Impressionismus. ARTE F
Als Claude Monet stirbt, hinterlässt er rund 40 große Seerosenbilder. 22 davon sind für die Grandes Décorations bestimmt, die heute im Musée de l'Orangerie hängen. ARTE F

Claude Monets Seerosen

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Schönheit für die Ewigkeit

  • F 2025
  • 52'
Dokumentation Claude Monets "Nymphéas" blieben zunächst unbeachtet, obwohl sie seine berühmten Bilderserien konsequent weiterführten. Noch nach Monets Tod 1926 waren die "Seerosen" kaum bekannt. Erst durch amerikanische abstrakte Maler, einen japanischen Sammler und die Wiedereröffnung von Giverny wurden sie neu entdeckt - heute gelten die Bilder als Meisterwerke der Moderne.

Inhalt

Claude Monets Begegnung mit den Seerosen begann 1889 auf der Pariser Weltausstellung, wo der Gärtner Joseph Bory Latour-Marliac die exotischen Pflanzen präsentierte. Fasziniert schuf Monet in den folgenden 30 Jahren einen künstlichen Teich und einen Garten als lebendige Farbpalette samt großem Atelier - um dort über 250 Gemälde zu schaffen, darunter zwölf Meter lange Panoramaformate. Mit dieser radikalen Bildsprache trieb er den Impressionismus an die Grenzen der Abstraktion. Als Monet 1926 starb, ehrte Frankreich den Meister des Impressionismus. Doch als 1927 seine "Nymphéas" in der Pariser Orangerie gezeigt wurden, blieben die Säle leer. Die Wasserlandschaften wirkten auf das Publikum befremdlich. Die Wiederentdeckung begann in den USA. 1952 stieß der damals junge Maler Ellsworth Kelly in Monets verfallenem Atelier in Giverny auf staubbedeckte Seerosen-Paneele. Für ihn und seine Zeitgenossen - darunter Jackson Pollock, Mark Rothko und Barnett Newman - verkörperten diese späten Werke genau das, wonach sie selbst suchten: eine Malerei der totalen Immersion. Sie überzeugten das MoMA, zwei der Panels zu erwerben. Von dort sprang der Funke nach Japan über. Dort fanden die Seerosenbilder eine besondere Resonanz - sie erinnerten an die Ukiyo-e-Holzschnitte, die Monet selbst gesammelt hatte. Auch Giverny selbst erlebte eine Renaissance: Dank amerikanischer Spenden wurde der verwilderte Garten restauriert und 1980 wiedereröffnet. "Claude Monets Seerosen" erzählt die Geschichte eines Werks, das seiner Zeit voraus war - und wie es schließlich sein Publikum fand.

Sendungsinfos

Regie: Anne-Cécile Genre Stereo
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