Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit
DOKUMENTARFILM, F 2020
Die Tochter des Papstes - Lucrezia Borgia
DOKUMENTATION, D 2024
ARTE
Sa. 14.11.
Show
David Bobée inszeniert Brahms: Ein deutsches Requiem
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Mit Laurence Equilbey & Insula orchestra
- F 2026
- 86'
Klassische Musik
Johannes Brahms' "Ein deutsches Requiem" neu interpretiert: Laurence Equilbey und David Bobée inszenieren das Meisterwerk als Musiktheaterstück, das mit aktuellen Themen wie kollektiver Trauer, Erinnerung und Trost in Resonanz tritt. Durch die Vermischung von Theater, Musik und Tanz bietet diese Inszenierung eine nicht-religiöse, jedoch universelle Lesart.
Inhalt
Johannes Brahms' "Ein deutsches Requiem" ist eines der bedeutendsten Chorwerke des 19. Jahrhunderts. Doch was passiert, wenn man es ohne religiösen Filter auf die Bühne bringt? Genau das wagen die Dirigentin Laurence Equilbey und der Regisseur David Bobée mit ihrer Neuinszenierung, in der das Stück als "Requiem für die Menschheit" neu interpretiert wird.
Equilbey, Gründerin des renommierten Kammerchors accentus und des Insula orchestras, hat das Werk bereits im Jahr 2002 in einer wegweisenden Aufnahme für zwei Klaviere und Chor eingespielt. Jetzt kehrt sie mit der Orchesterversion auf historischen Instrumenten zurück - jedoch nicht als reine Konzertaufführung, sondern fast schon als szenische Oper. Zusammen mit Bobée, einem der profiliertesten Theaterregisseure Frankreichs, verwandelt sie Brahms' Musik in ein multidisziplinäres Spektakel aus Gesang, Tanz und Theater.
Das Besondere: Brahms schrieb sein Requiem auf Deutsch, nicht auf Latein, und nicht für die Kirche, sondern direkt für die Menschen. Es geht darin nicht um Erlösung im Jenseits, sondern um Trost im Hier und Jetzt: um Trauer, Verlust und den gesellschaftlichen Umgang mit diesen Themen.
Bobée und Equilbey spitzen diesen Gedanken noch zu: Ihr "Requiem für die Menschheit" wird zur Momentaufnahme unserer Zeit, zur Reflexion über die Conditio humana. Dabei verzichtet die Inszenierung bewusst auf religiöse Symbolik. Stattdessen setzt sie auf universelle Bilder, die zeigen: Die Welt, die wir gestalten, existiert jetzt - ohne Aufschub und ohne Vertröstung auf jenseitige Heilsversprechen.
Sendungsinfos
Mitwirkende: Eleanor Lyons (Sopran), John Brancy (Bariton), Yingyu Lyu (Tänzerin), Salvatore Cappello (Akrobat), Jules Turlet (französischer Gebärdengesang) Regie: Isabelle Soulard Inszenierung: David Bobée Dirigent: Laurence Equilbey
Untertitel, Stereo