ARTE
ARTE Mo. 06.04.
Doku
Es ist ein Wunder, dass die gigantische Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront: Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. ARTE France
Das auffälligste Element der Hagia Sophia ist ihre monumentale Zentralkuppel. ARTE France
Irvin Cemil Schick, Kunsthistoriker an der Istanbul Süehir Universität in Istanbul, in der Hagia Sophia ARTE France
Die Hagia Sophia wurde als Kirche gebaut und 1453, als die Osmanen Konstantinopel eroberten, zur Moschee umgewandelt. ARTE France
Die im 6. Jahrhundert errichtete Basilika Hagia Sophia ist eine der eindrucksvollsten Bauten, die je vom Menschen geschaffen wurde. ARTE France

Denkmäler der Ewigkeit

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Hagia Sophia

  • F 2013
  • 87'
Architektur Ihre massive Silhouette überragt als Wahrzeichen seit fast 1.500 Jahren Istanbul und gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt: Die im 6. Jahrhundert errichtete Basilika Hagia Sophia ist einer der eindrucksvollsten Bauten, die je vom Menschen geschaffen wurden. Die Hagia Sophia wurde als Kirche gebaut und 1453, als die Osmanen Konstantinopel eroberten, zur Moschee umgewandelt. Als solche wurde sie fast 500 Jahre genutzt, bis sie auf eine Entscheidung des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk hin 1934 zum Museum deklariert wurde. Der Dokumentarfilm erzählt die bewegte Geschichte des imposanten Bauwerks, in dem christliche und islamische Elemente auf einzigartige Weise zusammenfließen.

Inhalt

Die 537 eingeweihte Basilika Hagia Sophia in Istanbul ist ein architektonisches Meisterwerk mit wechselvoller Geschichte. Eintausend Jahre lang war sie die größte Kirche der Welt und das religiöse und symbolische Zentrum des ersten großen christlichen Reiches: Byzanz. Bis zur Eroberung Konstantinopels war die Hagia Sophia das größte Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und fügten als äußeres Kennzeichen vier Minarette hinzu. Mit der Umwandlung der Moschee in ein Museum krönte Mustafa Kemal Atatürk 1934 schließlich seine laizistische Revolution. Als bei den damaligen Renovierungsarbeiten unter osmanischen Verzierungen sehr wertvolle Mosaike aus der byzantinischen Zeit freigelegt wurden, keimte das Interesse für die byzantinische Kunstgeschichte wieder auf. Es kommt einem Wunder gleich, dass die gigantische, etwas mehr als 50 Meter hohe Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront und ihre Kunstschätze die Jahrhunderte überdauerten, denn Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. Experten rechnen mit einem großen Beben. Daher erforscht ein internationales Team, bestehend aus Architekten, Seismologen und Ingenieuren, die Erdbebensicherheit des Gebäudes. Sie hoffen, dabei auch versteckte Schwachstellen zu finden, um den Bau entsprechend zu stabilisieren und ihn für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Hagia Sophia zeugt von einer faszinierenden Geschichte. Und möglicherweise hat der byzantinische Monumentalbau noch längst nicht alle Kunstschätze freigegeben, die noch in ihm ruhen.

Sendungsinfos

Regie: Gary Glassman, Olivier Julien Stereo
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