ARTE
ARTE So. 18.10.
H. G. Wells im Jahr 1940: Mit der Veröffentlichung von "Der Krieg der Welten" legte er 1898 den Grundstein für die moderne Science-Fiction. ARTE F
Die Tripods sind riesige Kampfmaschinen der Marsianer, die sich durch Städte und Landschaften bewegen und Gebäude und Fahrzeuge zerstören. ARTE F
Die Bewohner Londons flüchten vor den Marsianern, die die Stadt angreifen, sie zerstören und verwüsten. ARTE F

Der Krieg der Welten

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Klassiker der Science-Fiction

  • F 2025
  • 53'
Literatur 1898 veröffentlichte H. G. Wells seinen zu den absoluten Klassikern zählenden Roman "Der Krieg der Welten". Die Geschichte einer außerirdischen Invasion war die erste ihrer Art, begründete das moderne Science-Fiction-Genre und verankerte die Figur des Marsmenschen in der kollektiven Vorstellungswelt. Sein Werk warnt wie eine düstere Prophezeiung vor blinder Fortschrittsgläubigkeit.

Inhalt

Mit dem Roman "Der Krieg der Welten" revolutionierte der Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker H. G. Wells 1898 die Literatur und legte den Grundstein für die moderne Science-Fiction. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert, das den Aufstieg von Industriegesellschaft, Wissenschaft und Technologie mit sich bringen sollte, schuf er ein neues Genre, um Kritik an den gesellschaftlichen Entwicklungen und am technischen Fortschritt zu üben. George Orwell sagte über Wells, kein moderner Schriftsteller habe seine Zeitgenossen so tiefgreifend beeinflusst, wie er. Der Roman schlug ein wie eine Bombe: Die Vorstellung vom feindseligen Marsmenschen verbreitete sich wie ein Lauffeuer. "Der Krieg der Welten" thematisiert dabei die Angst, von unbekannten Mächten vernichtet zu werden, gegen die man nichts ausrichten kann. Die Handlung spielt auf dem Höhepunkt des westlichen Imperialismus, als die europäischen Mächte dank ihrer militärischen Übermacht den Großteil der Welt unter sich aufgeteilt hatten. Wells nahm sich etwas für damalige Verhältnisse Ungeheuerliches heraus und vertauschte die Rollen: Nun war es an der westlichen Zivilisation, von gnadenlosen Monstern überfallen und wie eine minderwertige Spezies behandelt zu werden. Damit war der Autor seiner Zeit weit voraus. Wells' Werk wurde zahlreich adaptiert, je nach Zeitgeist und aktueller Bedrohung: bei Orson Welles war es der Aufstieg des Faschismus, bei Byron Askin der Kalte Krieg, bei Steven Spielberg der Terrorismus, bei Tim Burton der US-amerikanische Imperialismus und bei jüngeren Umsetzungen die ökologische Katastrophe.

Sendungsinfos

Regie: Cyril Leuthy Stereo
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