ARTE
ARTE Do. 12.03.
Doku
Am 20. April 1945 schießt die Rote Armee in der Nähe von Berlin ein Zivilflugzeug ab, doch die Umstände des Vorfalls hinterlassen viele Fragen. Dieser packende True-Crime-Doku-Thriller geht dem Unglück auf den Grund. RBB
Franz Mayrhofer aus Enghagen erinnert sich noch gut an die Todesmärsche der KZ-Gefangenen aus dem Konzentrationslager Mauthausen: "Die sind an der Haustür vorbeigekommen. Ausgemergelte Gestalten." RBB
Kora Dalager an der Absturzstelle des Flugzeugs, in dem auch der regimetreue Filmregisseur Hans Steinhoff saß. Lange wusste sie nicht, dass dieser ihr Großvater war. RBB
Kurt Runge war damals der Einzige, der das Unglück im Jahr 1945 überlebte. Sein Sohn Frank Runge besucht zum ersten Mal die Absturzstelle. RBB
Luftfahrthistoriker Günther Ott am Friedhof in Glienig. Schon seit seiner Zeit als Luftverkehrskaufmann beschäftigt er sich mit den rätselhaften Umständen des sogenannten letzten Flugs. RBB
Notizen aus dem Taschenkalender von Kurt Runge, dem einzigen Überlebenden des Flugzeugabsturzes RBB
Dorfbewohnerin Helga Branig half damals, die Gräber der Toten zu pflegen - bis sie hörte, dass es sich bei diesen um Nationalsozialisten auf der Flucht gehandelt haben soll. "Und da hatte ich praktisch gesagt kein Mitleid." RBB
Lothar Salzberger, Sohn des Piloten der "JU 52", hat seinen Vater nie kennengelernt. RBB

Der letzte Flug

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Ein deutsches Geheimnis

  • D 2022
  • 89'
Dokumentation Eine mysteriöse Geschichte aus dem Wahnsinn des Zweiten Weltkriegs: Als am 20. April 1945 die Rote Armee über Brandenburger Dörfern eine Zivilmaschine abschießt, zerstört der Vorfall nicht zur das Leben von Passagieren und Angehörigen, sondern hinterlässt auch am Unglücksort tiefe Spuren und zahlreiche Fragen: Wer war an Bord der Maschine und wer durfte das von den Alliierten bombardierte Berlin - noch dazu an einem symbolträchtigen Tag wie Adolf Hitlers Geburtstag - zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch verlassen? Warum gibt es bis heute keine Passagierliste? Warum wurde die Crew kurz vor Abflug aus Berlin noch einmal ausgetauscht? Der packende True-Crime-Doku-Thriller geht dem Unglück auf den Grund

Inhalt

20. April 1945: In den Abendstunden schlagen die Schrecken des Krieges mit voller Wucht zwischen den kleinen Dörfern Glienig und Buckow ein. 70 Kilometer vom bereits heftig umkämpften Berlin entfernt schießt die Rote Armee ein Zivilflugzeug der Deutschen Lufthansa vom Himmel, das sich auf dem Weg ins österreichische Enns befindet. Kurz nach dem Start in Tempelhof kracht eine "JU 52" mit insgesamt 18 Personen an Bord in ein Brandenburger Waldgebiet und geht in Flammen auf. Nur ein Berliner Ingenieur kann sich in letzter Sekunde aus der Maschine retten und dem brennenden Inferno entkommen, dem seine Mitpassagiere zum Opfer fallen. Als deren sterbliche Überreste ein Jahr nach Kriegsende auf dem Friedhof Glienig anonym bestattet werden, bleiben essenzielle Fragen rund um den sogenannten "letzten Flug" unbeantwortet: Wer war an Bord der Maschine und wer durfte das von den Alliierten bombardierte Berlin - noch dazu an einem symbolträchtigen Tag wie Adolf Hitlers Geburtstag - zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch verlassen? Warum gibt es bis heute keine Passagierliste? Warum wurde die Crew kurz vor Abflug aus Berlin noch einmal ausgetauscht? Was hat es mit den Gerüchten auf sich, hochrangige NS-Größen und Günstlinge des Regimes wie der berüchtigte Spielfilmregisseur Hans Steinhoff ("Hitlerjunge Quex") wollten sich mit Flügen wie diesem in Richtung der mystischen Alpenfestung absetzen? Und wohin sind die großen Mengen an Geld, Schmuck und Wertpapieren verschwunden, die sich angeblich an Bord der Maschine befunden haben sollen? "Der letzte Flug - Ein deutsches Geheimnis" geht diesen Fragen in Form eines packenden True-Crime-Doku-Thrillers auf den Grund und rekonstruiert erstmals die mysteriösen Hintergründe eines tragischen Vorfalls, der nicht nur das Leben der Passagiere und deren Angehöriger zerstört, sondern auch tiefe Spuren am Unglücksort hinterlassen hat. Seit dem Absturz der Maschine liegt deren geheimnisvolle Geschichte wie eine bleierne Decke über der Gemeinde - und das Schweigen über den Wahnsinn der letzten Kriegstage umfasst nicht nur die Umstände des Flugzeugabschusses, sondern auch noch viel tiefergehende persönliche Tragödien.

Sendungsinfos

Regie: Jan Peter Untertitel, Stereo
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