ARTE
ARTE So. 06.09.
Doku
Aurélia Marceau, die Tochter von Marcel Marceau, in einem Theaterstück über das Leben ihres Vaters - eine Hommage an den wohl berühmtesten Pantomimen der Welt. ZDF
Daniel (li.) und Georges Loinger (re.), Neffe und Cousin von Marcel Marceau: Die Cousins schmuggelten zusammen jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. ZDF
Als tragikomischer Clown "Bip" im Ringelhemd mit dem weiß geschminkten Gesicht, dem zerbeulten Seidenhut und der roten Blume begeisterte Marcel Marceau die Menschen rund um den Globus. ZDF
Marcel Marceau ist der wohl berühmteste Pantomime der Welt. ZDF

Der Pantomime Marcel Marceau

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Die Kunst der Stille

  • D 2019
  • 52'
Künstlerporträt Nur mit Gesten und Mimik faszinierte Marcel Marceau über Jahrzehnte hinweg Menschen rund um den Globus. Als Großmeister der Pantomime stellte er die Unbeholfenheit des Menschen dar und vermittelte das Unsagbare in "Schreien der Stille". In seiner Doku spürt Regisseur Maurizius Staerkle Drux dem Vermächtnis dieses Jahrhundertkünstlers nach.

Inhalt

Marcel Marceau ist der wohl berühmteste Pantomime der Welt. Als tragikomischer Clown "Bip" im Ringelhemd mit dem weiß geschminkten Gesicht, dem zerbeulten Seidenhut und der roten Blume begeisterte er die Menschen rund um den Globus. Doch der tragische Hintergrund seines Schaffens blieb lange verborgen. Marcel Marceau, gebürtig Marcel Mangel, stammt aus einer jüdischen Familie in Straßburg. Sein Vater Karl Mangel betrieb dort eine koschere Metzgerei und gab als Opernliebhaber nebenher Konzerte in seinem Laden. 1944 wurde der Vater nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sein Sohn Marcel schloss sich der französischen Résistance an und schmuggelte zusammen mit seinem Cousin Georges Loinger jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Mit Gesten und Pantomime brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen zu schweigen. Stille konnte Leben retten. Beeinflusst durch Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Charlie Chaplin schuf Marcel Marceau nach dem Krieg eine einzigartige Kunstform, die seine Familie und Weggefährten bis heute weiterführen. In "Die Kunst der Stille" vereint der Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux exklusive Archivmaterialien aus dem facettenreichen Leben von Marcel Marceau mit einem persönlichen, zeitgenössischen Blick auf die Kunst der Stille. Die Dokumentation feierte ihre Weltpremiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis und war danach in den Kinos zu sehen.

Sendungsinfos

Regie: Maurizius Staerkle Drux Untertitel, Stereo
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